Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Reinhard Olschanski (Seite 1 von 2)

„He is a genius“ (D. Trump)

Wer von Trump so gelobt wird, sollte vorsichtig sein. Er könnte kurz vor dem Fehler seines Lebens stehen. Möglicherweise ist es Vladimir Putin so ergangen. Mit seinem Ukraine-Feldzug hat er sich in Fragen der gegnerischen Einheit gleich doppelt verkalkuliert. Er rechnete nicht mit viel Gegenwehr auf ukrainischer Seite. Der auf wenig Gegenwehr ausgerichtete Feldzug stockt nun und droht zur Blamage zu werden. Weiterlesen

Die wichtigste Lehre

Die russische Ukraine-Aggression: Die Befindlichkeiten unserer mittelosteuropäischen Nachbarn endlich ernst nehmen!

Die Aggression Russlands in der Ukraine ist eine Zäsur. Sie erfordert ein ganz neues Nachdenken über Nato und Europa – vor allem auch in der deutschen Politik. Weniger wichtig ist in diesem Zusammenhang die Totalblamage von politischen Kräften links und rechts außen angesichts der gegenwärtigen Krise: Weiterlesen

Michael Kleff 70

Liebe Abonnent*inn*en, lieber Michael,

das Ereignis des hier in Europa ablaufenden Tages ist der 70. Geburtstag von Extradienst-Abonnent Michael Kleff, eine Zwischenstation, die er sich redlich verdient hat, sehr redlich. Und dem mit seinen Freund*inn*en in Mount Kisco bei NYC ein ähnliches Feierwetter zu wünschen ist, wie wir es hier in Beuel diese Woche hatten.

Die Extradienst-Redaktion artete gestern in Arbeit aus. Heute gings wieder.

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Supermacht im Supermarkt?

„Der Krieg ernährt sich selbst“

Hungrige Soldaten der russischen Invasionsarmee in der Ukraine versorgen sich offensichtlich selbst – durch Supermarktplündereien (vgl. Wallenstein: „Der Krieg ernährt den Krieg“). Die russische Logistik funktioniert nicht. Deswegen hängen auch viele Konvois fest – weil kein Sprit kommt. Die Ukraine ist ein großes Land mit weiten Wegen. Hier offenbaren sich logistische „Anfängerfehler“ der russischen Armeeführung. Hätte die Ukraine die nötigen militärischen Mittel, wären die festsitzenden russischen Konvois eine leichte Beute. Weiterlesen

Putins kleines Kartenhaus?

Xi – Trump – Schröder

Der fünfundvierzigste und Möchtegern-siebenundvierzigste US-Präsident Donald Trump hat Putin angesichts seiner Aggression als politisches Genie gefeiert. Ich weiß nicht, ob man über ein solches Lob wirklich froh sein sollte. Der alternde Mann im Kreml gibt inzwischen eher ein Beispiel für Autokratensenilität: nach ca. zwanzig Jahren Machtvollkommenheit im Speichel-Lecker-Biotop spacet man halt irgendwie ab und verliert die Bodenhaftung: Erdogan, Ceaucescu, Saddam … Die Inhalte von Putins Reden sowie die Form ihrer Darbietung – lümmelnd und leicht aufgedunsen am Schreibtisch vor Stasi-Telefon-Set – hinterlassen beim Betrachter jedenfalls einen solchen Eindruck. Weiterlesen

Putins Brandrede

Faschistoides Konstrukt zur Vorbereitung eines Angriffskriegs

Wenn ich Putins Brandrede zur Ukraine richtig verstanden habe, dann stellt er die ukrainische Staatlichkeit und Nationalität historisch als eine Erfindung Lenins dar, der damit im Bürgerkrieg nach 1917 ukrainischen Nationalisten Zugeständnisse machte, um sich selbst an der Macht zu halten. Nach dieser Logik gab es also zumindest ein paar Leute – Ukrainer jenseits von Lenin – die eine ukrainische Eigenstaatlichkeit wollten. Weiterlesen

„Klären Sie das doch intern!“

Die Virologin Jana Schroeder sagt bei Anne Will einen wichtigen Satz in Richtung Markus Blume, Generalsekretär der CSU. Tatsächlich steht die Frage, warum Blume-Chef Söder einen Medien-Hype rund um seine Kritik an der einrichtungsbezogenen Impfpflicht inszenieren muss und Sachfragen nicht in den internen Ministerialkoordinationen klären kann, wie das Usus ist. Wer so vorgeht, will Stimmung machen und nicht Sachprobleme lösen. Weiterlesen

Warum ist sie gesprungen?

Detective Harry Ambrose weiss es jetzt. Grandios: Die vierte Staffel von „The Sinner“

406 Jahre nach Shakespeare (und etwas weniger Jahre nach Schnitzler) kommt die Idee, dass die moralischen und weniger moralischen Handlungsintentionen irgendwie reigenartig (und nicht schwarz/weiß) miteinander verstrickt sind, zurück in die breit unterhaltende Darbietung. Eine junge Frau begeht Selbstmord, und der krasse Bill Pullmann ermittelt als (inzwischen pensionierter) Detective Harry Ambrose sechs Epos-Stunden lang. Weiterlesen

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