Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: OBS (Seite 1 von 4)

Wundersame Bahn LXXXIII

Die gegenwärtige Aufregung in der Region ist nur der Ausläufer eines kommenden Sturms
Die Lokalpresse ( = Ein-Zeitungs-Kreis: GA) berichtet nun schon in Miniserie über die Pendler*innen*aufregung zwischen Köln und Bonn. Das ist gut so. Aus meiner eigenen Bahnpendlererfahrung weiss ich, dass das, was in den Medien erscheint, nur eine stark moderierte Version dessen ist, was ich alltäglich erlebt habe. So wird es auch heute sein. Mein persönliches Abenteuerprojekt ist heute eine Verabredung zum Abendessen in der Kölner Südstadt. Weiterlesen

Kommt die Nato auch zu uns?

Die Älteren wissen: was im Krieg als erstes stirbt, ist die Wahrheit. Die Militärorganisationen wissen das erst recht. Sie sorgen ja selbst dafür. Die Nato z.B. hat dafür u.a. 2012 die “NATO Communications and Information Agency” erfunden, mit der einprägsamen Abkürzung NCIA. Heute entdeckte ich im Freitag eine Reportage seines Autors Dorian Baganz aus Bochum. Ich war mir sicher, dort einen Auftritt meines alten Freundes Martin Budich vorzufinden. Falsch. Weiterlesen

Herausragender Journalismus

von Jupp Legrand
Otto Brenner Stiftung zeichnet zum 17. Mal herausragenden Journalismus aus

Pitt von Bebenburg (FR) wird mit dem 1. Preis für seine Aufdeckung eines Polizei und Politskandals ausgezeichnet +++ Die Redaktion von „Monitor“ erhält den „Spezial-Preis“ für die Kontinuität ihrer investigativen Berichterstattungen +++ Auch Newcomer-, Medienprojekt-Preis und Recherche-Stipendien wurden vergeben
Den mit 10.000 Euro dotierten 1. Preis für kritischen Journalismus 2021 der Otto Brenner Stiftung erhält Pitt von Bebenburg für eine Serie von exklusiven Recherchen, die er seit Juli 2020 in der Frankfurter Rundschau (FR) veröffentlicht hat. Weiterlesen

Alternative Fakten im Gespräch

von Hannah Trautmann, Nils C. Kumkar und Jupp Legrand (Vorwort) / Otto Brenner Stiftung
AfD-Diskussionen auf Facebook
Vorwort

„Lügen aus dem Lautsprecher“ überschrieb die Süddeutsche Zeitung Ende Juli ei­nen Bericht über das „Engagement“ sogenannter Querdenker*innen in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten Deutschlands. Angehörige der verschwö­rungsideologischen sowie rechtsextremen Szene verbreiteten in täuschend echt aussehenden „Polizeifahrzeugen“ über Lautsprecher Falschmeldungen zum Vorge­hen der echten Einsatzkräfte von THW, Feuerwehr und Polizei. War die Verbreiterung alternativer Fakten bisher hauptsächlich bekannt als ein Phänomen im Zusammen hang mit einschlägigen Demonstrationen und sozialen Medien, scheint sich hier eine neue Qualität anzudeuten. Weiterlesen

Podcast-Studie

von Jupp Legrand / Otto Brenner Stiftung
„Neue Kultur des Zuhörens“ prägt das Boom-Medium Podcast

„Den richtigen Ton treffen: Der Podcast-Boom in Deutschland“ – so lautet der Titel der ersten umfassenden wissenschaftlichen Studie über Podcasts in Deutschland, die die Otto Brenner Stiftung (OBS) gestern veröffentlichte. Die beiden Kommunikationswissenschafler*innen Lutz Frühbrodt und Ronja Auerbacher analysieren akribisch die sehr unübersichtliche Podcast-Landschaft, kommen aber zu einem eindeutigen Befund: Podcasts, also jederzeit abrufbare digitale Audiodateien, sind dabei, sich einen festen Platz im Medienensemble zu sichern. Weiterlesen

Medienjournalismus in Deutschland

von Hektor Haarkötter / Filiz Kalmuk und Jupp Legrand (Vorwort) – Otto Brenner Stiftung
Seine Leistungen und blinden Flecken
Vorwort

Der Medienjournalismus scheint sich in einer paradoxen Situation zu befinden. Einerseits haben Medienkritik und die Reflexion über Öffentlichkeit spürbar zugenommen. Mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Großkrisen sind Anspruch und Erwartung an die Orientierungsleistung von Medien stark gestiegen. Zeitgleich sank das Vertrauen, wuchsen Enttäuschungen und polarisierte sich die Kritik: an den verschwörungserzählerischen Enden der Skala gehören Verdächtigungen gegenüber ,dem‘ Mediensystem und Diffamierungen von Journalist*innen zur Tagesordnung. Technische Innovationen – allen voran Social Media – sorgen für weltweite Beachtung und wirken wie Brandbeschleuniger. Weiterlesen

Aufstocker im Bundestag IV

von Sven Osterberg / Otto Brenner Stiftung
Bilanz der Nebenverdienste der Abgeordneten in der 19. Wahlperiode
Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

Nicht nur der 19. Deutsche Bundestag ist mit seinen 709 Sitzen so groß wie noch nie – auch der Anteil an Abgeordneten, die eine entgeltliche Tätigkeit neben dem Mandat bei der Bundestagsverwaltung gemeldet haben, war nie höher als gegen Ende der laufenden Legislatur. Ein recht stabiler, wieder leicht steigender Sockel von einem Drittel der Abgeordneten widmet sich in jeder Wahlperiode neben dem Mandat entweder mindestens einer Aufgabe in einem Unternehmen oder ist mit bezahlten Nebenjobs beschäftigt. Weiterlesen

Tragische Einzelfälle?

von Christine Meltzer / Otto Brenner Stiftung
Wie Medien über Gewalt gegen Frauen berichten

Die vorliegende Arbeit hat untersucht, wie in Deutschland in den Medien über Gewalt gegen Frauen berichtet wird. Hintergrund und Motivation ist dabei das Wissen um die große Bedeutung medialer Darstellungen für die Wahrnehmung von und den Umgang mit Problemen in Gesellschaft und Politik.
Um die Berichterstattung über Gewalt gegen Frauen in Deutschland systematisch zu erfassen, wurde eine quantitative Medieninhaltsanalyse mit einem breiten Sample von überregionalen und regionalen Tageszeitungen sowie Boulevardzeitungen über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren (2015-Mitte 2019) durchgeführt. Weiterlesen

Qualifiziert für die Zukunft?

von Valentin Sagvosdkin (Vorwort: Jupp Legrand) / Otto Brenner Stiftung
Zur Pluralität der wirtschaftsjournalistischen Ausbildung in Deutschland
Vorwort

Glaubt man einem Bericht auf tagesschau.de aus dem Frühjahr 2021, befinden wir uns gegenwärtig in einer „leisen, professionellen und gleichzeitig hocheffizienten Revolution“: Die Neuausrichtung der US-amerikanischen Wirtschaftspolitik unter Präsident Joe Biden mit ihren Billionen schweren Investitionsprogrammen stelle das bisherige amerikanische Wirtschaftssystem und die vorherrschende Wirtschaftstheorie „vom Kopf auf die Füße“, schreibt Arthur Landwehr aus dem Studio der ARD in Washington. Auch der langjährige Chefökonom der Financial Times Deutschland, Thomas Fricke, frohlockt in einer Spiegel-Kolumne Anfang April, dass von Biden nun endlich das „marktliberale Wirtschaftsdogma“ entsorgt wird, denn schließlich habe es keine „Wirtschaftsideologie gegeben […], die zugleich so sehr danebenlag und so dramatische Schäden verursacht hat“. Weiterlesen

Wenn Politik Presse macht

Vorwort von Jupp Legrand / Otto Brenner Stiftung
Gastbeiträge von Politiker*innen in ausgewählten Tageszeitungen

„Der Gastbeitrag ist ein ambivalentes Genre“, schrieb René Martens in der Medienkolumne Das Altpapier Mitte Januar anlässlich einer Veröffentlichung des Ex-Politikers Karl-Theodor zu Guttenberg in der FAZ: Einerseits könnten Gastbeiträge immer wieder das „Positionen-Portfolio einer Zeitung“ sinnvoll ergänzen, so Martens, „in unguten Fällen“ würde hingegen „ein Text ins Blatt gehoben, der die üblichen redaktionellen Prozesse nicht überstanden hätte“. Der Gastbeitrag von zu Guttenberg ist ein Beispiel für einen solchen Fall, da er sich nicht nur wie ein Lobbypapier der Finanzindustrie – genauer gesagt: des gescheiterten Konzerns Wirecard – liest, sondern tatsächlich auch auf einem solchen beruht. Weiterlesen

« Ältere Beiträge

© 2022 Beueler-Extradienst

Theme von Anders NorénHoch ↑