Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Springer-Konzern

Jetzt hab’ ichs verstanden

Die Pipeline kommt / Steuerflucht – richtig gemacht
Mein eigenes politisches Denken ist “veraltet”. Es ist bestimmt und beeinflusst von nostalgischen Kategorien wie “Krieg oder Frieden”, “Kooperation statt Konfrontation”, “Entspannung statt Strategie der Spannung”, VerstĂ€ndigung, Interessenausgleich, friedliche Koexistenz, Konsenssuche, solche Sachen. Wie soll das gehen, wenn jetzt nicht nur die Profis sondern alle ein Pokerface tragen (mĂŒssen)? Bei Harald Neuber/telepolis habe ich nun verstanden: die Bundesregierung blĂ€st die Nawalny-Show mit der Zielgruppe EU deswegen so auf, weil sie hinter dieser Show Northstream 2 absichern will.Weiterlesen…

Klimaneutral 2035 – es geht!

Und: Schadenfreude ĂŒber Steingarts Windei – Wichtig dagegen: Daten-Macht im Internet
Ein deutsches Forschungsschiff ist aus der Arktis zurĂŒck. Seine Besatzung scheint fĂŒrs Leben gezeichnet von der sinnlichen Wahrnehmung des Klimawandels. Ist er ĂŒberhaupt noch aufzuhalten? Das ist eine akademische Fragestellung der Älteren. Die JĂŒngeren mĂŒssen es – und wollen es. Es ist möglich. Sogar im Land des Braunkohle-Grossverbrauchers Deutschland. Wolfgang Pomrehn/telepolis klagt es wöchentlich in seiner Energie- und Klimawochenschau. Und das Wuppertal Institut fĂŒr Klima, Umwelt, Energie gGmbH hat eine Studie vorgelegt, wie es geht.Weiterlesen…

Virus und Gesundheitspolitik

In den 90er Jahren half ich Extradienst-Gastautorin Nora Guthrie ein bisschen dabei, in Deutschland – damals noch von OBine Dieckmann – eingebĂŒrgert zu werden. Nora ist Tochter des berĂŒhmten Woody, und kĂŒmmert sich noch heute in NYC um sein reiches kulturelles Erbe – wenn sie nicht gerade zuhause ist, in Bonn-Beuel, bei mir um die Ecke. Warum wollte so eine US-BĂŒrgerin, dort eine Prominente, in Beuel nahezu unbekannt, Deutsche werden? Aus AltersgrĂŒnden, weil das Gesundheitswesen hierzulande um Klassen sicherer ist, wenn einer ihr Leben lieb ist.Weiterlesen…

Krieg der Verleger

Mit der Nachrichtenagentur TASS bin ich quasi politisch aufgewachsen. Se war das Sprachrohr der Regierung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR), also was hier das Bundespresse- und Informationsamt der Bundesregierung war. Die besten unserer Journalist*inn*en nutzten und zitierten sie, um uns zu erklÀren, was in diesem uns fremden Land vorging. Ich verrate Ihnen kein Geheimnis: sie machten das unter wesentlich schwierigeren Bedingungen um einiges besser und qualifizierter, als es uns heute von deutschen Korrespondent*inn*en aus Russland geboten wird.
Einen Grund hat mir die geschĂ€tzte Medienjournalistin Ulrike Simon jetzt klargemacht.Weiterlesen…

KnĂŒwers spannende Springer-Spekulation

Realistischer als alles, was die direkten Protagonist*inn*en mit ihrer aktiven PR-Interviewpolitik rausgehauen haben, ist, was Thomas KnĂŒwer aktuell in seinem Blog indiskretionehrensache.de schreibt. Hat er die Investorenmotive von KKR etwa besser verstanden, als Frau Springer und Herr Döpfner? Nein, ich glaube, die beiden wissen es selbst, und meinten sich öffentlich wider besseres Wissen Ă€ussern zu mĂŒssen. Denn das Kapital, das scheue Reh, darf nicht nervös gemacht werden. Und die Belegschaft, die weiter Leistung bringen soll (human ressources) auch nicht. Bei manchem, was Herr Reichelt und seine Spiessgesellen so an Schmutz raushauen,Weiterlesen…

#metoo im Bayrischen Rundfunk?

weiter unten: Nordkorea-Experte Döpfner braucht professionelle Hilfe
Der Vorgang um die Trennung zwischen Frau Degmair und dem Bayrischen Rundfunk las sich schon immer merkwĂŒrdig, als wenn der Kern der Sache sorgfĂ€ltig verborgen bleiben solle. Das ist nicht unĂŒblich, wenn sich die Konfliktparteien vor Gericht treffen. PR-AktivitĂ€ten haben dann eine instrumentelle Funktion. So sieht es auch jetzt aus. Die Arbeitgeberseite hatte durchstechen lassen, dass die FĂŒhrungsqualitĂ€ten der Frau Degmair sich als begrenzter als erwartet erwiesen hĂ€tten. Nun von ihrer Seite der Konter:Weiterlesen…

Sterbende Zeitungen: Springer / Frankreich

mit Update: Osteutschland
Nach dem Einstieg des Hedgefond KKR beim Springer-Konzern geht es seinen sterbenden Zeitungen an den Kragen. 20% der ArbeitsplĂ€tze sind bedroht. Die “Welt” befindet sich schon in einer Art Todeskampf, bei Bild wird die bisher “selbststĂ€ndige” Sonntagsausgabe plattgemacht. Der personifizierte Journalisten-Unhold Reichelt behĂ€lt den Hut auf, alle Frauen hat er weggebissen. Und aus dem zwecklos bedruckten Papier mit wenig Buchstaben soll ein Videobetrieb werden.Weiterlesen…

Springer / ZDF / nachdenkseiten

Die besitzende Dame und der leitende Herr im Springerkonzern waren sehr, sehr ungehalten ĂŒber die Berichterstattung ihrer rechten Konkurrentin FAZ ĂŒber ihr Unternehmen. Die Damen und Herren kennen sich ĂŒberwiegend persönlich und hassen sich also gegenseitig rechtschaffen. Irgendwas muss uns hier unten ja auch Freude machen.
Um ihren Ärger zu demonstrieren, gaben Frau Springer, Herr Döpfner und Herr Huth (vom Hedgefond KKR)Weiterlesen…

Kirmesniveau: die deutsche Hongkong-Inszenierung

Ist die Aussenpolitik jetzt auch schon privatisiert?
Eine kontroverse Diskussion ĂŒber die deutschen China-Beziehungen ist legitim, wichtig, erforderlich. Meinungsverschiedenheiten und ihr Austausch sind in einer Demokratie das Normale. Ich verhehle nicht, dass ich in Sachen China und Hongkong der Sichtweise des langjĂ€hrigen China-Korrespondenten Georg Blume/Sp-on (1992-2009) sehr nahestehe. Ich vermute, auch Mark Siemons/FAZ (2005-2014 in China) hat was VernĂŒnftiges geschrieben; das hat die FAZ aber hinter ihrer Paywall vermauert.
Was mich viel mehr erregt als andere Meinungen ist, was der Bundesaussenminister mit sich hat machen lassen,Weiterlesen…

Springer&CDU – ist jetzt Krieg?

Die merkwĂŒrdige “Metzelder-AffĂ€re” – mit Update nachmittags
Wer sich in Gefahr begibt, kann darin umkommen. Christoph Metzelder hatte sich in die Gefahr begeben fĂŒr die CDU zu arbeiten, und geriet dort zwischen die Fronten eines BĂŒrgerkrieges: zwischen den einstigen VerbĂŒndeten Bild (Springerkonzern), die fĂŒr AfD und den rechten Rand der CDU trommelt – und der Merkel-CDU. Diese Konstellation könnte sich fĂŒr eine mögliche Nachfolgerin Merkels als noch schwieriger erweisen als eine China-Reise. Wenn sie ĂŒberhaupt so lange durchhĂ€lt.Weiterlesen…

“Wir sind keine Rassisten” (II)

Es ist nachgewiesen, dass Sahra Wagenknecht eine kluge, gebildete Frau ist. Im Staat, in dem sie als Jugendliche aufwuchs, wurde das “allseitig gebildete Persönlichkeit” genannt. Was bedeutet es also, wenn sie beklagt haben soll, AfD-WĂ€hler*innen wĂŒrden „gerne pauschal als Rassisten beschimpft, obwohl viele von ihnen frĂŒher links gewĂ€hlt haben“? FĂ€llt von einer*m Rassismus ab, weil jemand die Linke wĂ€hlt? Das kann sie doch nicht wirklich meinen.Weiterlesen…

Der AfD-Wahlkampf des Springer-Konzerns

Ich lese kein “LĂŒgenblatt” (Copyright: Dietrich Kittner). Und interessiere mich auch kaum fĂŒr den DFB-Pokal, den unwichtigsten Wettbewerb des Profifussballs. Darum bin ich gestern etwas kurz angebunden ĂŒber den Fall Springer-Konzern gegen einen Schwarzen hinweg gegangen. Erst der taz-Kollege Johannes Kopp öffnete mir Augen und Hirn. Dass die taz seine Darstellung im Sportteil vergrĂ€bt, spricht nicht dafĂŒr, dass Viele in ihrer Redaktion die politische Brisanz des Zusammenhangs verstehen.
Seit Tagen fĂŒhren die Revolvermedien des Springer-Konzerns also eine publizistische Kampagne gegen einen angeblichen schwarzen BilderbuchflĂŒchtling des Hamburger SV.Weiterlesen…

Anti-Tönniesse in USA / SPD als Reissack

“Wir sind keine Rassisten!”, nein, sind wir nicht. Aber wenn die Revolverjournalisten von Frau Springer und Herrn Döpfner zur Jagd auf einen Schwarzen pfeifen, dann sind fast alle bei Fuss. Nein, nicht fast alle – es sind nur die Rudeljournalist*inn*en, die leider in ihrer Branche die Mehrheit stellen. Kaufen tun die Organe des Herrn Döpfner nĂ€mlich immer weniger Menschen: die sogenannte Zeitung Bild stĂŒrzt von einst 5 Mio. verkauften Exemplaren in den 90ern der eine-Millionen-Grenze entgegen. Ihre Relevanz besteht also nicht bei der Kundschaft, sondern bei denen, die sie als RudelanfĂŒhrer des rassistischen Agendasettings anerkennen.
Es geht auch anders.Weiterlesen…

Noch mehr Mittelmeer-Tote / Springer-Verlag adé?

Unbeachtet von hiesiger Öffentlichkeit vollziehen sich im ehemaligen Staat Libyen viele neue tödliche Dramen. Der Krieg der Milizen wird brutaler. Die im EU-Auftrag von SklavenhĂ€ndlern betriebenen Internierungslager sind nicht mehr aufrechtzuerhalten. Tausende traumatisierte Insassen werden absolut mittellos “freigesetzt” – fĂŒr sie ist der Tod eine “bessere” Alternative, als das, was sie erlebt haben, lieber Ertrinken als Bleiben. WĂ€hrend in hiesiger Berichterstattung Signore Salvini durchaus treffend als Bösewicht gezeichnet wird, sind sie ihm in den EU-Regierungen doch verteufelt Ă€hnlich.Weiterlesen…

Erdogan&Springer: Angst vor Kontrollverlust

Alles gerĂ€t ins Rutschen. Recep T. Erdogan hat Angst. Weniger vor dieser EU, als vor seinem “eigenen” Volk. Verliert er die nĂ€chste Istanbul-Wahl schon wieder? Gerrit Wustmann/telepolis hĂ€lt das fĂŒr sehr gut möglich. Erdogans OB-Kandidat hat keine Lust, wĂ€hrend der Oppositionskandidat Imamoglu, der schon die erste Wahl knapp gewonnen hatte, auf Mobilisierung und Zuneigung zu schweben scheint. WĂ€re schön, wenn das stimmt. Nur sicherer wĂŒrde dadurch noch nichts. Der PrĂ€sident wird nicht ruhen, wenn das Volk falsch wĂ€hlt. In Istanbul, so gross wie NRW (Achtung: das ist kein Saarland-Vergleich!), geht es um zu viel.
Das denkt sich auch Friede Springer, MilliardĂ€rin, Medienzarin und Merkelfreundin.Weiterlesen…

Sie sind alt und brauchen das Geld

Der Abstieg der Fussball-Charaktermasken
Manche jammern gerne, auch beim Fussball, es gebe “keine Vorbilder” mehr. Haha, wer daran jemals geglaubt hat, der verdient kein Mitleid. Schöne “Vorbilder”. JĂŒrgen Klinsmann und sein damaliger Co-Trainer Hans-Joachim Low waren fĂŒr mich zwar nie Vorbilder, schon allein wegen ihrer Schwaben-Gene. Aber ihr Amtsantritt 2004 (“Man muss den ganzen Laden auseinandernehmen”) erweckte auch mir den Eindruck, hier stĂŒnden sozialdemokratisch anmutende Reformen im DFB an, die der Rest der Gesellschaft schon in den 70er Jahren, als die DFB-FĂŒhrung noch Nazis huldigte, vollzogen hatte.Weiterlesen…

Bundesligakrise ist Krise der Vereinsnomenklatura und der Medien

Bei vielen politisch desinteressierten BĂŒrger*inne*n gilt: Politik, Parteien, Medien – stecken doch alle unter einer Decke. Woher diese UnterkomplexitĂ€t? Aus dem Fussball! In unserem Volk gibt es auf jeden Fall mehr Fussball- als Politikexpert*inn*en. Und da ist es wirklich so. In der Politik ist es zwar Ă€hnlich, aber – zum GlĂŒck – sicher nicht genauso.
Gestern Abend ist mit einem 6:0 die ganze sportliche Langeweile des deutschen Profifussballs demonstriert worden. Die dabei aufeinandergetroffenen Vereine sind sportlich durch Klassen getrennt – in ihrem Innern jedoch in durchaus vergleichbaren Krisen. Es gibt keine Kritik und Erfolgskontrolle fĂŒr ihre Nomenklatura.
Auch der DĂŒmmste und Blindeste konnte sehen,Weiterlesen…

Kommt jetzt das “Deutsche Facebook”?

KĂŒppi hat sich vorgestern noch zurecht lustig gemacht ĂŒber die SchlĂ€frigkeit deutscher, und öffentlich-rechtlicher Medienpolitik. Wenn es aber mehr als ein GerĂŒcht ist, dass der Intendant des Bayrischen Rundfunks und amtierende ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm (und ehemalige Merkel-Regierungssprecher, CSU) sowie der ehrenamtliche PrĂ€sident des Bundesverbandes der Zeitungsverleger Mathias Döpfner, im Hauptberuf Boss des Springer-Konzerns, darĂŒber enrsthaft strategisch sprechen wollen, dann wĂŒrde aus der Juxerei ĂŒber die Penner Ernst. Weil das Risiko fĂŒr einen teuren und politisch gefĂ€hrlichen Alptraum steigt.

Warum sollten Wilhelm und Döpfner das tun? Sie mĂŒssen ein Kriegsbeil zwischen den von ihnen reprĂ€sentierten Lobbyorganisationen begraben. Wie geht das? Durch einen gemeinsamen Feind. Doch was kommt dann unten raus?Weiterlesen…

RevolutionĂ€r Beethoven / BILD-“Zeitung” – bald endlich vorbei?

Im Interview mit der Jungen Welt erklĂ€rt der Musikverleger und Journalist Berthold Seliger u.a. die revolutionĂ€re Einstellung von Ludwig van Beethoven: “FĂŒrst, was sie sind, sind Sie durch Zufall und Geburt, was ich bin, bin ich durch mich.” Wir könnten nun dem Linken Seliger entgegen halten, dass das doch das klassische bĂŒrgerliche Motiv im Neoliberalismus ist: des eigenen GlĂŒckes Schmied zu sein. Andererseits: eine solche SelbstermĂ€chtigung dem eigenen Arbeitgeber und Finanzier entgegen zu bringen – wie hĂ€ufig kommt das heute vor? Bonns Generalmusikdirektor Dirk Kaftan und auch Beethovenfest-Intendantin Nike Wagner ist diese politische Haltung Beethovens bestens bekannt; Frau Wagner hatte sich ja sogar in der Festspielhausdebatte Weiterlesen…

© 2020 Beueler Extradienst

Theme von Anders NorĂ©nHoch ↑