Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Timo Rieg

Medienkritik

Nach einer grosszügigen Portion wärmender Hühnersuppe (Bezugsquelle), die ich mir gerne mit Knoblauch und Curry nachwürze, sowie einem sättigenden Matjesstip (Bezugsquelle) mit frischen Linda-Salzkartoffeln gab es zum Nachtisch die 20-Jahre-Jubliläumssendung des entschleunigenden mare-TV, Glückwunsch auch von mir, und als Empfehlung an Extradienst_Leser*innen. Nun also, was mich lesend beschäftigte.
Timo Rieg/telepolis hat eine ausufernde, gelegentlich schwer verdauliche Fleissarbeit zur Medienberichterstattung in der Corona-Pandemie angefertigt. Weiterlesen

Sachdienlich II

Joseph Vogl / Timo Rieg / Thomas Frank / Volker Perthes u.a.
“Der Mensch zerstört die Umwelt nicht” – mit dieser gelungenen weil aufreizenden Überschrift hat Jakob Augstein/Freitag sein Interview mit Joseph Vogl überschrieben. Die Jungs entdecken in ihrem Gespräch eine “Bedingung der Möglichkeit der Erschaffung von Solidarmilieus.” Ich wüsste nichts, was derzeit wichtiger wäre.
Bei telepolis ist der 5. Teil von Timo Riegs Reihe “Medienkritik zum Corona-Journalismus” online gegangen. Weiterlesen

Physik und Politik

Realitätsblinde Realos
Unsere Republik durchzieht eine zweite Welle. Es ist nicht das Virus, das war schon da und bleibt, sondern eine zweite Panikwelle von Politik und Bürokratie. Sie sind völlig überrascht vom Einbruch des Herbstes, und der Tatsache, dass der mächtigste Mann der Welt immer noch keinen Impfstoff gegen Covid-19 erfunden hat. Und auch sonst keine*r. Wer konnte schon damit rechnen?
Heute mittag hörte ich im WDR5-Mittagsecho einen vernünftigen Arzt, der sich ähnlich wie ich über diese Panik ärgerte. Der WDR bietet leider kein Online-Archiv, in dem ich das Gespräch wiederfinde. Ist nicht schwer, der DLF kann das. Aber das WDR5-Mittagsecho soll ja sowieso abgeschafft werden.
Es gibt noch andere Quellen der Vernunft. Weiterlesen

Spuren von Journalismus, kritischem

WAZ und SZ haben heute die Paywall weiter hochgezogen. Bei den besitzenden Milliardär*inn*en ist Panik ausgebrochen, 80% Anzeigenrückgang. Journalismus scheint nur noch Geld zu kosten, keins mehr einzubringen. Komisch, ne? Der Anstieg von Digitalabos, der aus den gleichen Häusern gemeldet wird, klingt dagegen wie das Pfeifen im Wald. Da haben die superreichen Besitzer*innen wohl nicht gut und früh genug nachgedacht. Eine der vielen spannenden Fragen: was davon wird nach der Krise übrig bleiben?
Das weiss ich auch nicht. Ich weiss aber, wo ich noch was zum Lesen finde. Weiterlesen

Virus, Gehorsam, Grundrechte

Es kann und darf nicht ausbleiben diese Diskussion zu führen: wie verhält es sich zwischen Herrschenden und Beherrschten, während einer Epi- und Pandemie, und danach? Ich persönlich reagiere mit Aversionen, wenn die Obrigkeit mich zuhause arrestieren will, weil ich mich versuche verantwortlich zu verhalten. Ich halte Körperabstand und pflege Diskretion, versuche es zumindest, auch ausserhalb von Krankheitswellen und -ängsten. Andererseits: nicht alle tun das.
Da jetzt so viele zuhause sitzen, hier Empfehlungen, das Thema zu vertiefen. Weiterlesen

Aussterbende Arten: Medienvielfalt

Ursprünglich wollte ich nicht mehr darauf hinweisen, was Timo Rieg/telepolis als “Journalismus für die Mächtigen” beklagt. Den meisten Leser*inne*n dieses Blogs dürfte das grundsätzlich schon lange bekannt sein. Aber dann fand ich diese fleissige Zusammenstellung von Stefan Niggemeier/uebermedien, die zeigt, mit welchen Produktionsmechanismen sich das deutsche Medienbusiness selbst sein Grab aushebt.
Es gibt gute Gegenbeispiele, ein Grosses und ein Kleines. Weiterlesen

Extradienst / Bahn / Doktorfische zu Mikroplastik

Markus Mohr/Junge Welt erinnert an die Einstellung des Namenspaten dieses Blogs vor 40 Jahren, des Berliner Extradienstes. Seine Geschichtsschreibung behandelt überwiegend die Zeit, die ich nicht bewusst wahrgenommen habe, die Zeit der Entstehung und Gründung. Ich habe von dem Medium zuerst über den formidablen Radiojournalisten Claus Menzel erfahren (beispielhafte Veröffentlichungen von ihm hier und hier), der regelmässig für das Kritische Tagebuch des WDR aus Westberlin berichtete. Erst als ich 1976 in Bonn angekommen war, Weiterlesen

Meinungsforschungsindustrie im Umbruch

Weiter unten: Kongo / Deutsche Bahn / “Objektklasse” – Gelbwestengefahr für Europa
Je weniger Politiker*innen und Parteien intellektuell auf die Kette kriegen, umso mehr lassen sie sich von der Demoskopie treiben. Die kocht aber auch nur mit Wasser. Ulrike Köppchen/DLF-Kultur berichtet uns über die aktuellen Rezepte dieses Wasserkochens. Ergänzend sollten Sie sich die Wikipedia-Einträge der einzelnen “Institute” anschauen. Denn Frau Köppchen spart leider die Besitzverhältnisse an diesen Firmen aus. Weiterlesen

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