Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: TEL Aviv

Trumps “Friedensplan” fĂŒr den Nahen Osten

Dolchstoss gegen das Völkerrecht und das endgĂŒltige Aus fĂŒr eine gerechte Zweistaaten-Lösung
„PrĂ€sident Donald J. Trump hat erkannt, daß es Zeit ist fĂŒr einen neuen Ansatz, um Frieden, Sicherheit, WĂŒrde und Zukunftsmöglichkeiten fĂŒr Israel und fĂŒr das palĂ€stinensische Volk zu erreichen.”
Mit diesem großspurigen Werbetext verbreitet das Weiße Haus in Washington den „Friedensplan“, den der US-PrĂ€sident am 29. Januar der Weltöffentlichkeit prĂ€sentierte unter dem anmaßenden Titel “Vision for Peace, Prosperity, and a Brighter Future for Israel and the Palestinian People” (Vision fĂŒr den Frieden und eine bessere Zukunft fĂŒr Israel und fĂŒr das palĂ€stinensische Volk). Doch tatsĂ€chlich bedeutet dieser PlanWeiterlesen…

Gegenhegemoniale Anstrengungen

Ohne Moralin und Emphase: Mit seinem Essay „Conflictual Aesthetics“ schlĂ€gt der Politologe Oliver Marchart Schneisen in das Dickicht der politischen Kunst
Zweieinhalb Meter hoch und vier Tonnen schwer. Allein von Gewicht und Material hatte es die „GedenkstĂ€tte“, die das Zentrum fĂŒr Politische Schönheit (ZPS) Anfang Dezember zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt platzierte, in sich. Aber auch die Idee, mit der Asche mutmaßlicher Holocaust-Opfer aus Polen in einer erleuchteten StahlsĂ€ule vor dem „Verrat an der Demokratie“ zu warnen, schlug ein wie eine Bombe. Viel mehr Streit lĂ€sst sich selbst bei den, schon von mehreren ZPS-Aktionen abgebrĂŒhten Berlinern und Hauptstadtpolitikern, kaum erreichen.

Ob diese Kunst, die auf Teufel komm raus politisch relevant werden möchte, das auch wirklich ist,Weiterlesen…

75 Jahre Auschwitz-Befreiung – 75 Jahre Schande Antisemitismus

Antisemitismus in Deutschland war nach 1945 niemals ganz verschwunden. Zu viele Menschen der Kriegsgeneration dachten in den 50er, 60er und 70er Jahren klammheimlich immer noch wie zu Nazi-Zeiten. Obwohl die junge Bundesrepublik Antisemitismus verurteilte und die SolidaritĂ€t mit Israel zur StaatsrĂ€son erklĂ€rte, fanden immer wieder auch Übergriffe von Ewiggestrigen und ihren jungen Nachfolgern statt. Die SchĂ€ndung jĂŒdischer Friedhöfe, der Überfall auf die wieder errichtete Kölner Synagoge, die VerdrĂ€ngung von Schuld, waren Tagesordnung – aber sie geschahen heimlich im Schutz der Nacht. Ich selbst wunderte mich als Kind etwa ĂŒber Bemerkungen meiner Mutter wie “der is au e Jud” – ohne die Bedeutung und den Hintergrund zu begreifen, denn gesprochen wurde darĂŒber nicht. Auch damals gab es rechtsextremes Gedankengut in der Mitte des BĂŒrgertums. 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz ist die Situation nicht besser geworden.Weiterlesen…

UnSicherheitskonferenz in MĂŒnchen (III)

von Andreas Zumach
Verharmlosen, leugnen, aufrĂŒsten – Hochrangige Politiker aus vielen LĂ€ndern der Welt verharmlosen Kriege, militĂ€rische Interventionen und AufrĂŒstung. Ein schlechtes Zeichen.

Die diesjĂ€hrige „Sicherheitskonferenz“ in MĂŒnchen ĂŒber die gefĂ€hrlichsten Konflikte und Bedrohungen dieser Welt stand unter der Leitfrage „Bis zum Abgrund – und zurĂŒck?“. Die Antwort der meisten Konferenzredner lautete: „Weiter vorwĂ€rts!“Weiterlesen…

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