Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Olympische Spiele

Olympische Filosofie

Es soll wichtige NRW-Landespolitiker*innen und nicht wenige OberbĂŒrgermeister*innen, darunter den aus Bonn, geben, die sich vom Witwer Guido Westerwelles fĂŒr die Olympia-Mafia IOC in Geschenkpapier einwickeln lassen. Wie immer auf unsere Kosten. Enteignung öffentlicher Kassen zugunsten privatem Profits. Das ist ein schlichtes, aktuelles kapitalistisches GeschĂ€ftsmodell, das weltweit niemand so auf die profitable Spitze zu treiben weiss, wie die Fifa und das IOC.
Dass die NRWler*innen so doof waren und sind, sich derart billig einwickeln zu lassen, liegt sicherlich auch daran,Weiterlesen…

Hat das IOC die GrĂŒnen schon im Sack?

Bei den nĂ€chsten Wahlterminen ist eine Vermehrung grĂŒner Regierungsbeteiligungen zu erwarten. Exekutive FĂ€higkeiten, die FĂŒhrung komplexer Verwaltungsapparate, werden plötzlich Leuten abverlangt, die bisher nur darin geĂŒbt sind, darĂŒber zu meckern. Learning by doing? Wie wird das ausgehen? Die immer recht gut auf sportpolitischer Ballhöhe arbeitende Sportredaktion des Deutschlandfunks versucht gegenwĂ€rtig, darĂŒber mehr herauszufinden.Weiterlesen…

Olympia / Hertha BSC

Die Öffentlichkeit starrt auf ThĂŒringen und die Selbstzerstörung der CDU. Derweil versuchen clevere Investor*inn”en den nĂ€chsten Grossraub vorzubereiten: öffentliche Kassen ausrauben, und in private Rendite verwandeln. Sie nennen es Olympische Spiele. Und sie halten uns hier in NRW fĂŒr doof genug, dass wir auf sie reinfallen. Was die derzeitigen OberbĂŒrgermeister im Land betrifft, dĂŒrften sie damit rechthaben. Lesen Sie hier die Bewertung von Thomas Kistner/SZ, der kennt die Bande.
Kistners Kollegen deuten nur zart an,Weiterlesen…

Erdogan macht das Business kenntlich

Zur kriegerischen Aggression des Erdogan-Regimes gegen die Kurd*inn*en in Syrien wurde hier und hier schon das Wesentliche ausgefĂŒhrt. Rainer Hermann/FAZ liefert eine einleuchtende EinschĂ€tzung seiner strategischen Interessen. Doch sehen die EiertĂ€nze der europĂ€ischen Regierungen und Kapitalinteressen besser aus? Diese Frage muss wohl mit einem einfachen “Nein” beantwortet werden.
Was die Bundesregierung bewogen hat, “keine neuen Genehmigungen fĂŒr alle RĂŒstungsgĂŒter, die durch die TĂŒrkei in Syrien eingesetzt werden könnten, (zu) erteilen.”, enthĂ€lt sie uns vor. Vor allem die GrĂŒnde zu den rhetorischen ScheunentorenWeiterlesen…

Paralleles Absaufen: Ruhrgebiet & Sozialstaat

Hans HĂŒtt/FAZ berichtet uns heute von der gestrigen Maischberger/ARD-Runde. Gut, dass ich mir das erspart habe. Auch auf die Champions-League habe ich dankend verzichtet – zu dieser Anstosszeit (21 h) mit Aussicht auf eine 6er-Konferenzschaltung in meiner Fussballkneipe, dafĂŒr trat ich nicht vor die TĂŒr.
Martin Kronauer und Stephan Lessenich/taz bezeichneten zutreffend, was die BRD zusammenhielt: “Die BĂŒrgerInnen akzeptierten die ökonomische Herrschaft der KapitaleigentĂŒmer und das politische Herrschaftsprinzip der reprĂ€sentativen DemokratieWeiterlesen…

Vielleicht auch ein Medienbarometer?

Das “Integrationsbarometer”
Vor einigen Wochen hatte Naika Foroutan bereits darauf hingewiesen, dass sich in Deutschland mehr Menschen fĂŒr FlĂŒchtlinge alltĂ€glich-praktisch engagieren, als AfD wĂ€hlen. Die “Stimmung”, die uns in erster Linie durch veröffentlichte Meinungen auf KanĂ€len aller Art vermittelt wurde und wird, ist anders. Da weht der Wind von weit rechts. Auch die Mitte und die Linke arbeiten sich daran ab, statt zu tun, was ihre demokratische Aufgabe wĂ€re: im demokratischen Wettbewerb eigene Themen zu setzen und zu bearbeiten – nur das versprĂ€che Erfolg.
Die den Diskurs immer noch privilegiert beherrschenden öffentlichen und privaten Medien mĂŒssen sich hierzu selbst befragen.Weiterlesen…

Alte Herren aus NRW auf anderem Stern

Der Ötzi des Rheinlandes ist die Olympiabewerbung
Eine merkwĂŒrdige Alt-Herren-Versammlung muss das gewesen sein, die sich da in Bodo Hombachs Politik-Zigarrenzimmer getroffen hat – aus eigenen Fehlern nullkommanull gelernt. Werden sie dafĂŒr bezahlt? Die meisten sind heute wohlhabende Rentner. Oder ist der Verstand irgendwann stehengeblieben?
Nun soll also eine Olympiabewerbung schaffen, was Preussenherrschaft, Weimarer Demokratie, Naziterror und BRD ĂŒber 150 Jahre nicht geschafft haben:Weiterlesen…

Menotti: Jeden Tag Fußball ist wie jeden Tag Nudeln

Interview mit der argentinischen Trainerlegende CĂ©sar Luis Menotti
von Sandra Schmidt

An einem heißen Sommertag im Februar empfĂ€ngt CĂ©sar Luis Menotti Sandra Schmidt in seinem klimatisierten BĂŒro zwei Blocks vom Obelisken im Zentrum von Buenos Aires. El Flaco, wie der lange, dĂŒnne Mann hier heißt, ist in hervorragender Verfassung und bester Laune. Bei den politischen Themen regt er sich wunderbar auf und weist auch gern nochmal auf seine Zeiten mit Parteibuch – der argentinischen KP – hin. Auf seinem Schreibtisch stapeln sich Papiere und alte Fußballzeitschriften, die den Trainer des Weltmeisters von 1978 und Verfechter des schönen Spiels auf dem Titelbild zeigen – „Guck’ mal, so etwas schicken mir die Leute!“. Menotti wird im Oktober 79 Jahre alt.

Wie geht es dem argentinischen Fußball heute?

Der argentinische Fußball behauptet sich wie der Jagdhund, das ist genetisch. (lacht) Diese Hunde sind seit hundert, ach was, seit tausend Jahren Jagdhunde, und hier kommen immer wieder Fußballer hervor und man weiß nicht, warum. Das kann eigentlich nur genetisch sein, denn das ganze Umfeld hier macht es niemandem leicht, sich zu entwickeln. Wir stecken in einer sehr tiefen Krise, die nicht nur, aber auch kultureller Art ist. Argentinien hat in den letzten dreißig Jahren einen tiefgreifenden Kulturverlust erlebt, und davon ist der Fußball natĂŒrlich nicht unberĂŒhrt geblieben. Er ist lĂ€ngst Teil des großen GeschĂ€fts, nicht mehr der Kultur, nicht mehr das, was der argentinische Fußball lange war: reprĂ€sentativ fĂŒr die Gesellschaft hier, mitsamt der Freude jedes einzelnen, der sein Vereinstrikot hatte. Heute trĂ€umt der junge Fußballer hier nicht mehr davon, in seinem Verein Karriere zu machen, sondern eher davon, nach Europa zu gehen. Hier herrscht das Chaos, die wirtschaftliche Situation ist sehr schwierig und komplex.

Der argentinische Fußballverband, die AFA, steckt seit dem Tod von Julio Grondona 2014 in einer tiefen Krise… (zum Zeitpunkt des Interviews war die AFA noch fĂŒhrungslos, am 30. MĂ€rz wurde Claudio Tapa zum PrĂ€sidenten gewĂ€hlt)

Grondona war ein Caudillo, ein AnfĂŒhrer, und wenn ich das sage, dann rede ich nicht ĂŒber Redlichkeit oder Ehrlichkeit – dafĂŒr ist die Justiz zustĂ€ndig –, sondern ĂŒber seine Art.Weiterlesen…

NRW-Rohrkrepierer Olympia – es ist ein Elend

Aus Schaden wird man klug? Unser Bundesland Nordrhein-Westfalen macht es sich zum Markenzeichen, diese Lebensweisheit zu widerlegen. Nur die Älteren werden sich erinnern: 2003 erlaubten wir uns die Peinlichkeit, eine Olympiabewerbung zu starten, fĂŒr das Ruhrgebiet, das – Gipfel aller Peinlichkeiten – aber das benachbarte und in der Ruhrgebietsbevölkerung wegen seiner Schnöseligkeit genauso wie in Köln verachtete DĂŒsseldorf vorschickte, um dann aber direkt in der nationalen Vorausscheidung gegen Leipzsch zu scheitern. International war es sowieso alles komplett aussichtslos. Kapuddeneu.
Ex-Westerwelle-Gatte Mronz traf seinen FDP-Parteifreund Thomas Bach, im Hauptberuf Obermafioso des IOC bei seinem Aachener Reitturnier, erntete ein gnĂ€diges Kopfnicken, und setzt den Floh nun der desolaten landespolitischen Szene, die ja sonst fĂŒr nichts irgendeine Idee hat, ins Ohr.

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AfD / Weisse / Missbrauch / Olympia

Die AfD ist in mancherlei Hinsicht die modernste aller deutschen Parteien, z.B. in der Art und Weise, wie sie sich intern auseinandersetzt.

Weiss-sein ist nicht normal. Weltweit sind wir eine kleine – oftmals radikale – Minderheit. Aber “wir” haben viel Macht darĂŒber, wie die Welt zu sehen ist. Darauf weist eine taz-Kolumne hin, die sich gleichzeitig vorsichtig von ĂŒberspitzenden “Critical-Whiteness”-Agitator*inn*en absetzt.

KĂŒrzlich erwĂ€hnte ich hier eine deutsche Studie zum (sexuellen) Missbrauch im Sport. Jetzt kommt – hoffentlich – eine AufklĂ€rungslawine im britischen Fussball ins Rollen. Leider mĂŒssen sich immer erst Opfer “bekennen”, die TĂ€ter tun es in der Regel nicht. Es wĂ€re wohl nicht verkehrt, wenn buchstĂ€blich jeder Fußballverein, so wie z.B. auch jede Kirchengemeinde in ihrer Vereinsgeschichte ein Reinemachen durchfĂŒhren.

Unter solchen Vorzeichen ist es nur schlĂŒssig, wenn ARD und ZDF auf Live-Senderechte von den nĂ€chsten Olympische Spielen verzichten. Die nĂ€chsten Veranstaltungen sind ĂŒberwiegend in Ostasien angesiedelt: ein Finale um 20 h liefe bei uns um 4 Uhr morgens; das ARD/ZDF-Morgenmagazin beginnt immer erst um 5.30, da sind in China, Japan und Korea die Kinder schon im Bett. Der US-amerikanische “Discovery”-Konzern hat sich die europaweiten Senderechte fĂŒr 1,3 Mrd. bei der kriminellen Vereinigung IOC erkauft. Mehr als 10% dieser Summe wollte er bei uns GebĂŒhrenzahler*inne*n abkassieren. Nein danke!

Sind Olympische Spiele noch zu retten?

Michael Vesper, Vorstand des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hat das olympische Motto “Dabeisein ist alles” immer als Devise fĂŒr seine Politik missverstanden. Das war schon bei den GrĂŒnen so. Jetzt steht er, seinerzeit von Thomas Bach, dem heutigen IOC-Boss, als behutsamer Modernisierer angeworben, vor den TrĂŒmmern der olympischen Idee: Profitgier, Korruption, Dopingsumpf, Spielball geopolitischer Interessen. Wo ist die Idee vom friedlichen Zusammenbringen der Jugend der Welt geblieben?

Hierzulande sind DOSB und noch mehr das IOC weitgehend desavouiert.Weiterlesen…

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