Ohne Moralin und Emphase: Mit seinem Essay „Conflictual Aesthetics“ schlĂ€gt der Politologe Oliver Marchart Schneisen in das Dickicht der politischen Kunst
Zweieinhalb Meter hoch und vier Tonnen schwer. Allein von Gewicht und Material hatte es die „GedenkstĂ€tte“, die das Zentrum fĂŒr Politische Schönheit (ZPS) Anfang Dezember zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt platzierte, in sich. Aber auch die Idee, mit der Asche mutmaßlicher Holocaust-Opfer aus Polen in einer erleuchteten StahlsĂ€ule vor dem „Verrat an der Demokratie“ zu warnen, schlug ein wie eine Bombe. Viel mehr Streit lĂ€sst sich selbst bei den, schon von mehreren ZPS-Aktionen abgebrĂŒhten Berlinern und Hauptstadtpolitikern, kaum erreichen.

Ob diese Kunst, die auf Teufel komm raus politisch relevant werden möchte, das auch wirklich ist,Weiterlesen…