Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Rüdiger Suchsland

Stakeholderismus

Der Kampf um die Postcorona-Verhältnisse
Was wird die Coronakrise am Ende verändern? Was erhalten, gar verschlimmern? Welche Sichtbarmachung von verbrecherischen Zuständen wird tatsächlich politische Folgen haben? Die Debatte und der politische Kampf darum hat gerade erst angefangen. Zum Beispiel bei den Kolleg*inn*en von telepolis:
Klaus-Dieter Kolenda aktualisiert seinen Vergleich zwischen “Grippe” und Covid-19;Weiterlesen…

Deutsches Fernsehen kann es (noch/doch)

Bad Banks (Staffel 2)
Ich mach es kurz. Ich habs analog auf Arte gesehen. Ich war froh, dass das Telefon nicht klingelte. Und hatte keine Lust, die Wohnung zu verlassen. Es hat mich gefesselt. Es ist keine Kritik des Kapitalismus. Sondern “nur” Kritik und Darstellung zugleich, was er mit den Individuen macht. Und zwar mit denen, die oben auf der Suppe schwimmen. Keine Systemkritik, aber ein Teil von ihr. Ich habe seit “1900” von Bernardo Bertolucci keinen Film mehr gesehen, der das System auf künstlerische Weise perfekt dekonstruiert hat. Das wäre zuviel verlangt;Weiterlesen…

Berg / #unteilbar / Linkspopulismus / #metoo / Rücktritte?

Was uns derzeit in Verzweiflung treibt, schreibt Sibylle Berg/Sp-on.
Eine erste Antwort darauf war gestern die #unteilbar-Demo in Berlin, über die Thomas Pany/telepolis berichtet. Wenn wir errechnen, wieviel Prozent der Berliner Einwohner*innen hier demonstriert haben, wären wir beim Ruhrgebiet auf 350.000 gekommen, nur dass dort kein menschenleeres Brandenburg drumherum ist, sondern Düsseldorf, Köln, Bonn, Münster und Bielefeld, sofern es das wirklich gibt, in Pendler*innen*nähe noch einiges hätten beitragen können.
Was machen wir nun mit diesem grossen gesellschaftlichen Potenzial?Weiterlesen…

Das Einsickern von Rassismus und Faschismus

Vorurteile werden Gewissheiten (Rainer Trampert)

Dass der Boss des deutschen Inlandsgeheimdienstes die Bossinnen und Bosse der AfD persönlich berät – nun ja, wir waren nicht dabei – zum persönlichen Gespräch trifft, und das nicht an mehr oder weniger wichtige Untergebene (Beamte, V-Leute, da hat er ein breites Spektrum zur Verfügung) delegiert – was sagt uns das? Das ist – noch – Spekulation.
Wie sich faschistische Bewegungen in den USA organisieren, das ist keine Spekulation mehr. Es spielt sich immer mehr öffentlich ab.Weiterlesen…

Ist Özil nur die Tapete vor dem Türkei-Crash?

Es gibt zahlreiche Kommentare, die Özils Rücktritt angemssen kritisch würdigen: Peter Ahrens/Sp-on, Cem Özdemir/DLF (besser als der Kurzfassungs-Spin der DLF-Nachrichten es mich erwarten ließ), oder Rüdiger Suchsland/telepolis, dessen fussballerischer Danksagung an Özil ich mich ausdrücklich anschliessen will.
Mich überkam jedoch eine Anwandlung, als wenn wir, mal wieder, von etwas Wichtigerem abgelenkt werden sollen, oder das zumindest gerne als Mitnahmeeffekt genutzt wird.
Ich hatte in meiner Seitenzugriffsstatistik das merkwürdige Phänomen, dass dieser Text von Samstag für mich unverständlich fast alle Zugriffsrekorde gebrochen hat. Mein Webmaster erklärte mir, dass es sich wohl um maschinelle Zugriffe handele. Ihre Herkunft zu erforschen wäre zwar technisch möglich, aber als Datenschutzfreunde verzichten wir darauf.
Ich glaube, eine politische Erklärung habe ich nun gefunden.Weiterlesen…

SPD bleibt unter 20 / Telepolis / Jungle World

Angestellte Journalist*inn*en haben gerade frei, sind an der Ostsee oder in der Toskana. Aber einige wenige arbeiten durch, nicht die Schlechtesten.

Die FAZ jubelte gestern online, die Grünen lägen jetzt “gleichauf mit der AfD”. Die FAZ jubelt wohl vor allem deswegen, weil sich da keine*r was für kaufen kann – das wäre für die FAZ-Kundschaft ja ungünstig. Ist es aber nicht. Denn bei allen seriösen Instituten stösst sich die SPD beständig den Kopf an der 20%-Decke, immerhin keine „16“ mehr. Die AfD steht da, wo sie bei der Bundestagswahl schon war; die Grünen pendeln zwischen 10 und 12, die Linke zwischen 9 und 11, die FDP zwischen 8 und 10. Dass sich bei den letzten Dreien die Reihenfolge umgekehrt hat – wen juckt das, ausser die selbstreferentiellen Parteien selbst?

Es gibt auch Interessantes und Relevantes.Weiterlesen…

Talkshows / Jurist*inn*en / Linksradikale

Ich gucke keine Talkshows, ausser “Schulz&Böhmermann“. Ich lese auch keine Talkshow-Nachbesprechungen, ausser von Hans Hütt/FAZ. Georg Seesslen/taz hat aber keine Nachbesprechung geschrieben, sondern eine Analyse, wie die heutigen Talkshows unsere Demokratie untergraben.

In nichtöffentlichen Schiedsgerichten, wie sie die von unserer Bundesregierung und der EU propagierten “Freihandelsabkommen” regelmässig vorsehen, können in einem einzigen Verfahren hunderte Millionen Steuergeld verbrannt werden. Nein, nicht verbrannt. Sie wandern aus unser aller Steuerkasse in die Kassen großer Anwaltskanzleien. Hier das Handelsblatt-Lehrstück, wie es zwischen der Bundesregierung Dobrindt und Toll Collect/Daimler/Telekom zugeht.

Meine Meinung zum Linksradikalismus habe ich hier bereits ausgedrückt. Bei aller Ablehnung muss man das, wenn man nicht dumm und hilflos bleiben will, verstehen lernen. Verstehen ist keine Bewertung, sondern kommt von Verstand. Den zu benutzen ist immer besser, als es zu lassen. Im diesem Sinne las ich heute Martin Kaul/taz und Rüdiger Suchsland/telepolis.

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