Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Skripal

Parallelwelten

SkripalaffÀre gestorben? / Frankreich streikt / Deutschland explodiert
Erinnern Sie sich noch an die Skripal-AffĂ€re? Zwei Exil-Russ*inn*en sollten im Vereinigten Königreich von skrupellosen russischen Geheimagenten vergiftet werden, und wurden nur knapp von den heldenhaften britischen Geheimdiensten gerettet und seitdem vor ihren HĂ€schern versteckt. Darum können uns die Held*inn*en von MI 5-6 auch leider keine Wahrheiten und Beweise prĂ€sentieren.Weiterlesen…

Daher der Brexit?

Britische Oberschichtkinder werden zu Doofen erzogen
Die deutsche Oberschicht ist schier verzweifelt, und fĂŒhrt es auf hemmungslose Sauferei zu warmen und zu schlechten Bieres zurĂŒck, dass die britischen Elitenkinder, die das House of Parlament bevölkern, so irre scharf auf den Brexit sind. Woher sonst diese Hirnerweichung? Hat Trump ihnen was in den Tee getan?
Nein, Trump war es wohl diesmal nicht. Neben der oberschichttypischen Inzucht,Weiterlesen…

Klandestin und intransparent – der Fall Seppelt

Ist er vielleicht eine paranoide NervensĂ€ge? Vielleicht fĂŒr die Bundesregierung und die ARD.
Das AuswĂ€rtige Amt hat sicherlich genug Arbeit und Probleme. Da hat ein schwer kontrollierbarer Journalist, der sich an der Schnittstelle von Blockkonfrontationen bewegt und keine RĂŒcksicht auf politische Interessen nehmen will, gerade noch gefehlt. Freiwillig und fahrlĂ€ssig begibt er sich in Gefahr, und erwartet dann auch noch unseren Schutz. Nee, dafĂŒr haben wir jetzt keine Zeit. Sprachlich behilft man sich mit Textbausteinen aus dem Fall Skripal: “zu keiner andersgelageerten EinschĂ€tzung gelangen können” und versteckt sich hinter Geraune des Bundeskriminalamtes.Weiterlesen…

BAMF / Skripal

Meine Hypothese ist schon lĂ€nger, dass beim “BAMF-Skandal” Symptome aufgeblasen werden, um die tatsĂ€chlichen Probleme und Ursachen zu verdecken. Nur langsam dringen erste Zeichen dafĂŒr öffentlich durch, wie jĂŒngst der Anwalt der beschuldigten BAMF-Leiterin aus Bremen. Auch bei der Jungle World sind erste Indizien schon angekommen und publiziert. Das kommt nur in winzigen Nischen an. Die breite Öffentlichkeit soll und wird das meiste erst nach der bayrischen Landtagswahl spitzkriegen. Problemerschwerend kommt hinzu, dass die Bundeskanzlerin persönlich auf einen der Hauptverursacher der Malaise, ihren Parteifreund Frank-JĂŒrgen Weise, nichts kommen lassen will;Weiterlesen…

Skripal / Amri

Das Interesse der Öffentlichkeit ist gross, die Berichterstattung aber merkwĂŒrdig ruhig geworden. Darum ist den Kollegen von telepolis besonders zu danken, die, wenn schon hierzulande still der Mediensee ruht, sie uns die Berichterstattung internationaler Medien ĂŒbermitteln, damit wir nicht komplett doof bleiben.
Das Skripal aus dem Krankenhaus entlassen wurde, das immerhin können die meisten noch mitbekommen haben. Aber was wurde aus der Geschichte, ausser Anheizung politischer Konfrontation? Lesen Sie hier bei Florian Rötzer.
Amri, was fĂŒr eine Aufregung ĂŒber den AttentĂ€ter tunesischer Herkunft – bei seiner Tat. Und dann?Weiterlesen…

#metoo Charlotte Roche / Sarkozy & Ghadafi / C-Waffen

In Köln ist sie hinter der BĂŒhne als “Zicke” verschrien. Was sie aber auf die öffentliche BĂŒhne bringt, ist alles erstklassig durchgearbeitet und erfolgreich. Charlotte Roche ist darum fĂŒr Gebhard Henke in der WDR-#metoo-Debatte eine sehr starke Kontrahentin. Sie sprach mit Zeit-online. Was sie dort schildert, entspricht einer vergleichbaren Geschichte einer – beruflich sehr erfolgreichen – guten Freundin von mir. Das spĂ€te Sprechen darĂŒber ist ein Zeichen fĂŒr die tiefe Schockstarre, in die Betroffene geraten, immer mit dem Risiko dauerhafter Traumatisierung. Darum ist das Sprechen wichtig. Alles muss raus. Und die Jungs, die das wagen, sind nicht mehr sicher. Im WDR, der auch nur ein Beispiel fĂŒr ĂŒberall ist, wird darĂŒber kein Gras mehr wachsen.
Daran scheitert auch Nicolas Sarkozy,Weiterlesen…

Iran, Atom-WettrĂŒsten / Nowitschok / WM

Albrecht MĂŒller regte sich gestern fĂŒrchterlich ĂŒber Guido Steinberg (SWP) auf. BinĂ€res Denken von links ist noch schlimmer als von rechts, weil es der “guten Sache” viel mehr schadet. Niemand muss Steinbergs Ansichten teilen, aber es ist sein gutes Recht als Wissenschaftler, sie frei zu Ă€ussern. Dabei lĂ€sst er es an Kritik an Saudi-Arabien nicht fehlen. Dass seine Forschungseinrichtung von der Bundesregierung bezahlt wird, ist immer noch besser, als von Bertelsmann (oder sonstwem).

Die absolut treffende kritische EinschĂ€tzung zur Lage des und im Iran gab gestern Navid Kermani im DLF. Der Mann war mal als BundesprĂ€sidentenkandidat im GesprĂ€ch.Weiterlesen…

Informationskrieg / Fifa-Krieg

Mein nun schon wochenalter Skripal-Text hat in der Lesestatistik dieses Blogs in den letzten Tagen einen spĂ€ten Aufschwung genommen. Vielleicht hat irgendjemand Wind in einem asozialen Netzwerk gemacht. Kaum noch Wind gibt es dagegen in den marketingstarken “QualitĂ€tsmedien”. Das ist auch Florian Rötzer/telepolis-Chef aufgefallen. Und ohne den thematischen Bezug auf Skripal, Syrien etc. auch Ranga Yogeshwar. Keine Zeit zum Denken mehr? Was geht nur in Redaktionen vor, dass sie so durchsichtig Misstrauen zĂŒchten?
Von Misstrauen zerfressen ist bereits der Weltfussballverband Fifa.Weiterlesen…

Und jetzt: Iran?

Karl D. Bredthauer, zu Bonner Zeiten noch veranwortlicher Redakteur, resĂŒmiert in den BlĂ€ttern den bisherigen Verlauf des “Falles Skripal“, in anderen Kreisen auch “Salisbury Tales” genannt. Es gibt einigen Anlass zu seinem etwas ratlos geratenen Schluss.
Thomas Pany berichtet die russische Analyse dessen, was der US-Aussenminister des Trumpschen Vertrauens derzeit zwischen Saudi-Arabien und Israel zusammenzuschieben versucht. Wenn das Atomabkommen mit dem Iran tatsĂ€chlich gecancelt wĂŒrde, wĂ€re die Bahn frei fĂŒr einen atomaren RĂŒstungswettlauf im Nahen Osten.Weiterlesen…

#metoo, WDR und Correctiv – noch viel KlĂ€rungsbedarf

Vor wenigen Wochen hatte ich hier anhand des Streits um einen Dokumentarfilm zum Thema Antisemitismus die Unternehmenskommunikation des WDR kritisiert, vor allem die innere und den Umgang mit Mitarbeiter*inne*n. Die derzeit an #metoo-FĂ€llen im gleichen Sender gefĂŒhrte Debatte verstĂ€rkt diese EindrĂŒcke.

Ich stimme den AusfĂŒhrungen von Sonia Mikich im Spiegel-online-Interview immer noch weitgehend zu. Es ist auch richtig, wenn sich die Leitung des Senders Zeit nimmt: lieber grĂŒndlich aufklĂ€ren als schnell (ganz wie ich das auch bei Skripal verlange).

Wenn die Darstellung von Correctiv allerdings zutrifft,Weiterlesen…

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