Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Ultras (Seite 1 von 2)

Sie verstehen nicht

Immer noch nicht – ist es ein Westfalen-Gen?
Das ZDF-Sportstudio habe ich mir gestern erspart. Gut so. Kurz vor dem Einschlafen erregen, das ist nicht gut. Der Herr Watzke, der immer so viel Wert auf eine BodenstĂ€ndigkeit-Performance legt, muss ein Desaster auf der TV-BĂŒhne hinterlassen haben. Das Gegreine von Fussballkonzernen – wer will das noch hören? Doch nur, wer keine anderen Sorgen hat.Weiterlesen…

Weihnachten fÀllt aus

Das Problem ist nicht vorĂŒbergehend
Karneval fĂ€llt aus. Er hĂ€tte am 11.11. begonnen. Seien wir ehrlich: Weihnachten und Silvester fallen ebenfalls aus. Und die Verheissungen, dass irgendwann im neuen Jahr ein Impfstoff kommt, sind auch nicht viel seriöser als das, was Mr. Trump erzĂ€hlt. Sie sind ein verzweifelter Versuch die genervte und ermĂŒdende Bevölkerung bei der Disziplinstange zu halten. Die Infektionszahlen beweisen aber, dass das nicht funktioniert. Die Schwerpunkte sind so unterschiedliche Regionen wie Berlin-Neukölln (Wohnen und Leben eng an eng), Westniedersachsen (Massentierhaltung und -schlachterei) und seit einiger Zeit die NRW-Rhein-Ruhr-Region, die Pendler*innen-Region.
Jeder Appell im Stile von “Wir alle …” oder “Jede*r Einzelne …” sind verrĂ€terisch,Weiterlesen…

Trend zur zweiten Liga

Fussball zeigt: Virus geht nicht vorbei
Diese Saison ist von einem rĂ€tselhaften Virus infiziert. Auf nichts ist mehr Verlass. Sogar der Fussballkonzern aus dem sĂŒddeutschen Raum benötigt wieder, wie gestern in der 93. Spielminute, Elfmetergeschenke. Zuviele ArbeitsplĂ€tze und Investitionen wĂ€ren sonst bedroht. Diese alltĂ€gliche SelbstverstĂ€ndlichkeit tĂ€uscht nicht darĂŒber hinweg: immer weniger funktioniert, immer mehr geht in die Hose.Weiterlesen…

Insel der Vernunft: die Ultras

FĂŒr das westfĂ€lische RotbĂ€ckchen aus Lippstadt sind sie Abschaum, “das hĂ€ssliche Gesicht” des Fussballs. Sein GlĂŒck, dass in Deutschland Meinungsfreiheit herrscht, in der jede*r das Recht hat, Unsinn zu verbreiten. In Wahrheit ist es umgekehrt. Schon bei den Geziprotesten 2013 in der TĂŒrkei waren es die Ultras der Istanbuler Vereine BeƟiktaƟ, Fenerbahçe und Galatasaray, die gemeinsam die tĂŒrkische Demokratie gegen das Erdogan-Regime verteidigten. Danach intensivierte das RegimeWeiterlesen…

MerkwĂŒrdige Rolle des BVB

Profifussball als politische Avantgarde
An der Frage, wann die DFL ihren Kapitalzirkulationsbetrieb wieder aufnehmen kann, entscheidet sich, wer politisch – von Wissenschaft soll hier nicht die Rede sein – bestimmt, wie die Koexistenz der Gesellschaft mit dem Covid-19-Virus weitergehen wird. Es hĂ€ufen sich Veröffentlichungen, die auf die löchrige Datenbasis der bisherigen, global dominanten Strategie hinweisen (hier mit Stephan Schleim/telepolis, einer der seriöseren Autor*inn*en).Weiterlesen…

Die EigentorschĂŒtzen

Der Verteidiger rennt zurĂŒck zum Tor, die Augen auf den ballfĂŒhrenden gegnerischen FlĂŒgelstĂŒrmer gerichtet, hinter sich den Atem des gegnerischen MittelstĂŒrmers ahnend. Die bedrohliche Flanke fliegt in den Strafraum, er grĂ€tscht ihr entgegen … und scheisse, das darf doch nicht wahr sein. Oder der Verteidiger fĂŒhrt den Ball, kann aber niemand anspielen, weil seine faulen Mannschaftskollegen sich zu wenig bewegen, er also den Ball zurĂŒck zum Torwart, und dann das: ein Hubbel im Rasen, der Torwart schlĂ€gt ein Luftloch, der Ball rollt weiter. So Ă€hnlich machen es jetzt Weiterlesen…

QuarantĂ€ne fĂŒr den Fußball

von 70 Ultra-Gruppen
Geisterspiele sind keine Lösung!

Die Frage, wann und in welcher Form wieder Profifußball gespielt werden darf, wurde in den vergangenen Tagen und Wochen viel diskutiert. In der nach wie vor teils unĂŒbersichtlichen gesellschaftlichen Situation wurden von verschiedenen Akteuren eine Vielzahl ethischer, epidemiologischer und anderer Argumente ins Feld gefĂŒhrt. Im Folgenden möchten wir uns, als bundesweiter Zusammenschluss der Fanszenen und mit Blick auf die DFL-Vollversammlung, zu dem Thema Ă€ußern:

Die Wiederaufnahme des Fußballs, auch in Form von Geisterspielen, ist in der aktuellen Situation nicht vertretbarWeiterlesen…

Neuordnung unserer Beziehungen

Nicht nur in aufeinander hockenden Familien und Haushalten sortiert sich derzeit einiges um, mit offenem Ausgang. Noch mehr gilt das fĂŒr die grosse Welt da draussen. Noch vor der Krise hatten die (engagiertesten) Hörer*innen des Deutschlandfunks das Thema “Dekolonisiert Euch!” zum redaktionellen Schwerpunktthema gewĂ€hlt. Viele fragen sich gewiss “hĂ€h?”. Nun ja, auch wenns in der Schule oft weggelassen wird, war Deutschland Kolonialmacht und Völkermörder, schon vor den Nazis. Weiterlesen…

MĂ€rtyrer des Fussballkapitals

Wer glaubt, lieber Roland, dass er in der ARD-Sportschau oder dem ZDF-Sportstudio Journalismus erhĂ€lt, der soll dumm sterben. Da Deine Zweifel Dich ehren, hier mein Versuch. Wie Du richtig erspĂŒrt hast, hĂ€tte jetzt nur noch gefehlt, dass Herr Hopp schwarz angemalt worden wĂ€re und sich eine Kippa aufgesetzt hĂ€tte – seine Medienverteidiger*innen hĂ€tten als edle Kreuzritter*innen in die Geschichte eingehen können.Weiterlesen…

BVB spielt die falsche Liga

Hier wĂŒrde der BVB gerne mitspielen. Bemerkenswert, wie sich dort US-amerikanisches und chinesisches Anlagekapital ganz friedlich verbindet. Die Hybris der FussballkonzernvorstĂ€nde in Deutschland ist unbegrenzt, insbesondere bei denen westfĂ€lischer Herkunft. Es macht sie ganz geil, mit US-amerikanischen und chinesischen MilliardĂ€ren und feudalistischen Betreibern arabischer FrauengefĂ€ngnisse auf den gleichen Events der Fussballmafiaorganisationen Uefa (zu dieser hier eine Analyse vom Stellvertreter des Fussballgottes auf Erden, Tom Theunissen) und Fifa parlieren zu dĂŒrfen. Der Fussball, und die, die ihn lieben, gerĂ€t dabei in die Rolle eines Instruments, eines Mittels zu diesem Zweck – und die Fans zu atmosphĂ€rischer Petersilie.Weiterlesen…

Profisport: bloss nicht an Enke denken!

Konzerngier dreht Sportler*innen-Körper durch den Fleischwolf
WĂ€hrend die FAZ einen entsprechenden Hintergrundbericht von JĂŒrgen Kalwa hinter ihrer Paywall vermauert hat, nimmt sich Alina Schwermer/taz noch mal das Oregon-Project des Nike Konzerns vor. Erkenntnisfördernd ist ihre Einordnung in zahlreiche ParalellvorgĂ€nge in anderen Sportarten. Der Widerstand wĂ€chst, inspiriert nicht zuletzt durch die #metoo-Bewegung. Das ist vielleicht in diesem Zusammenhang die beste Nachricht.
Andere wirken dagegen wie lernbehindert. Oder von der Not getrieben,Weiterlesen…

Klassenkampf um Fussballkultur

Juwel “Sport inside”
Wenn Sie besser verstehen wollen, worum es bei den KĂ€mpfen in Business-Logen und auf den StehplĂ€tzen der Fussballstadien geht, kommen Sie um “Sport inside” (WDR) nicht herum. Der Sender hĂ€lt die Redaktion kurz und versenkt ihre Arbeit um 23 h, auf dass sie unbemerkt bleibe, und nicht unnötig Ärger mit GeschĂ€ftspartnern verursacht. Das klappt super. Gestern sollen nur 30.000 zugeguckt haben.
Sie verpassten Reportagen ĂŒber den Kampf gegen rechte Hooligans, gegen die Eventisierung des Fussballs durch sein Business, sowie wohin die fĂŒhren kann: ungefĂ€hr dahin, wo heute das Profiboxen ist, in der organisierten internationalen KriminalitĂ€t.Weiterlesen…

“United By Money”

Haltung zeigen – eine Überforderung fĂŒr den modernen deutschen Fussball?
ZunĂ€chst ein helfender Hinweis fĂŒr diejenigen unter Ihnen, die fussballdesinteressiert sind. Es ist nicht mehr “nur ein Spiel”. Und auch keine Nebensache mehr. Er ist harte gesellschaftspolitische RealitĂ€t: ökonomisch, sozial, kulturell, politisch, und … ach ja: sportlich. Zur EinfĂŒhrung fĂŒr Unkundige in das Thema empfehle ich diesen NDR-Film “Traumberuf Fussballprofi”, zu dem Sie folgendes wissen mĂŒssen:
Der Film ist angemessen kritisch, hatte aber bei seiner Konstruktion ein methodisches Problem.Weiterlesen…

Wem gehört der Fussball? – ein Tageserfolg von Andy Rettig

Es ist immer eine Freude und verschönt einem den Tag, lange Gesichter von den Bayernbossen oder dem DFL-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christian Seifert zu sehen. Wer sich mit Kapital besĂ€uft, darf den Kater nicht fĂŒrchten. Obwohl sie im Geld schwimmen und sie ĂŒber Infrastrukturen verfĂŒgen, in denen sie den Arsch hinterher getragen kriegen, waren die Vereinsbosse zu doof, ihre Mitgliederversammlung professionell vorzubereiten. Ausser Andreas Rettig.

Den habe ich noch im Stadion an der Menzenberger Straße in Bad Honnef selbst spielen gesehen. Der selbstgebackene Streuselkuchen der Vereinsfrauen dort war allein schon immer einen Sonntagnachmittags-Ausflug wert. Lange spielte der ortsansĂ€ssige FV, mit Spielern wie Hermann Hummels (dem Vater von Mats), Arno Glesius und eben auch Andy Rettig einen sehenswerten FussballWeiterlesen…

Warum klappts nicht mit der Demokratie? / Kindermissbrauch

Viele der Älteren meinen heute, die Leute um sie herum wĂŒrden immer bekloppter. In frĂŒheren Jahrhunderten waren sie – im Durchschnitt – lĂ€ngst tot. Die, die es in ĂŒberdurchschnittliches Alter schafften, dachten das – im Durchschnitt – schon immer. Dennoch können wir – auch fĂŒr JĂŒngere verstĂ€ndlich – festhalten, dass sich IntensitĂ€t und Tempo des menschlichen Lebens technikbedingt fortgesetzt beschleunigt. Und auch frĂŒhere Menschheitsgenerationen in frĂŒheren Jahrhunderten benötigten die eine oder andere Generation Zeit, um die Nutzung neuer Techniken zu erlernen und kulturell zu beherrschen (statt umgekehrt).Weiterlesen…

Deutsche Lehren aus “NoBillag”? – Fehlanzeige

Was wĂ€re bei uns gewesen? Die Funke-Mediengruppe sah eine 55%-Mehrheit fĂŒr deutsche öffentlich-rechtliche Medien; der WDR beruhigt sich mit ĂŒber 80%. Und zeigt damit schon: sie lernen nichts.
Aus diesem aktuellen Anlass habe ich meine Bilanz aus 6 Jahren WDR-Rundfunkrat rausgekramt. 15 Jahre ist das schon her, seit ich sie im Freitag veröffentlicht habe. Nach erneutem Lesen ĂŒberkam mich ein Schaudern: nichts wĂŒrde ich heute Ă€ndern. Alles ist immer noch genauso wie damals. UnverĂ€ndert! FĂŒr mich der Beweis: das “System” ist niemals imstande, sich selbst zu erneuern, und damit zu retten. Bei der Erhaltung unserer Demokratie bleiben die öffentlich-rechtlichen Medien Teil des Problems, nicht der Lösung.Weiterlesen…

Sportjournalismus, Reste des guten

Die Pest im Fussball und seinen eingebetteten Medien ist, dass sie den unabhÀngigen Sportjournalismus weitgehend zur Strecke gebracht haben. 95% dessen, was uns private und, was noch schlimmer ist, öffentlich-rechtliche Medien als Sport zeigen, ist sponsorengerechte und durch umfangreiche von bestbezahlten Jurist*inn*en ausgearbeitete Vertragswerke (selbstverstÀndlich nichtöffentliche) abgesichert: ProduktprÀsentation, also Werbefernsehen.
Das Tempo dabei bestimmt heute der australische Medienzar Rupert Murdoch, der in den USA (“Fox”) und UK (“Sun”) die Massenmedien beherrscht, Trump zu seinem Wahlsieg gefĂŒhrt hat, und sich nun wie andere Teile des Grosskapitals in altersgerechtem Tempo, der Mann ist Ende 80, langsam in die BĂŒsche schlĂ€gt. Hierzulande gehört dem Mann der Pay-TV-Kanal Sky, er ist also Hauptfinanzier der DFL genannten ersten und zweiten Bundesliga.
Auf diesem Hintergrund bin ich weiterhin empört, dass der WDR als unser Eigentum das einzige sportjournalistische Format des deutschen Fernsehens “Sport inside” seine Sommersendepause verlĂ€ngert und stattdessen die weiteren Folgen seiner “Mein Verein“-Reihe absendet.

Das vorausgestellt nun zur Kritik, ich will ja nicht nur meckern. Die Folge ĂŒber S04 (Einschaltquote: 290.000) hatte sich an Geschichtsschreibung ordentlich verhoben, Weiterlesen…

Bannon – NSU – Terrorzucht: das eigene Böse

Hier die schlechten Nachrichten:
der RĂŒcktritt/Rausschmiss Steve Bannons ist nur vordergrĂŒndig eine gute Nachricht. Möglicherweise hat er den Vorgang mit seinem Ausplaudern des US-Wirtschaftskriegs-Strategie selbst provoziert. Dorothea Hahn/taz und Tomasz Konicz/TP analysieren ausfĂŒhrlich.

Die rot-rot-grĂŒne Landesregierung ThĂŒringens hat etwas getan, was dringend erforderlich war: erstmals einen Demokraten an die Spitze des Landesamtes fĂŒr “Verfassungsschutz” bestellt. Das Innenministerium wurde allerdings der SPD ĂŒberlassen, die dort ein der FDP vergleichbares Sektenausmass darstellt. Und das kommt dann dabei raus (Thomas Moser/TP).

Ganz Europa trauert nach dem Terror in Barcelona. In Ouagadougou, bei der Bundeswehr in Mali um die Ecke, im Nachbarland ist das Gleiche passiert. Dort und im Irak und Syrien bekÀmpfen unsere InterventionÀre und die unserer politischen Freund*inn*e*n weiterhin keine Fluchtursachen, sondern schaffen sie mit Terrorismuszucht.

Und hier die guten Nachrichten:
Der “SachverstĂ€ndigenrat” der Bundesregierung soll mit 4:1 Stimmen der Meinung sein, der eine habe keine Ahnung von Ökonomie, ein Argumentationsniveau wie auf dem Facebook-Schulhof. Nichts wissen wollen sie davon, wie China mit der Finanzkrise umgegangen ist: völlig unseriös und (bisher) erfolgreich. Der Grund, warum das geklappt hat, ist nicht wissenschaftlich ableitbar, sondern politisch: wenn Vertrauen in Deine Macht fortbesteht, musst Du den (kapitalistischen) “Markt” nicht fragen, was Du fĂŒr richtig hĂ€ltst.

Bundesliga hat angefangen und alle reden ĂŒber die Ultras. Aber interessieren sie sich auch fĂŒr sie? Ronny Blaschke/FR tut es.
Update 23.8.: die Ultras in BILD, erster Teil, zweiter Teil, KotztĂŒte bereithalten.

Die ULTRAS in BILD

von Dieter Bott

MORGEN BEGINNT DIE NEUE BUNDESLIGA SAISON—
Am freitag 18.august 2017–


1
SO GEWALTTÄTIG WIRD DIE NEUE SAISON prophezeit BILD am 5.august 17 — als beweis druckt BILD den „HASS-SONG vom rapper M.I.K.I“ in voller lĂ€nge ab — schmutzig gelb–schwarz eingefĂ€rbt —-

der refrain:
FÜR DIE GROSSE LIEBE –LOHNT SICHs IMMER IN DEN KRIEG zu gehen—FUSSBALL UNSER LEBEN—DIESE LIEBE BLEIBT BESTEHEN—
DESHALB ZIEH`N WIR IN DIE SCHLACHT— und schreien – KRIEG DEM DFB”

seit anfang august bereitet die BILD-zeitung die fussball-interessierten vor mit der „ EXPLOSIVEn STIMMUNG vor dem bundesliga-start BVB-BOSS WATZKE WARNT „ULTRAS RÜCKEN ZUSAMMEN“
“ENGLAND ENTSETZT – HANNOVER CHAOTEN SORGEN FÜR ABBRUCH”

2-
POLITIK MUSS EINGREIFEN fordert walter m. straten im BILD-KOMMENTAR (am 7.august 17)Weiterlesen…

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