Thema: Steffen Grimberg

Beklopptes Berlin / Kinder bleiben arm

Von , am Mittwoch, 12. Februar 2020, in Fußball, Medien, Politik.

Das deutsche Hauptstadtproblem wird bis heute, vor allem von den was-mit-Medien-Leuten nicht verstanden. Sie ersetzen, ebenso die Berliner*innen selbst, die Wirklichkeit der Stadt durch eine Projektion. Die Wirklichkeit ist eine hochkonzentrierte Ballung der sozialen Probleme dieses Landes auf engstem Raum, von manchen gerne “Labor” genannt, platziert am Ostrand des Landes, und ausser dem bisschen Speckgürtel in Potsdam, Oranienburg und Königswusterhausen dann hunderte Kilometer nichts drumrum, Weiterlesen

“Alte Frau” – mit 49?

Von , am Donnerstag, 14. November 2019, in Medien.

Was würden die schönen Frauen Anne Will (53) und Miriam Meckel (52) dazu sagen? Ist eine Frau in oder nach der “Bioklippe” alt? Ich kann solche Selbstbezeugungen natürlich nicht nachempfinden, aber streng sachlich und empathisch würde ich auf der Einsicht bestehen, dass es eine Frage der jeweiligen individuellen Einstellung zum Leben ist – und die Antwort darauf unabhängig vom Fortschritt des Lebensalters in einem beständigen Wandel sein wird.
Ich beziehe mich damit auf ein Interview Weiterlesen

ZDF Manual

Von , am Freitag, 22. Februar 2019, in Medien.

Das Schenkelklopfen am Mainzer Lerchenberg ist durchs ganze Rheintal zu hören. Es sind die ZDF-Bosse (von Bossinnen ist mir nichts überliefert), die sich über die ARD kaputtlachen. Das ZDF ist “Marktführer” der Resterampe deutschen Fernsehens. Allerdings nur, weil die “Dritten” der ARD getrennt gezählt werden. Allein: das so hinzukriegen ist ja PR-strategisch schon genial, und noch schlauer als seinerzeit die Erfindung der “werberelevanten Zielgruppe” der 14-49-jährigen. Marktführer mit einem allseits respektierten unterirdisch schlechten Programm.
Während Dieter Hildebrandt für solche Kritik zu Lebzeiten noch rechtschaffen gefeuert worden war, Weiterlesen

#metoo/WDR: Mikich-Eigentor

Von , am Mittwoch, 17. Oktober 2018, in Medien.

Nicht spielentscheidend, aber doch bemerkenswert: Sonia Mikich, in den Ruhestand gewechselte ehemalige WDR-Chefredakteurin, hat in der #metoo-Debatte ein Eigentor geschossen. Ausgerechnet in der FAZ zog sie eine persönliche Bilanz der Debatte. Ich kann sie leider nicht lesen und verlinken, weil die FAZ den Text hinter ihrer Paywall vermauert hat.
Mikich weiss selbst aus ihrer langen Berufserfahrung, dass FAZ-Medienredakteur Michael Hanfeld, der es trotz intensivster Kampfbereitschaft für Verlegerinteressen immer noch nicht zum FAZ-Herausgeber oder wenigstens Feuilletonchef gebracht hat, zeitlebens auf einem Kreuzzug gegen öffentlich-rechtliche Medien, also das, wo Mikich ihre komplette Berufskarriere verbracht hat, unterwegs war. Weiterlesen