Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Rupert Murdoch (Seite 1 von 3)

Historischer Optimismus

mit Update nachmittags
Nachdem ich gestern von Apokalypse geschrieben habe, ist ein dialektisches GegenstĂĽck fällig. Ich war in meiner Jugend auch dem Historischen Materialismus nie abgeneigt – lediglich seiner vulgärmarxistisch-deterministischen Interpretation. “Zwangsläufige” historische Entwicklungen gibt es fĂĽr nix – am Ende ist alles menschengemacht, sogar, im Extremfall, die Apokalypse. Doch, es gibt materialistische Grundlagen fĂĽr eine Stimmungsaufhellung, auch wenn das Menschen in Moira, Oregon oder am Amazonas nicht wirklich weiterhilft – aber uns, um Stärke fĂĽr solidarisches Helfen zu gewinnen.
Den Grundlagentext dafĂĽr lieferte in der gestrigen taz der Graswurzler Nicolai Hagedorn.Weiterlesen…

Bourdieu / NHS im UK / Fox / Fifa

mit Update 5.8.
Jens Kastner, selbst ein kluger Kopf, gedenkt in der taz des 90. Geburtstags des schon 2002 verstorbenen Pierre Bourdieu. Ich hatte schon zu seiner Lebenszeit grossen Respekt vor dem Mann, der wissenschaftlich seiner Zeit weit voraus dachte, und darum noch heute hochaktuell ist, Und der Mann verband seine Forschung und Lehre mit einem politischen Aktivismus, der ihm vor allem, aber nicht nur, in Frankreich viele Feinde in herrschenden Medien und herrschender Politik machte. Ein feiner Kerl, der heute noch eine grosse Lücke hinterlässt. Update 5.8.: heute ist ein Interview online zugänglich geworden, das Kastner mit dem Bourdieu-Kollegen Franz Schultheis für die Jungle World führte.
Wenn Sie bei guter GemĂĽtsverfassung sind,Weiterlesen…

Ende einer Freundschaft?

Selbst bei gemeinsamen Interessen bauen rechte Egomanen am Ende fette Crashs: Rupert Murdoch und Donald Trump
Wenn das alles darauf hinausläuft, dass Rupert Murdoch sich fĂĽr Joe Biden ausspricht, wie er es einst fĂĽr Tony Blair getan hat, dann wäre so eine Art Ende der politischen Welt erreicht. Wie komm’ ich drauf? Donald Trump hat, vielleicht vergleichbar mit Andrew Windsor, ein katastrophales TV-Interview absolviert, bei seinem einstigen Lieblingssender Fox. Der Sender gehört Rupert Murdoch. Entweder der Interviewer Chris Wallace wird nun von ihm gefeuert. Oder seine (politische) Freundschaft mit dem Präsidenten ist definitiv beendet.Weiterlesen…

Bundesliga stösst sich Kopf an der TV-Decke

Es geht zuende. Angemessen langsam, so dass die Betroffenen die Chance haben, das Problem zur Kenntnis zu nehmen und sich darauf einzustellen. Es geht um das Schlaraffenland Profifussball, in dem, so stellen es sich die Klein-Doofis unter den Kindern vor, jeder, der zwar nicht bis Drei zählen, aber ungefähr so viele umdribbeln kann, zum Millionär wird: und jeder, der was-mit-Medien macht. In England und Spanien geht es schon nicht mehr weiter mit der Steigerung der TV-Erlöse. Und nun wird es auch in Deutschland bald so weit sein.Weiterlesen…

Lunte Libyen / Leipzig / China / Australien

Eine Sache, in der ich gerne unrecht behalten wĂĽrde. Das Drehbuch zum nächsten Libyenkrieg wird abgespult, wie die Nachrichten von JĂĽrgen Gottschlich/taz und hier z.B. der FAZ nahelegen. Beachten Sie: fĂĽr Herrn Erdogan ist die Alternative zum “Zuschauen”: Panzer. Mir kommt das bekannt vor.
Leipzig “Herbstmeister”? Von wegen. Red Bull ja, Leipzig keineswegs. Martin Krauss/taz erklärt es, ganz politökonomisch.
Hierzulande rätseln alle, wie die Chines*inn*en die TotalĂĽberwachung durch ihren Staat nur so gut finden können.Weiterlesen…

Bezos hat den Längsten

Nicht, dass es mir wichtig wäre. Aber ein Symptom für den Kampf um die Weltherrschaft in den Medien ist es. Die Uefa und die europäischen Fussballkonzerne wollen vom dicksten aller Fische gefressen werden: Amazon. In dieser Liga spielt sonst nur noch das saudische Feudalregime. Und das ist bei der Uefa z.Z. nicht sooo beliebt, weil es im Medienkrieg gegen Katar die Uefa-Champions-League in Piratenmanier parallel ausgestrahlt hat, ohne um die TV-Rechte nachzusuchen.
Der Fussball verzichtet damit freiwillig fĂĽr Geld auf gesellschaftliche Relevanz.Weiterlesen…

KnĂĽwers spannende Springer-Spekulation

Realistischer als alles, was die direkten Protagonist*inn*en mit ihrer aktiven PR-Interviewpolitik rausgehauen haben, ist, was Thomas KnĂĽwer aktuell in seinem Blog indiskretionehrensache.de schreibt. Hat er die Investorenmotive von KKR etwa besser verstanden, als Frau Springer und Herr Döpfner? Nein, ich glaube, die beiden wissen es selbst, und meinten sich öffentlich wider besseres Wissen äussern zu mĂĽssen. Denn das Kapital, das scheue Reh, darf nicht nervös gemacht werden. Und die Belegschaft, die weiter Leistung bringen soll (human ressources) auch nicht. Bei manchem, was Herr Reichelt und seine Spiessgesellen so an Schmutz raushauen,Weiterlesen…

Paywall statt Porno

Deutsche Zeitungsverleger werdens nicht mehr lernen
Rachel Meghan Windsor, geb. Markle könnte u.U. in die Geschichte eingehen, weil sie die Erste war, die es wagte Rupert Murdoch die Stirn zu bieten. Sie will sich den kriminellen “Journalismus” der Sun nicht mehr bieten lassen. Und siehe da, 75 Politikerinnen aller britischen Parteien haben sich mit ihr solidarisiert. Dabei wäre alles ganz einfach. Ich habe es 5 Jahre lang als Mitarbeiter eines Landtagsfraktionsvorsitzenden praktiziert: wenn das Revolverblatt scheissfreundlich am Telefon um exklusive Informationen oder gar ein Durchstellen zum Chef bettelt, ebenso scheissfreundlich rein “termindedingte” Körbe geben – bis sie eines Tages das Anrufen aufgeben.Weiterlesen…

Epstein – Maxwell – Murdoch – Blavatnik

Mr. Epstein ist jetzt so tot wie Robert Maxwell. Aber beide schlagen Wellen ĂĽber ihren Tod hinaus. Aus den Epstein-Ermittlungen sickerte durch, dass Robert Maxwells Tochter Ghislaine fĂĽr ihn gearbeitet habe, u.a. als Puffmutter. Nach Papa Roberts unaufgeklärtem Tod muss die Tochter abgefunden worden sein, um keinen die Ă–ffentlichkeit beschäftigenden Wirbel zu machen. Aber in der High Society sind die Lebenshaltungskosten hoch.Weiterlesen…

Machtwechsel im TV-Fussball

Leon Blavatnik übernimmt. Nachdem der alte Murdoch Sky an Comcast verkauft hat, scheinen dort die Lichter langsam auszugehen. So berichten diverse Medien (hier z.B. die FAZ). Die DFL hat vielleicht noch gehofft, sie könne die TV-Rechte zwischen Sky und Blavatniks Dazn versteigern. Vielleicht noch einmal. Danach wird die Monopolisierung weitergehen und Dazn übrigbleiben. Sie werden im sowieso aus der Hand fressen.
Bei Murdoch war offensichtlich, dass er ein unerträglicher despotischer Reaktionär ist.Weiterlesen…

Trump&Murdochs Fox / Ă–PNV-Tarife

Eine grosse Pest fĂĽr die demokratische Kultur sind die Medien des Rupert Murdoch. A propos: bei Springer wirds auch spannender als gedacht. Murdoch hat nebenbei die Fussballmafia gefĂĽttert, aber diesen Geschäftszweig (Sky) mittlerweile verkauft. Der Kerl ist bald tot, und seine Blagen wollen Geld sehen. Behalten hat er sein politisches Machtinstrument, die TV-Kette Fox. Vielleicht ein Wettbewerb zwischen Murdoch und Trump, wer von wem abhängt, wer den Längsten hat? Möglich ist das.Weiterlesen…

Prekäre Parteien / Syrien-Wiederaufbauverbot / Gerechter Sadismus

Oliver Nachtwey zeichnet in den Blättern den Parteienrahmen, in dem das von mir so bezeichnete “Politische Prekariat” herangwachsen ist. Sehr verkĂĽrzt zusammengefasst: was als “Catch-all”-Parteien, ehemalige “Volksparteien” gedacht war, hat sich als prekäre Parteien entpuppt. Nur CDU/CSU verfĂĽgt (noch!) ĂĽber ein relevantes Fundament. Nachtwey bezweifelt zu Recht, dass die GrĂĽnen hier ein bruchloses Erbe antreten. Es ist nichts mehr da zum erben.
Von hiesiger Ă–ffentlichkeit unbeachtet wird derzeit ein weltumspannendes Regime konstruiert,Weiterlesen…

US-Medien: mangelhafte Deutsch-Kompetenz

Anne Fromm und Peter Weissenburger berichten in der taz ĂĽber einen spektakulären ökonomischen Breakdown US-amerikanischer Onlinemedien. Ihrer informativen Analyse möchte ich einen strategischen Gesichtspunkt hinzufĂĽgen. Zweifellos haben z.B. Vice mit Laura Himmelreich oder Buzzfeed mit Daniel Drepper eine Chefin bzw. einen Chef fĂĽr ihren deutschen Zweig gefunden, die hier einen guten Namen haben. Die finanzstrategischen Partner dagegen waren bereits der Grabstein fĂĽr journalistische GlaubwĂĽrdigkeit.Weiterlesen…

Ist Murdoch raus?

Dröhnendes Schweigen deutscher Medien zu einer tiefgreifenden Veränderung der globalen Medienmachtverhältnisse. Rupert Murdoch hat wieder verkauft: dieses Mal seine Grossaktionärsanteile an Sky. Sky ging an den US-Medienkonzern Comcast, der damit erstmals in Europa tätig wird. Zuvor hatte Murdoch bereits die 21st Century Fox an Disney verkloppt. 18 Mrd. Cash sollen jetzt in seiner Kasse rumliegen.
Einen einzigen Bericht finde ich dazu,Weiterlesen…

TĂĽrkischer Fussball / Aralsee – kommt er zurĂĽck?

Vielleicht wäre es das Beste, die nächste Fussball-EM wĂĽrde ausfallen, bei diesen Bewerbern. Es sieht wohl so aus, als wenn der DFB gewinnt. Das Reich Erdogans wäre jedenfalls auch keine Lösung – Ronny Blaschke/DLF informierte ĂĽber die dortigen mafiösen Zusammenhänge. Die hiesigen sind uns ja bestens bekannt. Die Uefa wird das selbstverständlich nicht abschrecken – im Gegenteil. FĂĽr die Ă–konomie dieses Unternehmens ist die Nachricht des Tages,Weiterlesen…

Fernsehfuzzis wollen uns Fussball verleiden

Aufregung ĂĽber die ARD und ihre Ansetzungen fĂĽr Live-Ăśbertragungen von der nächsten Runde des DFB-Pokals. Lieber Kirmesspiele als Sport. Und ein Förderprogramm fĂĽr den von Verarmung bedrohten Multimilliardär Rupert Murdoch und sein Pay-TV Sky. Ich sag’ dann mal TschĂĽs, DFB-Pokal.
Das ZDF machts auch nicht besser. Es hat fĂĽr (unser!) teures Geld bei der DFL die Rechte an der Erstausstrahlung der Zusamenfassung des Samstagabendspiels gekauft. Morgen ist es Borussia Mönchengladbach gegen Schalke 04, die drittbeliebteste Mannschaft des Landes gegen die viertbeliebteste. Und was macht es damit? Es verklappt alles um Mitternacht. Eine “Samstagabendshow” fĂĽr Omma und Oppa – mglw. mit offenem Ende? – hat Vorrang im ZDF-Programm. Dann schlaft weiter!

WM um Medienherrschaft, Viertelfinale

Das war nicht schwer vorherzusagen: gestern war ein sehr schlechter PR-Tag fĂĽr den Inlandsgeheimdienst, genannt “Verfassungsschutz”. In klassisch orwellscher Manier ist allen, die es minimal interessierte, ĂĽbermittelt worden, dass die Verfassung das Letzte ist, was er schĂĽtzen wĂĽrde, er stattdesen seine rechtsradikalen V-Leute ĂĽber alles liebt und schĂĽtzt, auch und gerade bei Serienmordverdacht. Darum war eine Initiative erforderlich, damit sich das nicht tagelang in unserer Hirnrinde festsetzen kann. Irgendwas mit Russen geht immer. Weiterlesen…

Noch ein Stöckchen für Özil/Gündogan?

Beim DFB, in einigen Spielerberaterkonzernen, kurz: im deutschen Fussballbusiness hyperventilieren sie jetzt. Schlechtes Spiel gegen die saudischen “Freunde”, schlechte Stimmung bei den Zuschauer*inne*n – es drohen schlechte Geschäfte. Letzteres ist, fĂĽrchte ich, ĂĽbertrieben. Zwei WM-Boykotteure haben sich bisher bekannt: Ilja Trojanow und sein österreichischer Schriftstellerfreund Klaus Zeyringer. Mein eigener Boykott wird sich darauf beschränken, in diesem Leben kein Pay-TV-Abo mehr abzuschliessen. Das Geld von mir kriegt nicht Rupert Murdoch oder Leon Blavatnik, sondern Kamel Bsissa. Der arbeitet auch härter dafĂĽr.
Wenn Sie wieder rechts in die Spalte “Meistgelesen in 48 Stunden” blicken, sehen sie dort einen schon drei Wochen alten Text zu Ă–zil/GĂĽndogan von mir.Weiterlesen…

Wie Merkel und Erdogan

Die Herren Grindel, Löw, Özil, Gündogan und eskortierende Medien sind dicke Geschäftsfreunde und spielen uns ein falsches Stück vor

Angela Merkel trifft Herrn Erdogan um einiges öfter, auch und gerade in seinen Wahlkämpfen, als die Herren Özil und Gündogan. Sie macht bei dieser Gelegenheit entschieden fiesere Deals, auf dem Rücken von Millionen Flüchtlingen, und zum Nutzen deutscher Rüstungskonzerne. Immerhin gibt es einige deutsche Medien, die darüber kritisch berichten. Ein Skandal, was es eigentlich ist, entsteht darüber leider nicht.
Jetzt haben sich die Herren Ă–zil und GĂĽndogan geschmacksverirrt und politisch desorientiert mit ihm ablichten lassen, wie es sonst Frau Merkel tat. Manche meinen, bei ihr gehört das eben zum Beruf, bei den Jungs dagegen nicht. Wer das meint, hat die Zusammenhänge von Fussball und Politik aber noch weniger verstanden, als Ă–zil und GĂĽndogan. Von Merkel und Erdogan ganz zu schweigen.Weiterlesen…

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