Thema: Springer-Konzern

#metoo im Bayrischen Rundfunk?

Von , am Samstag, 12. Oktober 2019, in Medien.

weiter unten: Nordkorea-Experte Döpfner braucht professionelle Hilfe
Der Vorgang um die Trennung zwischen Frau Degmair und dem Bayrischen Rundfunk las sich schon immer merkwürdig, als wenn der Kern der Sache sorgfältig verborgen bleiben solle. Das ist nicht unüblich, wenn sich die Konfliktparteien vor Gericht treffen. PR-Aktivitäten haben dann eine instrumentelle Funktion. So sieht es auch jetzt aus. Die Arbeitgeberseite hatte durchstechen lassen, dass die Führungsqualitäten der Frau Degmair sich als begrenzter als erwartet erwiesen hätten. Nun von ihrer Seite der Konter: Weiterlesen

Sterbende Zeitungen: Springer / Frankreich

Von , am Dienstag, 1. Oktober 2019, in Lesebefehle, Medien.

mit Update: Osteutschland
Nach dem Einstieg des Hedgefond KKR beim Springer-Konzern geht es seinen sterbenden Zeitungen an den Kragen. 20% der Arbeitsplätze sind bedroht. Die “Welt” befindet sich schon in einer Art Todeskampf, bei Bild wird die bisher “selbstständige” Sonntagsausgabe plattgemacht. Der personifizierte Journalisten-Unhold Reichelt behält den Hut auf, alle Frauen hat er weggebissen. Und aus dem zwecklos bedruckten Papier mit wenig Buchstaben soll ein Videobetrieb werden. Weiterlesen

Springer / ZDF / nachdenkseiten

Von , am Dienstag, 17. September 2019, in Lesebefehle, Medien.

Die besitzende Dame und der leitende Herr im Springerkonzern waren sehr, sehr ungehalten über die Berichterstattung ihrer rechten Konkurrentin FAZ über ihr Unternehmen. Die Damen und Herren kennen sich überwiegend persönlich und hassen sich also gegenseitig rechtschaffen. Irgendwas muss uns hier unten ja auch Freude machen.
Um ihren Ärger zu demonstrieren, gaben Frau Springer, Herr Döpfner und Herr Huth (vom Hedgefond KKR) Weiterlesen

Kirmesniveau: die deutsche Hongkong-Inszenierung

Von , am Freitag, 13. September 2019, in Medien, Politik.

Ist die Aussenpolitik jetzt auch schon privatisiert?
Eine kontroverse Diskussion über die deutschen China-Beziehungen ist legitim, wichtig, erforderlich. Meinungsverschiedenheiten und ihr Austausch sind in einer Demokratie das Normale. Ich verhehle nicht, dass ich in Sachen China und Hongkong der Sichtweise des langjährigen China-Korrespondenten Georg Blume/Sp-on (1992-2009) sehr nahestehe. Ich vermute, auch Mark Siemons/FAZ (2005-2014 in China) hat was Vernünftiges geschrieben; das hat die FAZ aber hinter ihrer Paywall vermauert.
Was mich viel mehr erregt als andere Meinungen ist, was der Bundesaussenminister mit sich hat machen lassen, Weiterlesen

Springer&CDU – ist jetzt Krieg?

Von , am Freitag, 6. September 2019, in Fußball, Medien, Politik.

Die merkwürdige “Metzelder-Affäre” – mit Update nachmittags
Wer sich in Gefahr begibt, kann darin umkommen. Christoph Metzelder hatte sich in die Gefahr begeben für die CDU zu arbeiten, und geriet dort zwischen die Fronten eines Bürgerkrieges: zwischen den einstigen Verbündeten Bild (Springerkonzern), die für AfD und den rechten Rand der CDU trommelt – und der Merkel-CDU. Diese Konstellation könnte sich für eine mögliche Nachfolgerin Merkels als noch schwieriger erweisen als eine China-Reise. Wenn sie überhaupt so lange durchhält. Weiterlesen

“Wir sind keine Rassisten” (II)

Von , am Dienstag, 3. September 2019, in Medien, Politik.

Es ist nachgewiesen, dass Sahra Wagenknecht eine kluge, gebildete Frau ist. Im Staat, in dem sie als Jugendliche aufwuchs, wurde das “allseitig gebildete Persönlichkeit” genannt. Was bedeutet es also, wenn sie beklagt haben soll, AfD-Wähler*innen würden „gerne pauschal als Rassisten beschimpft, obwohl viele von ihnen früher links gewählt haben“? Fällt von einer*m Rassismus ab, weil jemand die Linke wählt? Das kann sie doch nicht wirklich meinen. Weiterlesen

Der AfD-Wahlkampf des Springer-Konzerns

Von , am Samstag, 10. August 2019, in Fußball, Medien, Politik.

Ich lese kein “Lügenblatt” (Copyright: Dietrich Kittner). Und interessiere mich auch kaum für den DFB-Pokal, den unwichtigsten Wettbewerb des Profifussballs. Darum bin ich gestern etwas kurz angebunden über den Fall Springer-Konzern gegen einen Schwarzen hinweg gegangen. Erst der taz-Kollege Johannes Kopp öffnete mir Augen und Hirn. Dass die taz seine Darstellung im Sportteil vergräbt, spricht nicht dafür, dass Viele in ihrer Redaktion die politische Brisanz des Zusammenhangs verstehen.
Seit Tagen führen die Revolvermedien des Springer-Konzerns also eine publizistische Kampagne gegen einen angeblichen schwarzen Bilderbuchflüchtling des Hamburger SV. Weiterlesen

Anti-Tönniesse in USA / SPD als Reissack

Von , am Freitag, 9. August 2019, in Fußball, Lesebefehle, Medien, Politik.

“Wir sind keine Rassisten!”, nein, sind wir nicht. Aber wenn die Revolverjournalisten von Frau Springer und Herrn Döpfner zur Jagd auf einen Schwarzen pfeifen, dann sind fast alle bei Fuss. Nein, nicht fast alle – es sind nur die Rudeljournalist*inn*en, die leider in ihrer Branche die Mehrheit stellen. Kaufen tun die Organe des Herrn Döpfner nämlich immer weniger Menschen: die sogenannte Zeitung Bild stürzt von einst 5 Mio. verkauften Exemplaren in den 90ern der eine-Millionen-Grenze entgegen. Ihre Relevanz besteht also nicht bei der Kundschaft, sondern bei denen, die sie als Rudelanführer des rassistischen Agendasettings anerkennen.
Es geht auch anders. Weiterlesen

Noch mehr Mittelmeer-Tote / Springer-Verlag adé?

Von , am Mittwoch, 7. August 2019, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Unbeachtet von hiesiger Öffentlichkeit vollziehen sich im ehemaligen Staat Libyen viele neue tödliche Dramen. Der Krieg der Milizen wird brutaler. Die im EU-Auftrag von Sklavenhändlern betriebenen Internierungslager sind nicht mehr aufrechtzuerhalten. Tausende traumatisierte Insassen werden absolut mittellos “freigesetzt” – für sie ist der Tod eine “bessere” Alternative, als das, was sie erlebt haben, lieber Ertrinken als Bleiben. Während in hiesiger Berichterstattung Signore Salvini durchaus treffend als Bösewicht gezeichnet wird, sind sie ihm in den EU-Regierungen doch verteufelt ähnlich. Weiterlesen

Erdogan&Springer: Angst vor Kontrollverlust

Von , am Freitag, 31. Mai 2019, in Medien, Politik.

Alles gerät ins Rutschen. Recep T. Erdogan hat Angst. Weniger vor dieser EU, als vor seinem “eigenen” Volk. Verliert er die nächste Istanbul-Wahl schon wieder? Gerrit Wustmann/telepolis hält das für sehr gut möglich. Erdogans OB-Kandidat hat keine Lust, während der Oppositionskandidat Imamoglu, der schon die erste Wahl knapp gewonnen hatte, auf Mobilisierung und Zuneigung zu schweben scheint. Wäre schön, wenn das stimmt. Nur sicherer würde dadurch noch nichts. Der Präsident wird nicht ruhen, wenn das Volk falsch wählt. In Istanbul, so gross wie NRW (Achtung: das ist kein Saarland-Vergleich!), geht es um zu viel.
Das denkt sich auch Friede Springer, Milliardärin, Medienzarin und Merkelfreundin. Weiterlesen

Sie sind alt und brauchen das Geld

Von , am Montag, 18. März 2019, in Fußball, Medien.

Der Abstieg der Fussball-Charaktermasken
Manche jammern gerne, auch beim Fussball, es gebe “keine Vorbilder” mehr. Haha, wer daran jemals geglaubt hat, der verdient kein Mitleid. Schöne “Vorbilder”. Jürgen Klinsmann und sein damaliger Co-Trainer Hans-Joachim Low waren für mich zwar nie Vorbilder, schon allein wegen ihrer Schwaben-Gene. Aber ihr Amtsantritt 2004 (“Man muss den ganzen Laden auseinandernehmen”) erweckte auch mir den Eindruck, hier stünden sozialdemokratisch anmutende Reformen im DFB an, die der Rest der Gesellschaft schon in den 70er Jahren, als die DFB-Führung noch Nazis huldigte, vollzogen hatte. Weiterlesen

Bundesligakrise ist Krise der Vereinsnomenklatura und der Medien

Von , am Sonntag, 1. April 2018, in Fußball.

Bei vielen politisch desinteressierten Bürger*inne*n gilt: Politik, Parteien, Medien – stecken doch alle unter einer Decke. Woher diese Unterkomplexität? Aus dem Fussball! In unserem Volk gibt es auf jeden Fall mehr Fussball- als Politikexpert*inn*en. Und da ist es wirklich so. In der Politik ist es zwar ähnlich, aber – zum Glück – sicher nicht genauso.
Gestern Abend ist mit einem 6:0 die ganze sportliche Langeweile des deutschen Profifussballs demonstriert worden. Die dabei aufeinandergetroffenen Vereine sind sportlich durch Klassen getrennt – in ihrem Innern jedoch in durchaus vergleichbaren Krisen. Es gibt keine Kritik und Erfolgskontrolle für ihre Nomenklatura.
Auch der Dümmste und Blindeste konnte sehen, Weiterlesen

Kommt jetzt das “Deutsche Facebook”?

Von , am Mittwoch, 28. März 2018, in Fußball, Medien, Politik.

Küppi hat sich vorgestern noch zurecht lustig gemacht über die Schläfrigkeit deutscher, und öffentlich-rechtlicher Medienpolitik. Wenn es aber mehr als ein Gerücht ist, dass der Intendant des Bayrischen Rundfunks und amtierende ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm (und ehemalige Merkel-Regierungssprecher, CSU) sowie der ehrenamtliche Präsident des Bundesverbandes der Zeitungsverleger Mathias Döpfner, im Hauptberuf Boss des Springer-Konzerns, darüber enrsthaft strategisch sprechen wollen, dann würde aus der Juxerei über die Penner Ernst. Weil das Risiko für einen teuren und politisch gefährlichen Alptraum steigt.

Warum sollten Wilhelm und Döpfner das tun? Sie müssen ein Kriegsbeil zwischen den von ihnen repräsentierten Lobbyorganisationen begraben. Wie geht das? Durch einen gemeinsamen Feind. Doch was kommt dann unten raus? Weiterlesen

Revolutionär Beethoven / BILD-“Zeitung” – bald endlich vorbei?

Von , am Samstag, 24. März 2018, in Beuel & Umland, Genuss, Lesebefehle, Medien.

Im Interview mit der Jungen Welt erklärt der Musikverleger und Journalist Berthold Seliger u.a. die revolutionäre Einstellung von Ludwig van Beethoven: “Fürst, was sie sind, sind Sie durch Zufall und Geburt, was ich bin, bin ich durch mich.” Wir könnten nun dem Linken Seliger entgegen halten, dass das doch das klassische bürgerliche Motiv im Neoliberalismus ist: des eigenen Glückes Schmied zu sein. Andererseits: eine solche Selbstermächtigung dem eigenen Arbeitgeber und Finanzier entgegen zu bringen – wie häufig kommt das heute vor? Bonns Generalmusikdirektor Dirk Kaftan und auch Beethovenfest-Intendantin Nike Wagner ist diese politische Haltung Beethovens bestens bekannt; Frau Wagner hatte sich ja sogar in der Festspielhausdebatte Weiterlesen