Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Monitor (Seite 1 von 2)

Auch Amazon eine Fleischfabrik?

Nichts ist Ă€lter, als die Nachrichten von gestern. Andererseits: gut abgehangen schmeckt besser. Die Fleischfabrik Amazon interessiert das dagegen nicht. Was ist das ĂŒberhaupt, Amazon? Versandhaus? Buchladen? Fussballsender? Logistikzentrum? Big Data? Virus-Spreader? SklavenhĂ€ndler? Medienkonzern? Weltregierung? Es ist alles! (Ein Fehler ist eingebaut, raten Sie selbst.) Jedenfalls ist Amazon reich und mĂ€chtig genug, sich werbende Öffentlichkeitsarbeit schon wieder sparen zu können. Besser schlechte Nachrichten als gar keine, gilt fĂŒr den Konzern nicht. Das GeschĂ€ft lĂ€uft mit dem Virus so gut, dass jeder LĂ€rm darum vermieden werden soll. Am besten, die Öffentlichkeit bemerkt ihn gar nicht.
Es gibt tapfere KĂ€mpfer Weiterlesen…

Wie im Lager

FĂŒr Werkvertragsarbeiter hat sich in Deutschland seit 20 Jahren kaum etwas verĂ€ndert. Ich habe mich erstmals Anfang 2000 mit der Situation von Werkvertragsarbeitern aus RumĂ€nien befasst. Damals im Raum Oldenburg-OsnabrĂŒck. In der AuslĂ€ndersendung des WDR, Babylon, hatte ich einen Film darĂŒber. Die von mir damals befragten rumĂ€nischen Arbeiter, von denen einige auch verprĂŒgelt worden waren, sagten mir, ihre Situation sei “wie im Lager”. Nach dem Fernsehbeitrag konnte ich rumĂ€nische Zeugen zu einer Aussage bei den Ermittlungsbehörden veranlassen. Mir vertrauten sie, mit der Polizei mochten sie aber nicht so gerne reden.Weiterlesen…

Sozialkontakte

Sollte Ihnen der MedienlĂ€rm um das Virus zuviel sein, durchaus verstĂ€ndlich, dann lesen Sie bitte woanders weiter. Die Bundeskanzlerin riet gestern, wo möglich Sozialkontakte zu vermeiden. Daran werde ich mich nicht halten. Meine Sozialkontakte stĂ€rken meine Immunabwehr, daher wĂ€re das (fĂŒr mich) widersinnig. Ich muss dazu ergĂ€nzen, dass ich seit 3,5 Jahren nicht mehr angestellt arbeite. D.h. unerwĂŒnschte Sozialkontakte werden von mir schon lange vermieden. Die, die ich pflege, sind nur die, die mir guttun. Das wird sowohl von meinen Freund*inn*en und Bekannten als auch von meinem Arzt bestĂ€tigt.Weiterlesen…

RAF-Terrorismus böse – Neonazi-Terrorismus eine Bagatelle?

Zugegeben, ich bin inzwischen ein paar Tage Ă€lter, als manche Verfassungs”schĂŒtzer”- ebenso wie Seehofer und alle anderen Innenminister – und kann mich noch an den “deutschen Herbst” erinnern. Die RAF hatte einige “ReprĂ€sentanten des Staates” wie sie es nannte, entfĂŒhrt und ermordet. Das Ergebnis war, dass ich als Student und Landesvorsitzender der Jungdemokraten etwa dreimal pro Woche auf der B 27 zwischen TĂŒbingen und Stuttgart in die MĂŒndung von mindestens einer “UZI”, damalige Maschinenpistole der Polizei, schauen durfte, stĂ€ndig wurden Studenten-WGs der mutmaßlichen “Sympathisantenszene” durchsucht, zum Teil unbeteiligte Menschen verhaftet, wie die Frankfurter Studentin Eleonore Pönsgen, die nach dem Mord an JĂŒrgen Ponto unschuldig eingesperrt wurde.Weiterlesen…

Interessiert einen Scheiß und verblödet!

Als ich heute abend ZDF “Heute Nachrichten” einschalten wollte, musste ich zu meinem Entsetzen feststellen, dass meine FernsehgebĂŒhren wieder einmal zweckentfremdet worden sind. Irrelevante Kicker irgendwelcher Kapitalinteressen von Fußballkonzernen, – Tottendings und Madribums – die mich einen Scheiß interessieren (Viktoria Köln gegen Hansa Rostock hĂ€tt ich mir angesehen!) flimmerten zur besten Sendezeit ĂŒber den Schirm und verhinderten AufklĂ€rung.Weiterlesen…

Nichts gewusst?

AKK und der Kindermissbrauch im Saarland
mit Update 21.7.
Das Saarland ist kleiner als Köln, immerhin etwas grösser als ein Campingplatz in LĂŒgde. Was kann da verborgen bleiben? Was bleibt Chefinnen und Chefs in ihrem Verantwortungsbereich verborgen? Und wenn sie es doch mitkriegen: wie gehen sie damit um, wie handeln sie?
Donnerstagabend warf Monitor diese Fragen in Bezug auf die neue RĂŒstungsministerin auf.Weiterlesen…

MerkwĂŒrdiger “Rechercheverbund”, rĂ€tselhafter WDR

Der WDR brĂŒskiert seine eigenen Recherchejournalisten und ĂŒberlĂ€sst der in MilliardĂ€rsbesitz befindlichen SZ die publizistische Ernte
Infantino-Gegner*innen in der Fifa haben endlich Unterlagen durchgestochen zu den zweifelhaften PlĂ€nen ihres mafiösen Chefs, der 25 Mrd. aus Saudi-Arabien einkassieren will, um damit seine Wiederwahl im nĂ€chsten Jahr zu finanzieren und die klamme Fifa-Kasse zu sanieren. Im Gegenzug schien er zunĂ€chst ein neues Turnier (“Club-WM”) erschaffen zu wollen um es an diese Investor*inn*en zu verkaufen. Neu an den durchgestochenen Dokumenten ist,Weiterlesen…

Klassenkampf um Fussballkultur

Juwel “Sport inside”
Wenn Sie besser verstehen wollen, worum es bei den KĂ€mpfen in Business-Logen und auf den StehplĂ€tzen der Fussballstadien geht, kommen Sie um “Sport inside” (WDR) nicht herum. Der Sender hĂ€lt die Redaktion kurz und versenkt ihre Arbeit um 23 h, auf dass sie unbemerkt bleibe, und nicht unnötig Ärger mit GeschĂ€ftspartnern verursacht. Das klappt super. Gestern sollen nur 30.000 zugeguckt haben.
Sie verpassten Reportagen ĂŒber den Kampf gegen rechte Hooligans, gegen die Eventisierung des Fussballs durch sein Business, sowie wohin die fĂŒhren kann: ungefĂ€hr dahin, wo heute das Profiboxen ist, in der organisierten internationalen KriminalitĂ€t.Weiterlesen…

Versicherungen verunsichern

In der guten alten Marktwirtschaft von Ludwig Erhard, die heute selbst von Sahra Wagenknecht verehrt wird, waren Lebensversicherungen das Sicherste, was der Sozialstaat zu bieten hatte. Sie haben Zukunft und Erbschaft der Nachkommen gesichert, nicht selten waren sie ein Mordmotiv. Linksliberale Boheme hat sich mit satirischer Begeisterung darĂŒber amĂŒsiert. Aber als wir in einer der letzten Unterhaltungsinnovationen des deutschen Fernsehens, in “Stromberg” den Versicherungen bei der Arbeit zusehen durften, da lag ihr GeschĂ€ftsmodell schon im Sterben.Weiterlesen…

Was-mit-Medien-Leute: heute Nachtschicht!

Gerd Ruge 90
Wir erleben in Zeiten drastischer Sparmassnahmen in den alten Medien eine die Demokratie verheerende Art von Besinnungslosigkeits-Journalismus. Ein Beispiel von heute: die Auseinandersetzung um Abtreibung in Argentinien hat es in deutsche Medien geschafft. Dass sich dahinter das AufblĂŒhen einer viel umfassenderen feministischen Bewegung verbirgt, bleibt hier dagegen unbekannt. Es könnte ja ein schlechtes Beispiel abgeben.
Von solcher Art Agendasetting, bzw. ebenso seiner Vermeidung, hat Gerd Ruge mehr als andere was verstanden. Er hat darum keinen Wind gemacht, sondern fĂŒr seine Arbeit Konsequenzen aus diesen Kenntnissen gezogen, meistens die Richtigen. Heute wird er 90. Darum macht er auch keinen Wind, keine Medienauftritte oder Interviews.
Beim Studium seiner Berufsbiografie fĂ€llt mir auf,Weiterlesen…

Sarkozy und das Massenmorden im Mittelmeer

Es ĂŒberwiegt die Schadenfreude, dass es mit Nicolas Sarkozy gewiss keinen falschen erwischt. Doch welche Politik verbirgt sich hinter dem scheinbar vorbildlich rechtsstaatlichen Vorgang seines Verhörs? Denn wenn wir seine Politik bilanzieren, ist eine darauf folgende LĂ€uterung Frankreichs oder der EU sicher nicht zu entdecken, eher das Gegenteil.
FĂŒr wen ist seine Verhaftung eine Warnung? Welche Netzwerke sind die Adresse? Mit welchem Motiv und welcher Strategie werden sie bekĂ€mpft? KlandestinitĂ€t und demokratische Politik, ich mag da naiv sein, vertragen sich nicht.

Ramon Schack rekapituliert die Blitzkarriere des ExprÀsidenten.
Thomas Pany berichtet aktuell die mörderischen Folgen, mit denen wir uns auseinandersetzen mĂŒssen, und die unsere afrikanischen BrĂŒder und Schwestern foltern, quĂ€len und umbringen (dieser Link fĂŒhrt zu einem Bericht von Monitor/WDR/ARD; Ihre Verdauung sollte gut beieinander sein ….).

Seehofer gegen Freiheitsrechte und LiberalitÀt

Kaum ist der aus Bayern abgeschobene CSU-Chef Seehofer zum Innenminister gemacht worden, beginnt er, die Axt an die offene und liberale Gesellschaft des Grundgesetzes zu legen. Mit der brĂŒllenden BILD-Zeitungs-Schlagzeite “Der Islam gehört NICHT zu Deutschland” fĂŒhrte er sich zwei Tage nach Amtsantritt bereits als Spalter der Gesellschaft anhand der ReligionszĂŒgehörigkeit ein. Indem er ins rassistisch motivierte Horn der AfD tutet und einen Religionskonflikt entfacht, trampelt er wie ein Elefant im Porzellanladen genau auf dem Selbstbewußtsein der deutschen und nichtdeutschen BĂŒrger herum, die sich aufgrund ihres Migrationshintergrundes oder auch ihres anderen Glaubens ohnehin nicht angenommen und als BĂŒrger*innen zweiter klasse fĂŒhlen. Die Lufthoheit ĂŒber den bayerischen Stammtischen wird er damit nicht wiedererringen, aber die rechten und rechtsextremen Parolen der AfD, PEGIDA und NPD bis zu den faschistischen Hooligans entkriminalisieren und adeln.Weiterlesen…

Monitor: werden wir bald verstrahlt? Oder jetzt schon?

Die Monitor-Redaktion ist glĂŒcklicherweise eine Perle in der BĂŒrokratie der öffentlich-rechtlichen Medien geblieben. Heute lief bereits die Vorberichterstattung zu ihrer Recherche zum belgischen Pannenreaktor Tihange.
Auch die anderen Themen, u.a. deutsche Waffen im tĂŒrkischen Krieg gegen die Kurden, Gegenwehr gegen die gute Idee einer Bodenwertsteuer u.a. sind gut gewĂ€hlt und deuten auf Sehenswert hin.
Wenn Sie heute Abend 21.45 h keine Zeit haben; es gibt zahlreiche Wiederholungen (ARD-Nachtprogramm 5.00 h; WDR 9.20 h, mehrere Termine auf Tagesschau24) und den Segen der Mediathek.

Monitor: EU-Kapitalverbrechens-Ökonomie

Sicher haben Sie wie ich am Donnerstagabend das ARD-Politmagazin Monitor verpasst. Nachschauen lohnt sich – sie wollen es garantiert nicht wissen, weil es Ihr Wohlbefinden beeintrĂ€chtigt. Nichtwissenwollen ist wie mitschuldig, solange wir noch Demokratie haben.
Die Story geht so: unsere EU-Freunde in RumĂ€nien bauen preisgĂŒnstige Waffen, Mordwerkzeuge. Sie verkaufen die an unsere US-amerikanischen Freunde. Alle Beteiligten wissen, dass die das Zeug gar nicht gebrauchen können, weil es den bei ihnen gebrĂ€uchlichen technischen Standards nicht entspricht. Sie geben das Zeug an unsere Freunde in Syrien weiter, die gegen das Assad-Regime kĂ€mpfen – sollen. Aber die verkaufen das Zeug weiter, an den IS und kommen so an Dollars, an die sie sonst nie gekommen wĂ€ren. Der IS bringt damit massenhaft Leute um. Dann flĂŒchten die hinterbliebenen Familienangehörigen dieser Mordopfer und sitzen irgendwann in einem Wartebereich des BAMF.
Das ist uns zu teuer. Darum spendieren wir ĂŒber die EU hohe dreistellige MillionenbetrĂ€ge an die kriminelle Vereinigung “Libysche KĂŒstenwache“, deren Leute bisher schon ganz gut mit Menschen- und Sklavenhandel verdienen, aber gedanklich immer offen fĂŒr das Erschliessen neuer GeschĂ€ftsfelder sind. Da die EU das GeschĂ€ftsfeld FlĂŒchtlinge-Einfangen eröffnet hat – offensiv reingehen!
Manche wissen eben, wie Wirtschaft geht.

Und jetzt suchen Sie mal in der aktuellen Sondierungsvereinbarung die Stelle, was eine zukĂŒnftige Bundesregierung gegen diesen mörderischen Irrsinn unternehmen will.

Tierwerden oder Menschbleiben – Volkstanzverteidigen oder Weltenbrandvermeiden?

An einem Wochenende, an dem uns die Hauptstadtmedien mit dem AfD-Parteitag berieseln, kann mensch durchaus in Verzweiflung geraten wie Sibylle Berg. Sie tut was sie kann, und das ist klasse. Es hilft aber nur begrenzt, allenfalls um der/dem Leser*in zu zeigen: Du bist nicht allein.

Weiter fĂŒhrte dagegen schon heute morgen dieser Essay von Marleen Stoessel: Gastfreudschaft – ein Kulturerbe der Menschheit. Menschliche Kultur ist eine Gegenwehr gegen die Evolution, der Unterschied zwischen Mensch und Tier. Den ja auch einige, die sich fĂŒr “links” halten, gerne mal bestreiten.

Wenn Sie Donnerstag “Monitor” gesehen haben, sind Ihnen vielleicht wie mir Zweifel daran gekommen. Angesichts der unĂŒberseh- und -hörbaren Versuche, unser Land zu einer rassistischen No-Go-Area fĂŒr Schwarze umzubauen.Weiterlesen…

ZDF – das neue Erste?

Schon seit lĂ€ngerem fĂŒhrt das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), allenfalls bedrĂ€ngt von der Summe der Dritten, die deutsche Einschaltquotentabelle an. Wenn es einen Staatssender gibt, dann ist es dieser. Das Bundesverfassungsgericht musste immer wieder eingreifen, um die grundgesetzlich vorgeschriebene Staatsferne bei der Zusammensetzung seiner Aufsichtsgremien durchzusetzen. Die öffentlich-rechtliche Konkurrenz von der ARD profitiert von und leidet unter dem Föderalismus. Sie setzt sich aus 9 Anstalten zusammen, sogar die Zwergstaaten Bremen und Saarland haben immer noch eigene. WĂ€hrend Bremen frĂŒher durch kreative Programminnovationen glĂ€nzte, erinnert sei an das Interviewergespann Christian Berg und Michael Geyer oder an die FrĂŒhzeit der Talkshow “III nach neun“, können sich die meisten Zuschauergenerationen daran schon nicht mehr erinnern. Das Saarland hatte frĂŒher mit Jochen Senf zumindest einen skurril-originellen Tatort-Kommissar (der Gourmet mit dem Rennrad), kennt heute auch keine*r mehr.

Trotz komplizierter Aufsichtsstruktur dĂŒrfte also das ZDF die kĂŒrzeren anstaltsinternen Entscheidungswege haben. Und wĂ€hrend wir es in der alten BRD-Zeit noch als “CDF” bezeichneten, also als Verschmelzung von Kohl-CDU und Fernsehen, haben sich auch diese Unterschiede abgeschliffen.Weiterlesen…

“Libysche KĂŒstenwache” ist eine Mörderbande

Ich war in Kurzurlaub und habe jetzt erst diesen Beitrag des ARD/WDR-Magazins Monitor gesehen. Er verdichtet bisherige Erkenntnisse. Diese kriminelle Organisation wurde und wird von unserem Steuergeld von Bundesregierung und EU aufgebaut, ausgebildet und zu ihrem kriminellen GeschĂ€ft angestiftet. Wenn es eine Hölle gibt, werden die, die das zu verantworten haben, dort landen, und die, die sie haben ermorden lassen, werden im Himmel als Letzte lachen. So habe ich es im Religionsunterricht unter einer CDU-Bundes- und Landesregierung gelernt. In welchen Schulen waren nur unsere “Christdemokratischen” Regierungsmitglieder?

EU&Bundesregierung lassen Verbrecher FlĂŒchtlinge jagen

Libyen – das war das Land, wo unsere BĂŒndnispartner eine kritikwĂŒrdige Regierung weggebombt haben. “Wir” haben uns dank der Weisheit des damaligen Aussenministers Westerwelle, er hatte eben auch gute Seiten, daran nicht beteiligt. Was haben die Bomben gebracht? Keine Regierung, ein Land ohne Staat, im BĂŒrgerkrieg zahlreicher Milizen. Was es aber geben soll, ist eine “KĂŒstenwache”, das ist ohne Staat zwar eine Fiktion, aber die Bande wird einfach von EU und Bundesregierung so ernannt, ausgebildet und dafĂŒr bezahlt, Menschen daran zu hindern das zerstörte Libyen zu verlassen und sie dort unter mörderischen Höllenbedingungen einzusperren. Entsprechende Dokumente liegen der Monitor-Redaktion des WDR vor und wurden heute gesendet. Angefragte Ministerien unserer Regierung waren zu keiner Stellungnahme vor der Kamera bereit. Diese Tauchstation deckt sich mit den Vertuschungen in der NSU-Mordserie oder im Fall des AttentĂ€ters von Berlin. Wenn Sie eine Regierungskoalition wissen, die diese Praxis nach der Bundestagswahl beenden wĂŒrde, sagen Sie mir Bescheid – das wĂ€re wichtig fĂŒr meine Wahlentscheidung.

Fluchtursachen schaffen ist der rote Faden dieser Politik. Ist Ihnen auch nicht aufgefallen, dass wir seit ein paar Tagen keine Berichte mehr aus Aleppo bekommen? Von meinen Eltern und Großeltern weiss ich, dass die ersten Nachkriegsjahre nur geringfĂŒgig weniger schlimm als der Krieg selbst waren – Hungersnöte, Kindersterblichkeit, “gewohnt” wurde in TrĂŒmmern. So Ă€hnlich muss es jetzt in Aleppo sein. Doch warum informiert uns (fast) niemand? Wo sind die Spendenaufrufe fĂŒr HilfsgĂŒter und Wiederaufbau? Ich finde das gespenstisch, und ich gestehe, genauso gespenstisch ist mir, dass ich mich da in voller Übereinstimmung mit der doktrinĂ€ren Jungen Welt befinde. Wird hier publizistisch schon eine Vorkriegszeit simuliert?

Passend dazu die faktische Unmöglichkeit, Informationen ĂŒber das Kriegsgeschehen rund um das irakische Mossul zu bekommen, selbst fĂŒr die wenigen Journalist*inn*en, die sich darum bemĂŒhen. Kriegselend und -opfer bleiben unbekannt, keine Bilder = kein Entsetzen.

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