Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: New York (Seite 1 von 2)

WĂ€hlengehen in Beuel (V)

Gehen Sie ins WahlbĂŒro – heute bis 18 h, morgen bis 13 (oder 18?) h!
Die Briefwahlunterlagen waren bei einer schĂ€tzungsweise hohen fĂŒnfstelligen Zahl von BriefwĂ€hler*innen heute erst in der Post. Wer auf Arbeit ist, oder vielleicht auch heute Abend auswĂ€rts unterwegs, macht die Post erst morgen frĂŒh auf. Es erscheint mir sehr sicher, dass das Ärger gibt, viel Ärger.
Wenn Sie also sicher gehen wollen,Weiterlesen…

75. Geburtstag der UNO

Ist der Multilateralismus historisch gescheitert? AnlĂ€ĂŸlich des 75. Geburtstag der UNO wird diese Frage hĂ€ufiger gestellt oder gar als Behauptung formuliert, als je zuvor. TatsĂ€chlich gibt es scheinbar wenig Anlaß zu feiern. Da paßt es gut, daß eine große JubilĂ€umsfeier in New York wegen der Corona-Pandemie ohnehin nicht in Frage kommt und die morgen (Dienstag) beginnende Generalversammlung nur virtuell stattfindet.
Nach wie vor steht die Frage „Reform oder Kollaps“ der Weltorganisation im Raum, Weiterlesen…

Gleichgeschaltet?

Vor wenigen Tagen beschwerte ich mich bei einem Rundfunkratsmitglied ĂŒber die Tagesschau. Christiane Meier, die in ihrer Jugend bei KĂŒppis ZAK und “Privatfernsehen” gelernt hat, und spĂ€ter sehr lange Hauptstadtberliner-Frondienste fĂŒr das ARD-Morgenmagazin schob, hat sich vor einiger Zeit endlich einen der heissgeliebten New-York-Korrespondentinnen-Jobs des WDR gesichert. Es gibt noch Gerechtigkeit, dachte ich, und gönnte es ihr. Nun hatte sie der Tagesschau einen Bericht vom UN-Sicherheitsrat geliefert,Weiterlesen…

Die UNO in Bonn

Bonn ist furchtbar stolz darauf, UNO-Stadt zu sein. Völlig abgeschottet von der ĂŒbrigen Welt sitzen die UNO-Diplomaten im frĂŒheren Regierungsviertel. Was die dort treiben, erfahren auch interessierte BĂŒrger nur mit großem Aufwand. Oft sind hochrangige und sehr interessante Personen in Bonn zu Gast, Leute die nicht nur auf Grund ihrer Funktion in der Diplomatie wichtig sind, sondern aufgrund eigener Fachkenntnisse auch wirklich etwas zu sagen haben. Manchmal finden sogar Pressekonferenzen statt. Allerdings oft ohne nennenswerte Beteiligung von Journalisten. Denn Journalisten, die sich fĂŒr internationale Politik interessieren,Weiterlesen…

Demokrat der Objekte

Es lag Logik darin, dass Christo mit dem Reichstag-Projekt ein Ă€sthetisches Ende zum Kalten Krieg setzte. Nachruf auf einen komplexen KĂŒnstler.
Steif sitzt der damalige BundestagsprĂ€sident und spĂ€tere BundesprĂ€sident Karl Carstens in einem Schalensessel. Es ist der 20. Januar 1977 im damaligen Regierungssitz Bonn. Der konservative CDU-Politiker hat die buschigen Augenbrauen hochgezogen. Die Körpersprache, mit der der Deutschnationale sein GegenĂŒber betrachtet, spricht BĂ€nde.

Wild gestikuliert der KĂŒnstler Christo, malt imaginĂ€re GrĂ¶ĂŸenmaße in die Luft. Er wirbt fĂŒr sein Reichstag-Projekt. Obwohl privat fasziniert davon, lehnte Carstens es ab. Zwölf Jahre vor dem Mauerfall fĂŒrchtete der Scharfmacher gegen die sozialliberale Entspannungspolitik Ärger mit dem Osten.Weiterlesen…

Wechselwirkung zwischen Feinstaub und Corona-Virus?

Interview mit Dr. Axel Friedrich, Internationaler Verkehrsberater*

Herr Dr. Friedrich, bisher gelten die bekannten Vorsorgeregeln, HĂ€nde waschen mit Wasser und Seife, zwei Meter Abstand zwischen Personen und Verringerung von Kontakten als probate Mittel, um die Infektion mit Corona-Viren wirkungsvoll zu verringern. “Der Spiegel” dieser Woche beschreibt einen weiteren Übertragungsweg – das Anhaften von Corona-Viren an Feinstaubteilchen – wie muss ich mir das vorstellen?

Wir wissen schon lange, dass ultrafeine Partikel als TrĂ€ger fungieren können. Sie können tief in die Lunge eindringen und deshalb auch das Virus an die Stelle bringen, wo es die Infektion auslösen kann. Das hat man schon bei SARS gezeigt, nur bisher bei Corona noch nicht, weil die Zeit bisher noch zu kurz war. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass sich Corona genauso verhĂ€lt, ist relativ hoch.Weiterlesen…

Zum Karfreitag: Gott und das Virus

Der folgende Beitrag ist ein ĂŒbersetzter Abdruck aus “LibĂ©ration” – Übersetzt mit UnterstĂŒtzung von Deepl

Von Gastautor LAURENT JOFFRIN

Die Wege des Herrn sind ausgesprochen undurchdringlich. Die meisten seiner GlĂ€ubigen beten zwar inbrĂŒnstig fĂŒr die arme Menschheit, verlassen sich aber klugerweise auf die sehr sĂ€kularen Maßnahmen der zivilen Behörden, um sie vor Krankheiten zu schĂŒtzen; die konstituierten religiösen AutoritĂ€ten, ob christlich, jĂŒdisch oder muslimisch, rufen alle zu antiviraler Höflichkeit auf und vertrauen offensichtlich mehr auf Einsperrung und “Barrieregesten” als auf Kniebeugen und Segnungen, um die Geißel zu bekĂ€mpfen. Aber es muss bei allem Respekt gesagt werden, dass wir unter den ĂŒberzeugtesten und strengsten GlĂ€ubigen die eifrigsten VerbĂŒndeten des Coronavirus finden. Um es ganz klar zu sagen: Der Einfluss der Fundamentalisten um jeden Preis auf die Gesundheit der Sterblichen auf diesem Planeten ist einfach katastrophal.

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Einsetzende GötterdÀmmerung

Jeanne Vinal ist RechtsanwĂ€ltin und Mutter von vier Kindern. Sie kandidiert als Demokratin fĂŒr einen Platz im Erie County, Wahlkreis Amherst, im Staat New York. Und sie schlĂ€gt sich gut. So gut, dass sogar Republikaner mit ihr sprechen. So gut, dass man sich Hoffnungen machen könnte

Amherst, New York. Eine kleine, reiche UniversitĂ€tsstadt, einer der sichersten Orte in den USA. So nahe an Buffalo herangewachsen, dass sie wie ein schmucker Vorort der alten Industriemetropole wirkt. Gepflegte EinfamilienhĂ€user beherrschen das Straßenbild, umgeben von ebenso gepflegten GĂ€rten.Weiterlesen…

Mitten im Vakuum

Alle können sich darauf einigen, gegen Trump und Johnson zu sein. Aber wofĂŒr sind sie?
Die Tochter, die seit drei Jahren in London lebt, möchte nicht mehr ĂŒber den Brexit sprechen. Ihr hĂ€ngt das Thema zum Hals heraus: „Ich habe aufgehört, etwas dazu zu lesen. Wenn wir nicht mehr in der EU sind, dann werde ich es schon erfahren.“ Den britischen Premierminister Boris Johnson findet sie unertrĂ€glich. Dreist sei er und verlogen. Was nicht bedeutet, dass sie sich wĂŒnscht, Labour-Chef Jeremy Corbyn möge ihn ablösen. Den verachtet sie, wegen seiner taktischen Spielchen.Weiterlesen…

Heisse Greta – cooler JĂŒrgen

Nein, ich bin weit entfernt, die Zwei zum Traumpaar zu deklarieren. Greta kenne ich dafĂŒr zu schlecht, JĂŒrgen zu gut. Aber mein heutiges Wachwerden mit dem DLF war ein guter Zugang zur Weltlage.
Sich in die junge Schwedin zu versetzen, fĂ€llt mir ĂŒberwiegend schwer, mit einer wesentlichen Ausnahme. ZunĂ€chst: nach New York mit Segler anzureisen, wenn auch mit hochqualifizierter fachlicher Begleitung, könnte ich nicht nur nicht bezahlen, ich wĂ€re auch zu feige. Ich Feigling wĂŒrde irgendwas titanicartiges (“unsinkbar”) bevorzugen. Eine solche Segelreise,Weiterlesen…

Aldi wird Bauer

Die grösste Gefahr fĂŒr Superreiche: Öffentlichkeit
Reiche und MĂ€chtige geben keine Interviews. Allenfalls gewĂ€hren sie sie. Aber nur Ă€usserst selten. Der Trend geht dahin, sich Journalist*inn*en und andere PR-Arbeiter*innen zusammenzukaufen, und selbst Medien zu veranstalten. Wer was von einer*m will, darf dann gnĂ€dig das selbst produzierte Material verwenden. Das Schlimme an Demokratie ist ja, dass da jede*r Depp*in mitredet.Weiterlesen…

Der Weg ist das Ziel? Nicht immer

Greta Thunbergs AtlantikĂŒberquerung mit einer Rennjacht zum Klimagipfel von New York mag dem Nervenkitzel dienen, ist aber ansonsten völlig unsinnig

Wenn Greta Thunberg dem Klimagipfel in New York auf Monitoren von Stockholm aus zugeschaltet worden wĂ€re: das öffentliche Interesse wĂ€re ĂŒberschaubar gewesen. Zu oft ist die Aktivistin schon zu sehen gewesen, als dass ein nĂŒchterner Auftritt allein noch fĂŒr Schlagzeilen sorgen könnte. Ein bisschen mehr Nervenkitzel möcht’ schon sein, soll sich das Publikum nicht gelangweilt abwenden. Nun also eine Rennjacht fĂŒr die AtlantikĂŒberquerung. Was kommt als NĂ€chstes? Ein klimafreundlicher Seiltanz?

Die Ironie richtet sich nicht gegen das junge MĂ€dchen und seine Familie.Weiterlesen…

Emanzipation – wieder aus den USA?

Was die Frauen in den USA auf die Beine stellen, scheint mir derzeit politisch beeindruckender, als was alle Genders zusammen hierzulande bewerkstelligen. In den letzten Monaten waren es die Frauen, die Schwarzen und die SchĂŒler*innen, die nicht nur virtuell und digital (das auch!), sondern ganz altmodisch als richtige Menschen auf der Strasse zeigten, wie gross und stark die gesellschaftliche Opposition gegen das Trump-Regime ist.
Dann hat die Kandidatin der US-Demokraten fĂŒr New York Alexandria Ocasio-Cortez die Rechten in den USA und in ihrer eigenen Partei in Angst und Schrecken versetzt. Nun folgt ihr eine Muslima, Rashida Tlaib in Michigan.Weiterlesen…

Stadt vs. Land

StĂ€dte sind Schmelztiegel fĂŒr Demokratie, politische KĂ€mpfe und emanzipatorische Praktiken. Es gibt sogar Tendenzen, Stadtpolitik von der nationalen Politik abzukoppeln. So hat z.B. New York ein Konzept zur Implementierung einer StadtbĂŒrgerschaft eingefĂŒhrt, mit dem illegale Einwanderer innerhalb des Stadtgebiets legalisiert werden. Diese Konfliktsituationen produzieren auch bĂŒrgerschaftliches Engagement,Weiterlesen…

UNO und Menschenrechte – tiefe Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit

von Andreas Zumach

Stellen wir uns vor, der UNO-Menschenrechtsrat tagt, und niemand geht hin. WĂŒrde das irgendetwas Ă€ndern an der realen Menschenrechtslage in vielen LĂ€ndern und Regionen dieser Welt? Was wĂ€re, wenn zumindest einige der 47 Mitgliedsstaaten des 2006 gegrĂŒndeten Human Rights Council (HRC), der gestern in Genf zu seiner 37. Routinesitzung zusammenkam, keine Regierungsvertreter und Diplomaten entsenden wĂŒrden. Oder wenn Amnesty International, Human Rights Watch und all die anderen Menschenrechtsorganisationen, die anlĂ€ĂŸlich der HRC-Sitzungen engagierte Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit betreiben, um MenschenrechtsverstĂ¶ĂŸe anzuprangern und zu stoppen, diesmal aus Protest ganz fernbleiben wĂŒrden? Es gĂ€be wahrlich genug GrĂŒnde, die Sitzung dieses UNO-Gremiums unter Teilnahme einiger der schlimmsten Menschenrechtsverletzer unter den 193 UNO-Mitgliedsstaaten als verlogene AlibiĂŒbung wahrzunehmen.Weiterlesen…

Hallo ADFC, hallo Stadt Bonn – jemand zuhause?

Als Beueler wechselt mann nicht gerne die Rheinseite. Weniger Sonne. Gestern machte ich mal eine Ausnahme. Und erschrak. In frĂŒheren Lebensjahren habe ich Strecken in die Innenstadt und nach Endenich regelmĂ€ssig mit dem Fahrrad zurĂŒckgelegt. Der Rhein und die Eisenbahnstrecke waren immer eine Beschwernis. Ich konnte mich aber an sie gewöhnen. Die KennedybrĂŒcke wurde stark verbessert, und durch die City und am Hbf. hatte ich irgendwann die optimale HindernisĂŒberwindung gefunden.

Doch was ich jetzt wahrgenommen habe, hĂ€tte ich mir in meinen frĂŒheren Lebensjahrzehnten nicht langmĂŒtig gefallen lassen. Schon in jungen Jahren wurde mein Adrenalinspiegel von Baustellen und ihren VerkehrsfĂŒhrungen stimuliert. Als Radfahrer existierte ich nicht – obwohl: fĂŒr ein Schild “Radfahrer absteigen”, willkĂŒrlich in die Gegend gestellt, reichte es immer. So weit, so schlecht.

Darum habe ich natĂŒrlich in Kenntnis der – fĂŒr die Stadtentwicklung lebenswichtigen – Baustelle zur Beseitigung des “Bonner Lochs” sowieso schon nichts Gutes geahnt.Weiterlesen…

Immobilienboom zuende?

Das wĂ€re ja mal eine gute Nachricht; allein – mir fehlt der Glaube. Die FAZ verbreitet eine entsprechende Botschaft des Immobilienlobby-Instituts Empirica. Wie mĂŒssen wir diese Botschaft lesen?

Empirica, das liegt schon an seinen Auftraggebern, trĂ€gt eine Investorenbrille. FĂŒr die sind die lokalen und regionalen MĂ€rkte, auf denen der Preiswahnsinn galoppiert: das Paradies. Empirica scheint nun zu meinen: das Paradies – in Berlin, MĂŒnchen, Stuttgart – hat Grenzen.

Das ökonomische Problem ist, dass der private Kapitalreichtum sehr Weniger explodiert ist. Das Kapital weiss nicht mehr wohin.Weiterlesen…

Woanders is’ auch ……..

… nicht besser. Tomasz Konicz deutet die aktuellen Entwicklungen des globalen Kapitalismus als mögliche Crashvorboten. Könnte sein. Hoffen wir mal, dass er ein Spinner ist …..
Deutschland
Jakob Augstein, auch ĂŒber ihn kann mann viel Kritisches meinen und schreiben, aber im deutschen BĂŒrgertum kennt er sich aus.
Heribert Prantl beschreibt das deprimierende Bild unserer kommenden Regierung, das sogar mutwillig auf Blender wie Macron verzichtet. Sollen wir ĂŒber diesen Unterschied nun froh sein, oder ist das nur eine besonders fiese Form, uns GeringschĂ€tzung zu ĂŒbermitteln? Ähnlich arm: die Oppositionssprechblasen in der Tagesschau.
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DFB ohne Scham: Freundschaftsspiel mit Kriegspartei

Der Deutsche Fussballbund (DFB), mit seinem erfahrenen CDU-Politiker Reinhard Grindel an der Spitze, und zahlreichen Merkel-Fans in seiner Nationalmannschaft, kennt so wenig Scham wie die hemmungslos an die gleichen Adressen waffenexportierende Bundesregierung. Am 8.6. ist “Freundschaftsspiel” gegen Saudi-Arabien. Was sagen denn wohl die “Spielerfrauen” dazu? Und was die Sponsoren, die doch angeblich so auf sauberen Sport und sauberes Image bedacht sind?
Und wo ist das Spiel? Im Ministadion von Bayermonsanto in Leverkusen.
Grosse Stadien bekam die Nationalmannschaft zuletzt selbst gegen starke Gegner (Frankreich in Köln, wobei, sooo groß ist das Stadion da auch nicht) nicht mehr voll. Jetzt gibts noch ein paar GrĂŒnde mehr, nicht hinzugehen.
Freundschaftsspielgeselle Saudi-Arabien fĂŒhrt einen der derzeit brutalsten und mörderischsten Kriege (Cholera-Seuche und HilfsgĂŒterblockade inkl.) im Nachbarland Jemen. SelbstverstĂ€ndlich mit deutschen Waffen. Teile seiner MilliardĂ€rsfamilien haben den IS mitfinanziert. Die Mehrheit der vermutlichen AttentĂ€ter von 9/11 (2001 in New York) waren StaatsbĂŒrger in dieser Feudaldiktatur. Saudi-Arabien vertritt mit dem Wahabismus die reaktionĂ€rste Interpretation des Islam und finanziert ihren Export in alle LĂ€nder der Welt. Jetzt stehlen sie uns den Fussball, wie wir ihn kannten.

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