Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: RW Oberhausen

Regionalliga: RWO-Boss rastet aus

… und hat völlig Recht
Hajo Sommers ist – dem Bonner Pantheon und Rainer Pause vergleichbar – Betreiber einer KabarettbĂŒhne in Oberhausen, der pleitesten Stadt, wenn nicht Deutschlands, dann doch NRWs. Privat ist der Gute mit der mindestens ebenso guten Gerburg Jahnke, wenn nicht liiert, dann doch verheiratet – manche sagen mir, das sei der hĂ€rteste seiner vielen selbstgewĂ€hlten Jobs. Nebenbei versucht er noch einem ebenso pleiten Fussballverein,Weiterlesen…

Bonner SC schafft Klassenerhalt

Sensation in der 4. Liga/Regionalliga West: da wo ernsthaft und professionell Fussball gespielt wird, aber kein TV-Milliönchen mehr ankommt, bleibt der Bonner SC dabei. Sportlich wĂ€re er hochgefĂ€hrdet: zwar hat er 2-3 Punkte Vorsprung vor den AbstiegsrĂ€ngen, aber auch schon 2-3 Spiele mehr absolviert, als die Konkurrenten in der Tabelle dahinter. Nun soll der Westdeutsche Fussballverband den Viertligisten ĂŒbermittelt haben: Abbruch. Der BSC knapp am rettenden Ufer.Weiterlesen…

Dritte Liga zu teuer

Kann sich der angeblich “finanzkrĂ€ftigste Oberligist in ganz Deutschland” (Stand dieser Erkenntnis des Trainers von Eintracht Rhynern, das liegt an der Autobahn hinter Hamm: 2014) die Dritte Liga nicht leisten? Will er jedenfalls nicht. 49% des TabellenfĂŒhrers der Regionalliga West SV Rödinghausen gehören der Sportmarketing am Wiehen GmbH & Co. KG. Die wiederum gehört der H. Finkemeier Verwaltungs-Gesellschaft mbH. Ich vermute mal, da gehts fĂŒr irgendjemand ums Steuernsparen.
Diese Geldgeber haben dem SV-Rödinghausen 2011 ein Stadion fĂŒr 3.000 Zuschauer*innen hingestellt.Weiterlesen…

Regionalliga West: noch immer jotjejange

Überraschung: in der doofen Bundesliga ist es genau so gekommen. Schade, dass ich nicht wettsĂŒchtig bin. Viel aufregender, und das bei gutem Fussball, verbunden mit weniger Anreisestress, geringeren Eintrittspreisen, weniger Platzangst und besserer Bratwurst ging es – auch heute am letzten Spieltag – in der Regionalliga West zu. Und der Bonner SC bleibt dabei.
Gegen den Abstiegskonkurrenten aus Kaan-ichweissesnich handelte er sich im Sportpark Nord vor endlich mal ĂŒber 1.000 Zuschauer*inne*n ein schwaches 2:3 ein.Weiterlesen…

Ruhrpottderby in Oberhausen

Zuschauer*innen*rekord im Niederrheinstadion in Oberhausen, neben dem Rhein-Herne-Kanal und der Emscher. Doppelt so viele, wie Viertligist und Noch-Aufstiegskandidat RWO bisher durchschnittlich gelockt hat, 6mal so viele, wie beim Bonner SC. Es war Halbfinal-Hinspiel der A-Jugend, und das Heimspiel von S04. Bei denen wird gerade umgebaut, sie mussten bisher nach Gelsenkirchen-Ückendorf ausweichen, der Heimat der Altintop-BrĂŒder, Nachbarstadtteil der Heimat von Ilkay GĂŒndogan. Das Spiel endete 2:2, wie in diesen Wochen ĂŒblich mit einem Ausgleichstor in der Nachspielzeit.Weiterlesen…

Sch….-Montagsspiele – in der 4. Liga!

Es gibt TV-Sender, die werden nie Frieden mit den Fussballfans finden. Zum einen, weil die Fans in der Regel sachlicher, fachkundiger und fussballerisch besser ausgebildet sind, als irgendwelche Fernsehfritzen. Zum andern aber auch, weil sie gegensĂ€tzliche Interessen haben. Die Fans wollen im Stadion gute Leistung sehen und selbst fĂŒr gute Unterhaltung sorgen. Der TV-Sender will das senden, ohne sie dafĂŒr zu entlohnen. Im Ergebnis fĂŒhrt das zu gegenseitiger Beschimpfung.
So gesehen haben die 5.400 Fans von RW Essen gestern ihre Pflicht getan.Weiterlesen…

Bonner SC: Nie mehr 5. Liga!

Herrjeh, war das knapp. In grauem Westregen hat es der Bonner SC noch mal geschafft. Im Stadion Rote Erde wurde bei der Zweiten des BVB ein 0:0 erzittert. Die Zweite von Fortuna Döseldorf schien lange mit einer 1:0-FĂŒhrung in Sicherheit. Dann erwischte sie doch noch der Ausgleich von der Ersten von RW Essen. RWE rettete so der Zweiten vom FC Köln den Klassenerhalt – ein bisschen Trost muss sein – in der 4. Liga, trotz 1:3-Niederlage beim Wuppertaler SV. Dödeldorf muss jetzt zittern, ob die Oligarchentruppe aus Uerdingen in den Playoffs den Durchmarsch in die 3. Liga schafft.
FĂŒr Bonn heisst das: ein weiteres Jahr mit RW Essen, RW Oberhausen, Viktoria Köln, Wuppertaler SV und den Zweiten von Borussia Mönchengladbach und dem BVB. Ohne Staus und Parkplatzsuche mit dem Fahrrad zum Stadion. Und die Bratwurst ist auch gut. Wer braucht da noch eine langweilige Bundesliga?

FussballmĂ€rchen Eibar – To Be Continued

WĂ€hrend in der Glotze erneut ein Grottenkick aus dem DFB-Pokal als “Spitzenfussball” (Zitat, na wer wohl, Steffen Simon) verkauft wird, ich glaube zu seinen Gunsten, er meinte das ironisch, gibt es auch gute Fussball-Nachrichten.
Der SD Eibar, nun schon vier Jahre sensationeller Erstligist in einer Liga mit Barca, Atleti und Real, hat heute Abend, vor wenigen Minuten, auch theroretisch den Klassenerhalt klargemacht, 5 Spieltage vor Schluss, durch einen 1:0-AuswÀrtssieg bei Espanol, den Lokalrivalen von Barca. Wie schon mehrmals bemerkt: so lange sowas möglich ist, ist der Fussball noch nicht tot.
FĂŒr den Bonner SC siehts in der Regionalliga West ebenfalls gut aus:Weiterlesen…

Wem gehört der Fussball? – ein Tageserfolg von Andy Rettig

Es ist immer eine Freude und verschönt einem den Tag, lange Gesichter von den Bayernbossen oder dem DFL-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christian Seifert zu sehen. Wer sich mit Kapital besĂ€uft, darf den Kater nicht fĂŒrchten. Obwohl sie im Geld schwimmen und sie ĂŒber Infrastrukturen verfĂŒgen, in denen sie den Arsch hinterher getragen kriegen, waren die Vereinsbosse zu doof, ihre Mitgliederversammlung professionell vorzubereiten. Ausser Andreas Rettig.

Den habe ich noch im Stadion an der Menzenberger Straße in Bad Honnef selbst spielen gesehen. Der selbstgebackene Streuselkuchen der Vereinsfrauen dort war allein schon immer einen Sonntagnachmittags-Ausflug wert. Lange spielte der ortsansĂ€ssige FV, mit Spielern wie Hermann Hummels (dem Vater von Mats), Arno Glesius und eben auch Andy Rettig einen sehenswerten FussballWeiterlesen…

Unsere grösste Stadt – lassen wir sie absaufen?

Gemeint ist nicht die Randstadt Berlin, 70 km vor Polen. Sondern die 5,5 Mio. Einwohner*innen zĂ€hlende Stadt mitten in NRW, Teil einer europĂ€ischen Metropolenregion, die von London, ĂŒber Paris, Benelux und das Rheinland mit Köln und DĂŒsseldorf reicht – bis zum Ruhrgebiet. Bereits in der Bundesligasaison 1969/70, abgeschlossen mit dem ersten Meistertitel von Borussia Mönchengladbach mit der Rekordpunktzahl von 51-17, wurde mir klar, dass mit dem Ruhrgebiet was nicht stimmt. Spiele im Schlamm des Stadions an der Hafenstraße in Essen, ebenso im Niederrheinstadion des damaligen Erstligisten RW Oberhausen; und noch viel mehr SpielausfĂ€lle mit einer zeitweise grotesk verzerrten Ligatabelle. Damals lehrte mich mein Grossvater mit seiner 100%-Staublunge: das Stadion von RW Essen liegt unter dem Meeresspiegel.

Meine Grosseltern und Eltern hatten Jahrzehnte zuvor auch noch echte Emscher-Hochwasser erlebt. Mir wurde schon schlecht, wen ich nur daran dachte, denn die Emscher war und ist bis heute eine offener, eingedeichter Abwasserkanal. Sie wird derzeit renaturiert von der Emschergenossenschaft, der wohl einzigen in öffentlichen Eigentum befindlichen Gesellschaft, die planungssicher und kosteneffizient bauen kann.

Und nun rechnet Andreas Wyputta uns in der taz kĂŒhl vor: hat alles keinen Zweck, Absaufen ist vorprogrammiert.Weiterlesen…

Sackgassen des deutschen Fussballs

Der BVB-AttentĂ€ter hatte keine terroristischen Motive, sondern “nur” Habgier? Da werden sich Marc Bartra und seine traumatisierten BVB-Arbeitskollegen aber freuen. Verloren sie doch gerade gegen einen in beiden Spielen klar besseren Gegner, der die Tabelle im Land des Vizeeuropameisters anfĂŒhrt, aber in einem Staat residiert, der ohne die Organisierte KriminalitĂ€t vermutlich gar nicht existieren wĂŒrde, und dessen GeschĂ€ftsmodell in erster Linie aus GeldwĂ€sche besteht. GeldwĂ€sche ist auch das, was die DFL “Investoren” begierig anbieten will, wenn sie endlich die “50+1-Regel” zur Begrenzung von Investorenmacht zu Fall gebracht hat. Wie schon in Leverkusen, Wolfsburg, Ingolstadt, Hoffenheim, Leipzig ….. Vorbild: die englische Premier League.
Wollen wir das? Der BVB-AttentĂ€ter wĂŒrde das auf jeden Fall bejahen.

Abseits dieser ökonomischen und zweifellos bedeutsamen HintergrĂŒnde ist festzuhalten: sportlich war das Ausscheiden aus den europĂ€ischen Wettbewerben in allen drei FĂ€llen gerecht.Weiterlesen…

BSC 2:5 – es hĂ€tte auch anders laufen können

Zum zweiten Mal in dieser Saison betrat ich zu einem Regionalligaspiel des Bonner SC den mit teurem Flutlicht ausgestatteten Sportpark Nord. In der Hinrunde beim 2:2 gegen den favorisierten BVB II hatte ich bereits eine ĂŒberzeugende spielerische, strategische und kĂ€mpferische Leistung gesehen. Davon waren auch heute Elemente zu erkennen, die aber leichtfertig verschleudert wurden. Immerhin war das fussballerisch attraktiv anzuschauen, allerdings in erster Linie fĂŒr die GĂ€ste aus Oberhausen.
Man muss dazu wissen: RW Oberhausen gibt es nur deswegen noch,Weiterlesen…

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