Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Olympische Spiele (Seite 1 von 3)

Kommunikationskompetenz

Was kann Gerhart Baum, was alle andern nicht können?

“Politik ist die Kunst der Kommunikation.” Diesen intellektuell wahrlich nicht überambitionierten Satz prägte eine Freundin von mir, die eine PR-Agentur für Politik und NGOs betreibt. So einfach dieser Satz ist, so selten ist seine Feststellung in der Praxis zu entdecken. Und nun der Vergleich zwischen 1972 und heute. Die deutschen Medien sind heute voll mit Erinnerungen an das Olympiaattentat 1972 in München. Ich war 15, und habe darum nicht viel Erhellendes dazu beizutragen. Dennoch: die bis heute anhaltende deutsche Peinlichkeit hatte Wurzeln in der damaligen Politik. Das grosse Rätsel ist geblieben, warum niemand ausser einem 89-jährigen Fähigkeit und Kompetenz zeigte, das adäquat zu bearbeiten. Weiterlesen

Ich fordere Abkühlung!

Eigentlich wollte ich Ihnen nur das Weiterlesen bei telepolis empfehlen, weil mir zu heiss ist, und da heute wieder mehrere lesenswerte Texte erschienen sind. Wenn die nicht hiermit aufgemacht hätten: Die Abgehobenen – Bilder der maskenlosen Delegation in Regierungsmaschine zeigen: Eliten haben sich von Bevölkerung abgekoppelt. Solidarischer Verzicht wird eingefordert, für sie gelten eigene Regeln. Doppelmoral unterminiert das Vertrauen in demokratisches System.” von dem sich damit in Erinnerung bringenden “Elitenforscher” Michael Walter. Herrjeh, hamses nich’ ‘ne Nummer kleiner? Weiterlesen

“Korrektur gegenüber Berlin”

Aber überall Siemens – Tolle heise-Kolumnen

Die heise-Kollegen Detlef Borchers und Hal Faber tauchen heute tief in die Urgeschichte deutscher Digitalisierung ein. Fast überall begegnen wir Leser*innen dabei dem Siemens-Konzern. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München hatte der die ganze Macht. Und wo er sie noch nicht hatte, im tiefsten Westfalen z.B., da kaufte er sie sich dazu. Weiterlesen

Gebt Putin die Spiele!

Aleksander Čeferin (UEFA), Thomas Bach (IOC), Gianni Infantino (FIFA) oder John Malone (Liberty Media) kennen Vladimir Putin gut, sogar vermutlich besser als Gerhard Schröder (SPD). Doch während die Affinität zum Sport sich beim deutschen Ex-Kanzler nur, abgesehen von seinem Spitznamen “Acker”, in seinem etwas zweifelhaften Hang zum Ruhrgebietsfußball als Ehrenmitglied des BVB und Aufsichtsrat beim, inzwischen ehemaligen, Schalke-Hauptsponsor Gazprom, niederschlägt, drehen die anderen vier Herren die ganz großen Räder. Weiterlesen

Bündnisfähigkeit, fehlende

Das Versagen gegenwärtiger Politik in der EU und Deutschland, in den USA und in Russland ist der Panikmodus, in den sie ihre Untertanen versetzen. So wird das Bedürfnis nach “väterlichen” oder “mütterlichen” Alleinherrscher*inne*n erzeugt, die für mehr Sicherheit sorgen, als es demokratische oder scheindemokratische Regimes derzeit zu liefern imstande sind. Die Münchener “Sicherheitskonferenz”, die doch seit Jahrzehnten immer aufs Neue Unsicherheit und Kriegsangst verbreitet, ist ein dafür repräsentativer Verkehrsunfall. Weiterlesen

Vergessen

Deutschland in den Medaillenrängen
Der GEWler Frank Bernhardt/telepolis beschrieb kürzlich das Weltklasseniveau deutscher Erinnerungspolitik: Der Faschismus und wir: ‘Alles bewältigt und nichts begriffen’ – Die Karriere der bundesdeutschen NS-Vergangenheitsbewältigung – von einer lästigen Pflicht zur hochgeschätzten ‘Erinnerungskultur’: ein Paradefall imperialer Selbstgerechtigkeit” – und darin den Bundespräsidenten und ehemaligen Bundesaussenminister als “unseren” würdigen Repräsentanten. Weiterlesen

Olafs Fluchtinstinkte

Sie motzen schon wie bei Merkel. Die FAZ leitartikelt: “Wo ist Scholz? Im Schlafwagen an der Macht. Diszipliniert abwarten und keine Fehler machen. Im Wahlkampf hat das gegen die sich selbst zerlegende Union knapp geklappt. Jetzt sieht die Lage anders aus.” Der Schreibtischstratege aus Frankfurt wünscht sich vom amtierenden Kanzler mehr “Fingerzeig”. Da hätte ich was für ihn. Weiterlesen

Freuen mit Mihambo

Deutschlands derzeit schönstes Gesicht in der Welt
Bei allem Ärger über Politik und Klimakatastrophen dürfen Freude und Genuss nicht vernachlässigt werden. Wo soll sonst die Kraft für Veränderung herkommen? Dafür hat Deutschland jetzt ein weltweit beachtetes Gesicht, das einer Schwarzen: Malaika Mihambo. Was für ein Kontrast zu dem Gesicht, dass ich mit Olympischen Spielen in Tokio verbinde. 1964 auf einem verschneiten Schwarz-Weiss-TV-Bild sah ich einen lebenslang ausgehungert aussehenden Harald Norpoth über 5.000m zur Sensations-Silbermedaille spurten. Das erregte damals weit grössere Teile der deutschen Öffentlichkeit, als das heutige TV-Nacht- und Frühprogramm. Weiterlesen

Fantasie, Mutterwitz

… und der Emanzipationsfortschritt bei Olympia
Von dem klugen Ilja Trojanow/taz hatte ich – leider – länger nichts mehr gelesen. Er meldet sich in seiner taz-Kolumne zurück, um sich um die Rettung der Fantasie zu bemühen. Er erinnert “an den kurzen Frühling der Utopie im letzten Jahr … als viele von uns, angeregt von einem veränderten Alltag, sich grundsätzlichere Gedanken über unser Leben, Wirken und Verbrauchen machten, Gedanken, die teilweise ins Utopische wucherten.” Und beklagt zurecht: wo ist das hin? Weiterlesen

Wahlkampf? Olympia?

Haben “wir” nicht “andere Sorgen”? Ja klar. Schlamm bekämpfen, Existenzen retten, Obdachlose unterbringen. Und dabei Virus-Ansteckung vermeiden (Inzidenz Bonn: 17, steigend; Rheinpegel dagegen fallend). Dennoch gehen diese Kelche nicht an uns vorüber. Wird es einen Bundestagswahlkampf geben? Zu bemerken ist er allenfalls an den sich häufenden Politiker*innen-Schwärmen auf Trümmerlandschaften. Sie stören bei der Arbeit. Aber sie schaffen Medienaufmerksamkeit. Das ist nicht (ganz) wertlos. Weiterlesen

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