Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Pany

GroKo / Linker Internationalismus / Syrien / Akhanli / EU-Gas

Sebastian Weiermann berichtet in der Jungle World von GroKo-Diskussionen in der NRW-SPD. Anja KrĂŒger nimmt im Freitag die Koalitionsvereinbarung inhaltlich auseinander. Ich gebe zu, die ist kein guter Grund fĂŒr diese Koalition; meine Kriterien sind Hilfskonstruktionen fĂŒr die kurzfristige Praxis, nicht minder wichtig.
Felix Klopotek beschreibt und kritisiert in der Jungle World das Verschwinden des Linken Internationalismus. In dieser Kritik kann ich ihm weitgehend folgen. Wenn er jedochWeiterlesen…

Hoff&Michal zur GroKo / Fluchtursachen in Libyen & Afghanistan

Benjamin Hoff ist sicherlich einer der klĂŒgsten Köpfe in der sich “Die Linke” nennenden Partei. Darum hat Bodo Ramelow ihn zu Recht zu seinem Staatskanzlei-Chef in ThĂŒringen gemacht. Ich bin ihm ein- oder zweimal bei Jungdemokrat*inn*en-Treffen begegnet, wir waren komplett verschiedene FunktionĂ€rsgenerationen. Wohltuend zutreffend thematisiert Hoff in seinem kurzen Text im Freitag die programmatische Leere der gesellschaftlichen Linken in Deutschland,Weiterlesen…

Dialektik der Despoten

Charlotte Wiedemann, die sich in meinem Kopf die No.1 unter Deutschlands Journalistinnen mit Silke Burmester teilt, erklÀrt uns den saudischen Kronprinzen Salman, bzw. noch besser: seine Politik in der taz. Grad eben, also vor einer Woche, hatte sie mir noch aus Mali geschrieben.
Dorit Rabinyan beschreibt im FAZ-Feuilleton, wie sich die israelische Linke von den Rechten lange in die Irre fĂŒhren liess, Ähnlichkeiten mit uns sind sicher nicht zufĂ€llig, und dass das vielleicht und hoffentlich jetzt endet.
Georg Spoo formuliert in den BlĂ€ttern, dialektisch geschult, die entscheidenden strategischen Fragen fĂŒr die Linke in Deutschland. Auf die meisten hat er auch noch keine Antwort, kommt aber intellektuell weiter, als die meisten, die ich bisher beobachtet habe. Stefan Reinecke/taz begleitet derweil die SPD weiter.
Thomas Pany berichtet auf Telepolis, wie sich in Libyen die verschiedenen kriminellen Milizenfraktionen gruppieren. Ihr leitendes Interesse: bei uns, der EU abkassieren, um Schwarzafrikaner*innen einzufangen, einzusperren und weiterzuverkaufen.

Saudis drehen die Welt weiter – mit sehr grossen RĂ€dern

Es erscheint mir als grandioses KunststĂŒck. wie es im aktuellen Arbeitskampf bei Siemens Sozialdemokraten und Gewerkschaften gelingt, ĂŒber die problematische Grosskundschaft des Konzerns (dieser Link wird in einigen Tagen in einem Paywall-Archiv verschwinden) ignorierend hinwegzugehen. Wer will schon so solvente und gleichzeitig cholerische Kundschaft unnötig verĂ€rgern. Aussenminister Gabriel hat es – fĂŒr die öffentliche BĂŒhne, die ihm viel bedeutet – gewagt und dafĂŒr ordentlich Kritik von Gross-Industrie und -Medien eingesammelt.

Falls es Ihnen also entgangen sein sollte wÀhrend der deutschen Koalitionsverhandlungen und ihren geschwÀtzigen Nachwehen, zu denen auch der Extradienst und meine Person beigetragen haben:
– Saudi-Arabien macht ggfls auch mit seinen Superreichen kurzen Prozess, wie Thomas Pany auf Telepolis berichtete;
– der “grösste Börsengang der Welt” wird auch von dpa und der deutschen Wirtschaftspresse mit Spannung erwartet, und ist fĂŒr die weitere Herrschaft des Clans der Sauds tatsĂ€chlich Ă€usserst relevant – und fraglich
– gegen den Iran ist Saudi-Arabien aktuell bemĂŒht eine Achse mit der Atommacht Israel zu bauen, die israelfreundliche Jungle World (Oliver M. Piecha) analysiert das differenziert und realistisch. Thomas Pany/telepolis analysierte Ă€hnlich.

Die Abwesenheit deutscher Außenpolitik, ich weiß nicht ob ich darĂŒber froh oder betrĂŒbt sein soll,Weiterlesen…

Tatort Saudi-Arabien

Wenn der ARD-Tatort nicht mehr “experimentell” sein soll, kann ihn quasi jede/r selber schreiben. Die FAS-Medienredaktion hat schon mal ein paar Folgen entworfen. DafĂŒr braucht keiner mehr Drehbuchautor*inn*en und auch keine 23 Drehtage. Die Schauspieler*innen, einmal eingescannt, lassen sich sicher auch digital animieren. Die Zuschauer*innen werden dann ĂŒber 70 sein, aber 6-8 Mio. sind so immer zu schaffen, und viel billiger! Vielleicht mit einem neuen Soundtrack von Reinhard Mey, der quasi als Teaser alles musikalisch zusammenfasst. Einst hatte das ZDF mit seiner Serie “Der Kommissar” 90% Marktanteil. Der war 30 Minuten kĂŒrzer. Hauptsache ist doch nur, dass am Schluss das Gute siegt und mann gut einschlafen kann.

Ungleich spannender der Wirklichkeitskrimi in Saudi-Arabien.
Aktuelle Berichte aus dem Handelsblatt hier und hier, eine EinschĂ€tzung von Guido Steinberg (SWP) zu den innerfamiliĂ€ren MachtkĂ€mpfen in der feudalen Herrscherfamilie Saud, und eine Zusammenfassung von Thomas Pany (Telepolis) zur angeheizten Kriegsgefahr. Wenn das so weiterlĂ€uft bekommt EU-Europa in KĂŒrze in seiner Nachbarregion zu der einen Atommacht Israel noch zwei dazu: Saudi-Arabien und den Iran, Chinas Nordkorea-Problem mal 3.
Wer will noch mal unbedingt Aussenminister werden?

Was mit Medien / Chinas Volkskongress

Sascha Lobo (Sp-on) und Jens Berger (Nachdenkseiten) schreiben zur aktuellen Legitimationskrise “der Medien” – typischer Fall von beide haben recht.
dpa meldet den medienpolitischen Wasserstand von der MinisterprĂ€sidentenkonferenz, Ex-Jungdemokrat Benjamin Hoff schreibt in der Freitag-Community seine Position als Chef der thĂŒringischen Staatskanzlei (rot-rot-grĂŒne Koalition).
RenĂ© Martens bewertet im MDR-“Altpapier” den bisherigen Streit um die Deutung der RAF im Tatort von Dominik Graf. Update 22.10.: Eine Deutung, die meine volle Zustimmung findet, von Peter Körte in der FAS.
Ein Beispiel fĂŒr seriösen Journalismus im hitzigen Gefecht: Thomas Pany (Telepolis) zum Streit um die Untersuchungen zum Insektensterben.

In der grössten Weltmacht unserer Tage ist Volkskongress. Falk Hartig schreibt in den BlĂ€ttern zur politischen Ausgangslage, ND-Chef Tom Strohschneider im Oxiblog zur widersprĂŒchlichen Wahrnehmung Chinas hierzulande.
Kai Strittmatter kommentiert das Ereignis im SZ-Leitartikel. Er ĂŒbersieht beim scheinbaren Sytemgegensatz vielleicht, dass eine deutsche Innenministerkonferenz an der von ihm beschriebenen Herrschaftsform auch Gefallen finden könnte. Und wie viele EU-Innenminister wĂŒrden sich denn wohl dagegen wehren? Ganz zu schweigen von den kalifornischen KonzernemmissĂ€r*inn*en, die Schlangestehen, um unter kommunistischen TĂŒrritzen in China durchkriechen zu dĂŒrfen, der “großen MĂ€rkte” und Datenmengen wegen. Ärgerliches Problem: sie werden nicht mehr erhört, die chinesischen Oligarch*inn*en, gierig wie unsere, wollen alles fĂŒr sich.

Die Gesellschaft des Spektakels

Nein, das ist kein Titel von Adorno. Der Autor des gleichnamigen Werkes war Guy Debord, es erschien vor 50 Jahren. Sein deutscher Verleger Klaus Bittermannn, in seiner Freizeit BVB-Fan, widmete ihm heute in der Jungen Welt den besten Text des Tages. Die SubversivitĂ€t des Spazierens begegnet uns hier wieder. Ich wĂŒrde gerne eine Verfilmung dieses Lebens sehen; ich glaube, sie mĂŒsste in schwarz-weiß sein.
So beeindruckend die inhaltliche und sprachliche RadikalitĂ€t von Bittermann und Debord ist, so unerbittlich realitĂ€tsorientiert und vernĂŒnftig argumentiert Albrecht von Lucke “Die neue Linke und die alte Gewaltfrage“. In einem wichtigen Argument stimme ich ihm besonders zu: Grund- und Menschenrechte, und seien sie auch noch so “bĂŒrgerlich”, sind kein strategisches oder taktisches Mittel zur Erreichung höherer Ziele, sondern sind selbst ein Zweck und Ziel. TĂŒrkische Oppositionelle verstehen das derzeit besonders gut. Wir dagegen mĂŒssen uns öfter daran erinnern.
Update 31.7.: Zu unserer Wahrnehmung von Gewalt weitere Hinweise von Charlotte Wiedemann.
Weitere bemerkenswerte Texte in der Jungen Welt:
Jörg Kronauer verdeutlicht, wie auch gestern schon Christoph Marischka auf telepolis, dass Uschi es nicht lassen kann: uns, der Öffentlichkeit, eine ErzĂ€hlung weiszumachen, die von der brutalen Wirklichkeit von KriegsfĂŒhrung und Großmachtstreben ablenken soll. Thomas Pany analysiert heute, wie Macron versucht, die europĂ€ische Pole Position in der Großmachtkonkurrenz zu erobern. By the way: was macht eigentlich Pulse of Europe? Antwort: nicht mehr wöchentlich, sondern “jeden ersten Sonntag im Monat” soll demonstriert werden. Der Augusttermin in Köln “entfĂ€llt” allerdings.
Reinhard Lauterbach, Osteuropa-Korrespondent der Jungen Welt, beeindruckt durch seine eigenstĂ€ndige Position. Heute erinnert er an die stalinistische Repression vor 80 Jahren; kaum zu glauben, wie dieses Land in diesem Zustand wenige Jahre spĂ€ter in der Lage war im “Großen VaterlĂ€ndischen Krieg” die deutschen Faschisten zurĂŒckzuschlagen.
Noch ein Hinweis fĂŒr Trump-Analyst*inn*en: mehrere Besprechungen zum neuen Buch der Kanadierin Naomi Klein: von Ingo Arend, Arno Widmann und Lalon Sander. Positiv verhaltensauffĂ€llig in der Tagesberichterstattung ist fĂŒr mich FAZ-Korrespondentin Frauke Steffens, besonders bemerkenswert ihre WĂŒrdigung der weiblichen WiderstĂ€ndlerinnen im Senat.

Konflikte austragen und entschÀrfen lernen

Wie das geht, an der denkbar explosivsten Stelle, machen derzeit die AtommĂ€chte China und Indien vor. WĂŒrde Wolfgang Pomrehn auf Telepolis nicht darĂŒber berichten, wĂŒrden wir Deutschsprachigen davon fast nichts erfahren.
Eine weit sophistischere Art der Konfliktbeilegung wird auf der arabischen Halbinsel praktiziert, Protagonisten Saudi-Arabien und Katar, Bericht Thomas Pany/Telepolis. Mit dabei die mannigfach aktiven auswĂ€rtigen GroßmĂ€chte inkl. Deutschland, die um Rohstoff- und Kapitalfluss besorgt sind. Nicht ĂŒberraschend: neben MilitĂ€r und Diplomatie wird auch Sex als Waffe eingesetzt. Wenn das der KriegseindĂ€mmung dient, soll es so sein.
In Bonn streitet sich die Autolobby gegen der Rest der Welt um den Zugang zum Hauptbahnhof. Hier in der rheinischen Puppenstube ist die Erkenntnis noch nicht angekommen, dass die MobilitĂ€t der Zweck, und das Auto nur eins von vielen ihrer Mittel ist. Das eigentliche Problem in der City wie in allen Stadtteilen, auch bei uns in Beuel, ist die kapitalgetriebene Quadratmeter-Rendite-Gier der Immobilien-Investor*inn*en, die alle Bauvorhaben jegliche MaßstĂ€blichkeit und RĂŒcksichtnahme auf öffentlichen Raum verlieren lĂ€sst. Die Bedeutung des öffentlichen Raums fĂŒr unsere Demokratie hatte bereits Hannah Arendt erkannt, die aktuell im Oxiblog gewĂŒrdigt wird. Hier noch mal das Ereignis der TV-Geschichte: GĂŒnter Gaus und Hannah Arendt ĂŒber eine Stunde im GesprĂ€ch. Alles was wir dort sehen und hören können, wĂŒrde sich heute kein TV-Sender mehr trauen. Hier eine Lesefassung des RBB.

NĂ€chstes Schlachtfeld: Libyen?

Thomas Pany von telepolis ist nach meiner Wahrnehmung ein sorgfĂ€ltiger und differenzierenden Beobachter. FĂŒr mich ist es darum beunruhigend, was er beim Frankreich-Besuch Trumps wahrgenommen hat. Demzufolge haben sich Trump und Macron im Libyen-BĂŒrgerkrieg auf den Warlord Haftar geeinigt. Er soll die Macht erobern, einen Anschein von Staatlichkeit herstellen und dafĂŒr sorgen, dass Schwarzafrikaner daran gehindert werden, das Mittelmeer zu erreichen.
Haftar hat beste Massenmörder-Referenzen. Wenn er also in den zukĂŒnftigen Lagern viele Menschen umbringen und sterben lĂ€sst, dann ist es von uns keiner gewesen und kann es öffentlich bedauern/kritisieren, je nach Bedarf der eigenen nationalen Öffentlichkeit. Im Lichte dieser verbrecherischen Deals erscheint mein einstiger politischer Gegner Guido Westerwelle in einem immer strahlenderen Licht. Als frĂŒherer Bundesaussenminister hat er dafĂŒr gesorgt, dass unsere Regierung sich – vermutlich leider nur vorĂŒbergehend – an einer militĂ€rischen Intervention in Libyen nicht beteiligte.
Der Dealer Trump dagegen, das ist in diesem grausamen Szenario fast schon wieder ein Hoffnungszeichen, ist so windig, das er eigentlich kaum geschĂ€ftsfĂ€hig ist. Lesen sie mal hier, was die FAZ derzeit ĂŒber seine Russland-Deals berichtet. Das hĂ€tten sich Mario Puzo und Francis Ford Coppola alles kaum ausdenken können.

Afrikapolitik

An der aktuellen Hetze italienischer Politiker*innen gegen FlĂŒchtlinge und ihre Retter*innen ist nur eins richtig: die SchĂ€ndlichkeit der EU, mit der die ihr Mitgliedsland Italien hĂ€ngen lĂ€sst. Eine beredte Auskunft, wie es um “europĂ€ische Werte” bestellt ist, und wie tief ein “christliches Abendland” sinken kann. Thomas Pany (telepolis) verdanke ich den Hinweis, dass die Drohung HĂ€fen fĂŒr lebensrettende NGOs zu blockieren, bisher nicht Bestandteil offizieller Stellungnahmen war, sondern “nur” ĂŒber Medien-Bande gespielt wurde.

Niemand sollte davon trĂ€umen, dass das nur ein saisonales Problem ist. Im Gegenteil: wenn unsere Afrikapolitik so fortgesetzt wird, wie es sich auf dem G20-Gipfel abzeichnet, und wie es Juliane Schumacher hier in der Jungle World analysiert, dann wird das, vor dem sich viele bei uns so fĂŒrchten, erst noch kommen. Das ist die Quittung dafĂŒr, dass deutsche Politik bis heute glaubt, dass ein Politiker, der schwarz ist, nicht nur bestechlich (wie wir alle) ist, sondern ausserdem viel dööfer als wir. Ist er nicht. Und wer das nicht einsieht, muss dafĂŒr bezahlen.
Update 5.7.: eine weitere lesenswerte Analyse von Wolfgang Pomrehn in der Jungen Welt.

“WannaCry”-Virus aus NSA-KĂŒche?

Ist der Virus, der seit gestern die Nachrichtensendungen – und die Anzeigentafeln der DB – beherrscht, aus der KĂŒche der NSA geklaut worden? Verschwörungstheorie? Vielleicht. Es gibt Verschwörungen, die gab es wirklich …. Diese habe ich von Thomas Pany auf telepolis, und der hat sie von der New York Times. Nach Donald Trump eine Fake-News-Fabrik.
Update 16.5.: hierzu eine intelligente politische Deutung von Evgeny Morozov aus der SZ.
Update 23.5.: Den Stand der Erkenntnisse versuchte vorgestern (heute online) Harald Staun in der FAS zusammenzufassen.

Schweigen ĂŒber “unseren” Krieg

Zwar ist unser Sicherheitsapparat zu dumm, provokativ-offene Signale – besonders gerne in Überwachungskameras! – eines mutmasslichen terroristische AttentĂ€ters richtig zu deuten, weil ihm schlicht Mitarbeiter*innen mit entsprechenden sprachlichen, sozialen und kulturellen Kompetenzen fehlen. Sie fĂŒhlen sich absolut unschuldig und un-verantwortlich, weil sie ihn ja schon seit Urzeiten erkannt und beobachtet haben. Nur richtig verstanden haben sie ihn leider, leider nicht.
Was dagegen so perfekt funktioniert, dass man darĂŒber noch nicht einmal “embedded journalism” zulĂ€sst, ist das Totschiessen dort, wo unsere Öffentlichkeit nichts davon wahrnehmen soll. Nun ist es Le Monde in Frankreich anscheinend doch gelungen, mĂŒhselig Informationselemente zu gewinnen und Telepolis-Redakteur Thomas Pany lĂ€sst und hier und hier daran teilhaben. BekĂ€mpfung von Fluchtursachen und Terrorismus scheint das nicht wirklich zu sein, sondern wohl eher Produktion.

Information Warfare

Im Informationskrieg geht es heiß her. 2002 publizierte die “story”-Redaktion des WDR die Dokumentation “Es begann mit einer LĂŒge”, mit der der erste deutsche Angriffskrieg gegen das damalige Jugoslawien 1999 charakterisiert wurde. Der Film war so akkurat gearbeitet, dass er die Karriere seiner Autoren nicht wirklich beschĂ€digte. Jo Angerer kuratiert weiterhin Dokumentarfilme fĂŒr ARD und WDR, Mathias Werth besetzt einen attraktiven Auslandskorrespondentenposten in Paris. Dennoch liess der Film SPD- und CDU-Leute im WDR-Rundfunkrat nicht ruhen, bis sie endlich einen schwachen “Monitor”-Beitrag entdeckten, den sie demonstrativ mit Stimmenmehrheit rĂŒgen konnten. Angerer und Werth gehörten frĂŒher beide dieser Redaktion an.

Eine Botschaft, die dieser Film uns damals schon ĂŒbermittelte: wenns in der deutschen Öffentlichkeit mal so richtig eskaliert und Aufmerksamkeit erregt werden soll,Weiterlesen…

Hass-Ästhetik / Uruguay / ila / Ägypten

Arne Vogelsang untersucht in seinem Projekt “internil” u.a. die Hass-Ästhetik deutscher Faschisten und Islamisten und berichtete darĂŒber der taz.

Lateinamerikanische Linke in der Defensive? Eine Mitarbeiterin der Friedrich-Ebert-Stiftung empfiehlt einen Blick auf das Positiv-Beispiel Uruguay. Dort scheint ein BĂŒndnis von Linken und fortschrittlichem BĂŒrgertum zu gelingen.

Die jahrzehntelange kontinuierliche Forschungs- und Publikationsarbeit der Informationsstelle Lateinamerika in der Heerstr. 205 mĂŒsste endlich auch mal von den Standort- und Marketingstrategen der Stadt Bonn entdeckt werden. Jetzt ist eine neue Ausgabe der Zeitschrift ila erschienen.

Thomas Pany (Telepolis) erklĂ€rt, warum sich derzeit keins unserer Leitmedien fĂŒr Ägypten interessiert.

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