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Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: uebermedien.de (Seite 1 von 8)

WDR kritisch mit sich selbst?

Für mich ist das mal eine gute Nachricht. Bei uebermedien.de ist ein Bericht von Boris Rosenkranz jetzt ohne Paywall zugänglich, der einen umfassenden, ja sogar selbstkritischen Diskussionsprozess im Westdeutschen Rundfunk (WDR) über seine eigene Corona-Berichterstattung sichtbar macht. Nach Rosenkranz’ Darstellung, der selbst häufig für den NDR arbeitet, sieht es so aus, dass es Oben anfing: beim „Programmdirektor Information, Fiktion und Unterhaltung“ Jörg Schönenborn. Ebenfalls aus dem Bericht geht hervor, ein initiatives E-Mail-Rundschreiben Schönenborns im WDR habe „so viele Reaktionen ausgelöst, wie ich es hier in der Programmpost noch nicht erlebt habe“ – es bewegt also viele, die im Sender für uns arbeiten. Weiterlesen

Trump hat doch recht

77 Volontär*inn*e*n treiben rot-rot-grüne Ökodiktatur voran
Jetzt ist es raus. Die Putschvorbereitungen sind in vollem Gange. Wenn sich nicht ein tapferer jugendlicher Held, wie Alexander Gauland oder Friedrich Merz dem linksgrünversifften Mainstream entgegenstellt, dann ist es um unsere Meinungsfreiheit, die Freiheit mal was sagen zu dürfen, noch eine freie Wahl zu haben, vorbei.
Von 150 befragten ARD-Volontär*nn*en, also dem “Staatsfunk”, haben 77 auf die Frage geantwortet, welche Partei sie wählen würden. Eine*r würde FDP wählen, Weiterlesen

Fetisch Daten

Daten werden den Fetisch Geld im Kapitalismus nicht ersetzen, sondern ergänzen. Der Perversität sind dabei keine Grenzen gesetzt, wie letzten Mittwoch der ARD-Film “Exit” schön gezeigt hat (Mediathek bis Ende Januar). In der Gegenwart befinden wir uns diesbezüglich noch in den Mühen der Ebene, repräsentiert durch die Corona-Warn-App. Vor Lockdowns und alltäglichem Ausnahmezustand hat sie uns nicht bewahrt, war aber ein gutes Geschäft. So läuft das im Datenkapitalismus. Näher erklärt das Kuros Yalpani/telepolis. Weiterlesen

Systemkonflikte

Viele Menschen in meinem Umfeld, mich selbst eingeschlossen, erleben die Gegenwart in einem sehr ambivalenten Sinne als aufregende Zeit. Die Klima- und die Viruskrise werden als existenzielle Gefahr erlebt, für die Art Mensch, die wir kennen- und weitgehend auch lieben gelernt haben. Diese Krisen sind sowohl Folgen als auch Antrieb für die Umwälzung globaler Machtverhältnisse. Die Meisten haben sich ein Leben lang an sie gewöhnt, Andere ein Leben lang dagegen gekämpft. Aber, ob das, was kommt, das ist, wofür sie gekämpft haben? Das erscheint unwahrscheinlich. Weiterlesen

“Mir tut es ja auch leid!”

Nachrichtenmedien, Nachrichtendienste
Wer solche Arbeitgeber hat, braucht keine Feinde mehr. Stefan Niggemeier, der selbst für kurze Zeit für den Spiegel gearbeitet hat (2011-13), hat jene Zeit nach meinem Eindruck nicht gut überstanden – jedenfalls, was seine innere Verfassung und seinen heutigen Blick auf dieses nachrichtendienstnahe Medium betrifft. In einer aktuellen Darstellung in seinem eigenen Medium uebermedien.de leuchtet er einen Konflikt zwischen dem Spiegel und einem seiner “Stringer” im Libanon aus. Das sieht nicht gut aus. Weiterlesen

Gefährliches Tauwetter

Und: die fremden Medien-Onkel (und -Tanten)
Als Fahrradfahrer mag ich Tauwetter weit lieber als Schnee und Eis, bin also im Rheinland richtig. Zweifellos ist dennoch das Tauwetter weit weg, an den Polen, wo mich selbst Kreuzfahrtschiffe nie hinlocken könnten, gefährlich. Nicht weniger, wenn es in Grönland, Sibirien und Kanada Permafrostböden auftaut und Unmengen an klimaschädlichem Methan freisetzt. Kurzfristig noch gefährlicher ist es, wenn “eingefrorene Konflikte” wieder heisslaufen. Weiterlesen

Sie verstehen nicht

Gesine Dornblüth (DLF) / Kölner Schulbürokratie / Kanzlerkandidaten-Warn-APP
mit Update 26.8.
Als Leser*in dieses Blogs wissen Sie, dass ich Stammhörer des DLF-Wochenendjournals bin. Heute melde ich dazu jedoch weniger Begeisterung als Entgeisterung. Gesine Dornblüth, 30 Jahre lang Russland-Korrespondentin (“Das Land liebe ich. Putins Politik ist für mich inakzeptabel.”) konnte bei ethnologischer Forschung in Deutschland beobachtet werden. Wie kann es nur sein, dass hierzulande Leute den Putin gut finden (ich nicht; mein Lieblings-Wladimir ist Kaminer) und die Politik der EU und der Nato gegenüber Russland zu feindselig (die Hälfte im Osten, ein Drittel im Westen, ich auch) finden? Weiterlesen

Eine SZ-Kritik ist nötig

Birk Meinhardt liefert sie wohl nicht
Irgendwann nach der 2003 erfolgten Einstellung ihres journalistisch hochklassigen NRW-Teils habe ich die Süddeutsche Zeitung abbestellt. Zu teuer und für den Preis nicht gut genug. Seitdem lese ich sie überall dort, wo sie bereit liegt, in meinem Mittagsbistro z.B.. Dort gibt es nur folgende Probleme. Wenn ich nicht zeitig um 12 eintreffe, hat sie irgendeine Person, die noch älter ist als ich, mit Beschlag belegt, und gibt sie zwei Stunden nicht mehr her. Wenn ich rechtzeitig eintreffe, benötige ich dagegen weniger als 20 Minuten. Weiterlesen

Gleichgeschaltet?

Vor wenigen Tagen beschwerte ich mich bei einem Rundfunkratsmitglied über die Tagesschau. Christiane Meier, die in ihrer Jugend bei Küppis ZAK und “Privatfernsehen” gelernt hat, und später sehr lange Hauptstadtberliner-Frondienste für das ARD-Morgenmagazin schob, hat sich vor einiger Zeit endlich einen der heissgeliebten New-York-Korrespondentinnen-Jobs des WDR gesichert. Es gibt noch Gerechtigkeit, dachte ich, und gönnte es ihr. Nun hatte sie der Tagesschau einen Bericht vom UN-Sicherheitsrat geliefert, Weiterlesen

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