Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Robert Misik

Stimmungssieg geht an Dörner

Es liegt an der Fallhöhe. Vor gut 20 Jahren sammelte die CDU in Bonn bei der Kommunalwahl 1999 ĂŒber 51%. Die GrĂŒnen wurden in ganz NRW abgestraft; sie waren 1998 erstmals in die Bundesregierung eingetreten und trugen als erstes einen völkerrechtswidrigen MilitĂ€reinsatz in Jugoslawien mit – in Bonn sackten sie von 13 auf 10% ab. Von da an ging es fĂŒr beide Parteien nur noch in eine Richtung – also jeweils.Weiterlesen…

Welche Chancen gibt es?

Gestern habe ich einen wohlmeinenden Kommentar von taz-Chefredakteurin Winkelmann als vergeblich bezeichnet. Daran muss sich die Frage anschliessen: was ist möglich? Die Zeit drĂ€ngt. Weder Virus noch Klimawandel machen Ferien. Sibylle Berg/Sp-on hat ihre Antwort darauf versucht. Die Richtung stimmt. Es bleibt dabei ein zentrales Problem: individuelles Verhalten wird ebenfalls vergeblich bleiben. Ohne Politik geht es nicht.Weiterlesen…

ThĂŒringen / USA / ZDF killt Fernsehen

Robert Misik/taz macht auf die positiven Effekte aufmerksam, die die ThĂŒringer Knallchargen-Inszenierung haben kann. Ich teile seine Meinung. Wenn die SkandĂ€lchen in dem Zwergstaat zu Erkenntnisprozessen in der Mehrheit der Republik fĂŒhren, dann haben sie tatsĂ€chlich eine positive Seite. Den Schaden haben dann nur die paar ThĂŒringer*innen, die sich diese Deppen und Faschisten zu einem Landtag zusammengewĂ€hlt haben.
Wichtiger ist dieses Jahr die Wahl in den USA. Und die Frage, welche AlternativeWeiterlesen…

Diskursverschiebung

Als BĂŒrger, WĂ€hler und GrĂŒnes Parteimitglied habe ich hier schon mehrmals Kritik an der GrĂŒnen Parteispitze geĂ€ussert. Nie in Zweifel gezogen habe ich ihre handwerkliche ProfessionalitĂ€t in der Öffentlichkeitsarbeit. Das hat Robert Habeck mit seiner erforderlichen, und gelungenen Initiative zur Aufnahme minderjĂ€hriger FlĂŒchtlinge (im Original nur hinter FAS-Paywall) am Wochenende bestĂ€tigt. Alle haben berechenbar auf ihn reagiert, und der Sache damit das ihr gebĂŒhrende Gewicht gegeben.Weiterlesen…

Arbeiterklasse – was ist noch ĂŒbrig?

Nach LektĂŒre dieses – bei ihm immer – lesenswerten Essays von Robert Misik/taz, zog ich gedanklich diesen Schluss: wenn dem Neoliberalismus was wirklich gelungen ist, dann die Zerstörung der gesellschaftlichen Grundlagen zur Entstehung von SolidaritĂ€t, mitsamt fast aller relevanten Organisationen, die sich um sie bemĂŒhen. Was Rezo am Beispiel der CDU nur ertrĂ€umt hat (ĂŒber 16 Mio. Aufrufe), ist in Wirklichkeit schon da.Weiterlesen…

Rezo&Merkel / Frauen / SPD / Sizilien

Text des Tages ist meine heutige Entdeckung von Arno Widmann. Mir war seinerzeit schon aufgefallen, wie hymnisch seine frĂŒhere Kolumnistin Mely Kiyak seine Redaktionsarbeit pries. Die von ihr damals geforderte Demokratiewachsamkeit hat Widmann zu bieten. Er hat die Bedeutung der Reden von Rezo und Merkel verstanden und lĂ€sst uns in seiner FR daran teilhaben. Was bei ihm fehlt, ist die Tatsache, dass hinter RezoWeiterlesen…

Zur FPÖ-macht-sich-nackt-AffĂ€re

Robert Misik ist in dem ihm eigenen Temperament erst mal erleichtert. WĂ€re ich BĂŒrger seines Zwergstaates, oder hĂ€tte Friedrich Merz hier schon mit der AfD koaliert, wĂŒrde es mir genauso gehen.
Florian Rötzer/telepolis-Chefradakteur war dagegen um die letzte Mitternacht noch angemessen schockiert. Am Nachmittag half ihm dann sein Autor Tomasz Konicz mit seiner am Marxismus geschulten AnalysefÀhigkeit aus.
FĂŒr Deutschland noch wichtiger ist der neueste Text von Albrecht v. Lucke/BlĂ€tter,Weiterlesen…

Wehren, solange es noch geht ….

Zur heutigen #unteilbar-Demo kommentieren heute morgen zwei Menschen aus Österreich. Dem Mann Robert Misik gelingt es in der taz inhaltlich besser, als der Frau Eva Menasse im DLF, die schon recht lange in Berlin lebt (was es mehr erklĂ€rt, als das Geschlecht). Österreicher*innen sind sachkundiger als wir, was die Teilnahme von Faschisten an einer Regierung betrifft. Nutzen wir die Chance, dass es hierzulande noch nicht so ist.
Dass es nicht nur darum gehen kann, “das Bestehende” zu verteidigen, machen die Verbrechen deutlich, die sich Regierungen in aller Öffentlichkeit erlauben,Weiterlesen…

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