Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Simons

Individueller Klimaschutz – praktisch

In meinem Alter kann ich mir erlauben Facebook-abstinent zu sein. Einen multimilliardenschweren, steuerbetrĂŒgenden Konzern als Plattform meiner Kommunikation zu respektieren und mich seiner – weitgehend gesetzlosen – Zensurgewalt auszusetzen … nee, da wĂŒrde mir schlecht. Was dort Wichtiges passieren könnte, erfahre ich trotzdem. Z.B., dass die Diskursverschiebung, ĂŒber die ich mich gestern erst gefreut habe, nicht erst mit Zeitverschiebung, sondern jetzt schon in Bonn angekommen ist. Heisst das nun, dass wenn die Welt untergeht, sie in Bonn nicht fĂŒnf Jahre spĂ€ter untergeht?
Primark-LĂ€den habe ich noch nie betreten. Weiterlesen…

Der Grundwiderspruch zwischen Kapitalismus und Kleinfamilie

FĂŒr Christdemokraten, die auf diese Bezeichnung noch wert legen, ist es dumm gelaufen. WĂ€hrend Ehe und Familie sogar vom Grundrechtekatalog des Grundgesetzes als “geschĂŒtzt” bezeichnet werden, der Kapitalismus dagegen nicht (im Gegenteil, s. Art. 14 und Art. 15), ist es in der deutschen Wirklichkeit umgekehrt gelaufen. Den Kapitalismus in seinem Lauf hĂ€lt weder Ochs noch Esel auf. Die 2-Generationen-Kleinfamilie dagegen wird von den gesellschaftliche UmstĂ€nden dieser Art des Wirtschaftens und Arbeitens aufgerieben.

Ich habe das ja schon als pubertierender Jugendlicher so gesehen. Nicht wenige dieser Altersgruppe haben Ă€hnliche Einsichten. Bei den meisten wĂ€chst die sich aber wieder raus, wenn mann nach dem Einstieg ins Berufsleben Zonen fĂŒr Sicherheit und RĂŒckzug sucht. Und wenn man dann merkt, dass die Kleinfamilie das nicht ist, ist es meistens zu spĂ€t – weil sie schon da ist, und ein Entkommen nur zu hohen materiellen und emotionalen Kosten möglich ist.

Die SZ interviewte gestern eine österreichische Politologin,Weiterlesen…

Beueler Kleinversorgungsprobleme

RegelmĂ€ssig besuche ich meine alte Essener Heimat und habe so einen regelmĂ€ssigen Vergleich stĂ€dtischer Strukturprobleme: hier in Beuel die bĂŒrgerlich-rheinische Puppenstube, dort im Essener Norden die Klassenprobleme, die seit Jahrzehnten ignoriert werden. Zwischendurch besuche ich hĂ€ufig, nicht weniger kontraststark Freund*inn*e*n in Köln-Ehrenfeld. WĂ€hrend letzteres, einem Wunder gleich, den U-Bahnbau unter der Venloer Strasse in Köln ĂŒberlebt hat, ist das einst lebhafte Subzentrum Essen-Altenessen darunter in den 80er/90er Jahren verstorben. Es leidet jetzt sogar unter der schlagzeilentrĂ€chtigen aber unzutreffenden Diffamierung als “No-Go-Area”. Talkshow-Stargast Guido Reil, einst SPD heute AfD, startete seine Medienkarriere mit der LĂŒge “Der Essener Norden ist voll!”, obwohl es nirgends in Westdeutschland mehr Wohnungsleerstand gab und gibt als ebendort. Das sind wirkliche Probleme.
Köln-Ehrenfeld dagegen kĂ€mpft dagegen, so angesagt zu sein, dass die Preise dort bald fĂŒr Normalverdiener*innen nicht mehr zu bezahlen sind. Ein von Immobilienspekulanten betriebenes Einkaufszentrum wurde verhindert, der Investor Bauwens-Adenauer soll “verstanden” haben. Der Stadtteil hat fast alles, was man an Köln lieben kann; nur der Dom ist woanders.

Beuel liegt in seiner Entwicklung zwischen Altenessen und Ehrenfeld, bisher und was seine Chancen betrifft, weit nĂ€her an Ehrenfeld.Weiterlesen…

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