Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Niederlande (Seite 1 von 2)

Copyright-Trolle

von Julia Reda
Edit Policy: gezielter Missbrauch von Creative Commons – Copyright-Trolle untergraben das Creative Commons-Lizenz-System und schaden der Idee dahinter. Es wird Zeit fĂĽr den Gesetzgeber, endlich richtig zu handeln.

Wer im Netz nicht nur konsumiert, sondern selbst Inhalte erstellt, muss sich unweigerlich frĂĽher oder später mit dem Urheberrecht auseinandersetzen. Die Regeln, unter welchen Umständen man fremde Inhalte zitieren, ĂĽbernehmen oder sogar nur verlinken darf, sind hochgradig komplex.Weiterlesen…

Die Renaissance der NachtzĂĽge

Ausbau des europäischen Bahnnetzes – Die Bundesbahnen der Schweiz und Ă–sterreichs lassen alte Verbindungen wieder aufleben. Das Netz stößt schon jetzt auf Kapazitätsgrenzen.
Die Bundesbahnen der Schweiz (SBB) und Ă–sterreichs (Ă–BB) wollen laut AnkĂĽndigung der Vorstände beider Unternehmen in ZĂĽrich und Wien in den nächsten vier Jahren neue Nachtzugverbindungen nach Deutschland, Niederlande, Tschechien, Italien und Spanien anbieten, sowie bereits bestehende Angebote deutlich verstärken. Dabei sollen auch Strecken wieder befahren werden, auf denen die Deutsche Bahn (DB) 2016 den Nachtverkehr eingestellt hatte.Weiterlesen…

Keine Hilfen fĂĽr Unternehmen ohne Auflagen

Kleine und mittlere Unternehmer und Selbständige bilden das RĂĽckgrat der deutschen Wirtschaft. FĂĽr Soloselbständige und Einzelunternehmer hat die Bundesregierung zwar schnelle Soforthilfen beschlossen, aber das Ganze hatte einen Haken: die zumeist 9.000 € durften nur fĂĽr betriebliche Kosten verwendet werden. Das ist fĂĽr viele KĂĽnstler, Soloselbständige und selbständige Dienstleister ohne Praxisräume oder Werkstätten ein Problem. Zum Beispiel fĂĽr Journalist*innen. Viele arbeiten von zu Hause im Homeoffice, mindern aus wirtschaftlichen GrĂĽnden ohnehin ihre Fixkosten und kommen trotzdem in der Krise nicht ĂĽber die Runden, denn Mieten fĂĽr Wohnung, Raten des Autos, Internet und Weiterlesen…

Corona-Patient*inn*en in den Niederlanden

von Annette Hauschild
Die Lage in den Niederlanden wird in Deutschland allgemein wenig beachtet, allerdings in den Landkreisen nahe der Grenze doch mit erhöhter Alarmbereitschaft und Sorge. Wegen der Pendler und Besucher. Bislang fehlten erschĂĽtternde Bilder von Särgen, Militär-LKWs oder ĂĽberquellenden Intensivstationen, wie wir sie aus Italien und Spanien kennen. Was hat unser westliches Nachbarland bislang anders gemacht in der Behandlung von Coronapatienten?Weiterlesen…

“Verlässlicher Generationenvertrag“ nicht in Sicht

von Matthias W. Birkwald MdB Die Linke
Eine Bewertung des Abschlussberichtes der Rentenkommission vom 27. März 2020

Seit Mitte 2018 beschäftigte sich die Kommission “Verlässlicher Generationenvertrag” unter Ausschluss der Ă–ffentlichkeit und ohne jede Beteiligung der demokratischen Opposition und der Sozialverbände mit der Zukunft der Rente nach dem Jahr 2025. Die Kommission wurde von den aktiven und ehemaligen Bundestagsabgeordneten der Union und der SPD und vom vermeintlichen Rentenpapst Professor Axel Börsch-Supan dominiert. Dieser stieĂź jedoch mit seiner arbeitnehmer*innenfeindlichen Agenda eines höheren Renteneintrittsalters und einer Beitragssatzbremse auf den Widerstand der Gewerkschaften. Gut so.Weiterlesen…

Wassersäcke / Polanski / Lanz / U20-Stars

Holländische Wassersäcke sehen gut aus und schmecken nach Nix. Im Einzelhandel werden sie unter der Bezeichnung “Tomaten” vertrieben. Es ist wohl nicht das flache Land oder die salzhaltige Luft schuld. It’s the economy, stupid! DLF-Korrespondentin Kerstin Schweighöfer machte heute morgen darauf aufmerksam (Audio, 6 Min.), was ich auch nicht wusste: die Niederlande seien der weltweite grösste Landwirtschafts-Exporteur nach den USA. Wenn Sie nach Tomaten suchen, die nach was schmecken: versuchen Sie mal die hier.
Roman Polanski, schon in den 70er Jahren als Kindervergewaltiger aktiv, hat wieder einen guten Film abgeliefert.Weiterlesen…

Nicht verpassen: Martens’ Medienkritik

“Empathy with the devil”? – AfD und deutsche Medien
Der von mir sehr geschätzte Medienjournalist RenĂ© Martens scheint gerade eine produktive Schaffensphase zu haben. In den 90ern wurde er mir von Extradienst-Autor Dieter Bott bei einer Fussballfan-Tagung in Oer-Erkenschwick mal persönlich vorgestellt. Seine mdr-“Altpapier”-Kolumne ist eine Fundgrube wichtiger politischer Diskursanalysen. Die wichtigsten Beispiele möchte ich hier zum Weiterlesen hervorheben:Weiterlesen…

Mietenwahnsinn

Warum wir eine Neue WohnungsgemeinnĂĽtzigkeit brauchen
Von Jana Mattert und Thomas Fritz (Attac AG De-Privatisierung)

Die Mieter*innenproteste haben die städtische Wohnungsnot auf die politische Tagesordnung gezwungen. Doch die Antworten der Politik sind völlig unzureichend. FĂĽr eine Lösung der Wohnungskrise braucht es durchgreifendere MaĂźnahmen, wie sie mit dem Konzept der Neuen WohnungsgemeinnĂĽtzigkeit vorgeschlagen werden. Das Hintergrundpapier schildert Ziele, Instrumente und Rahmenbedingungen dieses Konzepts sowie konkrete Initiativen fĂĽr seine Umsetzung.Weiterlesen…

Räuberpistolen? – TĂĽrkei / MH 17 / Bahn

Recep T. Erdogan will kurdische Teile Syriens erobern. Als Druckmittel dient ihm der widerliche FlĂĽchtlingsdeal, den die EU unter deutscher FĂĽhrung mit ihm ausgemacht hatte. Doch er kommt nicht voran. Russland und Iran jucken ganz andere Probleme. Und die kurdischen Selbstverwaltungsorgane werden zu Wallfahrtszielen der globalen Diplomatie. Auch das deutsche Auswärtige Amt konnte sich dem nicht ganz entziehen – mann darf Gesprächsfäden ja nicht abreissen lassen. Aber wenn sie nicht aufpassen, sitzen sie am Ende allein auf Erdogans Schoss. Lesen Sie hier Elke Dangeleit/telepolis.
Nur wenige erinnern sich wahrscheinlich noch an den Abschuss des malaysischen Flugzeuges MH17Weiterlesen…

Captain America: es ist eine Frau!

Die taz hat sich fĂĽr ihre Frauen-WM-Berichterstattung mein Sonderlob verdient. Am Wochenende setzte sie völlig zurecht in einer Wiederholung das politisch wertvolle Megan Rapinoe-Porträt von Sebastian Moll wieder ein. Bemerkenswert an dieser Lady – im Unterschied z.B. zu Ex-TorhĂĽterin Hope Solo – scheint mir ihre bewusste Strategie sich nicht als Solo(sic!)-Megastar zu verkaufen, sondern als Teamplayerin aufzutreten. Diese Klugheit vermisse ich heute im politischen Geschäft immer mehr.
Zum Niederknien gut ist vor allem die journalistische Leistung von Alina Schwermer.Weiterlesen…

Strasse, Diskurs und Wahlen

GefĂĽhle haben einen grossen Einfluss auf Politik. Das ist nicht neu, sondern gaaaanz alt. Das Gequatsche, das sei durch neue Medien so geworden, ist unterhaltsamer Blödsinn. Siehe “Das Leben des Brian”! Dass es schon immer so war, soll es nicht verniedlichen. Es ist eine ernste Sache. Auch jetzt.
Am heutigen Fridayforfuture dominiert bei vielen Euphorie. In über 100 Ländern gehen Jugendliche für eine andere Politik auf die Strasse. Das Gefühl globaler internationaler Solidarität ist für alle Engagierten erhebend und sexy.
Auch der politische Nahkampf enthält schöne Erfolgserlebnisse.Weiterlesen…

Das Grindel zum Schweigen gebracht?

Allein das wäre es wert gewesen. Dem Herrn Hans-Joachim Löw scheint dagegen seine Verwandlung gelungen: vom arrivierten Weltmeistertrainer zum ehrgeizigen Emporkömmling. Denn Favorit waren seine Versager von 2018 gestern Abend in Amsterdam nicht mehr. Jan Christian MĂĽller/FR hat in seiner exzellenten Spielanalyse gewiss Recht, wenn er den Niederländern unterstellt, die deutschen Gegner – zunächst – unterschätzt zu haben.
Ich wunderte mich zunächst ĂĽber das Fehlen von Reus in der Startelf. Der Oberschenkel soll schuld gewesen sein. In der Vorberichterstattung wurde seine Rolle so heftig ĂĽberhöht,Weiterlesen…

Zu kalt in Gelsenkirchen

Gestern Abend war in der Schalke-Arena zu erleben, wohin der sozialkommerzielle Umbau des Fussballs fĂĽhrt. Keine Fans mehr da (nur aus Holland), alle benehmen sich und halten sich an die Regeln. Und haben einen ĂĽberdimensionierten Eintrittspreis bezahlt, obwohl doch die Haupteinnahme, wie immer, vom TV bezahlt wird (gestern ARD, also von uns allen). Das Geschehen auf dem Rasen, ja war ganz nett, dass das auch dabei war.
Entsprechend dann auch die Einstellung der DFB-Elf. Die jĂĽngeren Spieler arbeiteten fĂĽr eine erfolgreiche Fortsetzung ihrer Karriere.Weiterlesen…

Isses wieder Ă–zil schuld?

Das Bild das die DFB-TrĂĽmmertruppe und ihre begleitenden Medien nach dem 0:3 gegen die Jugendmannschaft der Niederlande bieten, ist kaum besser als das Spiel. Wer hat beim 0:1 wo falsch gestanden? Warum hat Löw nicht frĂĽher ausgewechselt? Warum gilt bei ihm das Leistungsprinzip nicht? Richtiges Beispiel von Sp-on: bei den Niederländern stand der Reservekeeper von Barca im Tor; der erste Torwart von Barca dagegen bei Löw auf der Bank. Tja, alles gute Fragen. Doch der Kern ist:Weiterlesen…

Der DFB ist einsturzgefährdet wie die CSU

Der nächste Grossangriff der Grossvereine hat begonnen

Der Verband der “Amateure” (Zitat Lippstädter Rotbäckchen Rummenigge) ist nicht mehr weit vom Exitus entfernt. Die unmotivierte Vertragsverlängerung von Bundestrainer Löw vor der WM kann sehr teuer werden. Im September gibt es keine neuen Freundschaftsspiele, sondern Pflichtspiele in der bisher vielbelächelten “Nations-League“. Deutschland wurde in eine Dreiergruppe mit Weltmeister Frankreich und den rehabilitationsdurstigen Niederlande gelost. Wenn das schiefgeht, ist es um Löws Amt geschehen.
Der DFB erwartet darĂĽber hinaus bös teure Steuernachzahlungen im Rahmen der ausstehenden Aufklärung der Korruptionsverhältnisse beim Erwerb der WM 2006 in Deutschland.Weiterlesen…

Rassismus-Debatte / WM-Kritik

Mark Siemons, einer der klĂĽgeren FAZ-Köpfe erklärt uns noch mal die Sache mit Lindners Bäckereischlange. Nach Siemons hilft uns die Kenntnisnahme des Fremdwortes “Ambiguität“. Bescheidwissen ist oft gar nicht die Lösung, sondern meistens ein Brett vor dem eigenen Kopf.
Ferda Ataman hat eins dieser Bretter bei Radio Bremen entdeckt und ist beim Entfernen behilflich.
In den Niederlanden gibt es eine ähnlich hitzige Rassismusdebatte, von der wir aber nichts mitkriegen, weil es ja noch nie ein*e Deutsche*r fĂĽr nötig gehalten hat, diese Sprache zu lernen – wie es umgekehrt fast alle Niederländer*innen tun. Und wie gesagt: bei der B-Jugend (14-16-jährige) sind sie schon wieder Fussball-Europameister.
Womit wir wieder bei der WM wären. Während unsere “Qualitäts-TV-Medien” uns mit billigem Talkshowtrash vollkĂĽbeln, hat die kleine Wochenzeitung Jungle World ein recht anspruchsvolles WM-kritisches Titelthema geliefert – die vier Texte am Anfang dieses Inhaltsverzeichnisses sind alle lesenswert gelungen, selten genug.

Saudis verhaften / Dortmund Hupkonzert / TĂĽrkei – Wechsel? / Holland U17

Die Herrscherfamilie Saud scheint sich in der politischen Konfrontation USA-Iran so stark zu fĂĽhlen, dass sie schlechte internationale Schlagzeilen nicht fĂĽrchtet. PĂĽnktlich zur Fahrerlaubnis fĂĽr Frauen wurden darum wieder ein paar politische Gefangene gemacht, Frauen und Männer – Martin Gehlen berichtet in der FR.
Arno Widmann/FR, bekennender Fussballbanause hat in der zweiten Halbzeit des DFB-Pokalfinales ein paar politische Erleuchtungen gehabt. Der desinteressierte Nicht-Finalist Friedrich KĂĽppersbuschWeiterlesen…

Die Linke, der Nationalstaat und der Internationalismus

von Peter Wahl

Die EU befindet sich in einer existentiellen Krise. Spätestens seit dem BREXIT steht die Entwicklungsrichtung der Integration und das Endziel des Prozesses zur Debatte. Quer durch alle politischen Lager verbreitet sich die Einsicht, dass Business as usual nicht mehr möglich ist. So kam selbst EU-Ratspräsident Tusk im Mai 2016 – also noch vor dem Brexit – zu dem Schluss: „Heute müssen wir zugeben, dass der Traum eines gemeinsamen europäischen Staates mit einem gemeinsamen Interesse, mit einer gemeinsamen Zukunftsvorstellung, … eine gemeinsame europäische Nation eine Illusion war.“[1]
Demgegenüber hält in der deutschen Linken eine zwar schrumpfende, aber doch noch große Strömung an der Vertiefung der Integration und am Endziel der politischen Union, d.h. einer europäischen Föderation, den Vereinigten Staaten von Europa fest.

Gleichzeitig werden praktisch alle Projekte, in denen sich die Integration materialisiert – FlĂĽchtlingspolitik, Austerität, Unterwerfung Griechenlands, TTIP, CETA, Kapitalmarktunion, Sanktionen gegen Russland, immer engere Verzahnung mit der NATO, Militarisierung etc. – abgelehnt. NatĂĽrlich völlig zurecht.Weiterlesen…

Lärmaktionsplan Schiene – Chance zur Einflussnahme

von Rainer Bohnet

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA), eine technische Aufsichtsbehörde im Geschäftsbereich des Bundesverkehrsministeriums, erstellt derzeit einen Lärmaktionsplan Schiene, der insbesondere für Bonn eine große Bedeutung hat. Denn durch Bonn und das Rheintal verlaufen zwei der höchst belasteten Eisenbahnstrecken Europas, die zum transeuropäischen Güterverkehrskorridor zwischen den ARA-Häfen (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) und Genua am Mittelmeer gehören.

Nach der Inbetriebnahme der ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln – Rhein/Main wurden auf der Linken Rheinstrecke zwischen Köln und Mainz etliche Zugtrassen frei, die jetzt durch GĂĽterzĂĽge genutzt werden. Meistens handelt es sich um internationale GĂĽterzĂĽge, die aus den Niederlanden bzw. Belgien oder aus dem Raum Duisburg/Oberhausen und aus Hamburg bzw. Bremen kommen und Ziele in SĂĽddeutschland, der Schweiz und Italien ansteuern. Ein wichtiger GĂĽterverkehrsknotenpunkt ist der Container-Bahnhof Köln Eifeltor, der größte seiner Art in Deutschland.

Die Rechte Rheinstrecke zwischen Köln und Wiesbaden ist traditionell sehr stark durch Güterzüge belegt. Auf dem rechtsrheinischen Kölner Stadtgebiet liegen die beiden Rangierbahnhöfe Gremberg und Köln-Kalk Nord und im Süden der Republik liegen die Zielbahnhöfe Würzburg, Nürnberg und Passau bzw. verschienene Destinationen in Österreich.

Fordern Sie Ihren Lärmschutz

Alle BĂĽrgerinnen und BĂĽrger haben derzeit die Möglichkeit, ihre Betroffenheit durch den Bahnlärm auf einem Internetportal des Eisenbahn-Bundesamtes zu dokumentieren.Weiterlesen…

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