Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: OBS (Seite 1 von 2)

WĂ€hlen mit 16?

von Thorsten Faas und Arndt Leininger / Otto Brenner Stiftung
Ein empirischer Beitrag zur Debatte um die Absenkung des Wahlalters
7. Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit

Das Wahlalter kann man absenken oder nicht. Am Ende ist eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung zu treffen. Im internationalen Vergleich wie auch in Deutschland mit Blick auf die Situation in den BundeslĂ€ndern sind einige LĂ€nder, im Gegensatz zu anderen, diesen Schritt bereits gegangen. Dies fĂŒhrt einerseits zu durchaus problematischen Mustern, wenn junge Menschen bei manchen Wahlen in manchen BundeslĂ€ndern bereits wĂ€hlen dĂŒrfen, in anderen dagegen nicht. Solche Unterschiede zwischen BundeslĂ€ndern eröffnen aber auch Chancen fĂŒr Forschung, um die HintergrĂŒnde und möglichen Folgen von Wahlaltersabsenkungen ergrĂŒnden zu können und so der bislang hĂ€ufig sehr normativ gefĂŒhrten Debatte eine stĂ€rkere empirische UnterfĂŒtterung zu geben.Weiterlesen…

BedrÀngte Zivilgesellschaft von rechts

von Wolfgang Schroeder/Samuel Greef/Jennifer Ten Elsen/Lukas Heller / Jupp Legrand (Vorwort)
Interventionsversuche und Reaktionsmuster – Ein Projekt der Otto Brenner Stiftung

Vorwort – Ist die Zivilgesellschaft der Hort der Demokratie oder das Einfallstor fĂŒr rechts? Diese Frage ist vor noch gar nicht so langer Zeit als unangemessene Angstmacherei abgetan worden. Und jetzt, in Zeiten einer alles ĂŒberschattenden OmniprĂ€senz der Corona-Pandemie, scheint sie noch weniger Brisanz zu haben. Allerdings wird es auch eine Zeit nach Corona geben. Inwiefern rechte KrĂ€fte dann an ihre Erfolge anknĂŒpfen können oder gar mit neuer StĂ€rke auftreten, hĂ€ngt nicht zuletzt von der organisierten Zivilgesellschaft ab. Doch wie „immun“ ist diese gegen rechts?Weiterlesen…

Armutszeugnis

von Bernd GĂ€bler (mit Vorwort von Jupp Legrand) Otto Brenner-Stiftung
Wie das Fernsehen die Unterschichten vorfĂŒhrt
Vorwort

Armut ist ein politisch umstrittener Begriff, der auf vielschichtige Fragen verweist, facettenreiche Inhalte zum Ausdruck bringt und auch Probleme anreißt, die im­mer wieder diskutiert werden mĂŒssen. Es geht um Weltbilder, Werte, Interessen und Vorstellungen von Gerechtigkeit, die nicht selten aufeinanderprallen. In demo­kratischen Gesellschaften ist dabei das durch Medien erzeugte Bild von Armut und sozialer Ungerechtigkeit fĂŒr gesellschaftliche Aushandlungen zentral. Doch welches Bild zeichnen die Medien in Deutschland von Armut? Welches Zeugnis dieser gesellschaftlichen RealitĂ€t legen sie ab? Weiterlesen…

Stumme Migranten, laute Politik, gespaltene Medien

von Susanne Fengler, Marcus Kreutler und Jupp Legrand (Vorwort)
Die Berichterstattung ĂŒber Flucht und Migration in 17 LĂ€ndern
Vorwort

„Die wichtigste Aufgabe von Medien besteht […] darin, die gesellschaftliche Wirklichkeit zu beschreiben und eine gemeinsame Faktenbasis bereitzustellen – fĂŒr den öffentlichen Diskurs darĂŒber, wie wir diese Wirklichkeit gemeinsam gestalten wollen“. So beschreibt der österreichische Journalist Armin Wolf die Kernaufgabe und den Anspruch seiner Profession. AnsprĂŒche sollen als MaßstĂ€be gelten, mit denen sich Ideal und Wirklichkeit vergleichen lassen. In diesem Sinne dĂŒrfte der von Wolf postulierte Maßstab dann besonders wichtig werden, wenn es gilt, die PflichterfĂŒllung oder -verletzung der Medien anhand eines politisch wie emotional stark aufgeladenen und umstrittenen Themas zu bewerten.Weiterlesen…

Wie DAX-Unternehmen Schule machen

von Jupp Legrand (Vorwort) und Tim Engartner (Schlussfolgerungen), Otto-Brenner-Stiftung
Lehr- und Lernmaterial als TĂŒröffner fĂŒr Lobbyismus

Vorwort
„Die gekaufte Schule“ titelte das Nachrichtenmagazin Der Spiegel vor einigen Jahren, die Wochenzeitung Die Zeit ĂŒberschrieb einen Beitrag gar mit „GehirnwĂ€sche“: Der stetig wachsende Einfluss von Industrie und Wirtschaft auf SchĂŒlerinnen und SchĂŒler schafft es immer wieder in die Öffentlichkeit. LĂ€ngst beschrĂ€nkt sich das schulische Engagement von Unternehmen dabei nicht mehr nur auf das Sponsoring von Schulfesten, die Bezuschussung von KlassenausflĂŒgen, die Einrichtung von SchĂŒlerlaboren oder die Auslobung von Schulpreisen. Zu dem an Schulen Platz greifenden Lobbyismus zĂ€hlenWeiterlesen…

Zwischen „FlĂŒchtlingskrise“ und „Migrationspakt“

Mediale Lernprozesse auf dem PrĂŒfstand
von Michael Haller / Otto-Brenner-Stiftung

„Die ‚FlĂŒchtlingskrise‘ in den Medien“: das war 2017 Titel einer OBS-Studie, die auf große Resonanz stieß, ĂŒber deren Ergebnisse heftig gestritten wurde und die zeitweise politisch instrumentalisiert wurde. Studienautor Michael Haller war zu dem Ergebnis gekommen, dass der tagesaktuelle Informationsjournalismus seiner Aufgabe bei der Berichterstattung ĂŒber die „FlĂŒchtlingskrise 2015/16“ nicht gerecht wurde:Weiterlesen…

Agenda-Setting bei ARD und ZDF?

von Jupp Legrand / Otto-Brenner-Stiftung
„Weniger Migration, mehr Habeck“ betitelte die FAZ im Januar 2019 einen Artikel, der die Kriterien der GĂ€steauswahl und Themensetzung der Polit-Talkshows bei ARD und ZDF analysierte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der öffentlich-rechtliche Rundfunk bereits eine unruhige Zeit hinter sich – war doch seine journalistische Themensetzung selbst zum journalistischen Thema geworden. Unmittelbar nach der Bundestagswahl 2017 wurde zunĂ€chst das „Kanzlerkandidatenduell“ zwischen Angela Merkel und Martin Schulz heftig kritisiert, bevor sich bis Mitte des Jahres 2018 die Kritik auf die politischen Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen insgesamt ausweitete.Weiterlesen…

Unboxing YouTube

von Lutz FrĂŒhbrodt / Annette Floren – Otto-Brenner-Stiftung
Im Netzwerk der Profis und Profiteure

Handelt es sich bei YouTube um ein basis­demokratisches Medium zur kulturellen SelbstermĂ€chtigung, das obendrein Feuer­werke der KreativitĂ€t entfacht? Oder ist der Videodienst eine durchkommerzialisierte Werbeplattform, deren Inhalte nur so vor TrivialitĂ€t strotzen? Diese Fragen leiteten die vorliegende Untersuchung, die zum Er­gebnis kommt, dass im Großen und Ganzen betrachtet beides gilt – allerdings mit einer deutlichen Tendenz zu letzterem.Weiterlesen…

Neue Mitglieder fĂŒr die Gewerkschaften

Mitgliederpolitik als neues Politikfeld der IG Metall
von Wolfgang Schröder und Stefan Fuchs / Otto-Brenner-Stiftung

Nach 2000 hat die Mitgliederzahl der IG Metall abgenommen. Seit 2010 konnte sie ihre Mitgliederzahl allerdings insgesamt stabilisieren; bei den Mitgliedern in den Betrieben hat sie sogar seitdem einen Zuwachs verzeichnen können. Unterschiedliche, sich teilweise ergĂ€nzende, aber auch kontrĂ€re Strategien wurden als Reaktion auf die zurĂŒckgehenden Mitgliederzahlen diskutiert. Klar scheint den Verantwortlichen zu sein, dass alleine mit Ad-hoc-AktivitĂ€ten keine erfolgreiche Trendwende erreicht werden kann.Weiterlesen…

Im vereinten Deutschland geboren – in den Einstellungen gespalten?

von Rainer Faus und Simon Storks / Otto-Brenner-Stiftung
Studie zur ersten Nachwendegeneration

Die Bundesrepublik feiert dieses Jahr das dreißigjĂ€hrige JubilĂ€um des Mauerfalls. Dies war fĂŒr uns Anlass, den Stand der deutschen Einheit erneut auf den PrĂŒfstand zu stellen: Geeint oder noch immer gespalten? Wo stehen wir heute? Anders als vorherige Studien haben wir dazu speziell die Nachwendegeneration unter die Lupe genommen, denn es sind die jungen BĂŒrger*innen dieser Generation, die als erste gemeinsam im wiedervereinigten Deutschland aufgewachsen sind. Sie kennen die alte BRD und DDR nur noch aus ErzĂ€hlungen und GeschichtsbĂŒchern.Weiterlesen…

AfD und Medien II

von Prof. Bernd GĂ€bler
Impuls-Referat, OBS-Tagung, Berlin 19.11.2018

Kurzfassung (Es gilt das gesprochene Wort)

Die AfD ist rechts, nationalistisch und populistisch. Daraus ergibt sich ihr VerhÀltnis zu den Medien.
Wer von sich selbst behauptet: Wir – und nur wir (!) – sind das Volk. Wir sind seine authentische Stimme. Ihm gegenĂŒber steht eine selbstsĂŒchtige, korrupte Elite, der wir die Macht entreißen wollen, dem sind alle „intermediĂ€ren Instanzen“ der Gesellschaft ein Dorn im Auge.Weiterlesen…

Herausragender Journalismus

von Jupp Legrand / Otto Brenner Stiftung
Otto Brenner Stiftung zeichnet zum 14. Mal herausragenden Journalismus aus

Den mit 10.000 Euro dotierten 1. Preis des Otto Brenner Preises fĂŒr kritischen Journalismus 2018 erhalten die Autorinnen Pascale MĂŒller und Stefania Prandi fĂŒr ihre Recherchen “Vergewaltigt auf Europas Feldern”/”Er kommt am Abend” (BuzzFeed News/Correctiv, erschienen am 30. April 2018).

Pascale MĂŒller und Stefania Prandi haben nicht nur “die furchtbaren Bedingungen erforscht”, unter denen Frauen in den EU-LĂ€ndern Spanien und Italien Tomaten und Erdbeeren auch fĂŒr den deutschen Markt ernten.Weiterlesen…

Aufstocker im Bundestag III

von Jupp Legrand (Vorwort) und Sven Osterberg (Studie) / Otto Brenner Stiftung
Eröffnungsbilanz der Nebenverdienste der Abgeordneten zu Beginn der 19. Wahlperiode

Vorwort
Die Bundestagswahl im September 2017 hat die Bundespolitik krĂ€ftig durchgeschĂŒttelt und die politische Landschaft der Bundesrepublik massiv verĂ€ndert. Das Wahlergebnis macht es schwieriger, parlamentarische Mehrheiten zu organisieren und eine stabile Regierung zu bilden.
„LagerĂŒbergreifend“ KoalitionsfĂ€higkeit zu praktizieren, ist angesichts eines Parlaments, in dem jetzt sieben Parteien vertreten sind, zu einer großen Herausforderung geworden. Ist also das Ausbalancieren parlamentarischer Mehrheiten komplexer und die konkrete Regierungsarbeit nicht einfacher geworden, so bleibt dem Parlament in Zeiten von „Fake-News“ und demokratieverĂ€chtlichen Debatten in den Filterblasen der (a)sozialen Medien zudem ein „altes“ Problem erhalten: das Vertrauen in die ProblemlösungsfĂ€higkeit des Parlaments sinktWeiterlesen…

Blogger*innen als Journalist*innen unterschÀtzt

von Jupp Legrand / Otto Brenner Stiftung

+++ Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Blogger*innen und Journalist*innen +++ Keine Unterschiede im Umgang mit Schleichwerbung und PR-Angeboten +++ Blogger*innen stark auf Leserschaft fokussiert, Journalist*innen stĂ€rker von Vorgesetzen beeinflusst +++ 43% der Blogger*innen arbeiten mehr als 20 Stunden die Woche, ein Drittel erzielt jedoch keine Einnahmen +++ Journalistische Reichweite (noch) sehr viel grĂ¶ĂŸer +++ Vorurteilen fehlen vielfach empirische Belege +++

Wie Ă€hnlich sind sich Journalist*innen und Blogger*innen in Deutschland? Diese Frage hat eine von der OBS geförderte Studie der Ostfalia Hochschule untersucht. Zentrales Ergebnis: Sie sind sich Ă€hnlicher als oftmals angenommen. „Deutschlands Blogger – Die unterschĂ€tzten Journalisten“ ist die erste empirische Untersuchung, die beide Gruppen vergleicht. Weiterlesen…

Unternehmensteuer in Deutschland

Rechtliche Grauzonen und zivilgesellschaftliche Alternativen
von Christoph Trautvetter, Silke Ötsch, Markus Henn

Eine Studie der Otto Brenner Stiftung , April 2018

Am 24. April wird Amazon-GrĂŒnder Jeff Bezos in Berlin mit dem „Axel-Springer-Award“ 2018 fĂŒr „visionĂ€res Unternehmertum“ ausgezeichnet. Schon im Vorfeld der Verleihung stiess die Auszeichnung auf heftige Kritik, attac hat die Preisvergabe in Berlin mit Protestaktionen begleitet. Dass beim „Unternehmensmodell Amazon“ Steuervermeidung eine zentrale Rolle spielt, ist auch Ergebnis einer aktuellen OBS-Studie, die u.a. das angebliche „Zukunftsmodell Amazon“ kritisch unter die Lupe nimmt.

„Unternehmensteuer in Deutschland: Rechtliche Grauzonen und zivilgesellschaftliche Alternativen“, so der Titel der OBS-Ausarbeitung, durchleuchtet kritisch die Praxis der Steuervermeidung, macht VorschlĂ€ge zur BekĂ€mpfung von Konzern-Steuertricks und diskutiert am Beispiel der EinfĂŒhrung eines Siegels alternative Instrumente der Zivilgesellschaft.

Zusammenfassung des ArbeitspapiersWeiterlesen…

Wie das GemeinnĂŒtzigkeitsrecht politisches Engagement erschwert

von Jupp Legrand / Otto-Brenner-Stiftung

Studie belegt Rechtsunsicherheit beim GemeinnĂŒtzigkeitsrecht +++ empirischer „Feldversuch” bestĂ€tigt: FinanzĂ€mter bewerten gleiche Satzungen ungleich +++ Forderung: GemeinnĂŒtzigkeitsrecht muss dringend ergĂ€nzt werden +++ Finanzministerium versuchte, innovative Untersuchung zu stoppen +++ OBS-finanzierte Studie erscheint beim BBE

Statt zivilgesellschaftliches Engagement großzĂŒgig zu fördern und rechtlich abzusichern, fĂŒhrt das GemeinnĂŒtzigkeitsrecht zu Rechtsunsicherheit fĂŒr demokratisches Engagement. Das ist der zentrale Befund einer breit angelegten reprĂ€sentativen Studie, mit der alle FinanzĂ€mter in Deutschland darauf ĂŒberprĂŒft wurden, ob sie das GemeinnĂŒtzigkeitsrecht gleichmĂ€ĂŸig anwenden. Gleiche Satzungen wurden von etwa der HĂ€lfte der FinanzĂ€mter als gemeinnĂŒtzig anerkannt, von der anderen HĂ€lfte nicht.Weiterlesen…

Medien und HandlungsunfÀhigkeit

In den USA gehört es schon zum Allgemeinwissen, und auch wir haben frĂŒhzeitig mit Hilfe der Otto-Brenner-Stiftung auf Ă€hnliche Konstellationen hierzulande hingewiesen. Die politische Satire ist zur Einwechselspielerin fĂŒr geschwĂ€chten und ermĂŒdeten Journalismus geworden. Bei beiden stellt sich immer akuter die Frage: mit welchen Folgen?

Die jĂŒngste heute-show war ein gutes Beispiel. Ich teile die gefĂŒhlsmĂ€ssige Ablehnung von Extradienst-Gastautor Dieter Bott gegen den demonstrativen politischen Nihilismus von Oliver Welke. Dennoch war das Agendasetting der Redaktion und des Autor*inn*enteams hochpolitisch und auf der Höhe der Zeit: Weiterlesen…

Otto Brenner Stiftung zeichnet herausragenden Journalismus aus

von Jupp Legrand
+++ Otto Brenner Preis fĂŒr kritischen Journalismus geht 2017 an das SPIEGEL-Team Kristina Gnirke, Isabell HĂŒlsen und Martin U. MĂŒller +++ Jury zeichnet Charlotte Wiedemann (freie Journalistin und Publizistin) fĂŒr ihr Lebenswerk mit dem „Spezial“-Preis aus +++ Hannes Munzinger (SZ) erhĂ€lt Newcomerpreis +++ „Migration Control“ (taz) wird mit dem Medienprojektpreis ausgezeichnet +++ 3 Recherche-Stipendien werden vergeben +++ Preisverleihung findet am 21. November in Berlin statt +++ Festredner ist Georg Schramm, Kabarettist und Autor +++

Den mit 10.000 Euro dotierten 1. Preis des Otto Brenner Preises fĂŒr kritischen Journalismus 2017 erhĂ€lt das Autorenteam Kristina Gnirke, Isabell HĂŒlsen und Martin U. MĂŒller fĂŒr „Ein krankes Haus“ (DER SPIEGEL, Nr. 51/2016, S. 14 ff.)
Nach Auffassung der Jury leisten Kristina Gnirke, Isabell HĂŒlsen und Martin U. MĂŒller mit der SPIEGEL-Titelgeschichte ĂŒber den Asklepios-Konzern „schonungslose AufklĂ€rung ĂŒber die MissstĂ€nde im Gesundheitswesen“. Es werde, so die Jury, bisweilen immer noch behauptet, dass das Gesundheitswesen an einem eingeschrĂ€nkten Wettbewerb leide. „Der ausgezeichnete Text zeigt“, so die Jury in ihrer BegrĂŒndung, „dass das Gesundheitswesen vor allem daran leidet, dass es ein Markt ist, an dem zu allererst verdient werden will“. Kaufleute und Betriebswirtschaftler hĂ€tten aus der Medizin eine Industrie gemacht. Am Beispiel des Asklepios-Konzerns zeigen die diesjĂ€hrigen Brenner-PreistrĂ€ger wozu das fĂŒhrt. Ihr Text, so die Jury, „ist eine Verteidigung der MenschenwĂŒrde – dort, wo sie am antastbarsten ist: im Krankenhaus“.

Der 2. Preis (5.000 Euro) geht an Fritz Schaap fĂŒr eine dreiteilige Serie ĂŒber den Alltag im vom Krieg gebeutelten Syrien und insbesondere in der Hauptstadt Damaskus.Weiterlesen…

AfD-WÀhler und Ostdeutsche misstrauen Medien am stÀrksten

von Jupp Legrand / Otto-Brenner Stiftung

+++ Untersuchung bestĂ€tigt Polarisierungstrends: Vertrauen in Medien bleibt hoch, gleichzeitig steigt Misstrauen stark an +++ GlaubwĂŒrdigkeit der Medien und Vertrauen in demokratische Institutionen sind eng gekoppelt: Lediglich 18% der Menschen, die Medien misstrauen, sind mit der Demokratie zufrieden +++ Zusammenhang besonders stark fĂŒr Institutionen der reprĂ€sentativen Demokratie wie Parlament und Parteien, schwĂ€cher ist er bei Justiz und Polizei +++ Öffentlich-rechtlicher Rundfunk sowie QualitĂ€tszeitungen schaffen Medien- und Demokratievertrauen +++ Internet stellt mit Echokammern große Herausforderung dar

Die gesellschaftliche Polarisierung, so ein zentraler Befund einer neuen Untersuchung der Otto Brenner Stiftung ĂŒber Mediennutzung und Demokratiezufriedenheit, geht einher mit einer wachsenden Polarisierung des Misstrauens in die Medien. Einerseits bleibe die GlaubwĂŒrdigkeit der Medien vergleichsweise stabil und hoch. Andererseits wachse aber auch der Anteil derjenigen, die Medien mit starkem Misstrauen begegnen. Diejenigen Milieus, die sich durch Ablehnung der demokratischen Grundwerte auszeichnen, sind auch durch ein starkes Misstrauen gegenĂŒber allen Medien geprĂ€gt. Das OBS-Autorenteam um Oliver Decker, der auch die Leipziger „Mitte“-Studien zum Autoritarismus in Deutschland mitverantwortet, weist erstmals diesen Zusammenhang nach und untersucht seine Folgen. In der innovativen Untersuchung werden die Ergebnisse der Leipziger „Mitte“-Studien zur Entwicklung unterschiedlicher politischer Milieus mit der Einstellung gegenĂŒber verschiedenen Medien kombiniert.Weiterlesen…

Aufstocker im Bundestag II (Politisches Prekariat VIII)

von Sven Osterberg / Otto-Brenner-Stiftung

Schlussfolgerungen
Hier der komplette Wortlaut der Studie “Bilanz der Nebenverdienste der Abgeordneten in der 18. Wahlperiode”.

Im Laufe der 18. Wahlperiode hat die Zahl der ehrenamtlichen oder bezahlten NebentĂ€tigkeiten und Funktionen zugenommen, ist aber zahlenmĂ€ĂŸig annĂ€hernd auf dem gleichen Niveau geblieben wie am Ende der 17. Wahlperiode. Nur die Zahl der Funktionen in Unternehmen hat zugenommen, zulasten der gesellschaftlichen Vernetzung in Vereinen, VerbĂ€nden und Stiftungen. Das neu eingefĂŒhrte 10-Stufen-System hat zu mehr und detaillierteren Informationen ĂŒber die NebeneinkĂŒnfte der Bundestagsabgeordneten in den höheren Einkommensstufen gefĂŒhrt.

Die fraktionelle Zuordnung der GesamteinkĂŒnfte dĂŒrfte damit wesentlich genauer sein als in der Hochrechnung von 2013. Eine Identifikation von Topverdienern wird deutlich einfacher, auch mit einer nach oben hin offenen Stufe 10, die gerade mal sieben Abgeordnete angegeben haben. Die „schwarzen Schafe“ werden noch sichtbarer, aber der Bundestag selbst wird davon kaum profitieren. Im Gegenteil, die unvermeidliche Verallgemeinerung skandalöser EinzelfĂ€lle schmĂ€lert das ohnehin nicht besonders hohe Ansehen der Volksvertreter insgesamt.Weiterlesen…

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