Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Siegburg

Geheimnisvolle Durchsagen, unsichtbares Personal

Wundersame Bahn XLVIII
An manchen Tagen sollte man lieber zu Hause bleiben. Aber wir wollten uns die Revierkunst in Zeche Ewald in Herne gerne anschauen. Das war auch gut so. Die Hinfahrt funktioniert ganz gut. Wir konnten zu zweit mit meinen VRS-Ticket bis Herne und zurĂŒck fahren, ohne das sonst notwendige “Weiterfahr-Ticket” zusĂ€tzlich lösen zu mĂŒssen. Diese Regelung galt wegen Corona wĂ€hrend der gesamten Schulferien, fĂŒr uns bedeutete dies eine Ersparnis von 27,20 Euro. Die Ausstellung war auch gut, aus dem Bonner Raum war Sandra Eisenbarth aus Siegburg mit ihren neuen Arbeiten vertreten. Weiterlesen…

Rattenrennen

Die ErnĂ€hrung – der Impfstoff – das Entertainment
Der Kollege Frank Patalong, langjĂ€hriger Ressortleiter Netzwelt bei Spiegel-online, lebt hier um die Ecke in Siegburg. Er hat bei seinem alten Arbeitgeber eine kompakte Geschichte der Industrialisierung menschlicher Landwirtschaft abgeliefert. Der Philosophie, die bei ihm nur ein wenig durchschimmert und sich etwas leichtfertig auf Malthus stĂŒtzt, traue ich nicht ĂŒber den Weg. Das in-Erinnerung-rufen, welche bahnbrechenden technologischen Revolutionen zum heutigen Zustand fĂŒhrten,Weiterlesen…

Kaum ein Fahrgast stört

Wundersame Bahn XLIII
Jahrzehntelang fĂŒhlte ich mich als DB-Stammkunde darauf abgerichtet, dass der Fahrgast das Einzige ist, was den Betrieb stört. Seit das Coronavirus ĂŒber uns gekommen ist, schien dieses Problem weitestgehend erledigt. Zu hören, zu sehen und zu atmen ist, dass immer mehr Menschen aufs Auto umsteigen, weil sie sich dort scheinbar sicherer fĂŒhlen. Ist das Virus vielleicht gar nicht von Bill Gates, sondern von der deutschen Autoindustrie? Hmm …
Gestern habe ich alles mal wieder ausprobiert.Weiterlesen…

Kein Fußball aber Manöver

Die Bundesregierung empfiehlt Großverstanstaltungen mit ĂŒber 1000 Teilnehmern derzeit zu vermeiden. Deshalb fallen sogar Fußballspiele aus. Nun habe ich mir in meinem Leben noch nie ein Fußballspiel angeschaut, weder live und in Farbe, noch frĂŒher schwarz/weiß. Ich werde es auch nicht – genau so wenig wie ich jemals in den letzten 64 Jahren einen McDonalds oder Starbucks betreten habe und auch das werde ich in den sicher noch folgenden weiteren 64 Jahren nicht tun. Warum auch? Insofern war meine Argumentation mit Fußballspielen gegenĂŒber der Bundesregierung vielleicht nicht so ganz aufrichtig, aber ich dachte als VergleichsgrĂ¶ĂŸe passt es zum NATO-Manöver “Defender”.Weiterlesen…

Wundersame Bahn XXI

Es gibt Positives zu berichten
Bahnfahren beginnt ja zu Hause. Also zĂ€hle ich die Straßenbahn auch dazu.
Und da gibt es Neues und Erfreuliches zu berichten. Also neu – jedenfalls in meiner persönlichen Wahrnehmung ist die Beschilderung in der U-Bahn-Station Hauptbahnhof. Es gibt jetzt nicht nur Anzeigetafeln, die mitteilen, wie viel VerspĂ€tung die unten fahrenden Bahnen, also fĂŒr Bonner etwa die 16 nach Köln oder die 63 nach Godesberg, haben, sondern auch eine elektrische Anzeige, auf den Gleisen in Richtung Ausgang Thomas-Mann-Str., auf der zu sehen ist, ob und wann die oberirdisch verkehrenden Busse und Bahnen fahren. Das bedeutet fĂŒr mich, wenn die 66 mich mal wieder eine halbe Stunde warten lĂ€sst,Weiterlesen…

Deutsche Bahn hÀngt NRW ab

Die Deutsche Bahn Aktiengesellschaft stand schon immer auf Kriegsfuss mit Nordrhein-Westfalen. Hier wohnen einfach zu viele, in zu vielen StĂ€dten. Es gibt hier viel zu viele Hauptbahnhöfe. Das alles macht nur Arbeit und Ärger. Ein schönes Bahnland fĂŒr eine Aktiengesellschaft wĂ€re eins mit wenigen fetten Zentren und grossen unbewohnten Regionen drumrum (also sowas Ă€hnliches wie Berlin). Da zwischen können dann ICEs, ohne in Wolfsburg o. Ă€hnl. anzuhalten, hin und her brausen – also ungefĂ€hr das, was frĂŒher Flugzeuge, von denen ein gewisser Mehdorn schon immer am meisten verstanden hat, bedient haben. NatĂŒrlich keinesfalls zu niedrigeren Preisen, weil: Aktiengesellschaft!
Ein Bundesland wie NRW ist dagegen eine widersinnige Konstruktion.Weiterlesen…

Verlorengehen am Bahnhof Troisdorf

Wundersame Bahn XIV
Das alte BahnhofsgebĂ€ude, vollverglast mit Flachdach fand ich als Zitat der deutschen Nachkriegsmoderne gar nicht hĂ€sslich. Es verlor an seinem Platz nur seine Funktion, in den ewigen Umbauten der Bahnsteige spielte es keine Rolle, lag irgendwann nicht mehr am Weg der Reisenden, Fahrkartenausgaben wurden als erste aufgegeben. Die Immobilienfirma der Bahn nahm dann noch eine zeitlang mit ihren ĂŒberhöhten Mietforderungen verzweifelte Kleingewerbetreibende aus. Als deren Existenzen dann auch vernichtet waren, konnte abgerissen werden.Weiterlesen…

Nitrate in der Siegaue

Ein kleineres Problem als anderswo in Deutschland
von Detmar Jobst

Am Tag der UrteilsverkĂŒndung des EuropĂ€ischen Gerichtshofes gegen Deutschland – es ging um zu hohe Nitratwerte im Grundwasser – saß ich im BetriebsgebĂ€ude des WTV (Wahnbach-Talsperren-Verband Siegburg/Bonn) und ließ mir die Sachlage fĂŒr das Bonner Trinkwasser erklĂ€ren. Der Hydrogeologe KrĂ€mer und GeschĂ€ftsfĂŒhrer Eckschlag erlĂ€uterten mir die Grundwasserströmung hin zu den Trinkwasserbrunnen an der unteren Sieg. Im Vergleich zum Wasser der Talsperre werden hier höhere Nitratwerte gemessen, in einzelnen Beobachtungsbrunnen auch ĂŒber 50mg/Liter, dem derzeitigen Grenzwert fĂŒr Trinkwasser.Weiterlesen…

Funkenflug und Brandstifter

Jammern auf hohem Niveau hat in Bonn Tradition. Uns ist zu heiss und trocken. In Siegburg brennen HĂ€user. Katastrophentourist*inn*en quĂ€len die Opfer. Sie sollten sich an den Verfassungsrang der MenschenwĂŒrde erinnern. Oder wie war das noch mit der Leitkultur?
Einen Tag nach der Brandkatastrophe in Siegburg gab es in Beuel ein Feuerwerk. Unglaublich aber wahr. Passant*inn*en sahen es am Rheinufer, sprachen die Macher*innen an, ob sie noch alle Tassen im Schrank hĂ€tten. Es waren “Profis”, sie bespassten damit ein vorbeifahrendes Partyschiff. Wie war das noch mit den Parallelgesellschaften?

Woanders auf der Welt mĂŒssen die Menschen bei Ă€hnlichem Klima mit ihrem jederzeitigen Ableben rechnen.Weiterlesen…

Wundersame Bahn (III) – Troisdorf

Ab morgen wird der Schienenverkehr der Deutsche Bahn AG zwischen Unkel und Troisdorf, mitbetroffen also Bonn-Beuel, weitgehend eingestellt – Bauarbeiten, bis zur WM (S13-Ausbau, BrĂŒckensanierungen, Schienenerneuerungen). Heute war der letzte Tag davor, und Kompliment: die “Vorbereitung” darauf ist heute gut gelungen.

Mein Versuch, heute vormittag den Bahnhofszugang in Troisdorf zu finden, gelang nĂ€mlich bereits ĂŒberhaupt nicht. Das BahnhofsgebĂ€ude, noch der schönste Teil dieses menschenfeindlich gestalteten GelĂ€ndes, das eher einer von ICEs zu passierenden Milchkanne Ă€hnelt, war schon seit ĂŒber 10 Jahren ausser Funktion und wurde darum abgerissen. An der gesamten stadtseitigen Front dieser Milchkanne steht jetzt ein rechteckiger Rohbau, mit BaugerĂŒsten verkleidet.Weiterlesen…

(Flug)LĂ€rmbelastung in Beuel

von Dagny Schwarz

Beuel ist einer der dynamischsten Stadtteile Bonns. Mit der Dynamik kommen aber auch StraßenlĂ€rm und Flugverkehr, dazu LĂ€rm durch die Bundesbahn. Ausmaß und Folgen von LĂ€rmbelĂ€stigungen im Wohnumfeld diskutierte der GrĂŒne Ortsverein Beuel letzte Woche mit BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern im Odeon Bistro.
Die Situation, Erkenntnisse zu gesundheitlichen Folgen von LĂ€rm und Handlungsmöglichkeiten stellte Dr. Detmar Jobst, Hausarzt und Gesundheitspolitischer Sprecher der GrĂŒnen Ratsfraktion Bonn, vor: Umgeben und durchzogen von einer ganzen Reihe von Bundesstraßen und Autobahnen, durchquert von einer der befahrensten Schienenstrecken und in NĂ€he zum Flughafen Köln/Bonn sowie dem Luftlandeplatz in St. Augustin-Hangelar, ergibt sich fĂŒr Beuel eine hohe LĂ€rmbelastung aus verschiedenen Emittenten, die insgesamt viele BĂŒrgerinnen und BĂŒrger betrifft und teilweise sogar bis ĂŒber den Rhein in die Innenstadt ausstrahlt. Die Anwesenden stimmten dieser Aussage lebhaft zu.

Gesundheitliche Folgen von FluglĂ€rm sind, wie Detmar Jobst weiter ausfĂŒhrt, in medizinischen Studien gut nachgewiesen.Weiterlesen…

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