Thema: Thomas Pany

Perthes (SWP): Syrien-Lösung nicht ohne UN

Von , am Montag, 16. April 2018, in Lesebefehle, Politik.

Volker Perthes, Chef der Stiftung für Wissenschaft und Politik, gab heute (sehr) früh im Deutschlandfunk eine strategische Einschätzung zur aktuellen Syrien-Konfrontation. Er sieht in den politischen Bemühungen einen klaren Vorsprung von Macrons Frankreich vor allen anderen, und stützt in meinen Augen insofern die Hypothese, die Thomas Pany schon vor ein paar Tagen bei telepolis referiert und heute hier mittels eines Macron-Interviews aktualisiert hat. Weiterlesen

Der Krieg läuft schon – und kommt näher

Von , am Samstag, 24. März 2018, in Lesebefehle, Medien, Politik.

Nicht nur der Handelskrieg. Thomas Pany/telepolis beschrieb gestern, wie sowohl die Trump-USA als auch Merkel-Deutschland die kriegführende saudi-arabische Feudaldiktatur fortgesetzt mit modernsten Waffen beliefern, mit denen diese seit drei Jahren Völkermord im Jemen betreibt. In einem weiteren Text referiert Pany einen arabischen Banker, der die scheinbar bewusstlose konfliktverschärfende Politik der meisten arabischen Regimes kritisiert.
Thomas Konicz/telepolis macht auch keine Hoffnung. Im Gegenteil: der Kapitalismus ist zu produktiv für sich selbst, die neoliberale Globalisierung schlägt um in autoritär-reaktionäre Herrschaftsformen. Der Handelskrieg dieser Herrscher kann jederzeit militärisch eskalieren, und uns als Menschen sehr, sehr weit zurückwerfen.
Ray McGovern (CIAler im Ruhestand, in deutscher Übersetzung der nachdenkseiten) gibt einen Einblick in die brutalen Bürgerkriege innerhalb der US-Administration zwischen Trump-Leuten und Clinton-nahem FBI.
Matthias Holland-Letz/Carta/Der Journalist war in der Ukraine und hat sich ein dortiges Medienzentrum im Bürgerkrieg angesehen.
Ebenfalls bei Carta: ein Gespräch über die politischen Beherrschungsversuche der “(a)sozialen Netzwerke”.

Sarkozy und das Massenmorden im Mittelmeer

Von , am Donnerstag, 22. März 2018, in Lesebefehle, Politik.

Es überwiegt die Schadenfreude, dass es mit Nicolas Sarkozy gewiss keinen falschen erwischt. Doch welche Politik verbirgt sich hinter dem scheinbar vorbildlich rechtsstaatlichen Vorgang seines Verhörs? Denn wenn wir seine Politik bilanzieren, ist eine darauf folgende Läuterung Frankreichs oder der EU sicher nicht zu entdecken, eher das Gegenteil.
Für wen ist seine Verhaftung eine Warnung? Welche Netzwerke sind die Adresse? Mit welchem Motiv und welcher Strategie werden sie bekämpft? Klandestinität und demokratische Politik, ich mag da naiv sein, vertragen sich nicht.

Ramon Schack rekapituliert die Blitzkarriere des Expräsidenten.
Thomas Pany berichtet aktuell die mörderischen Folgen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen, und die unsere afrikanischen Brüder und Schwestern foltern, quälen und umbringen (dieser Link führt zu einem Bericht von Monitor/WDR/ARD; Ihre Verdauung sollte gut beieinander sein ….).

Die den Sturm ernten

Von , am Freitag, 7. April 2017, in Allgemein, Medien, Politik.

von Adalbert Krims (Wien)

Der Nahost-Experte Michael Lüders (den man früher auch manchmal im ORF sah, der aber offenbar inzwischen „aussortiert“ wurde, weil er nicht dem „Mainstream“ entspricht). Er war am 5. April bei Markus Lanz im Zweiten Deutschen Fernsehen eingeladen. Michael Lüders berichtete davon, dass auch ein früherer, massiver Giftgaseinsatz vom August 2013 Assad in die Schuhe geschoben worden war, tatsächlich aber der damalige Einsatz in der Nähe von Damaskus auf ein Zusammenspiel zwischen der Al Nusra-Front und dem türkischen Geheimdienst zurückging. In seinem aktuellen Buch „Die den Sturm ernten. Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte“ hat Michael Lüders den damaligen tödlichen Vorgang geschildert und belegt. Es ist wert, sich diese ca. 11 Minuten anzusehen und anzuhören.

Die Wikipedia-Biografie des Gastautors hier, den und sein gehaltvolles Buch “Karol Woytila” kennengelernt zu haben, ich noch heute sehr erfreut bin. Herzlichen Dank auch an Rudolf Schwinn für die Vermittlung.
Zum Thema Syrien-Krieg noch folgende weiterführende Hinweise:
Thomas Pany beschrieb bereits gestern, vor dem US-Angriff, die komplizierten Interessenlagen der Aggressionsakteure.
Jürgen Trittin kommentierte nach seinem USA-Besuch heute morgen im DLF-Interview.