Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Uni Bonn

Decolonize Bonn

Offener Brief zum verantwortungsvollen Umgang mit den Verbrechen des Kolonialismus in Bonn
Am 9.3.2020 erhielten wir eine Antwort von Dr. Birgit Schneider-Bönninger auf unseren Brief zum verantwortungsvollen Umgang mit Verbrechen des Kolonialismus in Bonn, der uns wĂŒtend zurĂŒck ließ. Dr. Birgit Schneider-Bönninger formuliert darin, dass sie bezweifelt, dass Friedhöfe ein geeigneter Ort sind um die koloniale Vergangenheit Bonns aufzuarbeiten und dass sie die Beziehung von Lothar von Trotha und Bonn grundsĂ€tzlich in Frage stellt. Wir haben das GefĂŒhl, dass hier MissverstĂ€ndnisse vorliegen, die wir mit diesem offenen Brief klarstellen möchten.Weiterlesen…

Wer bestimmt ĂŒber die Kunst II

Wie bereits an dieser Stelle berichtet, lud der Vorsitzende eines Vereins, der sich “Stiftung fĂŒr Kunst und Kultur e,V.” nennt, Walter Smerling anlĂ€ĂŸlich der EnthĂŒllung der Skulptur von Stefan Balkenhol im Bonner Hofgarten den anwesenden NRW-MinisterprĂ€sidenten Armin Laschet dazu ein, im Jahr 2030 mit ihm zusammen einen „Walk of modern art“ in Bonn abzuschreiten, mit 17 skulpturalen Stationen. Diese Einladung wirft ja Fragen auf. Wie kommt Smerling, der mit seinen Eskapaden der Stadt Bonn schon mal ein Minus von mehr als einer Million Euro beschert hat, dazu ĂŒber den Stadtraum zu verfĂŒgen? Weiterlesen…

Warum hören so wenige zu?

Was lÀuft schief zwischen Wissenschaft und Gesellschaft?
Meine Jahre an der UniversitĂ€t Bonn haben mich nicht traumatisiert, aber abgestumpft. Im Studium der Politikwissenschaften habe ich eigentlich nichts gelernt, sondern draussen im wahren Leben Erlerntes zur Anwendung gebracht, um Scheine zu erwerben. Das damalige System an der Uni Bonn war fĂŒr mich dadurch so desavouiert, dass ich auf einen Abschluss meines Studiums verzichtete, und mich der Berufswelt zuwandte, in der ich bereits sozialversicherte Jobs erobert hatte. Die OrdinarienuniversitĂ€t, die in Bonn alle 68er-StĂŒrme ĂŒberwintert hatte, blieb fĂŒr mich ein lĂ€cherlicher Witz.Weiterlesen…

Die Krise der freien Welt

WĂ€hrend vor rund drei Jahren noch die Gefahr eines linken Europas bestand, stehen wir heute vor einem globalen Rechtsruck. Die Ursachen hierfĂŒr zu analysieren, ist nicht leicht. Sagt der Bonner Philosoph Martin Booms. In seiner gerade wieder gestarteten Vorlesungsreihe, die bis zum 01.02.2019 an jedem Freitag von 16:15 bis 17:45 Uhr im Hörsaal 17 der UniversitĂ€t Bonn stattfindet, geht er dem Paradigmenwechsel einer Zeitenwende nach, deren Protagonisten in den USA, in Polen, Ungarn, denn Niederlanden und der TĂŒrkei zu finden sind. Und selbstverstĂ€ndlich auch in Deutschland in etwas abgeschwĂ€chter Form.Weiterlesen…

Lölhöffel / Datenöl / EU-Syriendesaster

Das Traurigste zuerst: Helmut Lölhöffel ist tot. In der FR wird er heute angemessen gewĂŒrdigt. Ich bin ihm zu seiner Bonner Zeit mehrmals begegnet – er ragte schon zu seiner Zeit journalistisch aus der “Herde” weit heraus. Aus heutiger Sicht ist sein Verlust fĂŒr uns noch schmerzlicher.

Gerd Landsberg ist der konservativ, bisweilen auch reaktionĂ€r, eingestellte GeschĂ€ftsfĂŒhrer und wochenendliche Lautsprecher des StĂ€dte- und Gemeindebundes, der weit ĂŒber seine tatsĂ€chliche politische Relevanz hinaus von vielen Medien immer wieder gerne “genommen” wird. Deswegen war es schon lange, viel zu lange, fĂ€llig, Weiterlesen…

Smartphone-Demokratie

Eine Revolution in Höchstgeschwindigkeit
von Rainer Bohnet

Das digitale Zeitalter ist eine Revolution in Höchstgeschwindigkeit. Es verĂ€ndert unser ganzes Leben und bringt sogar die Demokratie in BedrĂ€ngnis. Die Smartphone-Demokratie ist ein thermonuklearer Sprengkopf im Vergleich zur Feder, die vor rund 200 Jahren mĂ€chtiger als das Schwert war (Zitat von Richard Gutjahr in seinem Vorwort zu “Smartphone-Demokratie”).

Da die Demokratie im Gegensatz zur Autokratie systemisch sehr langsam ist, dient die Digitalisierung in erster Linie autoritĂ€ren und populistischen KrĂ€ften. Das kann die Demokratie in BedrĂ€ngnis bringen.Weiterlesen…

LĂŒgenpresse | Fake News | Alternative Fakten | LĂŒgen

von Rainer Bohnet

LĂŒgenpresse, Fake News und alternative Fakten sind die neuen Kampfbegriffe der politischen und medialen Auseinandersetzung. Man lacht darĂŒber und nimmt sie nicht ernst. Aber seit dem Amtsantritt von Donald Trump schwirren sie weltweit durch die Gazetten. Sie generieren Ängste, Unsicherheiten, Vorurteile, Hass, UnverstĂ€ndnis und Misstrauen. In nahezu jeder Pressemitteilung mĂŒssen Journalisten nach unwahren Behauptungen recherchieren. Denn eine Behauptung bleibt in der Öffentlichkeit, auch wenn sie falsch oder eine LĂŒge ist. Das Internet vergisst nicht. Zumal Berichtigungen oder Richtigstellungen in der Regel nicht so hĂ€ufig gelesen werden, wie die populistische Schlagzeile am Vortag.

GrundsĂ€tzlich gibt es gegen dieses mediale KrebsgeschwĂŒr nur folgende probate Mittel: Zeit, Ruhe, Intelligenz und eine gesunde Skepsis. Das fĂ€llt in unserer hektischen Gegenwart sehr schwer, insbesondere dann, wenn man 24 Stunden am Tag online ist, ausschließlich das Internet und die sozialen Medien fĂŒr die Informationsbeschaffung nutzt. Dieses mediale Hamsterrad kann man kaum anhalten. Aber es liegt in der Hand jedes Einzelnen, sich zu mĂ€ĂŸigen und die Gehirnzellen “anzuwerfen”.Weiterlesen…

SPD-Depression – und ein Ausweg?

Marc-Jan Eumann ist ein anstĂ€ndiger Kerl und kein brĂ€siger Dummkopf. Das muss ich hier so ausdrĂŒcklich formulieren, weil man nach dem Interview, das er gestern dem Deutschlandfunk gab, durchaus auf anderslautende Gedanken kommen konnte. Es ist ja schön, dass die SPD nicht jede*n, der/die sich sehr fĂŒr sie eingesetzt hat, wie eine heisse Kartoffel fallen lĂ€sst. Bei meiner Partei wĂ€re ich froh, wenn ich bei ihr einen solchen Charakterzug noch erkennen könnte. Aber einem langjĂ€hrigen StaatssekretĂ€r hĂ€tte man ein anstĂ€ndiges professionelles Interviewcoaching als Fortbildung im Bildungsurlaub wirklich mal angedeihen lassen können; die beleidigt von ihm beschimpfte Interviewerin machte schließlich auch nur ihre Arbeit. Und seine Leute in einem undurchsichtigen Hinterzimmerverfahren plus anrĂŒchigem “DrehtĂŒreffekt” zu versorgen, das ist eher eine SchĂ€digung des Ansehens und Erschwerung der Arbeit der eigenen Leute, als eine wirkliche Hilfe. Auch wenn Rheinland-Pfalz nur ein kleines Bundesland ist; immerhin ist dort die grösste verbliebene personelle Hoffnung der SPD versteckt – sonst bleibt nur noch Olaf Sch., der, schlau wie er ist, ein Ministeramt in der kommenden Großen Koalition planvoll vermeiden will.

Wir verlieren uns im Kleinscheiss.
Wenn sie mal so richtig depressiv werden wollen, dann lesen Sie diese Reportage des Berliner Tagesspiegels vom Bundespresseball. Dort treffen sich ja unsere angeblich BestenWeiterlesen…

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