Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Sebastian Kurz (Seite 1 von 2)

Konservative Vorbilder

Der Ösi Kurz soll ein Rollenvorbild für die darbenden deutschen Konservativen gewesen sein. Wenn es jemand für bare Münze nehmen will, dass er sich nun wegen der Geburt eines Sohnes aus der Politik zurückzieht, dann sähe das ernsthaft vorbildlich aus. Cathrin Kalweit/SZ, der ich mal in Roland Appels Fraktionschefbüro im NRW-Landtag begegnet bin, hegt daran begründete Zweifel. Der Mann ist jung und braucht das Geld. Weiterlesen

Union: Einfalt und Zwietracht

Die CDU hat nicht nur die jüngste Wahl verloren. Ihrer Führungselite kam zuvor schon das Gefühl für Anstand abhanden. Es zeichnet sich ab, dass die Probleme, die zur Niederlage führten, unter den Teppich gekehrt werden. Die Union erodiert. Mehr als die Hälfte ihrer Anhänger ist auf dem Absprung. Sie würden es begrüßen, wenn Scholz Kanzler und die SPD Regierungspartei würde. Nach der Wahlniederlage ist dies die nächste Ohrfeige für die Union. Weiterlesen

Konservatives Vorbild Kurz

Der “Wunderwuzzi” erlebt ein blaues Wunder
Korruption schwingt immer ein bisschen mit, denkt man an Österreich und seine rechten Parteien. Die FPÖ und ihre schmierigen Verbindungen zu schlagenden Verbindungen, ultrarechten Netzwerken und alten wie jungen Nazis bilden seit Jahrzehnten ein perverses Geflecht, das den Rechtspopulisten Jörg Haider lange Jahre stabilisierte. Aber auch der messianische Aufstieg des blutjungen Bundeskanzlers Kurz, unter Umgehung der traditionellen ÖVP, die er 2017 als deren “Obmann” kurzerhand in “Liste Kurz” umbenannte, hatte etwas kometenhaft – wundersames. Weiterlesen

“Starprinzip” und Klimarettung

Seit mehreren Jahrzehnten ist eine Sinn- und Inhaltsentleerung der demokratischen Parteien zu verzeichnen. Unter dem Druck kapitalistisch und algorithmisch programmierter Medien lassen sie sich zwingen, Streit zu vermeiden, oder wenigstens zu verbergen. So leisten sie einen “wichtigen” Beitrag zur Verarmung öffentlicher Diskurse. Analysen von Rahmenbedingungen und Strukturen fallen und sterben aus. Stattdessen kehrt zurück, was ich als Kleinkind bereits in den schwarz-weissen TV-Western lernte: wer sind die Guten, wer sind die Bösen? Das wird an denen festgemacht, die die Hauptrollen ergattert haben.
Wohin das führt, hat die kluge Isolde Charim/taz jüngst am Beispiel Österreich beschrieben. Weiterlesen

Sommerpause? – Ja nee, is’ klar …

mit Update 21.5.
Die erste Maiwoche ist vorüber. Und morgen soll es über 25 Grad werden. Da liegt es nahe, die Sommerpausen ausbrechen zu lassen. Journalismus ist teuer, Recherche ist teuer – alles, was Algorithmen noch nicht erledigen können, ist furchtbar teuer. Menschliche Arbeit schmälert jede Kapitalrendite, und muss durch irgendwas ersetzt werden. Da sind sie beim ZDF ganz up to date.
Die Spitze des Hauses hat Böhmermanns zdfmagazin nicht so recht über den Weg getraut. Weiterlesen

Journalismus

mit Update 7.12.
Sind Ü-60-jährige wie ich in ihrer Lebenszeit von (gutem) Journalismus verwöhnt worden? Manchmal, und immer öfter, ist mir heute so. Armin Wolf habe ich hier schon selbst oft genug gelobt. Der Spiegel feiert ihn mit und berichtet entsprechendes aus den asozialen Netzwerken. Dabei macht der Mann nur seine Arbeit (der Spiegel verzichtete auf diese Verlinkung, warum nur?).
Sebastian Kurz, den ich selbst redlich hasse, wagt sich immerhin in so ein Auswärtsspiel, Weiterlesen

Verewigung der Unmenschlichkeit?

Menschenwürde, Hilfsbereitschaft, Solidarität und Hilfe in Not sind Werte, zu denen ich erzogen worden bin. Nicht nur von meinen Eltern, von einer Bundesrepublik der 60er Jahre, die Kerzen für die unterdrückten “Brüder und Schwestern” in der DDR in die Fester stellte. In der Schule, in der die DGRS – Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger – Filme ihrer Arbeit zeigte und anschließend die Schüler*innen nötigte, am kommenden Tag Spenden ihrer Eltern mitzubringen. Ich dachte immer, in einer freiheitlichen Gesellschaft des Grundgesetzes zu leben – später habe ich dann gelernt,
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Die egomanischen Vier

Gut gebrüllt Peter / Ex-Jungdemokrat Pascal dreht dagegen ein bisschen durch
Niederlande, Österreich, Schweden, und Dänemark sind die Letzten in EU-Europa, die die monetaristische Egomanen-Pose aufrechterhalten, zusammen mit den Rechten in FDP, CDU, AfD und denen nahestehenden deutschen Medien. Peter Kapern/DLF, den ich noch gut aus seiner Düsseldorfer Korrespondentenzeit kenne und schätzen gelernt habe, kommentiert das mit wünschenswerter Deutlichkeit. Nur seine Schlussthese würde ich relativieren: Weiterlesen

Ausgrenzung oder Solidarität in der Krise

“Die Liberalität einer Gesellschaft erweist sich im Umgang mit ihren Minderheiten.” Ein Satz in einem kleinen grünen Buch, geschrieben 1971 von Karl-Hermann Flach, dem damaligen Generalsekretär der F.D.P. in einer Zeit, in der sie noch liberal war und über intellektuelle Substanz verfügte. Der Ethikrat hat gestern zur Diskussion über Ausstiegsszenarien aufgerufen – zurecht: Es ist höchste Zeit, dass in der alternativlosen Grabesruhe, die von kompetenten Virologen und wirtschaftlichen Krisenpropheten beherrscht wird, eine qualifizierte politische Diskussion geführt wird. Und vor allem, wie  wir einen Ausstieg aus der Isolation in solidarischem Umgang brauchen. Die Tagesthemen vom 7.4. haben hier ein solides Stück Journalismus geliefert und die Diskussion eröffnet. Weiterlesen

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