Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Olli Dittrich

Perlen: Zahlemann & Merz

Was soll ich über Olli Dittrich noch schreiben? Sein gutes Werk ist mittlerweile unüberschaubar. Etwas unterschätzt von seinen Lobsängern ist vielleicht “Jennifer – Sehnsucht nach was Besseres”. Holger Gertz/SZ, Meisterschreiber seiner Redaktion, verlinke ich hier nicht, weil eingemauert, denn Oliver Jungen/FAZ ist ja frei zugänglich. Besser kann ichs auch nicht schreiben. Hier gehts zu Sandro Zahlemann, dem starken Mann hinter Merkel. Weiterlesen

Mediathekperlen: Mädel, Riemann, Dittrich

– Mit Nachtrag am 29.08. –

– Geliefert (2021) –

Wenn sie ein Restbedürfnis nach Unterhaltung und dieses Wochenende nur Zeit für einen Film haben, dann wünsche ich ihnen, dass es dieser ist: Ich feiere Bjarne Mädel ja schon dafür, wenn er nur an der Eppendorfer Grillstation vorbeiläuft. Doch wenn er, so wie in dem (Debut!-)Spielfilm von Jan Fehse (2021), ganze 89 Minuten Zeit bekommt, dann zeigt sich, wie weit er inzwischen von Strombergs Sidekick in die Riege der ganz wenigen “großen” deutschen Charakterdarsteller aufgestiegen ist.

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Verpasst?

Drei Hinweise, die Sie nicht verpassen sollten
“Unser Haus”, produziert von der Firma von Valentin Thurn, in Köln kein Unbekannter, lief gestern auf Arte. Es geht um eine Hausbesetzung, ein Bürogebäude des ehemaligen Grossmarktes in Köln-Raderthal wurde umgewidmet zu Wohngmeinschaftsetagen für mehrere Kölner Obdachlose. So weit, so gut. Merkwürdig nur, dass der auf Arte gesendete Film vom SWR zugeliefert wurde, und nicht vom WDR, der dort zur Weimarer Republik sogar einen Sender betrieb. Ist Herr Thurn dort nicht gut gelitten? Weiterlesen

Sport oder Sozialismus?

Der Stellvertreter des Fußballgottes auf Erden, Tom Theunissen hat letzte Nacht seine Bilanz und Vorausschau zum deutschen Profifussball veröffentlicht. Tom Theunissen ist der, dem der grosse Künstler Olli Dittrich eine seiner grössten Rollen zu verdanken hat. Apostel Arnd Zeigler hat jahrelang seine Botschaft an die Gläubigen verkündet. Gönnen Sie sich also diese knapp 10 Minuten – jedenfalls wenn sie die real existierende Fußballwelt begreifen wollen.

Die Sache von Männern und Frauen

Facebook frisst Afrika / Politik und Fußball
Die Älteren erinnern sich vielleicht noch an den TV-Sender Pro7. Zu Glanzzeiten seines früheren Besitzers und späteren Gross-Pleitiers Leo Kirch (Spender und Buddy von Helmut Kohl) war Pro7 dafür bekannt, US-Kino-Blockbuster als Erster ins deutsche TV zu bringen. Heute, mit dem Grossaktionär Silvio Berlusconi, dümpeln sie bei einem Marktanteil von 4,1%, schwächer als die FDP. In solcher Lage ist es Höhepunkt des Schaffens, wenn ein toller PR-Coup gelingt, der nicht nur 2 Mio. TV-Glotzer*innen, sondern bisher zusätzlich noch weit über 2 Mio. Youtube-Clicks brachte. Weiterlesen

Männer “verlieren keine Zeit” – ausser Olli Dittrich

Olli Dittrich habe ich lange Jahre als Figur des Trash-TV gesehen. Seine frühen Jahre bei RTL (oder war es SAT1?) sind mir entgangen. Ich hatte kein Interesse und fürchtete, es sei schlicht zu blöd. In mein Blickfeld trat er erst, und das spektakulär, als “Schorsch Aigner”, mitinspiriert von seinem Drehbuchautor Tom Theunissen, dem Stellvertreter des Fußballgottes auf Erden. Immerhin war er mir schon in den 90ern als Interviewgast Weiterlesen

DFB-Pokal – braucht kein Mensch

Der fussballindustrielle Komplex braucht Planungssicherheit. Alle Werder-Fans haben das gestern gesehen. Fragt sich im Gegenzug: wer braucht einen Wettbewerb mit dieser Planungssicherheit? Wenn es ums Geld geht, genügt es, wenn die Amateure einen Wettbewerb ausspielen, wer gegen reiche Profivereine antreten darf. Und wenn mal ein Amateurverein gewinnt, gibts sowas Ähnliches wie einen Lottojackpot: die DFL muss für jede Niederlage 10, 20, oder 30 (das ist Verhandlungssache) Mio., also einen Teil ihrer Portokasse, an die DFB-Amateure zahlen. Das Finale in Berlin kann sportlich eingespart, oder durch ein Schlagerfestival ersetzt werden. Mehr Freizeit für die Polizei.
Folgende Indizien gibt es für die von allen Werder-Fans vermutete Verschwörung. Weiterlesen

ARD-Sportjournalismus – war das alles?

Es lief schon am Dienstag, aber ich muss meinem Ärger immer noch Luft machen. Dieses Mal wurde eine ARD-Dokumentation zu Recht um Mitternacht versenkt: das Nichts über Franz Beckenbauer. Da hatten Tom Theunissen und Olli Dittrich mit ihrer scheinbaren Fiktion “Schorsch Aigner” vor zwei Jahren deutlich mehr zu bieten.
Das, was der NDR diese Woche in der ARD aufbot, und auch dieser Sender kann es eigentlich besser, enthielt absolut keine neue Erkenntnis, und blies die mit einer Riege Dampfplauderer, die alle niemals ein Mikrofon auslassen würden, auf – der Seriöseste war noch Harald Stenger. Interessant war allenfalls, wer alles “nicht zur Verfügung” stand. Die wollten nichts sagen, weil sie zuviel wissen.
Der WDR hat ein produktives sportjournalistisches Team bei Sport inside zusammen, guckt es aber mit dem Arsch nicht an. Gegenwärtig ist mehrmonatige “Winterpause” bis Mitte Februar. Die “Sommerpausen” gehen über mehrere Jahreszeiten. Und zu allen wichtigen Turnieren (WM, EM, Olympia) ist widersinnigerweise auch immer “Pause”. Schön, dass immerhin noch Zeiten gefunden werden, zu denen überhaupt gesendet wird. Die Termine wechseln seitens der WDR-Programmdirektion allerdings so oft, dass ich das Gefühl habe, auf Internetstreaming umerzogen werden zu sollen.
Muss ich noch ein Wort verlieren, dass der öffentlich-rechtliche Auftrag eni anderer ist? Interessiert das noch jemanden? Journalismus?

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