Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Torsten Körner

Faule Säcke

“Ein bisschen überzogen kritisiert” habe er die, meint der alte Gerhard Schröder heute. Es könnten die Kinder sein, die selbst älteste Säcke schlauer machen. Der alte Kerl wird heute porträtiert auf Arte von Torsten Körner. Von Letzterem halte ich recht viel, weil er mir durch durchdachte Medienkritiken auffiel. Ob er was zu zeigen weiss, was ich noch nicht weiss?
Viel Zeit bleibt ihm nicht (Mediathek nur einen Monat), weil ich dann zur Anstalt wechseln muss,Weiterlesen…

Bauernverband gegen Verschwörungstheorie

Weiter unten: Ermittlungsergebnisse zum Mord am Fussball
Verschwörungstheorien, das müssten nun alle Medienkonsument*inn*en gelernt haben, sind das Covid-19 unserer Tage. Was aber viele immer noch nicht wissen. einer der tapfersten Kämpfer dagegen ist der Deutsche, oder in diesem konkreten Fall der westfälische, Bauernverband. Ständig fällt er diesen Theorien zum Opfer. Spektakulär z.B., was die kommunistische Sekte Radio Bremen dazu verbreitet, von nichts ‘ne Ahnung, und dann sowas ….
In seinem tapferen Kampf muss sich der Bauernverband nun sogar dagegen wehren,Weiterlesen…

Werner Höfer

Torsten Körners gelungene Mediengeschichtsschreibung
Nur wer so alt wie ich, oder älter ist, wird sich noch an den Mann erinnern. Von 1952-1987 bestimmte er in Millionen deutschen Familien den sonntäglichen Tagesablauf: nach dem Kirchgang setzte sich Vater mit Cognac und Rauchwaren vor den Fernseher, während Mutter in der Küche das Gulasch oder die Koteletts zubereitete. In beengteren Wohnverhältnissen hatten die Kinder zwischen 12 und 12.45 h zu schweigen. Höfer moderierte in dieser Zeit den Internationalen Frühschoppen. (nicht minder legendär: WDR-Sprecher und Ansager Egon Hoegen).Weiterlesen…

Die GroKo scheitert – an der CDU

Und was kommt danach?
Seit gestern glaube ich auch, als Spätgläubiger, dass es mit der Grossen Koalition zuende geht. Es wird aber nicht die SPD sein. Die CDU wird es selbstmachen. Seit Wochen fällt mir an der Körpersprache von Frau Kramp-Karrenbauer auf, dass es ihr in Berlin unwohl ist. Offensichtlich gehen ihr alle auf den Zeiger. Als Parteivorsitzende muss sie ihre wachsende Aggression dagegen nach aussen richten, auf politische Konkurrenz und Gegner. Aber ihr Problem ist im eigenen Stall.Weiterlesen…

SPD-Depression – und ein Ausweg?

Marc-Jan Eumann ist ein anständiger Kerl und kein bräsiger Dummkopf. Das muss ich hier so ausdrücklich formulieren, weil man nach dem Interview, das er gestern dem Deutschlandfunk gab, durchaus auf anderslautende Gedanken kommen konnte. Es ist ja schön, dass die SPD nicht jede*n, der/die sich sehr für sie eingesetzt hat, wie eine heisse Kartoffel fallen lässt. Bei meiner Partei wäre ich froh, wenn ich bei ihr einen solchen Charakterzug noch erkennen könnte. Aber einem langjährigen Staatssekretär hätte man ein anständiges professionelles Interviewcoaching als Fortbildung im Bildungsurlaub wirklich mal angedeihen lassen können; die beleidigt von ihm beschimpfte Interviewerin machte schließlich auch nur ihre Arbeit. Und seine Leute in einem undurchsichtigen Hinterzimmerverfahren plus anrüchigem “Drehtüreffekt” zu versorgen, das ist eher eine Schädigung des Ansehens und Erschwerung der Arbeit der eigenen Leute, als eine wirkliche Hilfe. Auch wenn Rheinland-Pfalz nur ein kleines Bundesland ist; immerhin ist dort die grösste verbliebene personelle Hoffnung der SPD versteckt – sonst bleibt nur noch Olaf Sch., der, schlau wie er ist, ein Ministeramt in der kommenden Großen Koalition planvoll vermeiden will.

Wir verlieren uns im Kleinscheiss.
Wenn sie mal so richtig depressiv werden wollen, dann lesen Sie diese Reportage des Berliner Tagesspiegels vom Bundespresseball. Dort treffen sich ja unsere angeblich BestenWeiterlesen…

Aussenpolitik und Sicherheit – damals und heute

Derzeit wird irgendein Jahrestag im Zusammenhang mit Willy Brandt begangen (25. Todestag?), ein Anlass für einige Medien, sich wieder mit ihm zu beschäftigen. Das begrüsse ich. Ein sehenswertes Stück war der jüngst auf Phönix ausgestrahlte Film von Michael Kloft, der sich stark auf ein Buch und Interviews mit Torsten Körner stützte.
Einschub: auf der wenig benutzerfreundlich gestalteten Phönix-Homepage kann ich leider kein übersichtlich gestaltetes Mediathek-Angebot entdecken. Ich habe wohl den letzten Wiederholungstermin erwischt.
Ganz von Legendenbildung lassen konnte Klofts Film leider nicht. So wird auf dem Umweg über den interviewten Egon Bahr, der sich auf eine Selbstaussage Brandts zu stützen vorgab, behauptet, Brandt sei “je älter umso linker” geworden. Gleichzeitig wird zurecht darauf verwiesen, welchen grossen – menschlich stabilisierenden – Einfluss Brandts letzte Ehefrau Brigitte Seebacher auf ihn ausübte. Der war keinesfalls links.
Der für die Gegenwart bemerkenswerte an Brandt und seiner Politik, und schwerpunktmässig seiner Aussenpolitik, war, dass er den vom Krieg traumatisierten Menschen – nicht nur in Deutschland – das Gefühl wachsender Sicherheit vermittelte. Diese Kunst beherrscht heute niemand mehr.
Das heute absichtlich verbreitete Gefühl Weiterlesen…

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