Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Tagesschau (Seite 1 von 3)

Alte Herren im Rodeo

Die Tagesschau eröffnete gestern Abend mit “Vergiftung von Nawalny nachgewiesen”. Sie hĂ€tte ergĂ€nzen mĂŒssen: “Wir glauben an Bundeswehr und unsere Geheimdienste”. Da war es schon subversiv, dass Christian Feld in seinen Bericht einen Satz des ehemaligen MdBs der Linken Jan van Aken einbaute, der korrekt sagte: “Wenn Geheimdienste im Spiel sind, glaub’ ich nicht viel.” Das wĂ€re vielen, die gute*r Journalist*in werden wollen, ebenfalls zu empfehlen.Weiterlesen…

FachkrÀftemangel

“Die Erinnerung darf niemals enden” soll Bundesaussenminister Heiko Maas im MĂ€rz 2018 kurz nach seinem Amtsantritt ins GĂ€stebuch der GedenkstĂ€tte Yad Vashem geschrieben haben. Gestern nun – erinnern Sie sich? – war der 81. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen. In dessen Folge wurden weit ĂŒber 5 Mio. Pol*inn*en, rund zur HĂ€lfte JĂŒdinnen und Juden, ermordet. Wie hat der deutsche Aussenminister dessen gedacht?Weiterlesen…

Gleichgeschaltet?

Vor wenigen Tagen beschwerte ich mich bei einem Rundfunkratsmitglied ĂŒber die Tagesschau. Christiane Meier, die in ihrer Jugend bei KĂŒppis ZAK und “Privatfernsehen” gelernt hat, und spĂ€ter sehr lange Hauptstadtberliner-Frondienste fĂŒr das ARD-Morgenmagazin schob, hat sich vor einiger Zeit endlich einen der heissgeliebten New-York-Korrespondentinnen-Jobs des WDR gesichert. Es gibt noch Gerechtigkeit, dachte ich, und gönnte es ihr. Nun hatte sie der Tagesschau einen Bericht vom UN-Sicherheitsrat geliefert,Weiterlesen…

Lob fĂŒr Bonner Richter

Wenig beachtet von der medialen Öffentlichkeit fand in Bonn einer der ersten oder sogar der Strafprozess gegen Mehrwertsteuerbetrug statt, indem es um die sogenannten “Cum/Ex”-Tricksereien ging.
Soweit ich das begriffen habe, handelt es sich um die mehrfache RĂŒckforderung von Kapitalertragssteuer die bei bestimmten FinanzgeschĂ€ften gegenĂŒber den FinanzĂ€mtern geltend gemacht wurden, obwohl diese Kapitalertragssteuer zuvor tatsĂ€chlich nur einmal bezahlt worden war. In Bonn vor Gericht standen zwei britische AktienhĂ€ndler. Wie diese BetrĂŒgerei funktionierte, hat die Tagesschau dankenswerterweise in einer Graphik veranschaulicht https://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/cum-ex-deals102.html .Weiterlesen…

Bonn in der FAZ / Virusflucht – nach Wuhan!

Nach meiner ganz persönlichen Theorie gibt es die Virusmaschine Wieverfastelovend in Beuel nur deswegen, weil das die einzige Gelegenheit im Jahr ist, in die Tagesschau zu kommen. Aus diesem Grund soll auch nichts auf den Betonplatten die Sicht auf den Balkon versperren, von wo die hochwohlgeborenen Prinzessinnen und Kommunalpolitiker*innen bundesweit in die Kameras grinsen sollen. Seit einigen Jahren klappt das nicht mehr.Weiterlesen…

Offener Affront AKKs gegen Macron

In MĂŒnchen sitzen sie alle beieinander, die uns in Unsicherheit wiegen wollen, damit wir ihnen umso williger folgen. Die Frage ist nur: wem? Denn die Herrschenden waren sich selten uneiniger als heute. Die Bundesregierung, selbst ohne Strategien und Konzepte, gefĂ€llt sich im Jammern ĂŒber Andere: von Trumps USA, die bösen Russland und China, ĂŒber die EU, die ihr nicht willig zu folgen bereit ist, bis hin zu ihren einstmals engsten VerbĂŒndeten, die sie einfach nicht mit ihren Fettfingern an ihre schönen Atomwaffen dranlassen wollen. Wie so welche “Multilateralismus” retten wollen, wie sie behaupten, ist mir ein RĂ€tsel.
Wenn die deutsche Tagesschau in ihrer meistgeguckten 20-Uhr-Ausgabe Weiterlesen…

MĂŒckenstiche, bisweilen tödlich

Das Bild von den MĂŒckenstichen ist von Alice Hasters. Selten habe ich einen Text von solch gedanklicher Klarheit und ebensolcher Formulierung gelesen. Die Tagesschau ist fĂŒr solche Mitarbeiterinnen zu beglĂŒckwĂŒnschen. Hasters’ Text ist frei von Larmoyanz und Opfer-Gejammere. Dabei ist es objektiv so: wenn ein*e Schwarze*r hierzulande zur falschen Zeit am falschen Ort ist, kann das tödlich sein. Es wird “No-Go-Area” genannt.Weiterlesen…

Was in der Tagesschau fehlt

Russland / China / Libyen / Wundersame Bahn XLIV: Speisewagen
Oft frage ich mich: halten Auslandskorrespondent*inn*en mich als Publikum fĂŒr zu blöd? Dass ich “zu viele” Details und Systemstrukturen sowieso nicht verstehen kann? Oder sind sie es selbst? Zu blöd? Oder zu belastet? Oder beides? Die gestern berichteten politischen VerĂ€nderungen in Russland: ging es nur um Wladimir Putin und seinen Machterhalt (ohne Personalisierung geht im deutschen Journalismus gar nichts!)? Oder ging es doch auch irgendwie, vielleicht so nebenbei, auch umWeiterlesen…

LĂŒgenpresse / Stadtzerstörung

Hier wird Ihnen schon wieder schlecht, aber nicht wg. Essen & Trinken
LĂŒgenpresse ohne AnfĂŒhrungsstriche. Dass in Grossbritannien alle Schamgrenzen gefallen waren, als Rupert Murdoch dort die Medienmacht ĂŒbernahm und die Premierminister persönlich aussuchte – das wusste ich schon. Dass aber die Druckerzeugnisse der deutschen VerlegermilliardĂ€rsfamilien die LĂŒgen der kriminellen MurdochblĂ€tter einfach abschreiben, das erfahre ich nur, wenn ich mal krank bin, im Wartezimmer sitze und Spiegel, Stern und Stadtanzeiger gerade besetzt sind. Im Alltag fasse ich diesen Dreck nicht mit spitzen Fingern an. Und weiss darum so wenig darĂŒber.
Anders Mats Schönauer/uebermedien, der das anscheinend beruflich macht.Weiterlesen…

ARD-Tagesschau als Bertelsmann-PR-Abteilung

Kristin Schwietzer ruft angehende Journalist*inn*en dazu auf, sich nicht zu scheuen, ĂŒber “götterspeisende Schildkröten” zu berichten. Sie hat dann heute in diversen Tagesschau-Ausgaben (ab Minute 9) mal gezeigt, wie sie sich das vorstellt. In einem mehrminĂŒtigen Beitrag feierte sie eine Bertelmann-Studie ĂŒber die grossartige Verwirklichung der guten VorsĂ€tze der nicht minder guten Grossen Koalition.Weiterlesen…

ARD-Archivöffnung? / Den Wolfsberg hinauf

In den 90er Jahren sprach ich mit Manni Breuckmann ĂŒber die “Tagesschau vor 20 Jahren”. Sie war damals gestartet und war, wie er mir versicherte, ĂŒberraschend quotenerfolgreich. Ich schaute sie auch regelmĂ€ssig, sie lief damals spĂ€tabends in allen Dritten, heute noch auf Tagesschau24. Schon damals hatten wir beide Sehnsucht nach einer entsprechenden “Sportschau vor 30 Jahren”, also etwa zu Beginn der Bundesliga.
So verging die Zeit. Das Internet erschien. Und bei der ARD passierte bis heute fast nichts. Obwohl:Weiterlesen…

30 Jahre “Neues Forum” – ich wars nicht

Aber verkehrt war es auch nicht
Bevor Nachfragen kommen. Der MitgrĂŒnder des Neuen Forums Martin Böttger, wohnhaft in der Ernst-ThĂ€lmann-Str., wie in diesem Tagesschau-Bericht gut zu erkennen, war ich nicht. Meinen unterzeichnenden Namensvetter habe ich allerdings Anfang der 90er persönlich kennen gelernt. Es war im Rahmen einer Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Frieden von B90/Die GrĂŒnen im Haus Wittgenstein, der damaligen BundesgeschĂ€ftsstelle in Bornheim-Roisdorf.
Ich weiss nicht, wie es ihm ging. Mir war dieser Martin Böttger sofort sympathisch.Weiterlesen…

Umkehrung der TĂ€ter-Verantwortung

Schiessen SZ und Spiegel ein Eigentor?
Deutsche Geheimdienstler eilen der FPÖ gleich rudelweise zu Hilfe. Waren und sind die nicht Beamte? Wie verhĂ€lt sich dieses Verhalten zu ihrem Amtseid: „Ich schwöre, das Grundgesetz und alle in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze zu wahren und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfĂŒllen, so wahr mir Gott helfe.“? Sascha Lobo beschreibt das Rudelverhalten in seiner Sp-on-Kolumne. Und er hat Recht. Er spart allerdings eine Strategie&Taktik-Frage an seinen Arbeitgeber aus, die dafĂŒr Wolfgang Michal/Freitag stellt.Weiterlesen…

ARD-Tagesschau kann auch subversiv

Die Reihenfolge der BeitrĂ€ge war der “Pfiff” der gestrigen 20-Uhr-Tagesschau. Sie eröffnete mit einem Bericht ĂŒber die Debatte zu Seehofers und der Koalition “Radikalisierung-der-FlĂŒchtlingsbekĂ€mpfung-Gesetz”. Diesem Bericht folgte der Bericht ĂŒber die “Vereinbarte Debatte – 70 Jahre Grundgesetz”. Im Sitzungsablauf war es umgekehrt: Grundgesetz 9 Uhr, FlĂŒchtlingsbekĂ€mpfung 12.25 h.
Durch die Tagesschau-Dramaturgie wurde die Grundgesetzdebatte im voraus dementiert.Weiterlesen…

Beueler Fluchtwege / Gourmettraum

Donnerstag ist der höchste Beueler Feiertag. Der Tag, wegen dem auch die andern 364 Tage im Jahr am Rathausvorplatz kein GĂ€nseblĂŒmchen eine Chance hat, geschweige denn richtige Sauerstoffproduzenten. Solche lebenden Sichtbehinderungen, woanders unter der Bezeichnung “Pflanzen” bekannt, könnten die Feierfreude des alkoholverglasten nĂ€rrischen Volkes beeintrĂ€chtigen, auf die WĂ€scherprinzessin und den ganzen kommunalen Adel dieser Stadt. FrĂŒher war das der einzige Tag, an dem Beuel in der Tagesschau erschien. Aber diese aufwendige Fahrt von Köln nach BonnWeiterlesen…

Jemen / Russland / Indien / Pakistan / Ägypten / Gabun / Italien

Jemen
27mal an 365 Tagen soll die Tagesschau im letzten Jahr ĂŒber die nach Urteil der Uno “schlimmste humanitĂ€re Katastrophe”, den Jemen-Krieg, berichtet haben. DafĂŒr ist es aber deutschen Konzernen umso besser als gelungen, sich am dortigen Massenmord aktiv zu beteiligen. Wenn die Bundesregierung vornerum eine Exportstoppshow spielt, wird hintenrum von auslĂ€ndischen Produktionsstandorten geliefert, und simsalabim – keine*r ists gewesen. (der letzte Link verschwindet in einigen Tagen in einem Paywall-Archiv).
Russland
WĂ€hrend hierzulande ĂŒber Ukraine, Sanktionen und Northstream2 gestritten wird, Ă€rgern sich die Russ*inn*en ĂŒber das Gleiche wie wir: die Rente.Weiterlesen…

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