Thema: Rafael Buschmann

Kein Medienmärchen – nur der Spiegel

Von , am Donnerstag, 26. September 2019, in Medien.

Von mir hat der Spiegel noch nie eine Mark gesehen. Schon Ende der 70er Jahre lernte ich in der Praxis, dass sich die dort für was Besonderes haltenden Mitarbeiter*innen von – vom Spiegel aus gesehen – mikroskopisch kleinen Jugendorganisationen eine Weltsicht nicht durch Fakten kaputtmachen lassen wollten. Der Trick des Spiegel war und ist eine Präsentation und Schreibe, die das Gefühl vermittelt, der unbarmherzig-kritische Schreiber wisse schon “alles”, natürlich noch viel mehr, als er er hier schreibt. Unübertreffliches Beispiel war seinerzeit dir Formulierung, von wem sich Bundeskanzler Kohl “sein Ei aufschlagen” lasse. Boah, war das informiert … Weiterlesen

Journalismus-Handwerk – warum immer weniger?

Von , am Mittwoch, 7. August 2019, in Medien.

Zwischen 2011 und 2013 war Stefan Niggemeier 1 1/2 Jahre Angehöriger der Redaktion des Spiegel. U.a. verantwortete er seinerzeit seinen gemässigt selbstkritischen in Spiegel-online eingebetteten Spiegel-Blog. In dieser kurzen Zeit muss er eine beträchtliche Menge Feindschaften gesammelt haben. Wenn eine*r über einen Gegenstand “zuviel” weiss, schärft das im besten Falle den kritischen Blick; und im ungünstigen Fall führt es zur unbedachten Begleichung alter Rechnungen. Ich bin mir nicht sicher, Weiterlesen

Ein PR-Coup von Heidel und Spiegel

Von , am Montag, 5. November 2018, in Fußball, Medien, Politik.

Vorweg: selbstverständlich ist es gut, lobenswert und Dankbarkeit für die geleistete Arbeit herausfordernd, wenn einige Medien die Geschäftspraktiken global agierender Fussballmafiosi, namentlich des Fifa-Präsidenten und zahlreicher feudalistischer arabischer Geldgeber, öffentlich machen. Was diese Figuren heimlich treiben, ins Licht zu ziehen, ist ein Akt demokratischer Hygiene und genau die Aufgabe, die Medien in Demokratien zugedacht sein sollte.
Das vorweggeschickt, möchte ich mir nun Kritik erlauben. Weiterlesen