Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Rainer Maria Woelki (Seite 1 von 2)

Wer solche Berater hat …

… braucht keine Atheist*inn*en mehr

Schlimmer als ‘ne Falschbehauptung. Die FAZ schlagzeilt: Erzbistum Köln stellt klar: Kardinal Woelki hat keinen Porno geschaut – Von PCs aus dem Erzbistum Köln soll es ‘massenhafte Zugriffsversuche auf Porno-Webseiten’ gegeben haben. Der Kardinal sei es aber nicht gewesen, erklärt das Bistum nun.” Schade, dass meine Auftritte vor den Theolog*inn*en an der Uni Bonn in den 70-/80ern dem Kardinal nicht genügend Ich-Stärke verleihen konnten, um verlustfrei in den Ruhestand zu wechseln. Weiterlesen

Mehr Bibeln verbrennen?

Wer Bücher verbrennt, verbrennt am Ende auch Menschen – das muss die wichtigste Lehre aus der Nazizeit sein, aus den Bücherverbrennungen der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts, die Werke der Weltliteratur, demokratische und eben auch religiöse Schriften betraf, die dem Ungeist der braunen Horden ebenso wie der Möchtegern-Intellektuellen Nazielite entgegenstanden. Aber es gehört eben auch zur Meinungs- und Pressefreiheit, dass insbesondere Religionen scharf kritisiert werden dürfen. Schließlich wirken sie nicht selten anti-aufklärerisch – und zunehmend auch in Europa reaktionär. Weiterlesen

Demokratie braucht Vorbilder

Heribert Prantl, langjähriger Ressortchef Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung, Kommentator, Kolumnist und Leitartikler, wird in diesen Tagen 70 Jahre alt und hat seine Art Autobiografie in 12 Kapiteln geschrieben – „Themen, die mir wichtig sind“ erklärt er dazu im Vorwort. „Mensch Prantl“ erscheint im Verlag Langen Müller München. Es war der Anlass für ein längst fälliges Interview. Interviewer und Buchautor kennen sich seit nun 30 Jahren, die die Anrede „Du“ erlauben, ohne die notwendige Distanz zu verlieren.

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Das Ende der Kirche heißt Benedikt Woelki

Macht über Menschen und nichts anderes war immer die Antriebskraft der Kirche. Nachdem die zunächst verfolgten Christen von Rom aus begannen, Europa zu kolonisieren und die Menschen und ihren Besitz zu unterwerfen, einen Papst als göttlichen Gesandten oder gar Stellvertreter des Übersinnlichen zu installieren, ging es immer und ausschließlich um Macht und Geld. Die klassischen Merkmale einer kriminellen Vereinigung oder Organisierter Kriminalität. Das ist natürlich nur ein Irrtum kleiner fehlgeleiteter Ketzer? -*innen? Weiterlesen

Unübertrefflich: Merkel

Als geborener Kölner und karnevalsgewohnt habe ich zum “Großen Zapfenstreich” eher das Verhältnis der Kölner zu den “Roten Funken”, den historischen Stadtsoldaten. Die sollen, so geht die Sage aus dem Mund von Kabarettist Jürgen Becker, beim Angriff der Franzosen im 18.Jahrhundert auf der Kölner Stadtmauer gerufen haben “Wie kutt Ihr dann scheeße, sidd Ihr nit, dat he Lück stonn??!” [Wie könnt Ihr denn schießen – seht Ihr nicht, dass hier Leute stehen?]. Wir Kölner machen, wo immer es geht, Militarismus lächerlich. Aber Angela Merkels “Zapfenstreich” zur Ehre ihrer Amtszeit fand ich bemerkenswert – kulturell stellvertretend für ihre Regierungszeit. Weiterlesen

Die Komplizen bleiben im Amt

Der Vertuscher von sexualisierter Gewalt bleiben allesamt im Amt. Ob Woelki, Schwaderlapp oder die beiden anderen Komplizen unter der Priesterkutte: Der Obergauner einer seit zweitausend Jahren tätigen Organisation zur Vernebelung des Denkens, der materiellen Ausbeutung und der Erziehung zur Unterwürfigkeit unter die Herrschenden machen weiter. Zwei dürfen “einfach so” weitermachen, einer schickt sich selbst ein Jahr nach Afrika – eine “Strafe” auf dem intellektuellen und kulturellen Niveau des “Pater Brown”-Filme der 60er Jahre mit Heinz Rühmann. Weiterlesen

Der kleine Hobbit lügt (II)

Armin Laschet, Kanzlerkandidat der CDU und mit Abstrichen der CSU ist bekanntermaßen rheinischer Katholik, der es mit der Wahrheit etwa so genau nimmt, wie Kardinal Woelki mit der Verantwortung für den Umgang mit Mißbrauchsopfern in seinem Bistum. Anders als Konrad Adenauer steht er aber nicht dazu, sondern plustert sich zum Moralapostel auf. Die SPD habe in der Geschichte “immer auf der falschen Seite gestanden” keifte er bei der CSU, jener Splitterpartei, die neben FDP, AFD, Linke in das lächerlichste “QuARTEll” der Geschichte aufgenommen wurde, um der verzweifelten Union Vorteile im Wahlkampf zu schaffen. Weiterlesen

Nicht mehr ernstzunehmen

Was ist nur aus dem klugen Integrationsminister der NRW-Landesregierung Rüttgers geworden? Wie konnte er beim Karrieremachen so abstürzen? Vergleichbar mit seinem Beichtvater im Geiste, dem Kardinal, der im Kölner Dom befiehlt. Aus der damaligen Landesregierung war viel Schlechtes zu vernehmen, aus dem Laschet-Ministerium dagegen viel Gutes. Der Chef sei beratbar. Er hat das Haus nicht von Sozialdemokrat*inn*en gesäubert, sondern auf Fachkundige unter ihnen sogar gelegentlich gehört. Dadurch war ihm die integrationspolitische Basisarbeit in den Kommunen nicht durchgehend fremd. Welch ein Kontrast zu heute. Und zu Frau Baerbock. Weiterlesen

Als Dante „merda“ sagte.

von Hans Conrad Zander
Eine poetische Ortsbestimmung des deutschen Katholizismus.

Von allen Dichtern der Christenheit ist er der grösste. Zur „Göttlichen Komödie“ erhoben hat die Nachwelt sein Meisterwerk. Auch wenn er selber, bescheiden genug, nur von seiner „Komödie“ sprach. Das nämlich ist die klassische Definition der Komödie: Schlecht fängt sie an, doch sie endet gut. In der finstersten Hölle fängt Dantes Komödie an, doch ihr wunderschönes Ende findet sie im Paradiso.

Dort werden wir Katholiken dereinst uns alle wiederfinden: bei Dante und, wichtiger noch, bei Beatrice hoch im Himmel. Doch soweit ist es noch lange nicht. Erst müssen wir mit Dante hinab durch alle Schrecken des Inferno. Wo befinden wir uns da im Augenblick? Weiterlesen

Kreuziget ihn nicht!

Hosanna! Hosanna dir Rainer Maria Kardinal Woelki! Hosanna dir in Berlin. Hosanna dir in Köln!

Was hat Woelki nicht alles getan, um als Erzbischof von Berlin unter den deutschen Bischöfen die Pole Position kirchlicher Fortschrittlichkeit zu besetzen? Hat er nicht die offizielle Bischofs-Residenz an der Sankt-Hedwigs-Kathedrale verschmäht und im Arbeiterviertel Wedding eine ärmliche Etagenwohnung bezogen? Hat er nicht die Lesben und Schwulen zum offenen Gespräch eingeladen? Hat er nicht endlich damit begonnen, die Sankt-Hedwigs-Kathedrale konzilskonform umzuformatieren? Hat er nicht soviele Berlinerinnen als möglich in so hohe katholische Positionen als möglich berufen? Hat er nicht für sich selbst keinen „Geheimsekretär“ mehr bestellt, sondern eine echte Berlinerin als ganz moderne „Büroleiterin“? Hosanna dir in Berlin! Weiterlesen

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