Beueler-Extradienst

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Schlagwort: Otto Waalkes

Die endgültige EM-TV-Kritik

Und: Wundersame Bahn LXVII / Otto wird 73
Über den Hampelmann Seehofer ist jedes Wort zu viel. Gestern hat er das Risiko einer EM in Pandemiezeiten erkannt. Oder war es vorgestern? Der Minister ist für beides zuständig: Sicherheit und Sport. Und er ist aus Bayern, dessen Landeshauptstadt München schon vor Jahren einen Ausrichtervertrag mit der fiesen, bösen Uefa abgeschlossen hat. Dazu gibt es nichts mehr zu kommentieren. Aber 2024 soll mit der selben gemeingefährlichen Partnerin, repräsentiert ausschliesslich durch Männer, eine EM in Deutschland stattfinden. Wer wird ihr dann unsere Sicherheit ausliefern? Und unser Steuergeld?
Stattdessen möchte ich Ihnen diese TV-Kritik von Dietrich Leder/Medienkorrespondenz ans Herz legen. Weiterlesen

Aussterbende Journalismus-Typen

Andreas Rossmann und Horst Tomayer
Vieles wird heute besser als früher. Journalismus scheint nicht dazu zu gehören. Letzte Woche prophezeite Lutz Hachmeister im DLF (in seinem Schlusswort am Ende dieser Sendung), er werde als “Journalismus der Reichen und ihrer Stiftungen” überleben. Ein grosser Unterschied zum auf Papier gedruckten Journalismus der Vergangenheit wäre das nicht. Was aber tatsächlich auszusterben scheint sind Journalist*inn*en, die sich ein Berufsleben lang mit einem Thema oder einer Sache verbinden.
Zum Beispiel Andreas Rossmann/FAZ, der Ruheständler. In der FAZ lieferte er eine kenntnisreiche Buchbesprechung zum Nachkriegsstädtebau im Ruhrgebiet ab. Weiterlesen

“Quatsch oder Aufklärung?” – Analyse von TV-Satire

von Prof. Bernd Gäbler

Medienpolitische Tagung der Otto Brenner Stiftung am 15. November

Kurzfassung der Keynote für das Podiumsgespräch

1. Das Lachen
Wenn Götz Hamann (Die Zeit) schreibt, die „heute show“ trage zum Glaubwürdigkeitsverlust des Qualitätsjournalismus bei, weil sie gegen Politiker, Bosse und Journalistenkollegen „ätze“, ständig „Skandal“ rufe und die Pointen stets „destruktiv“ seien, zeigt er wie dringend notwendig eine Verständigung über Satire ist. Vor allem in den neuen Bundesländern gibt es Wissenschaftler (so der Politikpsychologe Prof. Thomas Klische, Uni Magdeburg-Stendal), die die „heute show“ mitverantwortlich machen für den Aufstieg der AfD, weil diese Politiker „herabwürdige“.
Da liegt ein fundamentales Missverständnis vor: Wie kann es zu dieser Verwechselung, diesem Nicht-unterscheiden-können von „heute show“-Häme und Pegida-Hass, von Gernot Hassknecht und Lutz Bachmann kommen?
Da läuft etwas grundlegend falsch: Basis für eine solche Fehl-Wahrnehmung ist nicht ein unterschiedliches Gefühl für Humor, sondern für Demokratie. Weiterlesen

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