Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: S04 (Seite 1 von 3)

Wankende Riesen

Das dicke Ende kommt noch. Die Wirtschaftskrise, die auf die Coronakrise folgt, wird gewaltig sein. Erste Zeichen sind schon zu erkennen, wĂ€hrend das Virus noch gar nicht weg ist. Die kleinen ZusammenbrĂŒche sind ĂŒberall sichtbar, aber werden von der breiten Öffentlichkeit nicht wahrgenommen, weil sie – aus volkserzieherischen Motiven? – (noch) nicht breitgetreten werden. Das Eiern der MinisterprĂ€sident*inn*enkonferenz mit der Bundeskanzlerin, und die hier und hier spĂŒrbare Erregung des rechtschaffen-ehrlichen Bodo Ramelow (Die Linke), verraten, dass die schon eine innere Ahnung von dem haben, was kommen wird, aber sich nicht trauen, und noch keine Idee davon haben, wie sie darĂŒber sprechen sollen.Weiterlesen…

Trend zur zweiten Liga

Fussball zeigt: Virus geht nicht vorbei
Diese Saison ist von einem rĂ€tselhaften Virus infiziert. Auf nichts ist mehr Verlass. Sogar der Fussballkonzern aus dem sĂŒddeutschen Raum benötigt wieder, wie gestern in der 93. Spielminute, Elfmetergeschenke. Zuviele ArbeitsplĂ€tze und Investitionen wĂ€ren sonst bedroht. Diese alltĂ€gliche SelbstverstĂ€ndlichkeit tĂ€uscht nicht darĂŒber hinweg: immer weniger funktioniert, immer mehr geht in die Hose.Weiterlesen…

Abstiegskampf

Von GĂŒnter Bannas
Die Bundesliga-Saison beginnt am kommenden Wochenende vor weitestgehend leeren TribĂŒnen, was ein Zeichen ist: Die Beziehungen zwischen Politik und Sport, wer wen hofiert, wer um wessen Gunst buhlt, haben sich in ihr Gegenteil verkehrt. Selbst das schöne Abschneiden des deutschen Fußballs in Europa hat daran nichts geĂ€ndert. Bis zum MĂ€rz, in den Vor-Corona-Zeiten, war der Sport in der Position der StĂ€rke.Weiterlesen…

38 Grad – nördlich (!) des Polarkreises

weiter unten: Kriegshitze in Arabien / Streithitze um Schlachterei & Fussball und in Talkshows
Die Energie- und Klimawochenschau von Wolfgang Pomrehn/telepolis ist immer lesenswert und informativ. Pomrehn hat nicht nur einen genauen und fast enzyklopĂ€dischen Blick auf Sachverhalte, der in der Regel weit ĂŒber den Horizont deutscher Berichterstattung hinausreicht, er hat auch immer einen gedanklichen BegriffWeiterlesen…

WestfÀlischer Feudalismus am Ende

Oder “nur” der Rassismus? – Ein Fenster der Gelegenheit fĂŒr Fortschritt
Clemens Tönnies ist nicht zu beneiden. Nicht nur, weil bekennende Rassisten nicht zu beneiden, sondern nur zu bekĂ€mpfen sind. Normalmenschlich ist der Existenzkampf, in den er sich selbst manövriert hat, nicht durchzuhalten, und schon gar nicht zu gewinnen. Gut so. Die Postcorona-VerteilungskĂ€mpfe werden so hart, dass sie nicht nur den Klassenkampf von oben, sondern auch die klasseninternen RessourcenkĂ€mpfe so verschĂ€rfen, dass sie eine Figur wie Tönnies als SĂŒndenbock ausstellen “mĂŒssen”, so eine Art Amthor im XXL-Format.Weiterlesen…

Kafka lebt / Mani Breuckmann auch

Franz Kafka, hier schon Extradienst-Gastautor, hĂ€tte es sich vielleicht ausdenken können, was Thomas Moser/telepolis in Berlin erlebt hat. Moser hat gerade Zeit, weil UntersuchungsausschĂŒsse zu NSU-Verbrechen oder dem Berliner Attentat von 2016 derzeit stillgelegt sind. Und dass Berliner Polizisten wenig Ahnung von VerhĂ€ltnismĂ€ssigkeit haben, ist bekannt; und dass sie das mit der Bundesregierung zunehmend gemeinsam habenWeiterlesen…

MĂŒssen BVB-Fans leiden?

von Gert Samuel
Der BVB hat zwei Spiele hintereinander verloren, jeweils auswĂ€rts mit 2:3 im Pokal in Bremen sowie 3:4 in der Bundesliga in Leverkusen – und das nach drei Siegen zum Auftakt der RĂŒckrunde mit 15:4 Toren. MĂŒssen BVB-Fans nun leiden?
Es ist irgendwie kurios. Alle Fußballfans, außer denen des FC Bayern, finden es langweilig, wenn die Jahr fĂŒr Jahr Meister werden. In der vorigen Saison wurde es zum ersten Mal wieder spannend, weil der BVB eine super Hinrunde hinlegte – Ausnahme: die Niederlage bei der Fortuna aus DĂŒsseldorf. In der RĂŒckrunde klappte es dann nicht mehr so gutWeiterlesen…

Zum 100. von Hennes!

Vorgestern wÀre der 100. Geburtstag von Hennes Weisweiler gewesen. Heute bekam er das passende Geschenk. Die Vergleiche mit damals und heute sind sportlich alle kompletter Blödsinn, der traditionellen OberflÀchlichkeit inkompetenter Medien geschuldet.
Unvergesslich wird mir eine Geschichte bleiben, die mir Heribert Fassbender mal bei einer WDR-Weihnachtsfeier erzĂ€hlt hat. Er war seinerseits ganz gerĂŒhrt, dass ich seine Schlussreportage vom 7:1 gegen Inter Mailand 1971 am Bökelberg quasi noch aufsagen konnte. Das Spiel lief ĂŒberhaupt nicht im TV. Und das Radioprogramm schaltete sich erst nach den 21-Uhr-Nachrichten ins Stadion; da stand es bereits 6:1.Weiterlesen…

Medienignoranz als Vorteil

Alle Gladbach-Fans haben unverhoffterweise eine weitere schöne Woche. TabellenfĂŒhrer. Immer noch. NĂ€chsten Sonntag Heimspiel gegen die Mannschaft, die sich am vergangenen Wochenende am spielstĂ€rksten gezeigt hat: Eintracht Frankfurt. Ein Heimsieg ist also keineswegs erwartbar. WĂŒrde er gelingen, wĂ€re er ausserordentlich richtungsweisend. Gelingt er nicht, wirds halt eine normale Aufbausaison. Das kennen die in anderen Bundesligastandorten nicht. Da muss schon aus MarketinggrĂŒnden und wegen des Börsenkurses immer grosse Oper sein. Was sportlich dabei herauskommt, zeigt die Bundesligatabelle recht unbestechlich an.Weiterlesen…

BVB: falsch eingekauft – aber danke!

In Deutschlands Fussballhauptstadt ist Krise. Vor der Saison haben alle businessbegleitenden Medien die GenialitĂ€t der Dortmunder Einkaufspolitik – im Gegensatz zu dem schlĂ€frig-gestrigen Kriminellen Hoeness – gefeiert: Paco AlcĂĄcer 20 Mio., Julian Brandt 25 Mio., Nico Schulz 25 Mio., Thorgan Hazard 25 Mio., Mats Hummels 30 Mio., zusammen weit ĂŒber 100 Mio. FĂŒr alle, die keine Ahnung von Fussball haben, ergab sich daraus rechnerisch zwingend: Meister wird nur der BVB.Weiterlesen…

Springer&CDU – ist jetzt Krieg?

Die merkwĂŒrdige “Metzelder-AffĂ€re” – mit Update nachmittags
Wer sich in Gefahr begibt, kann darin umkommen. Christoph Metzelder hatte sich in die Gefahr begeben fĂŒr die CDU zu arbeiten, und geriet dort zwischen die Fronten eines BĂŒrgerkrieges: zwischen den einstigen VerbĂŒndeten Bild (Springerkonzern), die fĂŒr AfD und den rechten Rand der CDU trommelt – und der Merkel-CDU. Diese Konstellation könnte sich fĂŒr eine mögliche Nachfolgerin Merkels als noch schwieriger erweisen als eine China-Reise. Wenn sie ĂŒberhaupt so lange durchhĂ€lt.Weiterlesen…

“Wir sind keine Rassisten!”

Nur “Opfer”, und zwar “bescheuerte”
Klassische Abspaltung: die deutsche Rassismusdebatte dieses Sommerlochs wird auf den Fussball und die kleinen Wichte des grossen FC Schalke 04 abgespalten und abgeladen. Also “Die”, nicht wir! Seit Tagen ernĂ€hren sich die sommerlochenden Medien daran. So billig, dass wir schon dran gewöhnt sind, wie an das billige Hackfleisch und die Tierfabrikschnitzel. Erst bei 6. oder 7. Sehen der TV-Bilder vom Einmarsch des Herrn Tönnies beim “Tag des Handwerks” in Paderborn fiel mir auf,Weiterlesen…

Fall Tönnies: mehr “Wirtschaft” als “Sport”

Alle Vereinfacher, ausser Sarpei
Den Fall Tönnies hatte ich schon vor seinen spektakulĂ€r-rassistischen Äusserungen kommentiert. Im Kern geht es nicht um den Fussballverein in Gelsenkirchen, sondern um einen weltweit operierenden Fleischkonzern mit Firmensitz in Rheda-WiedenbrĂŒck. Mann muss schon schwer in die Tiefen des deutschen Fussballbusiness verstrickt sein, wenn mann als grundsĂ€tzlich kritikfĂ€higer Geist formuliert:Weiterlesen…

Dunkle Wolken ĂŒber Schalke und Massentierhaltung

In Gelsenkirchen-Schalke wĂŒrden sie sich in den SchrebergĂ€rten sicher freuen, wenns mal regnet. Die hier zu meldenden dunklen Wolken haben eine andere Konsistenz: sie bestehen aus Fleisch und Geld, und von beidem sehr viel. Schon in benachbarten Stadtteilen in Gelsenkirchen, und erst recht ausserhalb dieser idyllischen Grossststadt, verstehen die Leute unter “Schalke” S04, den grössten Arbeitgeber der Stadt. Es handelt sich um einen Fussballkonzern, der sich seit 2001 von dem Schlachtoligarchen Clemens Tönnies regieren lĂ€sst.Weiterlesen…

Africa-Cup: Finale heute 21 h

mit Update 22.7.
FĂŒr die meisten Deutschen ist vermutlich ein in Afrika umfallender Sack Reis. Im Weltfussball ist es aber ein wichtiges Top-Ereignis, und sogar nebenan in Frankreich. Da ist es ein “Hochrisiko”-Spiel, obwohl es nur in der TV-Glotze zu sehen ist. Hierzulande noch nicht einmal das.
Persönlichkeit mit Starappeal ist zum einen Riyad Karim Mahrez auf seiten der favorisierten Algerier. 2016 war er wichtigster Spieler des englischen Sensationsmeisters Leicester City. Letzte Saison zog ihn der von Prinz MBZ schrankenlos durchfinanzierte Meister Manchester City, und ihm ist zu wĂŒnschen, dass er dabei eine*n kompetente*n Berater*in hat.
Auf der anderen Seite Senegal,Weiterlesen…

Ruhrpottderby in Oberhausen

Zuschauer*innen*rekord im Niederrheinstadion in Oberhausen, neben dem Rhein-Herne-Kanal und der Emscher. Doppelt so viele, wie Viertligist und Noch-Aufstiegskandidat RWO bisher durchschnittlich gelockt hat, 6mal so viele, wie beim Bonner SC. Es war Halbfinal-Hinspiel der A-Jugend, und das Heimspiel von S04. Bei denen wird gerade umgebaut, sie mussten bisher nach Gelsenkirchen-Ückendorf ausweichen, der Heimat der Altintop-BrĂŒder, Nachbarstadtteil der Heimat von Ilkay GĂŒndogan. Das Spiel endete 2:2, wie in diesen Wochen ĂŒblich mit einem Ausgleichstor in der Nachspielzeit.Weiterlesen…

Fussball-Wunder gibt es nicht

In dieser Woche ergingen sich die PR-Begleiter des Fussball-Business im Besingen der Wiedergeburt der Champions-League durch diverse Fussball-Wunder, u.a. in Liverpool und Amsterdam. Mit Zauberei hatte das Geschehen nichts zu tun. Wichtigste Voraussetzung fĂŒr die in der Tat grosse fussballerische AttraktivitĂ€t des CL-Halbfinals war die Abwesenheit “deutscher Beteiligung”, von Oligarchen- und Konzernvereinen aus Madrid, Manchester und Paris. Verbleibender Favorit war Barca, das folgerichtig vor dem Finale ausschied.Weiterlesen…

Wird fortgesetzt: FussballmÀrchen Eibar

Welch ein Zusammentreffen. In nahezu parallel ausgetragenen Spielen sicherten sich heute zwei besonders populÀre Fussballmannschaften Europas den Klassenerhalt in ihrer ersten Liga. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf. Schalke 04 quÀlte seine 60.000 Fans mit einem 0:0 gegen Augsburg; SD Eibar schlug dagegen im wie immer ausverkauften Monsterstadion vor 6.285 Fans den FC Sevilla 1:0.
Vergleichen wir ein paar Kleinigkeiten: Eibar ist jetzt 11. (von 20), Schalke 15., auf dem gleichen Platz wie in der Saison, in der ich anfing mich fĂŒr Fussball zu interessieren 1964/65. Damals 15. von 16, jetzt 15. von 18.Weiterlesen…

BVB zu charakterschwach

Der börsennotierte Fussballkonzern aus Westfalen wird jedenfalls nicht deutscher Fussballmeister der Herren. Das hat der deutsche Meister von 1958 heute geklÀrt. Die Blauen aus Gelsenkirchen haben die zeitweiligen Ballzauberer des BVB erfolgreich auf ihr Niveau heruntergezogen. Ihr wichtigster strategischer Erfolg war in diesem Sinne Marco Reus.
Ich will keinen BVB-Fan von Verschwörungsgedanken gegen DFL und DFB abbringen. In der ersten Halbzeit habe ich ein Handspiel des Schalkers Sane gesehen,Weiterlesen…

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