Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: New York (Seite 1 von 7)

Kumpanei

Kumpanei ist streng zu unterscheiden von Kumpel(s). Letztere Charakterisierung ist ein Aufstiegskandidat in die Erste Liga der “besten Freunde”. Kumpel ist der Arbeitskollege, auf dessen Solidarität ich angewiesen bin, um unter Tage (und gegenüber dem Boss) nicht zu verrecken oder mindestens den Kürzeren zu ziehen. Im Ruhrgebiet jedenfalls, wo ich aufgewachsen bin. “Kumpanei zwischen Kerlen” nennt Hans-Jürgen Arlt bei bruchstuecke.info das üble Handwerk der Kriegs(be)treiberei. Weiterlesen

Koalitionen

mit Update mittags und Update 4.4.

Die geschätzte Kollegin Marlen Hobrack/taz bespricht ein Buch der Autorin Emma Dabiri: „Was weiße Menschen jetzt tun können“. Der Gestus des Titels ist schon originell: den geplagten Weissen wird Ratgeberliteratur einer schwarzen Autorin angeboten. Im Kern geht es aber um Politik und einen Ausweg aus dem aufgeheizten Clinch, wie er in linksakademischen Milieus so folgenlos geliebt wird. Hobrack/Dabiri versuchen dem Publikum einzubimsen, wie sich “Identität” und Klassenzugehhörigkeit faktisch gesellschaftlich verbinden. Weiterlesen

Nebensache Planetenvernichtung

Ist es ein nebensächlicher Vorgang? Jedenfalls markiert er in seinen kleinen Details tiefgründige Prioritätenverschiebungen in der herrschenden Politik und den herrschenden Medien. Extradienst-Autor Andreas Zumach erklärte mir gestern genauer die Vorgänge um die Absage der NPT-Konferenz (NPT = Non-Proliferation-Treaty, Nichweiterverbreitungsvertrag für Atomwaffen, hierzulande geläufig als “Atomwaffensperrvertrag”, Copyright dieser politischen “Übersetzung”: Konrad Adenauer persönlich) in New York. Atomwaffen, das für die Jüngeren, sind Waffen, mit denen sich in Sekundenschnelle die Erde weit vor dem Klimawandel vernichten lässt, kurz und schmerzvoll. Weiterlesen

NPT-Konferenz kurzfristig verschoben

Entgegen der Darstellung im Extradienst von gestern ist die 10. Überprüfungskonferenz zum Vertrag über die Nichtverbreitung von Atomwaffen (NPT) am Dienstag nicht eröffnet worden. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Konferenz äußerst kurzfristig abgesagt und auf ein noch unbestimmtes späteres Datum voraussichtlich im Herbst dieses Jahres verschoben. Die Absageentscheidung in der New Yorker UNO-Zentrale erfolgte so kurzfristig wie nie zuvor in der Geschichte der UNO – abgesehen von ähnlichen Entscheidungen in den Wochen nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Weiterlesen

Die Weltuntergangsuhr tickt

Schlechte Aussichten für Überprüfungskonferenz zum Verbot der Verbreitung von Atomwaffen
Die seit fast zwei Jahren grassierende Corona-Pandemie hat nicht nur die Gefahren von Atomwaffen weitgehend aus dem Medien und dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt, sondern auch die Befassung der internationalen Staatengemeinschaft mit diesem drängenden Problem verhindert. Erst heute, statt wie ursprünglich geplant im April 2020, begann in der New Yorker UNO-Zentrale die 10. Konferenz zur Überprüfung des Abkommens über die nukleare Nichtverbreitung, kurz NVV. Weiterlesen

7-Tage-Inzidenz: 6,4

In New York City ist eine gute Freundin, ähnlich wie ich nicht mehr ganz jung, coronainfiziert. Vollständig geimpft. Nun ist begründet zu hoffen, dass die Impfung die Viruslast im Zaume hält, und sie gut durchkommt. Während wir uns hierzulande die Mäuler über “Impfpflicht” zerreissen, sieht es beim großen Bruder in Nordamerika viel mieser aus. 7-Tage-Inzidenz in New York City 343 (in Bonn heute knapp unter 300), Impfquote NYC 69% (Bonn: 82%), USA-weit sind es sogar nur 59,6%, Trump sei “Dank”. Woanders is besser. Weiterlesen

Mediathekperlen: Deutschland 9/11, 7500

– Deutschland 9/11 (2021) –

Warum diese ARD Dokumentation – gestern abend um 22:15 in der ARD – für die Mediathek in vier Teile zerschnitten wurde, weiß vermutlich nur Christine Strobl. Für mich ist das jedenfalls ein mehr als deutlicher Hinweis auf die “Dokumentations-Leuchttürme” mit denen die ARD-Programmdirektorin in der Zukunft ihre neue TV- & Online-Strategie umzusetzen gedenkt. Häppchen machen aber nur selten satt. Das gilt auch für die einzelnen Teile dieser, etwas euphemistisch, “Mini-Serie” genannten 90minütigen Dokumentation.

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Aktuelle US-Katastrophen

In Kalifornien haben die grössten Milliardäre dieser Welt (neben China und Indien) das gemacht, was sie für Glück halten. Mit ihrem unermesslichen Reichtum beschäftigen sie die vermeintlich besten Erfinder*innen, Technolog*inn*en, und selbst viele der besten Ideologieproduzent*inn*en. Sie können zwar, darin einem Andy Scheuer ähnlich, immer noch nicht richtig Schienenverkehr (ist noch in Arbeit), aber sie haben sich offensichtlich auch nicht ausreichend mit Landwirtschaft beschäftigt. Nicht ausreichend bedeutet: ausschliesslich mit ihrer industriellen Seite. Das rächt sich jetzt bitterlich: mit Verwüstung. Weiterlesen

Wer stoppt die Fussball-Irren?

In Deutschland bisher niemand. Und besonders nicht in NRW, der Heimat zahlreicher ehemaliger und gegenwärtiger Kanzlerkandidaten-Kandidaten. Vor ein paar Tagen berichtete die New York Times über die Pläne für eine globale Super-Liga. New York? Na klar, das grosse, immer grössere Geld sucht mit wachsender Verzweiflung renditeversprechende Anlagemöglichkeiten. Nichts verspricht grössere Renditen als das irrationale nach feudalen Gesetzmässigkeiten organisierte Fussball-Entertainment-Bizzyness.
In der FAZ findet sich zum gleichen Thema eine deutsche Kurzfassung. Die Uefa, deren Champions League und Kapitalbasis damit unmittelbar bedroht ist, reagiert berechenbar: sie baut die Champions League immer weiter zu einer ähnlichen Superliga um: “Planungssicherheit” für die Dickschiffe zu Lasten leistungsbezogener Durchlässigkeit – Sport ist was anderes.
Corona-Bedrohung NRWs durch die Uefa – Laschet wäre begeistert Weiterlesen

Fast wie bei Monopoly

Das Begnadigungsrecht ist eine Verbeugung des Staats vor der Humanität. Es überrascht nicht, dass Donald Trump es nun im Fall Flynn missbraucht. Aber könnte er sich tatsächlich selbst vor einer Verurteilung retten?
Getümmel, Getümmel, Eilmeldungen. Alle höchst dramatisch – und sehr erwartbar. Demokraten in den USA sind empört, zumindest einige Republikaner sind begeistert. Der noch amtierende US-Präsident Donald Trump hat seinen ehemaligen Sicherheitsberater Michael Flynn begnadigt. Der war in die Russland-Affäre verwickelt und könnte vielleicht noch einiges erzählen, was für Trump unangenehm wäre. Von Machtmissbrauch bis zu Rehabilitierung eines Helden reichen die Reaktionen. Die Grundsatzfragen hinter dem Konflikt sind jedoch interessanter als eilige Pressemitteilungen. Weiterlesen

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