Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Stefan Niggemeier (Seite 1 von 3)

Eine SZ-Kritik ist nötig

Birk Meinhardt liefert sie wohl nicht
Irgendwann nach der 2003 erfolgten Einstellung ihres journalistisch hochklassigen NRW-Teils habe ich die SĂŒddeutsche Zeitung abbestellt. Zu teuer und fĂŒr den Preis nicht gut genug. Seitdem lese ich sie ĂŒberall dort, wo sie bereit liegt, in meinem Mittagsbistro z.B.. Dort gibt es nur folgende Probleme. Wenn ich nicht zeitig um 12 eintreffe, hat sie irgendeine Person, die noch Ă€lter ist als ich, mit Beschlag belegt, und gibt sie zwei Stunden nicht mehr her. Wenn ich rechtzeitig eintreffe, benötige ich dagegen weniger als 20 Minuten.Weiterlesen…

Buhrow im falschen Loch?

Nur die Älteren wissen heute noch, wer eigentlich Chef vom WDR ist. Die Mehrheit der JĂŒngeren interessiert das so wenig, dass sie es gar nicht erst ignorieren. Manche glauben sogar, er sei es gar nicht, sondern ein Anderer. Es ist “der am meisten ĂŒberforderte Intendant” Tom Buhrow. Seine Berater*innen im WDR sind entweder besonders hinterhĂ€ltig oder besonders doof – und schickten ihn zu einer sogenannten Zeitung, die eben erst von Rezo “zerstört” worden war. Wie Kai-Hinrich Renner gehört hat,Weiterlesen…

DoppelzĂŒngigkeit der “Bild”-Kritik

mit Updates: 28., 29.5. und 2.6.
Und wieder fiel ein Sack Reis um. Stefan Niggemeier/uebermedien schreibt, bevor sein Text hinter seiner Paywall verschwindet, ganz richtig: “‘Bild’ fĂ€hrt eine Kampagne. Das ist ein Satz, der ungefĂ€hr so viel Nachrichtenwert hat wie ‘Katze jagt MĂ€use’ oder ‘Wasser macht nass’.” Dieser Text könnte hier aufhören,, wenn es nur das wĂ€re.Weiterlesen…

Der Spiegel – “kein guter Ort”

Juan Moreno hatte ich vor vielen Jahren als Autor der SZ sehr geschÀtzt. Lange hatte er eine wöchentliche Kolumne in der SZ-Wochenendbeilage. Parallel moderierte er gewöhnlich hÀufiger bei Funkhaus Europa (heute: WDR Cosmo). Wie konnten die ihn nur gehen lassen? Vermutlich machte irgendwann der Spiegel ein Angebot, das mann nicht ablehnen kann.
Und dort erlebte er dann diese Relotius-Sache. Und hat jetzt dazu ein bestverkaufendes Buch auf den Markt gebracht, und, wie es heute zu den Pflichten von Bestsellerautor*inn*en gehört, kein Mikrofon und keine Talkshow ausgelassen.Weiterlesen…

KriminalitÀtsexport vor Rechtsstaat

weiter unten: Niggemeiers Döpfner-Abrechnung jetzt komplett online
Hier der aktuelle Wasserstandsbericht Thomas Mosers/telepolis aus dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu Anis Amri und – mutmasslich – seinem Attentat am Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016. Mosers Bericht legt zum einen nahe, dass entweder die Bundesregierung den Ausschuss strategisch belĂŒgen lĂ€sst. OderWeiterlesen…

#metoo im Bayrischen Rundfunk?

weiter unten: Nordkorea-Experte Döpfner braucht professionelle Hilfe
Der Vorgang um die Trennung zwischen Frau Degmair und dem Bayrischen Rundfunk las sich schon immer merkwĂŒrdig, als wenn der Kern der Sache sorgfĂ€ltig verborgen bleiben solle. Das ist nicht unĂŒblich, wenn sich die Konfliktparteien vor Gericht treffen. PR-AktivitĂ€ten haben dann eine instrumentelle Funktion. So sieht es auch jetzt aus. Die Arbeitgeberseite hatte durchstechen lassen, dass die FĂŒhrungsqualitĂ€ten der Frau Degmair sich als begrenzter als erwartet erwiesen hĂ€tten. Nun von ihrer Seite der Konter:Weiterlesen…

Kein MedienmĂ€rchen – nur der Spiegel

Von mir hat der Spiegel noch nie eine Mark gesehen. Schon Ende der 70er Jahre lernte ich in der Praxis, dass sich die dort fĂŒr was Besonderes haltenden Mitarbeiter*innen von – vom Spiegel aus gesehen – mikroskopisch kleinen Jugendorganisationen eine Weltsicht nicht durch Fakten kaputtmachen lassen wollten. Der Trick des Spiegel war und ist eine PrĂ€sentation und Schreibe, die das GefĂŒhl vermittelt, der unbarmherzig-kritische Schreiber wisse schon “alles”, natĂŒrlich noch viel mehr, als er er hier schreibt. UnĂŒbertreffliches Beispiel war seinerzeit dir Formulierung, von wem sich Bundeskanzler Kohl “sein Ei aufschlagen” lasse. Boah, war das informiert …Weiterlesen…

Journalismus-Handwerk – warum immer weniger?

Zwischen 2011 und 2013 war Stefan Niggemeier 1 1/2 Jahre Angehöriger der Redaktion des Spiegel. U.a. verantwortete er seinerzeit seinen gemĂ€ssigt selbstkritischen in Spiegel-online eingebetteten Spiegel-Blog. In dieser kurzen Zeit muss er eine betrĂ€chtliche Menge Feindschaften gesammelt haben. Wenn eine*r ĂŒber einen Gegenstand “zuviel” weiss, schĂ€rft das im besten Falle den kritischen Blick; und im ungĂŒnstigen Fall fĂŒhrt es zur unbedachten Begleichung alter Rechnungen. Ich bin mir nicht sicher,Weiterlesen…

Krisendramatik: Linkspartei, SZ, NZZ, Sp-on

Die sich “Die Linke” nennende Partei kam bei der Europawahl nur noch knapp ĂŒber 5%. Seitdem rappelt es dort im Karton. Im Osten stirbt sie weg, die einstige “KĂŒmmererpartei” implodiert demografisch. In urbanen BallungsrĂ€umen des Westens gibt es Zugewinne, die das nicht aufwiegen können. Einerseits kann oppositionelle GlaubwĂŒrdigkeit erarbeitet werden – wo es gut lĂ€uft – aber konterkariert wird es dadurch, dass sie alt, auf mehr oder weniger sympathische Art “von gestern” wirken, Überbleibsel der Geschichte. Das mĂŒsste nicht so sein.Weiterlesen…

Junge Welt: Paywall vergessen?

Zitternder Jörges
Die Junge Welt, publizistische Speerspitze des linken Radikalismus, kĂ€mpft, wie alle linken Medien um ihre Existenz. Ist es nun ein gutes oder schlechtes Zeichen? Heute hat sie ihre Paywall vergessen. Normalerweise wird die HĂ€lfte der Texte online vermauert und ist nur gegen ein Abonnement zugĂ€nglich. Auf diese Art und Weise wurden z.B. zahlreiche Texte des Extradienst-Lesers Andre Dahlmeyer fĂŒr mich unlesbar, sehr bedauerlich. Anders heute.
Drei Texte möchte ich besonders empfehlen:Weiterlesen…

Rezo&Merkel / Frauen / SPD / Sizilien

Text des Tages ist meine heutige Entdeckung von Arno Widmann. Mir war seinerzeit schon aufgefallen, wie hymnisch seine frĂŒhere Kolumnistin Mely Kiyak seine Redaktionsarbeit pries. Die von ihr damals geforderte Demokratiewachsamkeit hat Widmann zu bieten. Er hat die Bedeutung der Reden von Rezo und Merkel verstanden und lĂ€sst uns in seiner FR daran teilhaben. Was bei ihm fehlt, ist die Tatsache, dass hinter RezoWeiterlesen…

Reste des Journalismus – Vorbote Österreich?

Das hĂ€tte es auf meinem Schulhof im Gladbeck der 70er Jahre nicht gegeben: ein RWE- und ein S04-Fan reden vor den Entscheidungen des letzten Spieltages ganz sachlich und informativ ĂŒber die Lage des deutschen Fussballs der Herren, JĂŒrgen Zurheide und Manni Breuckmann. Zurheide zeigte seinem Ressortboss Heinemann kurz zuvor noch, wie ein DLF-Moderator Anton Hofreiter ohne Schaum vorm Mund kritisch befragen kann.
Zurheide und Breuckmann habe ich beide bei meinen 15 Jahren Landtagsarbeit in DĂŒsseldorf kennen gelernt.Weiterlesen…

Aussterbende Arten: Medienvielfalt

UrsprĂŒnglich wollte ich nicht mehr darauf hinweisen, was Timo Rieg/telepolis als “Journalismus fĂŒr die MĂ€chtigen” beklagt. Den meisten Leser*inne*n dieses Blogs dĂŒrfte das grundsĂ€tzlich schon lange bekannt sein. Aber dann fand ich diese fleissige Zusammenstellung von Stefan Niggemeier/uebermedien, die zeigt, mit welchen Produktionsmechanismen sich das deutsche Medienbusiness selbst sein Grab aushebt.
Es gibt gute Gegenbeispiele, ein Grosses und ein Kleines.Weiterlesen…

Agenda-Setting bei ARD und ZDF?

von Jupp Legrand / Otto-Brenner-Stiftung
„Weniger Migration, mehr Habeck“ betitelte die FAZ im Januar 2019 einen Artikel, der die Kriterien der GĂ€steauswahl und Themensetzung der Polit-Talkshows bei ARD und ZDF analysierte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der öffentlich-rechtliche Rundfunk bereits eine unruhige Zeit hinter sich – war doch seine journalistische Themensetzung selbst zum journalistischen Thema geworden. Unmittelbar nach der Bundestagswahl 2017 wurde zunĂ€chst das „Kanzlerkandidatenduell“ zwischen Angela Merkel und Martin Schulz heftig kritisiert, bevor sich bis Mitte des Jahres 2018 die Kritik auf die politischen Talkshows der Öffentlich-Rechtlichen insgesamt ausweitete.Weiterlesen…

Kommunikation: wie geht ein Totalschaden?

Eine Republik, wie sie in Deutschland besteht, kann sich glĂŒcklich schĂ€tzen, wenn ihre Protestbewegungen sich fĂŒr das Recht auf Wohnen, das Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit (EU-Urheberrecht) oder den Schutz des Klimas einsetzen. Sie alle leisten damit wichtige BeitrĂ€ge fĂŒr die Verteidigung eines sozialen und demokratischen Bundesstaates. Und es erweist sich erneut,Weiterlesen…

Wem gehören die Wohnungen?

Weiter unten: NSU-Vertuschungen / Medien und FlĂŒchtlingspolitik
Es gibt einen ARD-Sender, der sich anmassend “Mitteldeutscher” Rundfunk (MDR) nennt. Die Namensgebung fand zu einer Zeit statt, als unter den Augen von Kurt Biedenkopf bayrische CSU-Kader den Sender der ostdeutschen BundeslĂ€nder Sachsen, Sachsen-Anhalt und ThĂŒringen kaperten. Zum GlĂŒck hat diese Vorgeschichte an Bedeutung verloren. Der Sender wird heute von einer toughen Frau gefĂŒhrt, die sogar einen ehem. taz-Medienredakteur als Mitarbeiter angeworben hat. Gestern wurde ich beim Zappen im langweiligen Mittelteil von “Barnaby” auf die Wiederholung eines exzellenten Dokumentarfilms von Ariane Riecker aufmerksam. Der zeigt, wie die Immobilienhaie die StĂ€dte erobert habenWeiterlesen…

Dörner-Interview / Gelbwesten

Das BinÀre Denken bedroht uns immer schÀrfer und aggressiver
Die VisionĂ€r*inn*e*n des Silicon Valleys, Chinas und deutscher MedienhĂ€user sollten zum Arzt gehen. Sie praktizieren nicht nur selbst BinĂ€res Denken, sondern trĂ€umen auch davon, unser ganzes Leben, uns selbst, mit Einsen und Nullen erfassen zu können. Gewiss ist damit mehr möglich, als die meisten von uns sich heute noch vorstellen können. Die Weltformel aber, oder auch nur unsere Lebensform Mensch, werden sie nie komplett erfassen. Das ist es, was menschliches Leben so schön und lebenswert macht. Diejenigen aber, die ich gerne zum Arzt schicken wĂŒrde, geben nicht auf.Weiterlesen…

Tagesschau wird terrorisiert, Spiegel verteidigt

Stefan Niggemeier kann den Spiegel auch verteidigen. Dann, wenn er in Springers “Welt”, die ich aus RĂŒcksicht auf mein Wohlbefinden nicht lese, relotiusartig attackiert wird. Ich könnte das nicht, so grĂŒndlich und zeitaufwendig quellenkritisch zu arbeiten, bin aber dankbar, dass es Leute wie bei uedermedien.de (dieses Mal ohne Paywall) gibt, die sich dem unterziehen.
Wie ist in dieser Hinsicht der Konflikt Volker BrĂ€utigam vs. die Tagesschau zu beurteilen?Weiterlesen…

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