Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: NYC

LÀnder-LiebeserklÀrungen

Libanon / USA
Julia Neumann lebt in und schreibt seit lĂ€ngerem aus Beirut/Libanon, einem Failed State. Der Staat ist weitgehend abwesend, es sei denn als Schutzpatron eines zu bereichernden Finanz- und Miliz-Oligarchen. Erstaunlich an diesem armen, potenziell reichen Land ist, wie stark sich gegenĂŒber seiner schwachen skandalumwitterten Politik seine Zivilgesellschaft zeigt. In ihrer taz-Reportage ĂŒber ein erfolgreich verhindertes Staudammprojekt gelingt es Autorin Neumann nebenbei, uns Lesenden Grundwissen ĂŒber Wasserpolitik abseits verfehlter Staudamm-Megaprojekte zu vermitteln.
NYC vs. USAWeiterlesen…

Trend zur zweiten Liga

Fussball zeigt: Virus geht nicht vorbei
Diese Saison ist von einem rĂ€tselhaften Virus infiziert. Auf nichts ist mehr Verlass. Sogar der Fussballkonzern aus dem sĂŒddeutschen Raum benötigt wieder, wie gestern in der 93. Spielminute, Elfmetergeschenke. Zuviele ArbeitsplĂ€tze und Investitionen wĂ€ren sonst bedroht. Diese alltĂ€gliche SelbstverstĂ€ndlichkeit tĂ€uscht nicht darĂŒber hinweg: immer weniger funktioniert, immer mehr geht in die Hose.Weiterlesen…

Ende einer Freundschaft?

Selbst bei gemeinsamen Interessen bauen rechte Egomanen am Ende fette Crashs: Rupert Murdoch und Donald Trump
Wenn das alles darauf hinauslĂ€uft, dass Rupert Murdoch sich fĂŒr Joe Biden ausspricht, wie er es einst fĂŒr Tony Blair getan hat, dann wĂ€re so eine Art Ende der politischen Welt erreicht. Wie komm’ ich drauf? Donald Trump hat, vielleicht vergleichbar mit Andrew Windsor, ein katastrophales TV-Interview absolviert, bei seinem einstigen Lieblingssender Fox. Der Sender gehört Rupert Murdoch. Entweder der Interviewer Chris Wallace wird nun von ihm gefeuert. Oder seine (politische) Freundschaft mit dem PrĂ€sidenten ist definitiv beendet.Weiterlesen…

NYC / Mbembe

mit Update: dt. Übersetzung des Offenen Briefes zu Mbembe s.u.
Eine Überraschung ist es nicht. Das Corona-Virus ist nicht klassenblind, sondern verstĂ€rkt alte Erkenntnisse zu inhumaner Selektion, fĂŒhrt sie radikaler vor Augen, vor allem denen, die sie in der Vergangenheit krampfhaft zu schliessen versuchten. New York City steht im Zentrum weltweiten Medieninteresses, seit es diese Stadt gibt. Also war und ist es auch ein Aufmerksamkeits-Hotspot in der Corona-Krise. Weil diese Stadt viel ĂŒber die Welt sagen kann. Lesen Sie Frauke Steffens/FAZ. Update 21.5.: leider ist der Text nachtrĂ€glich in die FAZ-Paywall eingemauert werden. Zeitungen verlegen heisst in Deutschland: Informationen verknappen.
Ein FDP-Abgeordneter im NRW-Landtag wollte SchĂŒtzenkönig werden.Weiterlesen…

Kerala/Indien vor NYC

Nicht viele wissen es: auch Indien ist ein föderaler Bundesstaat. Der Despot Modi muss sich wie der Despot Trump mit MinisterprĂ€sidente*inn*en/Gouverneur*inn*en herumĂ€rgern. FĂŒr viele Menschen im kommunistisch regierten indischen Bundesstaat Kerala könnte das Thomas Berger/Junge Welt zufolge lebensrettend sein. Vergleichen Sie dazu die Diagnose des Wirtschaftsanalysten Doug Henwood im Jungle-World-Interview von Carl Melchers.Weiterlesen…

Fussball ohne Fussball

Ist der Fussball unterhaltsamer, wenn der Ball gar nicht rollt? Kommt diese Entertainmentbranche auch bestens ohne das Runde und das Eckige aus? Der Eindruck kann derzeit gewonnen werden. Es bleibt nur dabei, dass es richtige Menschen spielen mĂŒssen. Z.B. bei “mehr-als-nur-ein-Verein” Barca. Dem kriminellen Vorsitzenden Bartomeu laufen die FĂŒhrungskrĂ€fte weg. Er hat fĂŒr nicht wenig Geld eine Agentur engagiert, um Widersacher in Verein und Mannschaft in asozialen Medien zu mobben. Nicht ĂŒberraschend wĂ€re es, wenn er auch er eines Tages,Weiterlesen…

Pokerernst

Als Kind habe ich beim Westerngucken gelernt: Pokern ist kein Spiel. Es endet meistens mit einer Schiesserei, oft mit Todesopfern. Als ich das einmal bei einem Jungdemokraten-SchĂŒlerseminar in der Jugendherberge MĂŒnster ironisch brach, mit KlopapierblĂ€ttern (!) statt Bargeld als Einsatz, folgte, in prophetischer Weitsicht auf heutige ZustĂ€nde, ein Hausverbot. Das war Ende der 70er Jahre. Jetzt ist die Zeit, in der ĂŒberall – unter Ausschaltung demokratischer Öffentlichkeit – um die Ausgangspositionen fĂŒr die Post-Corona-Zeit gepokert wird.Weiterlesen…

USA oder SĂŒdkorea?

Der Russe ist brutal. Mit sicherem GefĂŒhl fĂŒr politische Pointen landet er ein “Treffer – Versenkt!” gegen die EU: er hilft Italien. BeschĂ€mender geht es nicht. Überlebende werden es ihm danken.
Demokratien, das erweist sich in Krisen, können sehr verschieden sein. Und jede*r wird ihre Fehler und MĂ€ngel jeweils anders gewichten. Es wĂ€re gut, wenn solche Verschiedenheiten jetzt nicht unter die RĂ€der geraten, sondern öffentlich diskutiert werden können. Dazu hier ein weiterer Versuch.Weiterlesen…

Arbeiterklasse – was ist noch ĂŒbrig?

Nach LektĂŒre dieses – bei ihm immer – lesenswerten Essays von Robert Misik/taz, zog ich gedanklich diesen Schluss: wenn dem Neoliberalismus was wirklich gelungen ist, dann die Zerstörung der gesellschaftlichen Grundlagen zur Entstehung von SolidaritĂ€t, mitsamt fast aller relevanten Organisationen, die sich um sie bemĂŒhen. Was Rezo am Beispiel der CDU nur ertrĂ€umt hat (ĂŒber 16 Mio. Aufrufe), ist in Wirklichkeit schon da.Weiterlesen…

Bernie is back!

Gute Nachrichten aus dem Vorwahlkampf der USA
Bernie Sanders scheint vom Herzinfarkt sensationell gut genesen zu sein. Und hat eine hammergute öffentliche Kundgebung in NYC hingelegt. Frauke Steffens/FAZ und Dorothea Hahn/taz berichten. Seine Verhandlungsposition fĂŒr eine mögliche Zusammenarbeit mit Elizabeth Warren hat Bernie damit erfreulich gestĂ€rkt. Es wird aber dabei bleiben, dass sie Joe Biden und das Establishment ihrer Partei nur zusammen schlagen können. Und Donald Trump muss gewiss woanders als in NYC besiegt werden.Weiterlesen…

Gutes Essen von morgen

Florian Rötzer/telepolis berichtete gestern von neuen Veröffentlichungen und durchs Dorf getriebenen SĂ€uen in Sachen “Orthorexia nervosa”. Das ist Lateinisch fĂŒr “einen pathologischen Zwang zum gesunden Essen … dem ein Hang zur rigiden Selbstdisziplinierung zugrunde liege” – also zu Deutsch: womit sich viele Gutwillige in selbstgemachten Wahnsinn treiben. Rötzer ist klug genug, sich der Mode alle VerhaltensauffĂ€lligkeit zu pathologiseren (zu neuen Krankheiten zu erklĂ€ren) nicht anzuschliessen. Sehr gut sieht er aber,Weiterlesen…

Wetternot / Bahnmord / Alte ARD

Bei uns könnte es Donnerstag 41 Grad werden. Lisa Inhoffen/GA beruhigt – der Wahnbachtalsperrenverband könne fĂŒr alles sorgen. Was sie schreibt, deckt sich mit den Informationen, die bei mir ankommen. Hoffen wir mal, das stimmt alles. In New York City sieht es, bei Ă€hnlichen Temperaturen, schlimmer aus. Die Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen ist eben nicht Teil der Lösung, sondern des Problems. Wenn dann noch eine klimaignorante Regierung dazukommt, wird “der Amerikaner” vielleicht bald Kanadier.
In Voerde hat es einen grausamen Mord gegeben: vom Bahnsteig vor den Zug gestossen.Weiterlesen…

Die österreichische Gefahr / Erfolg fĂŒr US-Linke

Heute ist Sonntag, da gibt es beim Deutschlandfunk nicht nur schlechte Stimmung, sondern auch Personalnot. Darum ist sein heutiges Interview mit dem österreichischen Schriftsteller Robert Menasse (“Die Hauptstadt“) ĂŒber die österreichische Gefahr fĂŒr Europa auf der DLF-Homepage nicht im Wortlaut dokumentiert, sondern nur zusammengefasst (sie können es dort aber in voller LĂ€nge hören).
TĂ€uscht es, oder ist die Strategiediskussion der US-Linken niveauvoller und entschieden weiter fortgeschritten, als hierzulande? Jedenfalls können die dort Wahlen gewinnen.Weiterlesen…

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