Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Slowfood (Seite 1 von 3)

Ein Spartakus-Moment

Die Sklav*inn*en erheben sich
Spartakus? Die Älteren (und die Schwulen) kennen den gleichnamigen Sandalenfilm. Ob es ihn wirklich gegeben hat? Jedenfalls hat es seine Überlieferung in die Neuzeit geschafft. In der westdeutschen BRD gab es sogar einen mehrere Jahrzehnte politisch relevanten Studentenverband, der sich romantisierend nach ihm benannt hatte. Wahrscheinlich handelte es sich in der Antike um eine marodierende Bande, ĂŒber die das Römische Reich, eine klassische Sklavenhaltergesellschaft, lĂ€ngere Zeit die Kontrolle verloren hatte.
Den Sklav*inn*en, die sich heute erheben,Weiterlesen…

Krebstod holt Slowfood-Chefin

Ursula Hudson wurde nur 62
Schreck in der Morgenstunde: die Vorsitzende der deutschen Slowfood-Bewegung, Ursula Hudson, verstarb mit 62 Jahren an Krebs. Ihrer politischen WĂŒrdigung durch Manfred Kriener/taz schliesse ich mich vollinhaltlich an. 2015 war sie in der besten GesprĂ€chssendung deutscher Medien, den DLF-Zwischentönen, zu hören (ein RĂ€tsel, warum der Sender das nicht online vorhĂ€lt). Zu kurz, aber stark gelebt.

Zucker, Zucker, Zucker

von Svenja Schulze
Der taz-Autor Manfred Kriener schildert im Buch „Lecker-Land ist abgebrannt“ Probleme des heutigen ErnĂ€hrungssystems, auch die der Bio-Branche.

Dass Manfred Kriener jemand ist, der gewinnend und lebendig formuliert, weiß ich spĂ€testens, seit ich ihn im Rahmen meines Engagements fĂŒr den Verein Slow Food kennengelernt habe. Er war damals Chefredakteur des Slow Food-Magazins, ich einfach nur Vereinsmitglied. Seitdem schĂ€tze ich ihn und seinen kritischen Geist sehr.Weiterlesen…

Siebeck-Nacht

Es gab eine Zeit, in der im Journalismus Milch und Honig flossen. In Hamburg, bei den Todfeinden von Helmut Kohl. Liberale Illustrierte verkauften sich wie geschnitten Brot, sogar BĂŒcher. Buchverlage wurden zum Mythos hochsterilisiert. In jener Zeit machte sich ein Missionar auf, die ausgehungerten und kriegstraumatsierten von evangelischen Sekten in den Schwitzkasten genommenen Westdeutschen von den Vorteilen guten statt schlechten Essens und Trinkens zu ĂŒberzeugen. Dieser Missionar hiess Wolfram Siebeck. Und fĂŒr den Himmel hielt er Frankreich.
Das fĂŒhrte z.B. zu seinem anfĂ€nglichen Irrtum,Weiterlesen…

Schulessen / CSU-Fussballkonzern

Die armen SchĂŒler*innen: immer wieder werden sie mit Schweinen verglichen. Nunja, Schweine sind weit intelligenter als Katzen oder Köter, als SĂ€ugetiere uns Menschen am ehesten verwandt. Jaja, guten Appetit!. Als ich vor einigen Jahren mal morgens kurz vor 8 mit dem Bus zum Arzt musste, hatte ich auch diese Assoziation: Schweine-, bzw. Ferkelchen-Transport. Die armen Kinder mit dem schweren GepĂ€ck, bewegungslos eingepfercht und zu Paketen zusammengeknĂŒllt, wie das Hackfleisch beim Metzger. Ja, liebe Eltern, fahren Sie zur Probe mal mit. In meiner Schulzeit war es schon genau so, so wurde ich zum Fahrradfahrer, mit 8.Weiterlesen…

Bauernfeinde sind Bayermonsanto, Aldi, Lidl, Edeka, Rewe …

mit Update
Liebe BĂ€uerinnen und Bauern. Ich weiss, dass die paar tausend Treckerdeppen Euch nicht reprĂ€sentieren. Es sind nur die DĂŒmmsten unter Euch, die nicht verstehen, dass in einer Demokratie nicht die PS abstimmen, auch nicht die Grundbesitzer*innen, sondern alle Menschen ab 18 (ausser AuslĂ€nder und andere prekĂ€r und unter Sklavenbedingungen arbeitende). Eure Feinde sind nicht wir, die Verbraucher*innen. Sondern wir haben gemeinsame Feinde.
Die Produktionsbedingungen, die Euch und uns die Agrochemieindustrie diktieren will,Weiterlesen…

Italien weint um Venedig

In den 90ern war ich zweimal dort. Im Winter, nach Ende der deutschen Weihnachtsferien, und einmal zu einer wĂ€rmeren Jahreszeit von Triest aus. Am faszinierendsten war die Rundfahrt mit einem Linien-Vaporetto, bis rĂŒber nach Murano, Alltagsleben auf dem Boot, wechselndes, teils nebliges Wetter draussen. Der Slowfood-GastrofĂŒhrer Osterie d’Italia war uns ein zuverlĂ€ssiger Leitstern durch bezahlbare, exzellente KĂŒchen der an den Hauptrouten damals schon unbezahlbaren Stadt. Aus Jux und Frechheit tranken wir einen Espresso auf dem Markusplatz im CafĂ© Florian: seinerzeit umgerechnet 7,50 DM.
Das tolle an Venedig, wenn es nicht gerade ĂŒberfĂŒllt ist, ist,Weiterlesen…

Schlechtes Essen macht doof

Dieser Hypothese ging am vergangenen Wochenende eine angestrengte Arte-Dokumentation nach: “Unser Hirn ist, was es isst” von RaphaĂ«l Hitier. Ehrlicherweise behauptete und bewies er es nicht, sondern stellte Wissenschaftler*innen vor, die dieser Hypothese hinterherforschen. Sicher, vieles spricht dafĂŒr. Z.B., dass nach meiner Anschauung nur Doofe schlechtes Essen mögen, gutes Essen fĂŒr Zeitverschwendung halten und lieber schnell irgendwas Anderes erledigen mĂŒssen. Aber ich muss zugeben: wissenschaftlich beweisen kann ich das nicht.Weiterlesen…

Wagenknecht

Es scheint eine lesenswerte Biografie von Sahra Wagenknecht zu geben. Darauf wurde ich durch diese Besprechung von Jonas Christopher Höpken, der selbst fĂŒr die Linke ein Stadtratsmandat in Oldenburg ausĂŒbt, bei den nachdenkseiten aufmerksam. Einiges wusste ich schon, z.B. die Geschichte vom abwesenden iranischen Vater. Neu, oder von mir wieder vergessen, ihr ganz spezielles, fast abhĂ€ngiges VerhĂ€ltnis von deutscher Literatur und besonders dem Herrn Goethe. An die NĂ€he zu Peter Hacks,Weiterlesen…

Wir feiern gutes Essen

von Sabina Schlinke / Slowfood Bonn
Vom Acker bis zum Kompost Erstes Agrikultur-Festival auf dem Bonner MĂŒnsterplatz

Am 28. September 2019 findet auf dem MĂŒnsterplatz zwischen 14.00 und 20.00 Uhr das erste Agrikultur-Festival in Bonn statt. Die Besucher_innen erwartet eine bunte Mischung aus Kultur, Landwirtschaft, Politik und Genuss. Unter dem Motto „Wir feiern gutes Essen: Vom Acker bis zum Kompost“ dreht sich einen Nachmittag lang alles um die enge Beziehung zwischen Landwirtschaft und Kultur, gerade auch in der Stadt.Weiterlesen…

Deutschland bergab – und den Weinberg wieder hinauf

Ein Lindner soll sich besorgt ĂŒber ein armes spassfreies Deutschland geĂ€ussert haben. Lassen wir den Fachmann fĂŒr Spass ran, den Ex-Titanic-Chef Leo Fischer. Ja, der sieht das auch so: am Beispiel der Begriffsgeschichte des Wortes “Spitze” macht er klar, wie rettungslos es mit Deutschland bergab geht.
Den entgegengesetzten Weg beschreitet Reinhard Löwenstein, immer den Weinberg rauf. Ich nahm ihn zunĂ€chst wahr als Inserent in der Zeitschrift Konkret, die ich Ende der 70er/Anfang der 80er abonniert hatte. Ein Winzer! In der Konkret!Weiterlesen…

Dickmacher: Sexismus und Gewalt

Der Bundesverband der Kinder- und JugendĂ€rzte (BVKJ, was es alles gibt ….) ist aus der Regierungsplattform “ErnĂ€hrung und Bewegung” ausgestiegen. Das schnappte ich heute aus einem taz-Interview auf. DafĂŒr hat er aber lange gebraucht. Diese Plattform war noch zu Zeiten der rotgrĂŒnen Bundesregierung Schröder/Fischer von der damaligen BundesernĂ€hrungsministerin KĂŒnast installiert worden. Und 2007 habe ich ihre Untauglichkeit in einem Text fĂŒr den Freitag umfĂ€nglich kritisiert.
Seitdem ist einiges besser geworden.Weiterlesen…

Die Welt erobern – mit der KĂŒche

Das sind mir die liebsten Eroberer*innen: die uns mit exzellentem Essen und Trinken niederstrecken. Da bin ich jederzeit zur Kapitulation bereit. FĂŒrs Leben gern wĂŒrde ich das Londoner “Ikoyi” ausprobieren. Zu spĂ€t. Es wird schon in den Medien gefeiert, mit bisher “nur” einem Michelin-Stern. Nehmen sie vorlieb mit dieser online zugĂ€nglichen Reportage von Celina Plag/FAZ Quarterly. Aber Vorsicht: lesen Sie das nicht in hungrigem Zustand.
Ein neues Slowfood-Magazin ist in meinem Briefkasten eingetroffen,Weiterlesen…

Slowfood Bonn, Schneckenpost Februar

von Sabina Schlinke / Convivium Bonn
Nun ist sie wieder fast die alte, die Bonner Seite der neuen Slow Food Webseite, nur besser. Anmeldungen ĂŒber die Webseite sind nun wieder möglich, dank des unermĂŒdlichen Einsatzes unserer Administratorin.

Passend zu den frĂŒhlingshaften Temperaturen geht “Bonn blĂŒht und summt” in die zweite Runde. Slow Food Bonn ist einer der Kooperationspartner der Aktion, die sich fĂŒr den Erhalt der biologischen Artenvielfalt einsetzt. Viele Menschen machen sich Sorgen um die Vielfalt der Insekten und Singvögel.Weiterlesen…

Slowfood Bonn – Start ins neue Jahr

von Sabina Schlinke / Slowfood Convivium Bonn
Wir wĂŒnschen Ihnen und Euch ein frohes Neues Jahr 2019 und hoffen, dass Sie die Weihnachtsfeiertage und Silvester freudig, friedlich und im besten Fall unter dem Slow Food Motto gut-sauber-fair verbracht haben. Herzlichen Dank an alle, die mit ihrem Engagement dazu beigetragen haben, dass das Bonner Convivium lebendig und engagiert die Anliegen von Slow Food verbreiten und voranbringen konnte und freuen uns auf viele gemeinsame spannende und genussvolle AktivitĂ€ten im Zeichen der Schnecke.

Wer in der letzten Zeit mal interessiert auf unsere Webseite geschaut hat, um zu sehen, was es Neues gibt, wird sich erstaunt die Augen gerieben haben.Weiterlesen…

Slowfood-Magazin 06/2018

Wie immer eine Freude fĂŒrs Auge. Nur schade, dass wir bedrucktes Papier nicht essen können. Das letzte Slowfood-Magazin dieses Jahres
– testet Vanillepuddings (geht sehr schlecht aus)
– Neuaufnahmen in die Arche des Geschmacks: der GrĂŒnkohl “Lippische Palme” und das “Coburger Fuchsschaf”
Leitartikel von Ursula Hudson: “Die industrielle Landwirtschaft verursacht weltweit ein Drittel aller globalen Treibhausgase”
– Genussreise Freiburg und SchwarzwaldWeiterlesen…

Neues aus der “gehobenen Mittelschicht”

Der Anti-Gauland
Der Herr Gauland ist ja leider in seiner Klugheit und SchlĂ€ue den meisten im Hauptstadtberlin ĂŒberlegen. Nachdem er in seiner langen CDU-Laufbahn unter den Fittichen des konservativen RevolutionĂ€rs Walter Wallmann mit allen Wassern gewaschen wurde, richtet er jetzt als FĂŒhrer der rechtsradikalen AfD in unserer Demokratie veritable FlurschĂ€den an. Das vor allem dadurch, dass er ĂŒber genaueste Kenntnis und Handwerkskunst zur Sprachpolitik verfĂŒgt. Wie können wir uns dem erwehren?Weiterlesen…

Oliveto, im Herbst 2018

Der Klimawandel beschĂ€ftigt uns. Hier soll mal nur von seine schönen Seiten die Rede sein. Wenn es im Oktober Tage mit 25 Grad und strahlender Sonne gibt, dann erleben wir ein schönes Licht und werden von der Lust getrieben, rauszugehen und uns draussen zu verabreden – es könnte ja das letzte Mal in diesem Jahr sein. Davon profitiert ein Ort, wie das Oliveto, einer der wenigen Orte wo Rheinuferidylle und SpitzenkĂŒche eine Verbindung eingegangen sind.
Ich habe vor fast genau einem Jahr hier ein Loblied abgeliefert. Ich machte seitdem einen weiteren Besuch bei kalter Witterung; ein Geburtstag wurde gefeiert. Das Lokalinnere war ausgebucht. Ich habe seinerzeit nicht darĂŒber geschrieben. Es war ein DurchhĂ€nger,Weiterlesen…

Slowfood Bonn – Schneckenpost September 2018

Wie schon mehrfach praktiziert, wird hier das aktuelle Rundschreiben des Slowfood-Conviviums Bonn, das ich regelmÀssig als Mitglied erhalte, dokumentiert.
von Sabine Schlinke

Slow Food Bonn war am 02. September 2018 mit einem Infostand und unserem Sinnesparcours beim Hoffest von unserem UnterstĂŒtzer Biohof Bursch in Bornheim Walberberg vertreten. Mit der DLS BĂ€ckerei Hennef und Kaffeeröster Peter Winkler vom Unteren DĂŒtzhof in Heimerzheim waren weitere Slow Food UnterstĂŒtzer dabei.

Es war ein tolles Fest mit geschĂ€tzt zweitausend interessierten GĂ€sten, mehr als hundert Kindern,Weiterlesen…

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