Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Rainer Hermann (Seite 1 von 2)

Epstein – brisante Opfer-Aussage

Beirut als GiftmĂŒlldeponie, auch Deutschlands
Dirk Hautkapp lernte ich zu meiner Landtagszeit in den Nullerjahren als engagierten Redakteur der Neuen Ruhr Zeitung (NRZ) kennen. Einer, der sich nicht nur von den SPD-Kanalarbeitern mit Spins ausrĂŒsten liess, sondern gerne selber dachte. Irgendjemand hat den guten Kerl mit einem Korrespondentenjob in den USA belohnt, fĂŒr die Funke-Mediengruppe, der fast alles verkaufte Druckwerk in NRW gehört. Nach meinem ersten groben TagesĂŒberblick ist Hautkapp der Einzige, der ĂŒber eine brisante Aussage des Epstein-Opfers Virginia Roberts Giuffre berichtet. Und siehe: neben den bekannten Namen Donald Trump, Andrew Windsor und Bill Clinton tauchen dort weitere prominente Namen, auch deutscher Herkunft, auf, dieWeiterlesen…

USA / Indien / Iran / Antisemitismus / FC & DFL

Es war absehbar: Joe Bidens Desaster hat bereits begonnen. Frauke Steffens/FAZ gibt eine grĂŒndlichen Überblick zu seiner missratenen PrĂ€sidentschaftskandidatur. Donald Trump muss sich wohl noch nicht mal jucken ….
Hier und hier hatten wir bereits darauf aufmerksam gemacht, dass Indien ein wichtiger Startmarkt fĂŒr den Überwachungskapitalismus der Zukunft werden dĂŒrfte.Weiterlesen…

Leverkusener BrĂŒcke

5-Minuten-Recherche / Afrika & Corona / Klinikkonzerne
Im Corona-LĂ€rm kann es einem schon mal entgehen. Die Sache mit der Leverkusener BrĂŒcke könnte fĂŒr NRW und seine Verkehrsinfrastruktur das werden, was fĂŒr Berlin sein angeblicher Flughafen ist. Berichtet wurde ja schon, dass ihre Pfeiler in einer SondermĂŒlldeponie stehen sollen, und es im Interesse der eigenen Gesundheit ist, davon möglichst weit weg zu sein. Nun kommt auch noch minderwertiger Stahl dazu. Und wie immer, ist, wenn es nicht der Russe ist, der Chinese schuld.Weiterlesen…

Erdogan-Corona

Noch schlimmer: Indien – Weniger schlimm: China – nur spektakulĂ€r: Barca
Sind Despoten bessere Krisenmanager? Das sieht nicht so aus. JĂŒrgen Gottschlich/taz und Rainer Hermann/FAZ sehen Recep T. Erdogan als prototypisches Gegenbeispiel. Es wird noch einige Monate dauern, bis dauerhafte Urteile darĂŒber möglich sind. Es werden die WĂ€hler*innen hier wie dort sein, die sie fĂ€llen mĂŒssen.
Weit entsetzlicher als in der TĂŒrkei geht es in Indien zu, von einem nicht minder despotischen Narendra Modi regiert.Weiterlesen…

Virus grösser / Erdogan kleiner

Das Corona-Virus ist nun auch in Bonn angekommen, allerdings nur auf der anderen Rheinseite. BrĂŒcke schliessen? Von mir aus, meine LebensqualitĂ€t wĂŒrde das nicht beeintrĂ€chtigen. Kaum zu glauben, welche weltweiten Auswirkungen eine kleine Karnevalssitzung in Gangelt im Kreis Heinsberg haben kann. An meinem Stammtisch wurde gestern gerĂ€tselt: “haben die da auch Karneval?” Insgesamt gilt: Umsatz geht vor Virus.Weiterlesen…

Donald, der Brandstifter

Es mag sein, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China der entscheidende um die Weltherrschaftsambitionen der beiden ist. China ist kein leichter Gegner, Donald Trumps Bande zeigt leichte Anwandlungen von Realismus. Mit einem Handstreich ist die Sache nicht zu erledigen, noch weniger mit ein paar Kanonenbooten oder Drohnen. Wie leicht hat Donald es dagegen mit EU-Europa. Er umzingelt es regelrecht mit absichtsvoll gelegten BrĂ€nden. Und die doofen EuropĂ€er*innen merken noch nicht mal, was los ist. Einige wenige schon.Weiterlesen…

Erdogan macht das Business kenntlich

Zur kriegerischen Aggression des Erdogan-Regimes gegen die Kurd*inn*en in Syrien wurde hier und hier schon das Wesentliche ausgefĂŒhrt. Rainer Hermann/FAZ liefert eine einleuchtende EinschĂ€tzung seiner strategischen Interessen. Doch sehen die EiertĂ€nze der europĂ€ischen Regierungen und Kapitalinteressen besser aus? Diese Frage muss wohl mit einem einfachen “Nein” beantwortet werden.
Was die Bundesregierung bewogen hat, “keine neuen Genehmigungen fĂŒr alle RĂŒstungsgĂŒter, die durch die TĂŒrkei in Syrien eingesetzt werden könnten, (zu) erteilen.”, enthĂ€lt sie uns vor. Vor allem die GrĂŒnde zu den rhetorischen ScheunentorenWeiterlesen…

Despoten-Kapitalismus

Pleiten und Krieg bilden ihren Rhythmus.
Zu den Kriegstrategien der Despoten Trump und Erdogan informieren heute die Herren Ehrhardt, Hermann und Sattar/FAZ, allesamt LeistungstrĂ€ger ihrer Redaktion. Sie tun es grĂŒndlicher als die Konkurrenz, noch paywallfrei.
Ihr in Singapur arbeitender Korrespondentenkollege Christoph Hein berichtet derweil ĂŒber etwas, was hier weit weniger beachtet wird, aber nicht weniger relevant ist: eine Bankenkrise in Indien. Einerseits erinnert die Berichterstattung an deutsche China-Betrachtungen, wenn ein Wirtschaftswachstum von ĂŒber 5% als “Krise” betrachtet wird. Andererseits ist offensichtlich, dass das Modi-Regime weitaus radikaler gegenĂŒber “den MĂ€rkten” die Kontrolle verliert, als das Xi-Jinping-Regime in China.

Scheitert im Ruhrgebiet ein Regionalplan?

weiter unten: 40 Jahre Titanic / Christian Streich / Polizeistaat TĂŒrkei
Das regionale Medienmonopol im Ruhrgebiet, die zur Funke-Mediengruppe gehörende WAZ, in meiner Jugend die bedeutendste und mĂ€chtigste Regionalzeitung Deutschlands (nur Bild hatte eine höhere verkaufte Auflage, der WAZ wurde aber mehr geglaubt; wenig davon ist geblieben) berichtet ĂŒber RĂŒcktrittsforderungen beim Regionalverband Ruhrgebiet. Aber nur hinter Paywall, also fĂŒrs breite digitale Publikum unzugĂ€nglich. Also erinnerte ich mich an den Regionalblog Ruhrbarone, und siehe, ich wurde fĂŒndig.Weiterlesen…

Krieg in Arabien

Ein ursprĂŒnglich angedachtes Fragezeichen in dieser Überschrift habe ich weggelassen. Denn was hĂ€tten Jemenit*inn*en davon halten sollen? Denn sie haben jetzt schon ĂŒber hundertausend Kriegstote und Millionen Verletzte und Hungernde zu beklagen. Arabien klang noch in den 60er/70er Jahren fĂŒr Menschen in Deutschland weit weg. Nahostkriege wurden bedauert, aber nicht persönlich gefĂŒrchtet. Heute wissen wir mehr ĂŒber die Welt und ihre ZusammenhĂ€nge: Arabien ist Nachbarschaft. Auf- und Erregung ist also angebracht.
Damit sie nicht hilflos ist, folgende Leseempfehlungen:Weiterlesen…

Muss Mann sich leisten können: FrauengefÀngnis

Unter den arabischen Feudalclans sind arrangierte Ehen gang und gĂ€be. Dieselben sind aus Sicht der Bundesregierung und der sie tragenden Koalition ein “Anker der StabilitĂ€t”. Die lĂ€sst mann, auch wenn Merkel, v.d.Leyen und AKK Frauen zu sein scheinen, nicht aus dem Gleichgewicht bringen, nur weil mal eine Tochter oder eine Ehefrau Reissaus nimmt. DafĂŒr steht einfach zu viel auf dem Spiel:Weiterlesen…

KlimaflĂŒchtling EisbĂ€r / Iran / SPD

Gestern sprach ich mit einer Kollegin, die wie ich und Extradienst-Autor Andreas Zumach sehr besorgt ĂŒber die Demontage des INF-AbrĂŒstungsvertrages ist, und das nach ihrem GefĂŒhl mangelhafte öffentliche Interesse daran. Ich empfinde es nicht als so mangelhaft, und: es lĂ€sst sich daran arbeiten. Aber das die Köpfe der Menschen bestimmende Paradigma hat sich verschoben, und nicht in die falsche Richtung. So furchtbar atomare Bedrohung war und geblieben ist, die Menschheit ist in der Lage sich auch “zivil” komplett selbst zu zerstören. Und die Zahl der Menschen, die das besorgt und erregt, nimmt zu. Weiterlesen…

Familie Saud

Warum legt sich der Macho Trump vor der Familie Saud so freiwillig auf den RĂŒcken? Sicher, es ist wegen des Geldes. Seine Administration ist so desolat, die können auch ihn kaufen. Neben dem Materiellen gibt es aber gewiss auch Bewunderung. Die haben ihren viel desolateren Laden (bzw. Land/Staat) – scheinbar! – viel besser im Griff als er selbst. Wie machen die das nur? Er sollte Rainer Hermann/FAZ lesen. Wir mĂŒssen dankbar sein, dass es arg wenige Journalist*inn*en wie ihn gibt, die sich so grĂŒndlich mit den RĂ€nkespielen dieser mafiösen Feudalfamilie beschĂ€ftigen. Wie lange wird das ĂŒberleben? Nur, so lange “Wir” (= unsere freigewĂ€hlten Regierungen) mitmachen.

America – an Arabian Colony

Nun ist es raus. UntersuchungsausschĂŒsse und Sonderermittler können nachhause gehen. Der PrĂ€sident persönlich hat bekanntgegeben, dass er Amerika, mit allem was wir bisher darĂŒber dachten und glaubten, fĂŒr 450 Mrd. $ an einen saudi-arabischen Kronprinzen verkauft hat. So erfahren wir es heute, mal wieder, von Frauke Steffens/FAZ. Meine US-amerikanischen Freundinnen und Freunde meinen ja, von der GOP (“Grand Old Party”) der Republikaner sei nichts mehr ĂŒbrig geblieben. Steffens zitiert noch ein paar gesunde Reflexe. Letzte Zuckungen?Weiterlesen…

EM und die TĂŒrkei / Peter Schaar

Die DFB-Spitze hat schwerer geschwitzt, als sie musste. Die Fussball-EM 2024 droht uns. Die Atempause fĂŒr Grindel & Co. ist aber bereits zuende. Michael Horeni/FAZ, der schon bei Lanz einen guten Auftritt hatte, fasst alles Wesentliche zusammen. Timur Tinc/FR berichtet, wie wenig die Medienmachthaber in der TĂŒrkei aus der Niederlage zu lernen bereit sind.
Im FAZ Feuilleton bespricht Rainer Hermann ein Buch des lesenswerten Kolumnisten Yavuz Baydar, dessen IrrtĂŒmer ĂŒber sein Land einen Ă€hnlichen Verlauf nahmen, wie bei JĂŒrgen Gottschlich.
Unbedingt nachhören oder -lesen sollten Sie das GesprĂ€ch der Alten HerrenWeiterlesen…

Glyphosat / Architektur / Erdogan / Lola rennt

Glyphosat – so sicher wie Ihr Friseur

Der Ausschussvorsitzende fĂŒr Landwirtschaft Alois Gerig (CDU) beging heute einen Anschlag auf die Obst- und Weinbranche. Passend zum Millionenurteil gegen Monsanto in den USA wies er öffentlich darauf hin, dass diese Branchen Glyphosat einsetzen. Das Mittel sei so Ă€hnlich zu bewerten “wie manche Teesorten, wie Kartoffelchips, wie rotes Fleisch oder wie gar das ganze Friseurhandwerk”. Also, was regen wir uns auf? Wer solche Lobbyisten hat, braucht keine Feinde mehr.

Rechte Siegerarchitektur gegen Brutalismus

Stephan TrĂŒby, Architekturprofessor aus Stuttgart, beschreibt, wie die Rechten bereits heute das Aussehen unserer StĂ€dte durchdringend bestimmen.Weiterlesen…

Die Dialektik der Antidiplomatie

Berichterstatter*innen rĂ€tseln heute – mal wieder – ĂŒber Donald Trump. Dabei ist es ein einfaches RĂ€tsel. Lesen Sie zunĂ€chst Frauke Steffens sowie Rainer Hermann/Majid Sattar in der FAZ und das DLF-Interview mit Michael LĂŒders. Es wird sich auch bis Trump rumgesprochen haben, dass die iranische Seite mindestens so grosse innere WidersprĂŒche in sich trĂ€gt, wie sein eigenes Land der von Gott AuserwĂ€hlten. Er versucht jedoch gar nicht erst, dort demokratische und amerikafreundliche gesellschaftliche KrĂ€fte zu stĂ€rken, sondern setzt lieber auf terroristische Sekten, die ohnehin vorhandene Spannungssituationen und Konflikte eskalieren wollen und sollen, ohne RĂŒcksicht auf humanitĂ€re KollateralschĂ€den. Darum ist es aus seiner Sicht schlau,Weiterlesen…

Bild und Erdogan – Hand in Hand

Die AusbĂŒrgerer von der sogenannten Zeitung mit den wenigen aber dafĂŒr grossen Buchstaben treiben Erdogan emsig die SchĂ€fchen zu. Rainer Hermann/FAZ beschreibt, wie harmonisch das funktioniert. Mögen es auch viele seiner Redaktionskollegen lesen.

Ahmet Sik

Irfan Aktan/taz portrĂ€tiert den neugewĂ€hlten tĂŒrkischen Parlamentsabgeordneten Ahmet Sik (HDP). Er wird selbst von Erdogans abhĂ€ngiger Justiz verfolgt. Die allerdings ein unklösbares Problem hat: als GĂŒlen-AnhĂ€nger ist er nicht diffamierbar. Denn seine Verfolgung begann damit, dass er ein GĂŒlen-kritisches Buch veröffentlicht hatte – als Erdogan mit dessen Organisation noch das BĂŒndnis pflegte.Weiterlesen…

Saudis verhaften / Dortmund Hupkonzert / TĂŒrkei – Wechsel? / Holland U17

Die Herrscherfamilie Saud scheint sich in der politischen Konfrontation USA-Iran so stark zu fĂŒhlen, dass sie schlechte internationale Schlagzeilen nicht fĂŒrchtet. PĂŒnktlich zur Fahrerlaubnis fĂŒr Frauen wurden darum wieder ein paar politische Gefangene gemacht, Frauen und MĂ€nner – Martin Gehlen berichtet in der FR.
Arno Widmann/FR, bekennender Fussballbanause hat in der zweiten Halbzeit des DFB-Pokalfinales ein paar politische Erleuchtungen gehabt. Der desinteressierte Nicht-Finalist Friedrich KĂŒppersbuschWeiterlesen…

Und jetzt: Iran?

Karl D. Bredthauer, zu Bonner Zeiten noch veranwortlicher Redakteur, resĂŒmiert in den BlĂ€ttern den bisherigen Verlauf des “Falles Skripal“, in anderen Kreisen auch “Salisbury Tales” genannt. Es gibt einigen Anlass zu seinem etwas ratlos geratenen Schluss.
Thomas Pany berichtet die russische Analyse dessen, was der US-Aussenminister des Trumpschen Vertrauens derzeit zwischen Saudi-Arabien und Israel zusammenzuschieben versucht. Wenn das Atomabkommen mit dem Iran tatsĂ€chlich gecancelt wĂŒrde, wĂ€re die Bahn frei fĂŒr einen atomaren RĂŒstungswettlauf im Nahen Osten.Weiterlesen…

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