Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Otto-Brenner-Stiftung (Seite 1 von 2)

Streitfall Vermögenssteuer

Defizite in der Medienberichterstattung
von Hendrik Theine und Andrea Grisold / Otto Brenner Stiftung
8 Zusammenfassung und Fazit

Welches Bild wird von der Vermögens- und Erbschaftsbesteuerung durch Massenmedien in der öffentlichen Diskussion gezeichnet und befördert? Welche Politikmaßnahmen werden als positiv, welche als schĂ€dlich und kontraproduktiv erachtet? Wer kommt als ExpertIn zu Wort?
Aus der Perspektive der Kritischen Politischen Ökonomie, d. h. aus einer kritischen, die Funktion der Medien wĂŒrdigenden, Position werden in diesem Forschungsprojekt die Rolle und die Standpunkte von Massenmedien zu neuen (oder oftmals auch: in frĂŒheren Zeiten bereits durchgefĂŒhrten) Formen der Verteilungspolitik untersucht.Weiterlesen…

MedienmÀzen Google

von Ingo Dachwitz und Alexander Fanta / Otto-Brenner-Stiftung
Wie der Datenkonzern den Journalismus umgarnt
9 Zusammenfassung und Ausblick

Diese Studie widmet sich dem VerhĂ€ltnis zwi­schen deutschen Nachrichtenmedien und dem Technologie­-Konzern Google. SpĂ€testens seit dem Jahr 2015 fördert das Unternehmen die Branche in Europa mit mehreren hundert Millionen Euro. Zugleich ist Google Technolo­gie-N und GeschĂ€ftspartner sowie wirtschaft­licher Konkurrent vieler Verlage. Dabei besteht ein klares SpannungsverhĂ€ltnis zwischen den Rollen Googles als Förderer, Partner, Mitbewer­ber und Objekt der Berichterstattung. Zentrales Anliegen der Arbeit war es, die Auswirkungen dieses Beziehungsgeflechts auf die journalis­tische und wirtschaftliche UnabhĂ€ngigkeit der Medien zu untersuchen.Weiterlesen…

Mauer in den Köpfen?

von Ayline Heller/Ana Nanette Tibubos/Manfred Beutel/Elmar BrĂ€hler – Otto Brenner Stiftung
Einstellungen zur deutschen Einheit im Wandel
Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit

Auch knapp 30 Jahre nach der Wiedervereinigung spielt die Teilung Deutschlands im öffentlichen Diskurs und in den Köpfen der Menschen eine wichtige Rolle. WĂ€hrend die Berichte der Bundesregierung jĂ€hrlich ĂŒber die wirtschaftliche AnnĂ€herung Auskunft geben, fehlten bisher Studien, die die „EinheitsmentalitĂ€t“, also die Einstellungen der BĂŒrger*innen zum je anderen Teil Deutschlands sowie zur Wiedervereinigung, im Zeitverlauf und in verschiedenen GeburtsjahrgĂ€ngen differenziert untersuchten. Eine Analyse des mentalen AnnĂ€herungsprozesses ist jedoch zentral,Weiterlesen…

WĂ€hlen mit 16?

von Thorsten Faas und Arndt Leininger / Otto Brenner Stiftung
Ein empirischer Beitrag zur Debatte um die Absenkung des Wahlalters
7. Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit

Das Wahlalter kann man absenken oder nicht. Am Ende ist eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung zu treffen. Im internationalen Vergleich wie auch in Deutschland mit Blick auf die Situation in den BundeslĂ€ndern sind einige LĂ€nder, im Gegensatz zu anderen, diesen Schritt bereits gegangen. Dies fĂŒhrt einerseits zu durchaus problematischen Mustern, wenn junge Menschen bei manchen Wahlen in manchen BundeslĂ€ndern bereits wĂ€hlen dĂŒrfen, in anderen dagegen nicht. Solche Unterschiede zwischen BundeslĂ€ndern eröffnen aber auch Chancen fĂŒr Forschung, um die HintergrĂŒnde und möglichen Folgen von Wahlaltersabsenkungen ergrĂŒnden zu können und so der bislang hĂ€ufig sehr normativ gefĂŒhrten Debatte eine stĂ€rkere empirische UnterfĂŒtterung zu geben.Weiterlesen…

BedrÀngte Zivilgesellschaft von rechts

von Wolfgang Schroeder/Samuel Greef/Jennifer Ten Elsen/Lukas Heller / Jupp Legrand (Vorwort)
Interventionsversuche und Reaktionsmuster – Ein Projekt der Otto Brenner Stiftung

Vorwort – Ist die Zivilgesellschaft der Hort der Demokratie oder das Einfallstor fĂŒr rechts? Diese Frage ist vor noch gar nicht so langer Zeit als unangemessene Angstmacherei abgetan worden. Und jetzt, in Zeiten einer alles ĂŒberschattenden OmniprĂ€senz der Corona-Pandemie, scheint sie noch weniger Brisanz zu haben. Allerdings wird es auch eine Zeit nach Corona geben. Inwiefern rechte KrĂ€fte dann an ihre Erfolge anknĂŒpfen können oder gar mit neuer StĂ€rke auftreten, hĂ€ngt nicht zuletzt von der organisierten Zivilgesellschaft ab. Doch wie „immun“ ist diese gegen rechts?Weiterlesen…

Gruss an bruchstuecke.info

Ein neuer Blog ist zu begrĂŒssen. Es gibt ihn schon ein paar Tage. Ich hatte davon gehört und ihn erst gestern zum ersten Mal gesehen. Und ich entdecke gedankliche Ähnlichkeiten. bruchstuecke-Macher Wolfgang Storz ist ein erfahrener, politisch denkender Journalist. Wahrgenommen hatte ich ihn als FR-Chefredakteur, der den Job 2006 lieber schmiss, als das Zusammensparen ihrer journalistischen Leistung zu exekutieren. SpĂ€ter wurde er Mitherausgeber des Freitag, rettete ihm, mit 5 weiteren Personen, das Leben. Damals las ich viele seiner Texte mit grossem Gewinn: sie verzichteten auf den Gestus des Bescheidwissens,Weiterlesen…

Armutszeugnis

von Bernd GĂ€bler (mit Vorwort von Jupp Legrand) Otto Brenner-Stiftung
Wie das Fernsehen die Unterschichten vorfĂŒhrt
Vorwort

Armut ist ein politisch umstrittener Begriff, der auf vielschichtige Fragen verweist, facettenreiche Inhalte zum Ausdruck bringt und auch Probleme anreißt, die im­mer wieder diskutiert werden mĂŒssen. Es geht um Weltbilder, Werte, Interessen und Vorstellungen von Gerechtigkeit, die nicht selten aufeinanderprallen. In demo­kratischen Gesellschaften ist dabei das durch Medien erzeugte Bild von Armut und sozialer Ungerechtigkeit fĂŒr gesellschaftliche Aushandlungen zentral. Doch welches Bild zeichnen die Medien in Deutschland von Armut? Welches Zeugnis dieser gesellschaftlichen RealitĂ€t legen sie ab? Weiterlesen…

Stumme Migranten, laute Politik, gespaltene Medien

von Susanne Fengler, Marcus Kreutler und Jupp Legrand (Vorwort)
Die Berichterstattung ĂŒber Flucht und Migration in 17 LĂ€ndern
Vorwort

„Die wichtigste Aufgabe von Medien besteht […] darin, die gesellschaftliche Wirklichkeit zu beschreiben und eine gemeinsame Faktenbasis bereitzustellen – fĂŒr den öffentlichen Diskurs darĂŒber, wie wir diese Wirklichkeit gemeinsam gestalten wollen“. So beschreibt der österreichische Journalist Armin Wolf die Kernaufgabe und den Anspruch seiner Profession. AnsprĂŒche sollen als MaßstĂ€be gelten, mit denen sich Ideal und Wirklichkeit vergleichen lassen. In diesem Sinne dĂŒrfte der von Wolf postulierte Maßstab dann besonders wichtig werden, wenn es gilt, die PflichterfĂŒllung oder -verletzung der Medien anhand eines politisch wie emotional stark aufgeladenen und umstrittenen Themas zu bewerten.Weiterlesen…

Wie DAX-Unternehmen Schule machen

von Jupp Legrand (Vorwort) und Tim Engartner (Schlussfolgerungen), Otto-Brenner-Stiftung
Lehr- und Lernmaterial als TĂŒröffner fĂŒr Lobbyismus

Vorwort
„Die gekaufte Schule“ titelte das Nachrichtenmagazin Der Spiegel vor einigen Jahren, die Wochenzeitung Die Zeit ĂŒberschrieb einen Beitrag gar mit „GehirnwĂ€sche“: Der stetig wachsende Einfluss von Industrie und Wirtschaft auf SchĂŒlerinnen und SchĂŒler schafft es immer wieder in die Öffentlichkeit. LĂ€ngst beschrĂ€nkt sich das schulische Engagement von Unternehmen dabei nicht mehr nur auf das Sponsoring von Schulfesten, die Bezuschussung von KlassenausflĂŒgen, die Einrichtung von SchĂŒlerlaboren oder die Auslobung von Schulpreisen. Zu dem an Schulen Platz greifenden Lobbyismus zĂ€hlenWeiterlesen…

Fridays for Future

von Moritz Sommer, Dieter Rucht, Sebastian Haunss, Sabrina Zajak
Profil, Entstehung und Perspektiven der Protestbewegung in Deutschland – Auszug aus der Studie

5. Fazit FFF bietet in mancherlei Hinsicht Überraschungen. Wer hĂ€tte im Herbst 2018 den Aufstieg einer derart breiten, druckvollen und geschickt agierenden Kampagne vorhergesagt? Auch die Protest- und Bewegungsforschung, die sich mit Prognosen generell schwertut, hat diese Entwicklung nicht kommen sehen.
5.1 Ist FFF eine soziale Bewegung?
Die Antwort auf diese Frage steht und fĂ€llt mit der Definition von sozialer Bewegung.Weiterlesen…

Zwischen „FlĂŒchtlingskrise“ und „Migrationspakt“

Mediale Lernprozesse auf dem PrĂŒfstand
von Michael Haller / Otto-Brenner-Stiftung

„Die ‚FlĂŒchtlingskrise‘ in den Medien“: das war 2017 Titel einer OBS-Studie, die auf große Resonanz stieß, ĂŒber deren Ergebnisse heftig gestritten wurde und die zeitweise politisch instrumentalisiert wurde. Studienautor Michael Haller war zu dem Ergebnis gekommen, dass der tagesaktuelle Informationsjournalismus seiner Aufgabe bei der Berichterstattung ĂŒber die „FlĂŒchtlingskrise 2015/16“ nicht gerecht wurde:Weiterlesen…

Agenda-Setting bei ARD und ZDF?

von Jupp Legrand / Otto-Brenner-Stiftung
„Weniger Migration, mehr Habeck“ betitelte die FAZ im Januar 2019 einen Artikel, der die Kriterien der GĂ€steauswahl und Themensetzung der Polit-Talkshows bei ARD und ZDF analysierte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der öffentlich-rechtliche Rundfunk bereits eine unruhige Zeit hinter sich – war doch seine journalistische Themensetzung selbst zum journalistischen Thema geworden. Unmittelbar nach der Bundestagswahl 2017 wurde zunĂ€chst das „Kanzlerkandidatenduell“ zwischen Angela Merkel und Martin Schulz heftig kritisiert, bevor sich bis Mitte des Jahres 2018 die Kritik auf die politischen Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen insgesamt ausweitete.Weiterlesen…

Unboxing YouTube

von Lutz FrĂŒhbrodt / Annette Floren – Otto-Brenner-Stiftung
Im Netzwerk der Profis und Profiteure

Handelt es sich bei YouTube um ein basis­demokratisches Medium zur kulturellen SelbstermĂ€chtigung, das obendrein Feuer­werke der KreativitĂ€t entfacht? Oder ist der Videodienst eine durchkommerzialisierte Werbeplattform, deren Inhalte nur so vor TrivialitĂ€t strotzen? Diese Fragen leiteten die vorliegende Untersuchung, die zum Er­gebnis kommt, dass im Großen und Ganzen betrachtet beides gilt – allerdings mit einer deutlichen Tendenz zu letzterem.Weiterlesen…

Neue Mitglieder fĂŒr die Gewerkschaften

Mitgliederpolitik als neues Politikfeld der IG Metall
von Wolfgang Schröder und Stefan Fuchs / Otto-Brenner-Stiftung

Nach 2000 hat die Mitgliederzahl der IG Metall abgenommen. Seit 2010 konnte sie ihre Mitgliederzahl allerdings insgesamt stabilisieren; bei den Mitgliedern in den Betrieben hat sie sogar seitdem einen Zuwachs verzeichnen können. Unterschiedliche, sich teilweise ergĂ€nzende, aber auch kontrĂ€re Strategien wurden als Reaktion auf die zurĂŒckgehenden Mitgliederzahlen diskutiert. Klar scheint den Verantwortlichen zu sein, dass alleine mit Ad-hoc-AktivitĂ€ten keine erfolgreiche Trendwende erreicht werden kann.Weiterlesen…

Im vereinten Deutschland geboren – in den Einstellungen gespalten?

von Rainer Faus und Simon Storks / Otto-Brenner-Stiftung
Studie zur ersten Nachwendegeneration

Die Bundesrepublik feiert dieses Jahr das dreißigjĂ€hrige JubilĂ€um des Mauerfalls. Dies war fĂŒr uns Anlass, den Stand der deutschen Einheit erneut auf den PrĂŒfstand zu stellen: Geeint oder noch immer gespalten? Wo stehen wir heute? Anders als vorherige Studien haben wir dazu speziell die Nachwendegeneration unter die Lupe genommen, denn es sind die jungen BĂŒrger*innen dieser Generation, die als erste gemeinsam im wiedervereinigten Deutschland aufgewachsen sind. Sie kennen die alte BRD und DDR nur noch aus ErzĂ€hlungen und GeschichtsbĂŒchern.Weiterlesen…

Zur dreifachen Krise des Journalismus

von Armin Wolf
Festrede zur Verleihung des Otto-Brenner Preises am 19.11.2018 in Berlin

Vielen Dank fĂŒr die Einladung! Ich fĂŒrchte allerdings, ich werde Ihnen in den nĂ€chsten zwanzig Minuten keine große Freude machen. Ich bringe nĂ€mlich schlechte Nachrichten.

Ich möchte ĂŒber die Krise des Journalismus reden. Die wĂ€re ja schon dramatisch genug, vor allem fĂŒr uns Journalisten und Journalistinnen, aber ich fĂŒrchte, sie ist vor allem ein Symptom fĂŒr etwas noch viel Bedrohlicheres, fĂŒr eine Krise der Demokratie.Weiterlesen…

AfD und Medien II

von Prof. Bernd GĂ€bler
Impuls-Referat, OBS-Tagung, Berlin 19.11.2018

Kurzfassung (Es gilt das gesprochene Wort)

Die AfD ist rechts, nationalistisch und populistisch. Daraus ergibt sich ihr VerhÀltnis zu den Medien.
Wer von sich selbst behauptet: Wir – und nur wir (!) – sind das Volk. Wir sind seine authentische Stimme. Ihm gegenĂŒber steht eine selbstsĂŒchtige, korrupte Elite, der wir die Macht entreißen wollen, dem sind alle „intermediĂ€ren Instanzen“ der Gesellschaft ein Dorn im Auge.Weiterlesen…

Herausragender Journalismus

von Jupp Legrand / Otto Brenner Stiftung
Otto Brenner Stiftung zeichnet zum 14. Mal herausragenden Journalismus aus

Den mit 10.000 Euro dotierten 1. Preis des Otto Brenner Preises fĂŒr kritischen Journalismus 2018 erhalten die Autorinnen Pascale MĂŒller und Stefania Prandi fĂŒr ihre Recherchen “Vergewaltigt auf Europas Feldern”/”Er kommt am Abend” (BuzzFeed News/Correctiv, erschienen am 30. April 2018).

Pascale MĂŒller und Stefania Prandi haben nicht nur “die furchtbaren Bedingungen erforscht”, unter denen Frauen in den EU-LĂ€ndern Spanien und Italien Tomaten und Erdbeeren auch fĂŒr den deutschen Markt ernten.Weiterlesen…

Zwischen Fanreportern und Spielverderbern

Fußballjournalismus auf dem PrĂŒfstand
von Tonio Postel / Otto-Brenner-Stiftung

(AuszĂŒge, ohne Fussnoten, aus dem OBS-Arbeitspapier 33)
6.2 Was getan werden könnte – Elf VorschlĂ€ge
Aus der bisherigen Darstellung ĂŒber Aufgaben, Zustand und Möglichkeiten des kritischen Sportjournalismus lassen sich einige HandlungsvorschlĂ€ge ableiten, die im Folgenden prĂ€sentiert werden. Die Entwicklung des Sportjournalismus ist jedoch nicht unabhĂ€ngig von der Entwicklung der Fußballbranche selbst, sodass der erste Vorschlag auch diese VerĂ€nderungen mitdenkt:

1. Einbindung der Fans
ZunĂ€chst bleibt zu hoffen, dass der Profifußball nicht noch stĂ€rker temporĂ€ren, wirtschaftlichen Interessen von „Heuschrecken“-Ă€hnlichen Investoren geopfert wird, die nur auf eine maximale Rendite schielen. Denn das Opfer einer weiteren finanziellen Ausschlachtung der Vereine wĂŒrde die Seele der Klubs aufs Spiel setzen: Die Gunst der „echten“, vielleicht weniger wohlhabenden Fans,Weiterlesen…

Mob und Elite

Der Trick mit den Umfragen und Wahlergebnissen
Wenn die CSU bei der Landtagswahl ĂŒber 38% schafft, das wĂ€re ein Verlust von knapp 10%, wird sie sich zur Wahlsiegerin erklĂ€ren – weil sie ja Erster bleibt, mit ca. “20% Vorsprung”, und es nicht so schlimm gekommen ist, wie vorhergesagt.
So wie jetzt Schweden, ist doch nicht so schlecht gekommen. Statt “bis zu 25%”, wie vorhergesagt, sind die rechtsradikalen Schweden unter 20% geblieben. Und die Sozialdemokraten sind Erster geblieben, mit 28%. Da trĂ€umen deutsche Sozis von,Weiterlesen…

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