Thema: RW Oberhausen

Bonner SC: Nie mehr 5. Liga!

Von , am Sonntag, 13. Mai 2018, in Fußball.

Herrjeh, war das knapp. In grauem Westregen hat es der Bonner SC noch mal geschafft. Im Stadion Rote Erde wurde bei der Zweiten des BVB ein 0:0 erzittert. Die Zweite von Fortuna Döseldorf schien lange mit einer 1:0-Führung in Sicherheit. Dann erwischte sie doch noch der Ausgleich von der Ersten von RW Essen. RWE rettete so der Zweiten vom FC Köln den Klassenerhalt – ein bisschen Trost muss sein – in der 4. Liga, trotz 1:3-Niederlage beim Wuppertaler SV. Dödeldorf muss jetzt zittern, ob die Oligarchentruppe aus Uerdingen in den Playoffs den Durchmarsch in die 3. Liga schafft.
Für Bonn heisst das: ein weiteres Jahr mit RW Essen, RW Oberhausen, Viktoria Köln, Wuppertaler SV und den Zweiten von Borussia Mönchengladbach und dem BVB. Ohne Staus und Parkplatzsuche mit dem Fahrrad zum Stadion. Und die Bratwurst ist auch gut. Wer braucht da noch eine langweilige Bundesliga?

Fussballmärchen Eibar – To Be Continued

Von , am Mittwoch, 18. April 2018, in Beuel & Umland, Fußball.

Während in der Glotze erneut ein Grottenkick aus dem DFB-Pokal als “Spitzenfussball” (Zitat, na wer wohl, Steffen Simon) verkauft wird, ich glaube zu seinen Gunsten, er meinte das ironisch, gibt es auch gute Fussball-Nachrichten.
Der SD Eibar, nun schon vier Jahre sensationeller Erstligist in einer Liga mit Barca, Atleti und Real, hat heute Abend, vor wenigen Minuten, auch theroretisch den Klassenerhalt klargemacht, 5 Spieltage vor Schluss, durch einen 1:0-Auswärtssieg bei Espanol, den Lokalrivalen von Barca. Wie schon mehrmals bemerkt: so lange sowas möglich ist, ist der Fussball noch nicht tot.
Für den Bonner SC siehts in der Regionalliga West ebenfalls gut aus: Weiterlesen

Wem gehört der Fussball? – ein Tageserfolg von Andy Rettig

Von , am Freitag, 23. März 2018, in Fußball.

Es ist immer eine Freude und verschönt einem den Tag, lange Gesichter von den Bayernbossen oder dem DFL-Geschäftsführer Christian Seifert zu sehen. Wer sich mit Kapital besäuft, darf den Kater nicht fürchten. Obwohl sie im Geld schwimmen und sie über Infrastrukturen verfügen, in denen sie den Arsch hinterher getragen kriegen, waren die Vereinsbosse zu doof, ihre Mitgliederversammlung professionell vorzubereiten. Ausser Andreas Rettig.

Den habe ich noch im Stadion an der Menzenberger Straße in Bad Honnef selbst spielen gesehen. Der selbstgebackene Streuselkuchen der Vereinsfrauen dort war allein schon immer einen Sonntagnachmittags-Ausflug wert. Lange spielte der ortsansässige FV, mit Spielern wie Hermann Hummels (dem Vater von Mats), Arno Glesius und eben auch Andy Rettig einen sehenswerten Fussball Weiterlesen

Unsere grösste Stadt – lassen wir sie absaufen?

Von , am Freitag, 29. Dezember 2017, in Beuel & Umland, Politik.

Gemeint ist nicht die Randstadt Berlin, 70 km vor Polen. Sondern die 5,5 Mio. Einwohner*innen zählende Stadt mitten in NRW, Teil einer europäischen Metropolenregion, die von London, über Paris, Benelux und das Rheinland mit Köln und Düsseldorf reicht – bis zum Ruhrgebiet. Bereits in der Bundesligasaison 1969/70, abgeschlossen mit dem ersten Meistertitel von Borussia Mönchengladbach mit der Rekordpunktzahl von 51-17, wurde mir klar, dass mit dem Ruhrgebiet was nicht stimmt. Spiele im Schlamm des Stadions an der Hafenstraße in Essen, ebenso im Niederrheinstadion des damaligen Erstligisten RW Oberhausen; und noch viel mehr Spielausfälle mit einer zeitweise grotesk verzerrten Ligatabelle. Damals lehrte mich mein Grossvater mit seiner 100%-Staublunge: das Stadion von RW Essen liegt unter dem Meeresspiegel.

Meine Grosseltern und Eltern hatten Jahrzehnte zuvor auch noch echte Emscher-Hochwasser erlebt. Mir wurde schon schlecht, wen ich nur daran dachte, denn die Emscher war und ist bis heute eine offener, eingedeichter Abwasserkanal. Sie wird derzeit renaturiert von der Emschergenossenschaft, der wohl einzigen in öffentlichen Eigentum befindlichen Gesellschaft, die planungssicher und kosteneffizient bauen kann.

Und nun rechnet Andreas Wyputta uns in der taz kühl vor: hat alles keinen Zweck, Absaufen ist vorprogrammiert. Weiterlesen

Sackgassen des deutschen Fussballs

Von , am Freitag, 21. April 2017, in Fußball.

Der BVB-Attentäter hatte keine terroristischen Motive, sondern “nur” Habgier? Da werden sich Marc Bartra und seine traumatisierten BVB-Arbeitskollegen aber freuen. Verloren sie doch gerade gegen einen in beiden Spielen klar besseren Gegner, der die Tabelle im Land des Vizeeuropameisters anführt, aber in einem Staat residiert, der ohne die Organisierte Kriminalität vermutlich gar nicht existieren würde, und dessen Geschäftsmodell in erster Linie aus Geldwäsche besteht. Geldwäsche ist auch das, was die DFL “Investoren” begierig anbieten will, wenn sie endlich die “50+1-Regel” zur Begrenzung von Investorenmacht zu Fall gebracht hat. Wie schon in Leverkusen, Wolfsburg, Ingolstadt, Hoffenheim, Leipzig ….. Vorbild: die englische Premier League.
Wollen wir das? Der BVB-Attentäter würde das auf jeden Fall bejahen.

Abseits dieser ökonomischen und zweifellos bedeutsamen Hintergründe ist festzuhalten: sportlich war das Ausscheiden aus den europäischen Wettbewerben in allen drei Fällen gerecht. Weiterlesen

BSC 2:5 – es hätte auch anders laufen können

Von , am Donnerstag, 13. April 2017, in Beuel & Umland, Fußball.

Zum zweiten Mal in dieser Saison betrat ich zu einem Regionalligaspiel des Bonner SC den mit teurem Flutlicht ausgestatteten Sportpark Nord. In der Hinrunde beim 2:2 gegen den favorisierten BVB II hatte ich bereits eine überzeugende spielerische, strategische und kämpferische Leistung gesehen. Davon waren auch heute Elemente zu erkennen, die aber leichtfertig verschleudert wurden. Immerhin war das fussballerisch attraktiv anzuschauen, allerdings in erster Linie für die Gäste aus Oberhausen.
Man muss dazu wissen: RW Oberhausen gibt es nur deswegen noch, Weiterlesen