Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Pentagon

Strategisches Dilemma der USA in Syrien

Selten seit dem Zweiten Weltkrieg waren aus der Regierung in Washington in einer wichtigen sicherheitspolitischen Frage so widersprĂŒchliche ErklĂ€rungen zu hören wie derzeit zur Zukunft der US-Truppen in Syrien. Mitte Dezember kĂŒndigte PrĂ€sident Donald Trump den vollstĂ€ndigen Abzug der 2000 Soldaten innerhalb von vier Wochen an – per Twitter und ohne zuvor die fĂŒr Sicherheits- und Aussenpolitik zustĂ€ndigen Mitglieder seiner Regierung zu konsultieren. Nach dem sofortigen RĂŒcktritt von Verteidigungsminister James MattisWeiterlesen…

Neues atomares WettrĂŒsten in Europa?

von Andreas Zumach

Vor 30 Jahren einigten sich die USA und die Sowjetunion, atomare Mittelstreckenwaffen zu vernichten. Doch der INF-Vertrag wackelt.

Am 8. Dezember 1987 unterzeichneten der damalige US-PrĂ€sident Ronald Reagan und der GeneralsekretĂ€r der sowjetischen KPdSU, Michail Gorbatschow, im Weissen Haus in Washington die so genannte «doppelte Nulllösung» fĂŒr die «Intermediate-range nuclear forces» (INF, atomare Mittelstreckenwaffen) der beiden GrossmĂ€chte. Der Vertrag regelte den Abzug und die Verschrottung aller landgestĂŒtzten atomaren Raketen kĂŒrzerer (500–1500 Kilometer) und mittlerer (1500–5500 Kilometer) Reichweite sowie ihrer Abschussrampen und sonstigen Infrastruktur nicht nur in Europa, sondern weltweit, innerhalb von drei Jahren. Das vor 30 Jahren vereinbarte INF-Abkommen ist bis heute ein Kernelement der RĂŒstungskontrolle zwischen den USA und Russland, gerĂ€t aber zunehmend unter Druck.Weiterlesen…

GleichgĂŒltigkeit – Was muss Trump denn noch tun?

von Bettina Gaus
Es könnte sein, dass der PrĂ€sident tatsĂ€chlich „irre“ ist. Wenn das Chaos ein Ende haben soll, mĂŒssen die Republikaner ihn endlich stoppen.

Eine dramatischere Nachricht als die Entlassung von Anthony Scaramucci hat es seit der AmtseinfĂŒhrung von US-PrĂ€sident Donald Trump vermutlich nicht gegeben. Nicht etwa deshalb, weil dessen Bedeutung fĂŒr die Regierung im Weißen Haus so groß gewesen wĂ€re, sondern weil sie einen so deutlichen Hinweis auf die Stimmungslage liefert. NĂ€mlich Panik. Nackte Panik.
Der Mensch gewöhnt sich an fast alles. Deshalb dĂŒrfen Sensationen, Schreckensmeldungen und Klatsch nicht allzu kurzfristig aufeinander folgen, soll sich eine breite Öffentlichkeit dafĂŒr interessieren. Und deshalb treibt das Schicksal des ebenso kurzfristig geheuerten wie gefeuerten Kommunikationschefs im Weißen Haus den Blutdruck nicht in die Höhe. Stattdessen stellt sich eine seltsame LĂ€hmung ein, ErmĂŒdung, sogar Langeweile. Zu Unrecht.Weiterlesen…

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