Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Vereinigte Arabische Emirate

Nachrichten-Konjunkturen

“FinCEN-Files” – GeschĂ€ftsmodelle stehen gutem Journalismus im Weg
Vorweg, was alles gut ist. Wenn 200 Journalist*inn*en aus 70 LĂ€ndern (welche Verschwörungstheoretiker*innen haben nur wieder den Soros in den Wikipedia-Eintrag reingeschrieben?) sich zusammentun, um dem global agierenden Grosskapital hinterherzurecherchieren ist das gut. Und besser, als wenn sie gegeneinander konkurrieren und sich von Spindoktor*inn*en instrumentalisieren lassen wĂŒrden. Wenn sie im konkreten “FinCEN”-Fall internationalen Grossbanken (inkl. der “Deutschen”) und der GeldwĂ€sche krimineller Oligarchen diverser LĂ€nder auf die Finger gucken, und das damit verbundene Staatsversagen diverser LĂ€nder aufdecken, ist das gut.Weiterlesen…

Das Recht, Rechte zu haben

Unter Bezug u.a. auf Hannah Arendt hat Albrecht von Lucke ein weiteres flammendes PlĂ€doyer abgeliefert. In “Die neue Protestwelle oder: Wer gehört zum Wir?” behandelt er die Corona-, die Antirassismus-Proteste, sowie die Randale ĂŒberwiegend mĂ€nnlicher Jugendlicher in Stuttgart und Frankfurt. Der in der Überschrift einst von Hannah Arendt formulierte universalistische Anspruch mĂŒsse in der Anerkennung der “real existierenden deutschen DiversitĂ€t” mĂŒnden. Richtig.
In einem Seitenaspekt streift Lucke die einstigen “Halbstarken” der 50er und 60er Jahre, die heute teilweise wieder auferstehen, “die weder ĂŒber hinreichend Wohnraum noch ĂŒber einschlĂ€gige ‘Locations’ verfĂŒgten”.Weiterlesen…

38 Grad – nördlich (!) des Polarkreises

weiter unten: Kriegshitze in Arabien / Streithitze um Schlachterei & Fussball und in Talkshows
Die Energie- und Klimawochenschau von Wolfgang Pomrehn/telepolis ist immer lesenswert und informativ. Pomrehn hat nicht nur einen genauen und fast enzyklopĂ€dischen Blick auf Sachverhalte, der in der Regel weit ĂŒber den Horizont deutscher Berichterstattung hinausreicht, er hat auch immer einen gedanklichen BegriffWeiterlesen…

Medikamente: Koka, Enten, Staat

Ist es doch gut fĂŒr die Gesundheit, sich aus dem Zentralorgan des deutschen Grosskapitals, der FAZ zu informieren? Ich bin da etwas hilflos, weil mein Arzt dieses Wochenende noch in Urlaub ist. Urteilen Sie selbst.
Die Koka-Pflanze z.B. ist nicht nur der Rohstoff fĂŒr Koks, also Kokain. Sie ist auch “reich an Proteinen, Eisen, Vitamin A, Ballaststoffen, Riboflavin, Phosphor und Kalorien”, wie Florian Siebeck im FAZ-Quarterly schreibt. In diesem Text hat er ein Lob der Politik des bolivianischen PrĂ€sidenten Evo Morales untergebracht.Weiterlesen…

Putin bei MBS

Die Kriegsnachrichten
Rundherum gut informieren die Kolleg*inn*en von telepolis ĂŒber all die schlechten Nachrichten.
Wladimir Putin besucht Mohammed Bin Salman (MBS), den Eskalationskunden der US-amerikanischen und europĂ€ischen Waffenindustrie. Der Kerl wird schlau genug sein zu wissen, dass alle nur sein Geld wollen. Auch der andere Grosskunde, Muhammad bin Zayid Al Nahyan (MBZ, Vereinigte Arabische Emirate), wird von Putin beehrt. Er ist halt im Umgang mit superreichen Oligarch*inn*en aussergewöhnlichWeiterlesen…

Schutz der Zivilbevölkerung im Krieg – ein leeres Versprechen!?

Vor 70 Jahren wurde die 4. Genfer Konvention vereinbart.

Im Juni 1859 beobachtete der Genfer GeschĂ€ftsmann Henri Dunant, wie auf den Schlachfeldern im norditalienischen Solferino fast 40.000 verwundete Soldaten aus Frankreich und Österreich mangels medizinischer Versorgung elendig verreckten. Aus Entsetzen ĂŒber das grausame Geschehen initiierte Dunant die GrĂŒndung des Roten Kreuzes und die erste Genfer Konvention zum Schutz verwundeter und kranker Soldaten. Geboren war das Kriegsvölkerrecht, verharmlosend auch humanitĂ€res Völkerrecht genannt.Weiterlesen…

Noch mehr Fluchtursachen

Sie können sich abregen: die Betroffenen, um die es im Folgenden geht, schaffen es nicht bis zu “uns”. Wenn Sie dagegen zu den unverbesserlichen Gutmenschen gehören, die sich fĂŒr Mitmenschen und die Welt interessieren, lesen Sie bitte weiter.
Im Kongo – erstmal grundsĂ€tzlich gefragt: wĂ€ren Sie innteressiert, dort als Korrespondent*in fĂŒr deutsche Medien zu arbeiten? Wenn Sie zu den Wenigen gehören, die das mit “Ja” beantworten: versuchen Sie doch mal irgendeine Redaktion dafĂŒr zu interessieren. Also mich wĂŒrden Sie sofort begeistern. Ich habe nur blöderweise kein Geld. Das ist das Problem im Kongo: Geld und Interesse treffen dort nur bei seinen Rohstoffen und NaturschĂ€tzen zusammen.Weiterlesen…

Muss Mann sich leisten können: FrauengefÀngnis

Unter den arabischen Feudalclans sind arrangierte Ehen gang und gĂ€be. Dieselben sind aus Sicht der Bundesregierung und der sie tragenden Koalition ein “Anker der StabilitĂ€t”. Die lĂ€sst mann, auch wenn Merkel, v.d.Leyen und AKK Frauen zu sein scheinen, nicht aus dem Gleichgewicht bringen, nur weil mal eine Tochter oder eine Ehefrau Reissaus nimmt. DafĂŒr steht einfach zu viel auf dem Spiel:Weiterlesen…

“StabilitĂ€tsanker” ein Vergewaltiger?

KĂŒrzlich hatte ich hier eine Idee fĂŒr das Parteiprogramm der Verbotspartei vorgestellt. Deutsche Öffentlichkeit erregt das ja leider kaum. Und unsere tolle Regierung hĂ€lt ihre Waffenkunden auf der arabischen Halbinsel fĂŒr “Anker der StabilitĂ€t”. Im MediengeschĂ€ft ist herrschende Meinung, dass komplizierte Politikstrukturen nicht vermittelbar seien. Es gehe nur ĂŒber klare Konfliktkonstellationen und Personalisierung – z.B die tapfere, schöne junge Frau gegen den fiesen, hĂ€sslichen italienischen Innenminister.
Nun naht auch Hilfe fĂŒr uns RĂŒstungsexportgegner*innen:Weiterlesen…

Teusch und die neuen Kriege

Ulrich Teusch hat ein neues Buch veröffentlicht: “Der Krieg vor dem Krieg – Wie Propaganda ĂŒber Leben und Tod entscheidet.”. Ich kenne ihn bisher nicht persönlich. Aus der Ferne macht der Mann auf mich einen nachdenklich-reflektierten, begrĂŒndet-zornigen Eindruck. Die KollegInn*en von telepolis waren so freundlich, AuszĂŒge zu veröffentlichen (1. Teil, 2. Teil).
Albrecht MĂŒller interviewte Teusch fĂŒr die nachdenkseiten,Weiterlesen…

FrauengefĂ€ngnisse? Völkermord? – Da haben wir was fĂŒr Sie!

Frau Merkel und die Chefin ihrer DrĂŒckerkolonne, Uschi Leyen sollen sich am Rande und im Rahmen der MĂŒnchner Unsicherheitskonferenz sehr fĂŒr das deutsche ExportgeschĂ€ft engagiert haben. Beide hören nicht auf, die kaufkrĂ€ftigen, von unserer Energieverschwendung genĂ€hrten Feudaldiktaturen auf der arabischen Halbinsel als “Anker der StabilitĂ€t” zu preisen. Da muss man auch mal darĂŒber hinwegsehen, dass mit unseren QualitĂ€tswaren Völkermorde (im Jemen) begangen, oder sowas unzurechnungsfĂ€higes wie Frauen entfĂŒhrt, eingesperrt und gefoltert werden.Weiterlesen…

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