Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: RW Essen (Seite 1 von 2)

Virtuelle Bratwurst

Rette-sich-wer-kann in Politik und Fussball / Wie Tsipras: der Genosse Sanchez soll hängen (gelassen werden)
Für das Virus sind alle gleich? Der Mensch wäre nicht Mensch, wenn er dieser Natur nicht ein Schnippchen schlagen würde. Er verwandelt das Virus mit schlichtesten Mitteln zu einem Turbo zur Spreizung und Beschleunigung bestehender Klassenverhältnisse. Und wiederum lässt sich das am Beispiel des Fussballs lernen. Der heimliche RWE-Fan Friedrich Küppersbusch brachte seine Liebe heute virtuos in seiner taz-Kolumne (“Und was machen die Borussen”) unter: in der Vierten Liga versuchen sie sich mit virtuellen Stadionwürsten zu retten. Hauptgedanke ist sicherlich, auf die Weise Aufmerksamkeit für seine Not zu erregen, eine Chance die vielen anderen nicht vergönnt ist.Weiterlesen…

Dritte Liga zu teuer

Kann sich der angeblich “finanzkräftigste Oberligist in ganz Deutschland” (Stand dieser Erkenntnis des Trainers von Eintracht Rhynern, das liegt an der Autobahn hinter Hamm: 2014) die Dritte Liga nicht leisten? Will er jedenfalls nicht. 49% des Tabellenführers der Regionalliga West SV Rödinghausen gehören der Sportmarketing am Wiehen GmbH & Co. KG. Die wiederum gehört der H. Finkemeier Verwaltungs-Gesellschaft mbH. Ich vermute mal, da gehts für irgendjemand ums Steuernsparen.
Diese Geldgeber haben dem SV-Rödinghausen 2011 ein Stadion für 3.000 Zuschauer*innen hingestellt.Weiterlesen…

Kopfschmerzen in Königswinter / RWE-Ärger

Im Hause Klosterhalfen, finanziell verbunden mit einem Berater aus der RedBull-Welt, dürften derzeit Krisensitzungen stattfinden. Nach Journalistenangaben geht dort niemand ans Telefon. Denn der US-amerikanische Nike-Konzern, von ähnlich zweifelhaftem Ruf wie sein deutscher Weltmarktkonkurrent adidas, sieht sich gezwungen, das von ihm finanzierte Athletenprojekt wg. Dopingverdachts dichtzumachen. Dass der Konzern von allem nichts gewusst hat, wird ihm so wenig abgekauft werden, wie es schon die Deutsche Telekom mit ihren gedopten Radfahrern erleben musste, die noch von einer – auf ganz andere Art gedopten – Bonner Oberbürgermeisterin auf der Rathaustreppe gefeiert wurden. Bevor sie dann alle viele Treppenstufen abstürzten ….Weiterlesen…

Sorry RWE

Es war die Saison 1964/65 der Regionalliga West, in der mich das Virus packte. Es gibt keine Behandlung dagegen, besser ist es zu lernen damit zu leben. Mein Oppa mütterlicherseits war RW Essen-Fan. Heute sollen es angeblich weit über 1.000 gewesen sein, die sich auf den Weg zum Grenzland-Stadion in Mönchengladbach gemacht haben sollen, und damit das Auswärtsspiel von RWE gegen Borussia Mönchengladbach U23 in ein Heimspiel verwandelt haben müssen. Hat nichts genützt.
Wie schon 1965 auf dem Bökelberg.Weiterlesen…

Bundesligaränge schon verteilt

Die Aufzeichnungen im öffentlich-rechtlichen TV waren gestern hinreichend beeindruckend. Die Meisterschaft wird zwischen dem Konzern im süddeutschen Raum, den FPÖ-Sympathisanten in Leipzig und dem BVB entschieden. Die Spannung beginnt im Kampf um den 4. Platz in der Champions-League. Hier hat mir meine Borussia gestern Hoffnung gemacht – es sei denn der FC steigt wieder ab. Dann war es kein Massstab.Weiterlesen…

Regionalliga West: noch immer jotjejange

Überraschung: in der doofen Bundesliga ist es genau so gekommen. Schade, dass ich nicht wettsüchtig bin. Viel aufregender, und das bei gutem Fussball, verbunden mit weniger Anreisestress, geringeren Eintrittspreisen, weniger Platzangst und besserer Bratwurst ging es – auch heute am letzten Spieltag – in der Regionalliga West zu. Und der Bonner SC bleibt dabei.
Gegen den Abstiegskonkurrenten aus Kaan-ichweissesnich handelte er sich im Sportpark Nord vor endlich mal über 1.000 Zuschauer*inne*n ein schwaches 2:3 ein.Weiterlesen…

Sch….-Montagsspiele – in der 4. Liga!

Es gibt TV-Sender, die werden nie Frieden mit den Fussballfans finden. Zum einen, weil die Fans in der Regel sachlicher, fachkundiger und fussballerisch besser ausgebildet sind, als irgendwelche Fernsehfritzen. Zum andern aber auch, weil sie gegensätzliche Interessen haben. Die Fans wollen im Stadion gute Leistung sehen und selbst für gute Unterhaltung sorgen. Der TV-Sender will das senden, ohne sie dafür zu entlohnen. Im Ergebnis führt das zu gegenseitiger Beschimpfung.
So gesehen haben die 5.400 Fans von RW Essen gestern ihre Pflicht getan.Weiterlesen…

Klischees machen doof

Ein aufschlussreicher Hinweis von Friedrich Küppersbusch
Ich bin Stammleser von Küppis Montagskolumne in der taz. Im Hauptberuf ist der Mann TV-Produzent. Er ist wie mein Grossvater, der schuld an meiner Fussball-Macke ist, RW-Essen-Fan, gibt sich aber öffentlich als BVB-Fan aus (naja, RWE, Meister von 1955, ist 4. Liga, tragisch). Heute gab er einen Hinweis, dem ich wegen meiner Macke nachgegangen bin, und siehe da: da ist wieder die Frage, für wie doof “sie” bei der ARD uns eigentlich halten.Weiterlesen…

Habeck / Schalko / BSC-RWE 3:1

Das DLF-Interview der Woche mit Robert Habeck wird zwar erst morgen früh gesendet, ist aber schon online nachles- oder hörbar. Bitte hier entlang.
“M” von Fritz Lang hat Filmgeschichte geschrieben. Der Österreicher David Schalko, von dem ich aufgrund von Werken wie “Braunschlag” oder “Altes Geld” sehr viel halte, hat sich an eine aktualisierte Neuverfilmung von “M” gewagt. Sie ist wohl so gefährlich,Weiterlesen…

“Champions League” auch am Wochenende?

Diese Woche ertappte ich mich dabei, dass ich nicht nur nicht geguckt habe, den Langweiler-Wettbewerb der Champions League Gruppenphase. Ich habe Mittwochabend noch nicht mal im Videotext geguckt, wie die Spiele ausgegangen sind. Das korrespondiert mit den Zuschauerzahlen in den Stadien: sie nähern sich denen in der Regionalliga West. Wobei dort “Krösus” RW Essen auch bereits über leere Tribünen in seinem neugebauten Stadion jammert. Ich lass’ jetzt mal weg, wie es beim BSC im Stadion aussieht, der von uns allen, also der Stadt, seinerzeit teure Flutlichtmasten geschenkt bekam.
Da passt es ja gut, dass nun die Uefa grübelt,Weiterlesen…

Bonner SC: Nie mehr 5. Liga!

Herrjeh, war das knapp. In grauem Westregen hat es der Bonner SC noch mal geschafft. Im Stadion Rote Erde wurde bei der Zweiten des BVB ein 0:0 erzittert. Die Zweite von Fortuna Döseldorf schien lange mit einer 1:0-Führung in Sicherheit. Dann erwischte sie doch noch der Ausgleich von der Ersten von RW Essen. RWE rettete so der Zweiten vom FC Köln den Klassenerhalt – ein bisschen Trost muss sein – in der 4. Liga, trotz 1:3-Niederlage beim Wuppertaler SV. Dödeldorf muss jetzt zittern, ob die Oligarchentruppe aus Uerdingen in den Playoffs den Durchmarsch in die 3. Liga schafft.
Für Bonn heisst das: ein weiteres Jahr mit RW Essen, RW Oberhausen, Viktoria Köln, Wuppertaler SV und den Zweiten von Borussia Mönchengladbach und dem BVB. Ohne Staus und Parkplatzsuche mit dem Fahrrad zum Stadion. Und die Bratwurst ist auch gut. Wer braucht da noch eine langweilige Bundesliga?

Sonntag 14 h: Leben oder Tod in der 4. Liga?

Der Bonner SC gewann heute eins seiner vielen Entscheidungsspiele um den Klassenverbleib in der Regionalliga West bei Wattenscheid 09 mit 2:1. Wattenscheid hat ja schon Erstligatradition (1990-94): Hannes Bongartz, Jendrossek, Babington, die Altintops zauberten hier vor ihrer Profikarriere. Aber am Sonntag entscheiden die Obertraditionsknaller der Liga den Klassenerhalt zwischen Fortuna Dödeldorf II, FC Kölle II und dem Bonner SC.
Düsseldorf spielt gegen RW Essen, den Meister von 1955. 1966 waren sie gemeinsam in die 1. Bundesliga aufgestiegen und 1967 auch punktgleich direkt gemeinsam wieder abgestiegen. Von Düsseldorf war das damals allerdings die erste Mannschaft; die die jetzt gerade wieder aufsteigt. Während RWE 4. Liga ist,Weiterlesen…

RWE-Sonderservice für Küppi (un’ mein Oppa im Himmel)

Nur wenige Expert*inn*en des Ruhrgebietes im speziellen, und des Fussballs im allgemeinen werden die Bedeutung dieser Nachricht zu würdigen wissen. Also z.B. Christoph Biermann vielleicht. Die A- und die B-Jugend von Rot-Weiss-Essen, deutscher Meister von 1955, beide letztes Jahr noch abgestiegen, sind beide seit diesem Wochenende wieder Bundesligisten. Nur Menschen, die in den unbezahlten Tiefen des Amateurfussballs soziale Basisarbeit leisten, können ermessen, was für eine Genugtuung das sein kann.
Leser Küppi, der als öffentliche Person als BVB-Fan auftritt,Weiterlesen…

Wem gehört der Fussball? – ein Tageserfolg von Andy Rettig

Es ist immer eine Freude und verschönt einem den Tag, lange Gesichter von den Bayernbossen oder dem DFL-Geschäftsführer Christian Seifert zu sehen. Wer sich mit Kapital besäuft, darf den Kater nicht fürchten. Obwohl sie im Geld schwimmen und sie über Infrastrukturen verfügen, in denen sie den Arsch hinterher getragen kriegen, waren die Vereinsbosse zu doof, ihre Mitgliederversammlung professionell vorzubereiten. Ausser Andreas Rettig.

Den habe ich noch im Stadion an der Menzenberger Straße in Bad Honnef selbst spielen gesehen. Der selbstgebackene Streuselkuchen der Vereinsfrauen dort war allein schon immer einen Sonntagnachmittags-Ausflug wert. Lange spielte der ortsansässige FV, mit Spielern wie Hermann Hummels (dem Vater von Mats), Arno Glesius und eben auch Andy Rettig einen sehenswerten FussballWeiterlesen…

Bergsenkung? – Helmut Rahn dreht sich im Grab

Essen-Frohnhausen ist von Bergsenkungen bedroht. Der Boss will es nicht mehr mit ansehen, und dreht sich um. Im legendären Finale um die Deutsche Fussballmeisterschaft 1955 vor 76.000 Zuschauern in Hannover war er mit RW Essen in einem sensationellen 4:3 gegen den 1.FC Kaiserslautern deutscher Meister geworden. Beim Gegner spielten 4 Weltmeisteer von 1954 mit. Zur Pause stand es bereits 3:1 für RWE, Kaiserslautern glich in der 2. Halbzeit bis zum 3:3 aus, bis endlich Franz Islacker mit seinem dritten Tor in der 85. Minute für die Entscheidung sorgte. Niemand von uns kann sich heute vorstellen, was damals im Ruhrgebiet los war. Ich selbst war noch nicht geplant.

Und heute?Weiterlesen…

Horn / Küppersbusch

Ulrich Horn kenne ich seit 1990, seit meiner Arbeit im Landtag NRW, persönlich. Er war NRW-Landeskorrespondent meiner Heimatzeitung, die vermutlich die deutsche Regionalzeitung mit der zwar stark sinkenden aber immer noch grössten Abonnements-Zahl ist. Ich nahm den Mann also wichtig und begegnete ihm mit Respekt, was unklugerweise nicht alle taten. Mit der Zeit entwickelte sich daraus über intensive Diskussion “gemeinsam interessierender Themen” – so ähnlich hätte es Genscher formuliert – eine heutige Bloggerfreundschaft, trotz oftmals unterschiedlicher politischer Meinungen. Horns Journalismus-Kunst, die ich bewundere, und die er bei der WAZ erlernen und anwenden musste, ist: mehr zu wissen, als er schreiben kann; mit der kurzen zugespitzten Form in einfacher, verständlicher Sprache möglichst viel mitteilen.
Als verrenteter Journalist und Blogger muss er heute auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen. Und tut es auch nicht.Weiterlesen…

Unsere grösste Stadt – lassen wir sie absaufen?

Gemeint ist nicht die Randstadt Berlin, 70 km vor Polen. Sondern die 5,5 Mio. Einwohner*innen zählende Stadt mitten in NRW, Teil einer europäischen Metropolenregion, die von London, über Paris, Benelux und das Rheinland mit Köln und Düsseldorf reicht – bis zum Ruhrgebiet. Bereits in der Bundesligasaison 1969/70, abgeschlossen mit dem ersten Meistertitel von Borussia Mönchengladbach mit der Rekordpunktzahl von 51-17, wurde mir klar, dass mit dem Ruhrgebiet was nicht stimmt. Spiele im Schlamm des Stadions an der Hafenstraße in Essen, ebenso im Niederrheinstadion des damaligen Erstligisten RW Oberhausen; und noch viel mehr Spielausfälle mit einer zeitweise grotesk verzerrten Ligatabelle. Damals lehrte mich mein Grossvater mit seiner 100%-Staublunge: das Stadion von RW Essen liegt unter dem Meeresspiegel.

Meine Grosseltern und Eltern hatten Jahrzehnte zuvor auch noch echte Emscher-Hochwasser erlebt. Mir wurde schon schlecht, wen ich nur daran dachte, denn die Emscher war und ist bis heute eine offener, eingedeichter Abwasserkanal. Sie wird derzeit renaturiert von der Emschergenossenschaft, der wohl einzigen in öffentlichen Eigentum befindlichen Gesellschaft, die planungssicher und kosteneffizient bauen kann.

Und nun rechnet Andreas Wyputta uns in der taz kühl vor: hat alles keinen Zweck, Absaufen ist vorprogrammiert.Weiterlesen…

Smartcity Gelsenkirchen-Horst

Gelsenkirchen-Horst ist nicht nur mein Geburtsort, sondern auch der von Olaf Thon, einem der grössten Fussballtalente, das der FC Schalke 04 jemals hervorgebracht hat. “Ein Horster kann kein Schalker sein” hiess es mal, vor meinem Leben. Die Begrenzung des Blicks wurde schnell erweitert. Die Rivalen von STV Horst-Emscher stiegen vom Rivalen ab zum Talentlieferanten und enden jetzt beim Jäten des Unkrauts auf ihren ehemaligen Tribünen. Das Fürstenberg-Stadion habe ich nie betreten, immerhin die Veltins-Kneipe gegenüber in der Fischerstrasse. Dort kannten sie noch alle, die mal berühmt waren. Mein Oppa hat mir immerhin noch die Kneipe von Heinz Flotho gezeigt, bei ihm zuhause aus dem Haus nicht rechts zur Trinkhalle, sondern links über die Köttelbecke. Der Gute starb 1974 mit 69 Jahren, für einen mit 100%-Staublunge damals Rekord; und er musste das Elend seines Vereins RW Essen nicht mehr miterleben.

Die bereits legendäre Schalker Jugendarbeit, die noch unter Jens Keller blühte und langjährig von Norbert Elgert verantwortet wurde, soll jetzt, vom neuen, modernen Manager Heidel globalisiert und professionalisiert werden. “27” Sportstudent*inn*en sollen die Datensätze von 27 Profiligen fortlaufend beobachten und analysieren. Und so sollen in Zukunft aus diesem viel grösseren Beobachtungs-Pool noch bessere Talente eingesammelt werden. Mag sein. Vermutlich ist kein Mensch besser datenvermessen als Fussballprofis:Weiterlesen…

Hans Schäfer 90

Die Saison 1964/65 war die erste, in der ich mich für Fussball interessierte. Meine Grosseltern in Essen-Karnap hatten schon einen Fernseher, gabs damals nur in schwarz-weiss. Samstags und Sonntags war da Fussball drin, die Sportschau. Die weiss gekleideten Mannschaften sahen am besten aus, sie spielten auch am besten: Borussia Mönchengladbach in der Regionalliga West, in der seinerzeit auch Rot-Weiss Essen spielte, der Lieblingsverein meines Opas, in dem nach dem Krieg auch ein Verwandter meiner Grosseltern mit August Gottschalk, einem späteren kongenialen Partner von Helmut Rahn zusammengespielt hatte.
Ich vergab meine Sympathien den Mannschaften in weiss. Das war mein erster Kontakt zu Hans Schäfer. Er war Kapitän und Regisseur des 1. FC Köln, im reifen Alter von 37 Jahren, und in dieser, seiner letzten Saison erspielte er sich, von Verletzungen geplagt, noch einmal die Vizemeisterschaft, hinter Werder Bremen. Von dieser Saison hatte ich auch ein fast vollständiges Sammelalbum. Ich weiss nicht, wo es hingekommen ist, aber die Bilder habe ich noch im Kopf, das von Hans Schäfer kann meine Hirn-Festplatte jederzeit abrufen. Er hat noch mit dem echten hier in Bonn geborenen Toni Schumacher zusammengespielt, ebenfalls eine Legende,Weiterlesen…

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