Thema: Stadtplanung

Stadtplanung aufwachen!

Von , am Sonntag, 13. Oktober 2019, in Politik.

Es werden noch mehr Autos über uns herfallen
Die Autoindustrie mit der Geschwindigkeit gesellschaftlicher und technischer Veränderungen vertraut zu machen, können wir wohl wegen Aussichtslosigkeit aufgeben. Mir persönlich, ich besitze seit 1978 kein Auto mehr, ist es auch ziemlich egal. Nicht egal ist mir jedoch, wie meine Nahumgebung, meine Stadt und mein Stadtteil, gestaltet wird. Darüber gibt es sich schon genug Sorgen zu machen.
In Beuel soll eine Fussgängerampel abgeschafft werden. Eine Friedhofsmauer soll weg und mehrere Häuser, damit der Autoverkehr “besser” durch Beuel hindurchfliesst, Weiterlesen

Guter Karneval / Steuerfreie USA / Erdogans Zerstörung Istanbuls / Big Data Mobilität

Von , am Samstag, 2. März 2019, in Beuel & Umland, Genuss, Lesebefehle, Medien, Politik.

Das Gute zuerst. Henning Hübert ist ein fleissiger “freier” Radiojournalist, der seine Berichterstattungsziele meistens hier in der Kölner Bucht sucht. Heute lieferte er dem DLF eine Reportage aus dem guten und schönen Karneval. Sie da draussen im Land müssen nämlich wissen: der Karneval, der tatsächlich Spass macht, kommt gar nicht ins Fernsehen (und wenn aus Versehen doch, wird es rausgeschnitten). D. h. der bundes- und weltweite öffentliche Eindruck des rheinischen Karnevals ist eine brutal-diskriminierende Fälschung. Selbst die einzig erträgliche und mittlerweile grösste Karnevalssitzung, Weiterlesen

Kasumba-Porträt / Berlin, DDR / Pokatzky&Grässlin

Von , am Donnerstag, 7. Februar 2019, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Jenni Zylka ist eine Schreib-, Ess- und Trinkfreundin von Vincent Klink und Wiglaf Droste. Im Freitag gelang ihr ein gutes Porträt der Neu-Berliner Ruhrpott-Pflanze mit Essener Migrationshintergrund Florence Kasumba.
Es gab, und gibt es im symbolischen Denken immer noch, ein Berlin, das die ökonomisch und politisch Herrschenden unserer Republik gerne ausradieren möchten: Weiterlesen

Wohnungsbau vs. Naturschutz

Von , am Montag, 9. April 2018, in Beuel & Umland, Politik.

Bonn wächst, der Rhein-Sieg-Kreis wächst, Köln wächst. Eigentlich positiv. Aber wo können neue Wohnungen gebaut werden? Und warum haben rund 50 Prozent aller Bonnerinnen und Bonner große Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden? Die Hälfte der Bonner Bevölkerung hat Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein und damit steht ihnen eine mit öffentlichen Geldern finanzierte Wohnung zu.

Der dringend notwendige Neubau von Wohnungen trifft allerdings überall auf erbitterten Widerstand. “50 % aller Bonnerinnen und Bonner werden für unerwünscht erklärt,” kritisiert Jean-Pierre Schneider, Vorstand der Bonner Caritas. Er bezieht sich auf Bürgerinitiativen und renitente Anwohner*innen, die sich mit allen Mitteln gegen den Bau von Sozialwohnungen zur Wehr setzen. Weiterlesen

Weltkonjunktur / Sao Paulo / Stadtplanung / Theater in Istanbul / kulinarische Pest

Von , am Dienstag, 13. Dezember 2016, in Allgemein, Beuel & Umland, Genuss, Lesebefehle, Politik.

Michael Wendl zeichnet auf Oxiblog die großen Linien der Weltkonjunktur. Das ist nur scheinbar theoretisch, denn von ihrem Verlauf war abhängig, ob und unter welchen Umständen es zu Weltkriegen kam, oder eben nicht.
Im Deutschlandfunk lief am Sonntag eine hörens- und lesenswerte Reportage zum größten Wohnhaus der Welt, dem “Copan” in der brasilianischen Metropole Sao Paulo. Ganz beiläufig werden dort scharfkantige Ambivalenzen sozialer und unsozialer Stadt- und Bauplanung erkennbar. Thematisch passt dazu dieses gründliche taz-Gespräch mit der slowenischen Architektin Potrc, die sich in sehr vielen Metropolen gut auskennt.
Erdogan macht uns die attraktivste Metropole Europas Istanbul immer mehr abspenstig. Der Bonner Theaterregisseur Frank Heuel hat sich dort arbeitend in die unabhängige Künstlerszene gestürzt, um dagegen anzukämpfen.
Die Online-Plattformen fürs Bringen von Essen und Trinken sind eine ökonomische, soziale und vor allem kulinarische Pest. Vorteile davon haben nur Milliardäre. Alle andern sind nur zu faul, Respekt, Achtung und gerechten Lohn für harte gastronomische Arbeit aufzubringen – darin sind sie sich mit den Milliardären so einig, wie seine Wähler*innen mit Trump. Widerlich!