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Schlagwort: SS-20

Ärger schaffen mit neuen Waffen

mit Update: Kommentar des Autors
Nukleare AufrĂŒstung: Die USA und Russland haben den INF-AbrĂŒstungsvertrag begraben und bauen neue Atomraketen. FĂŒr den Weltfrieden bedeutet das nichts Gutes.
Um Mitternacht lĂ€uft das wichtigste nukleare AbrĂŒstungsabkommen aus der Zeit des Kalten Krieges endgĂŒltig aus – der 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion geschlossene INF-Vertrag zum vollstĂ€ndigen Verbot landgestĂŒtzter, mit Atomsprengköpfen ausrĂŒstbarer Raketen und Marschflugkörper mit Reichweiten zwischen 500 und 5.500 Kilometern (Intermediate Nuclear Forces – INF). Nach der KĂŒndigung des Vertrages am 1. Februar 2019 durch die Trump-Regierung in Washington und am Folgetag durch die Putin-Regierung in Moskau droht nun ein atomarer RĂŒstungswettlauf.Weiterlesen…

RĂŒstungskontrollverlust

Die USA steigen aus dem INF-Vertrag aus. Auf das drohende Ende des RĂŒstungsvertrags könnte nun ein neues WettrĂŒsten folgen.
Die USA haben ihre AnkĂŒndigung wahr gemacht, aus dem INF-AbrĂŒstungsabkommen mit Russland auszusteigen. Außenminister Mike Pompeo sagte am Freitag in Washington, die US-Regierung fĂŒhle sich nicht mehr an den Vertrag gebunden. Man sei aber offen dafĂŒr, weiterhin mit Russland ĂŒber Maßnahmen der RĂŒstungskontrolle zu verhandeln.

Nach dem Ausstieg der USA aus dem Vertrag ĂŒber das Verbot von landstationierten Mittelstreckenraketen und Marschflugkörpern mit Reichweiten von 500 bis 5.500 Kilometern droht ein neues atomares WettrĂŒsten.Weiterlesen…

Atomwaffen: GefÀhrliche Renaissance

Das im Juli 2017 von 122 Mitgliedsstaaten der UNO-Generalversammlung vereinbarte Abkommen zum Verbot von Atomwaffen war ein großer Erfolg im schon ĂŒber 70 Jahre wĂ€hrenden Kampf fĂŒr die weltweite Ächtung dieser Massenvernichtungswaffen. Doch seitdem mehren sich die Anzeigen fĂŒr eine negative Trendwende und eine Renaissance der atomaren Abschreckungs- oder gar KriegsfĂŒhrungspolitik. Die USA, Deutschland und andere NATO-Staaten versuchen zu verhindern, dass das UNO-Abkommen in Kraft tritt.Weiterlesen…

INF-Abkommen – Die “doppelte Nulllösung”

Im INF-Vertrag beschlossen Washington und Moskau die Verschrottung bestimmter Waffen. Er ist der wichtigste RĂŒstungskontrollvertrag des Kalten Krieges.
Das am 7. Dezember 1987 in Washington von den PrĂ€sidenten der USA und der damaligen Sowjetunion, Ronald Reagan und Michail Gorbatschow, unterzeichnete INF-Abkommen ist der militĂ€risch und politisch bedeutsamste RĂŒstungskontrollvertrag aus der Phase des Kalten Krieges.

Denn erstmals vereinbarten Washington und Moskau nicht nur tiefere, zahlenmĂ€ĂŸige Obergrenzen fĂŒr bestimmte Waffensysteme in ihren Arsenalen, sondern die vollstĂ€ndige Verschrottung und das Verbot zweier Waffenkategorien:Weiterlesen…

Neues atomares WettrĂŒsten in Europa?

von Andreas Zumach

Vor 30 Jahren einigten sich die USA und die Sowjetunion, atomare Mittelstreckenwaffen zu vernichten. Doch der INF-Vertrag wackelt.

Am 8. Dezember 1987 unterzeichneten der damalige US-PrĂ€sident Ronald Reagan und der GeneralsekretĂ€r der sowjetischen KPdSU, Michail Gorbatschow, im Weissen Haus in Washington die so genannte «doppelte Nulllösung» fĂŒr die «Intermediate-range nuclear forces» (INF, atomare Mittelstreckenwaffen) der beiden GrossmĂ€chte. Der Vertrag regelte den Abzug und die Verschrottung aller landgestĂŒtzten atomaren Raketen kĂŒrzerer (500–1500 Kilometer) und mittlerer (1500–5500 Kilometer) Reichweite sowie ihrer Abschussrampen und sonstigen Infrastruktur nicht nur in Europa, sondern weltweit, innerhalb von drei Jahren. Das vor 30 Jahren vereinbarte INF-Abkommen ist bis heute ein Kernelement der RĂŒstungskontrolle zwischen den USA und Russland, gerĂ€t aber zunehmend unter Druck.Weiterlesen…

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