Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: S04 (Seite 1 von 3)

38 Grad – nördlich (!) des Polarkreises

weiter unten: Kriegshitze in Arabien / Streithitze um Schlachterei & Fussball und in Talkshows
Die Energie- und Klimawochenschau von Wolfgang Pomrehn/telepolis ist immer lesenswert und informativ. Pomrehn hat nicht nur einen genauen und fast enzyklopädischen Blick auf Sachverhalte, der in der Regel weit über den Horizont deutscher Berichterstattung hinausreicht, er hat auch immer einen gedanklichen BegriffWeiterlesen…

Westfälischer Feudalismus am Ende

Oder “nur” der Rassismus? – Ein Fenster der Gelegenheit für Fortschritt
Clemens Tönnies ist nicht zu beneiden. Nicht nur, weil bekennende Rassisten nicht zu beneiden, sondern nur zu bekämpfen sind. Normalmenschlich ist der Existenzkampf, in den er sich selbst manövriert hat, nicht durchzuhalten, und schon gar nicht zu gewinnen. Gut so. Die Postcorona-Verteilungskämpfe werden so hart, dass sie nicht nur den Klassenkampf von oben, sondern auch die klasseninternen Ressourcenkämpfe so verschärfen, dass sie eine Figur wie Tönnies als Sündenbock ausstellen “müssen”, so eine Art Amthor im XXL-Format.Weiterlesen…

Kafka lebt / Mani Breuckmann auch

Franz Kafka, hier schon Extradienst-Gastautor, hätte es sich vielleicht ausdenken können, was Thomas Moser/telepolis in Berlin erlebt hat. Moser hat gerade Zeit, weil Untersuchungsausschüsse zu NSU-Verbrechen oder dem Berliner Attentat von 2016 derzeit stillgelegt sind. Und dass Berliner Polizisten wenig Ahnung von Verhältnismässigkeit haben, ist bekannt; und dass sie das mit der Bundesregierung zunehmend gemeinsam habenWeiterlesen…

Müssen BVB-Fans leiden?

von Gert Samuel
Der BVB hat zwei Spiele hintereinander verloren, jeweils auswärts mit 2:3 im Pokal in Bremen sowie 3:4 in der Bundesliga in Leverkusen – und das nach drei Siegen zum Auftakt der Rückrunde mit 15:4 Toren. Müssen BVB-Fans nun leiden?
Es ist irgendwie kurios. Alle Fußballfans, außer denen des FC Bayern, finden es langweilig, wenn die Jahr für Jahr Meister werden. In der vorigen Saison wurde es zum ersten Mal wieder spannend, weil der BVB eine super Hinrunde hinlegte – Ausnahme: die Niederlage bei der Fortuna aus Düsseldorf. In der Rückrunde klappte es dann nicht mehr so gutWeiterlesen…

Zum 100. von Hennes!

Vorgestern wäre der 100. Geburtstag von Hennes Weisweiler gewesen. Heute bekam er das passende Geschenk. Die Vergleiche mit damals und heute sind sportlich alle kompletter Blödsinn, der traditionellen Oberflächlichkeit inkompetenter Medien geschuldet.
Unvergesslich wird mir eine Geschichte bleiben, die mir Heribert Fassbender mal bei einer WDR-Weihnachtsfeier erzählt hat. Er war seinerseits ganz gerührt, dass ich seine Schlussreportage vom 7:1 gegen Inter Mailand 1971 am Bökelberg quasi noch aufsagen konnte. Das Spiel lief überhaupt nicht im TV. Und das Radioprogramm schaltete sich erst nach den 21-Uhr-Nachrichten ins Stadion; da stand es bereits 6:1.Weiterlesen…

Medienignoranz als Vorteil

Alle Gladbach-Fans haben unverhoffterweise eine weitere schöne Woche. Tabellenführer. Immer noch. Nächsten Sonntag Heimspiel gegen die Mannschaft, die sich am vergangenen Wochenende am spielstärksten gezeigt hat: Eintracht Frankfurt. Ein Heimsieg ist also keineswegs erwartbar. Würde er gelingen, wäre er ausserordentlich richtungsweisend. Gelingt er nicht, wirds halt eine normale Aufbausaison. Das kennen die in anderen Bundesligastandorten nicht. Da muss schon aus Marketinggründen und wegen des Börsenkurses immer grosse Oper sein. Was sportlich dabei herauskommt, zeigt die Bundesligatabelle recht unbestechlich an.Weiterlesen…

BVB: falsch eingekauft – aber danke!

In Deutschlands Fussballhauptstadt ist Krise. Vor der Saison haben alle businessbegleitenden Medien die Genialität der Dortmunder Einkaufspolitik – im Gegensatz zu dem schläfrig-gestrigen Kriminellen Hoeness – gefeiert: Paco Alcácer 20 Mio., Julian Brandt 25 Mio., Nico Schulz 25 Mio., Thorgan Hazard 25 Mio., Mats Hummels 30 Mio., zusammen weit über 100 Mio. Für alle, die keine Ahnung von Fussball haben, ergab sich daraus rechnerisch zwingend: Meister wird nur der BVB.Weiterlesen…

Springer&CDU – ist jetzt Krieg?

Die merkwürdige “Metzelder-Affäre” – mit Update nachmittags
Wer sich in Gefahr begibt, kann darin umkommen. Christoph Metzelder hatte sich in die Gefahr begeben für die CDU zu arbeiten, und geriet dort zwischen die Fronten eines Bürgerkrieges: zwischen den einstigen Verbündeten Bild (Springerkonzern), die für AfD und den rechten Rand der CDU trommelt – und der Merkel-CDU. Diese Konstellation könnte sich für eine mögliche Nachfolgerin Merkels als noch schwieriger erweisen als eine China-Reise. Wenn sie überhaupt so lange durchhält.Weiterlesen…

“Wir sind keine Rassisten!”

Nur “Opfer”, und zwar “bescheuerte”
Klassische Abspaltung: die deutsche Rassismusdebatte dieses Sommerlochs wird auf den Fussball und die kleinen Wichte des grossen FC Schalke 04 abgespalten und abgeladen. Also “Die”, nicht wir! Seit Tagen ernähren sich die sommerlochenden Medien daran. So billig, dass wir schon dran gewöhnt sind, wie an das billige Hackfleisch und die Tierfabrikschnitzel. Erst bei 6. oder 7. Sehen der TV-Bilder vom Einmarsch des Herrn Tönnies beim “Tag des Handwerks” in Paderborn fiel mir auf,Weiterlesen…

Fall Tönnies: mehr “Wirtschaft” als “Sport”

Alle Vereinfacher, ausser Sarpei
Den Fall Tönnies hatte ich schon vor seinen spektakulär-rassistischen Äusserungen kommentiert. Im Kern geht es nicht um den Fussballverein in Gelsenkirchen, sondern um einen weltweit operierenden Fleischkonzern mit Firmensitz in Rheda-Wiedenbrück. Mann muss schon schwer in die Tiefen des deutschen Fussballbusiness verstrickt sein, wenn mann als grundsätzlich kritikfähiger Geist formuliert:Weiterlesen…

Dunkle Wolken über Schalke und Massentierhaltung

In Gelsenkirchen-Schalke würden sie sich in den Schrebergärten sicher freuen, wenns mal regnet. Die hier zu meldenden dunklen Wolken haben eine andere Konsistenz: sie bestehen aus Fleisch und Geld, und von beidem sehr viel. Schon in benachbarten Stadtteilen in Gelsenkirchen, und erst recht ausserhalb dieser idyllischen Grossststadt, verstehen die Leute unter “Schalke” S04, den grössten Arbeitgeber der Stadt. Es handelt sich um einen Fussballkonzern, der sich seit 2001 von dem Schlachtoligarchen Clemens Tönnies regieren lässt.Weiterlesen…

Africa-Cup: Finale heute 21 h

mit Update 22.7.
Für die meisten Deutschen ist vermutlich ein in Afrika umfallender Sack Reis. Im Weltfussball ist es aber ein wichtiges Top-Ereignis, und sogar nebenan in Frankreich. Da ist es ein “Hochrisiko”-Spiel, obwohl es nur in der TV-Glotze zu sehen ist. Hierzulande noch nicht einmal das.
Persönlichkeit mit Starappeal ist zum einen Riyad Karim Mahrez auf seiten der favorisierten Algerier. 2016 war er wichtigster Spieler des englischen Sensationsmeisters Leicester City. Letzte Saison zog ihn der von Prinz MBZ schrankenlos durchfinanzierte Meister Manchester City, und ihm ist zu wünschen, dass er dabei eine*n kompetente*n Berater*in hat.
Auf der anderen Seite Senegal,Weiterlesen…

Ruhrpottderby in Oberhausen

Zuschauer*innen*rekord im Niederrheinstadion in Oberhausen, neben dem Rhein-Herne-Kanal und der Emscher. Doppelt so viele, wie Viertligist und Noch-Aufstiegskandidat RWO bisher durchschnittlich gelockt hat, 6mal so viele, wie beim Bonner SC. Es war Halbfinal-Hinspiel der A-Jugend, und das Heimspiel von S04. Bei denen wird gerade umgebaut, sie mussten bisher nach Gelsenkirchen-Ückendorf ausweichen, der Heimat der Altintop-Brüder, Nachbarstadtteil der Heimat von Ilkay Gündogan. Das Spiel endete 2:2, wie in diesen Wochen üblich mit einem Ausgleichstor in der Nachspielzeit.Weiterlesen…

Fussball-Wunder gibt es nicht

In dieser Woche ergingen sich die PR-Begleiter des Fussball-Business im Besingen der Wiedergeburt der Champions-League durch diverse Fussball-Wunder, u.a. in Liverpool und Amsterdam. Mit Zauberei hatte das Geschehen nichts zu tun. Wichtigste Voraussetzung für die in der Tat grosse fussballerische Attraktivität des CL-Halbfinals war die Abwesenheit “deutscher Beteiligung”, von Oligarchen- und Konzernvereinen aus Madrid, Manchester und Paris. Verbleibender Favorit war Barca, das folgerichtig vor dem Finale ausschied.Weiterlesen…

Wird fortgesetzt: Fussballmärchen Eibar

Welch ein Zusammentreffen. In nahezu parallel ausgetragenen Spielen sicherten sich heute zwei besonders populäre Fussballmannschaften Europas den Klassenerhalt in ihrer ersten Liga. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf. Schalke 04 quälte seine 60.000 Fans mit einem 0:0 gegen Augsburg; SD Eibar schlug dagegen im wie immer ausverkauften Monsterstadion vor 6.285 Fans den FC Sevilla 1:0.
Vergleichen wir ein paar Kleinigkeiten: Eibar ist jetzt 11. (von 20), Schalke 15., auf dem gleichen Platz wie in der Saison, in der ich anfing mich für Fussball zu interessieren 1964/65. Damals 15. von 16, jetzt 15. von 18.Weiterlesen…

BVB zu charakterschwach

Der börsennotierte Fussballkonzern aus Westfalen wird jedenfalls nicht deutscher Fussballmeister der Herren. Das hat der deutsche Meister von 1958 heute geklärt. Die Blauen aus Gelsenkirchen haben die zeitweiligen Ballzauberer des BVB erfolgreich auf ihr Niveau heruntergezogen. Ihr wichtigster strategischer Erfolg war in diesem Sinne Marco Reus.
Ich will keinen BVB-Fan von Verschwörungsgedanken gegen DFL und DFB abbringen. In der ersten Halbzeit habe ich ein Handspiel des Schalkers Sane gesehen,Weiterlesen…

USA / BVB

Angesichts der Säue-Herden, die nach Ostern durch die Mediendörfer getrieben werden, hier mal eine Konzentration auf die wichtigsten Dinge: die Grossmacht sowie den mächtigsten Mann der Welt – und der Kampf um die deutsche Fussballmeisterschaft.
Ein ehemaliger NRW-Landeskorrespondent, wie Ulrich Horn einer war, ist in den USA vermutlich das, was für uns ein Sack Reis in China ist. Horn hat in seinem Berufsleben aber exzellent gelernt, auf einem streng realpolitischen Analysefundament politische Prozesse zu erkennen und zu beschreiben. Hier versucht er sich an der Lage des US-Präsidenten und fertigt eine Manual-Miniatur für die oppositionellen US-Demokraten.Weiterlesen…

Woher die schlechten Witze kommen

Matthias Drobinski/SZ will den Karneval vor den schlechten Witzen retten: “Kramp-Karrenbauers Witz über Intersexuelle kommt von oben und geht auf die Kosten derer da unten. Das widerspricht der Grundidee des Karnevals.” Er träumt den Traum vom “subversiven Karneval”. Die Zeit soll es tatsächlich gegeben haben, irgendwann vor meiner Lebenszeit. Das haben dann wohl spätestens die Nazis vernichtet. Und richtig erholt hat sich der deutsche Karneval von dieser Vernichtung nicht mehr. Die deutsche Glotze liefert darüber so viel Material, dass einem schneller schlecht wird, als es der Alkohol schafft. Zum besseren Karneval Hinweise hier. Weiterlesen…

S04: Heidels Selbstachtung siegt

Wer ist mit ähnlicher Noblesse gegangen? Vor Beendigung des gültigen Arbeitsvertrages? Unter Verzicht auf eine Millionenabfindung? Ich erinnere mich an Jupp Heynckes und Lucien Favre. Heidel hätte es wissen müssen, dass er nur scheitern kann. Hat der Grossschlachter, Massentierhaltungsmultimillionär, Putinfreund und Buddy der sogenannten Zeitung Bild Clemens Tönnies einen verborgenen Charme, mit dem er ihn rumgekriegt hat? Jedenfalls hat er ihn, wie alle vor ihm, erlegt. Ein erfolgreiches Profifussballunternehmen führen geht anders.Weiterlesen…

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