Thema: Vermögenssteuer

Mietenwahnsinn

Von , am Mittwoch, 2. Oktober 2019, in Politik.

Warum wir eine Neue Wohnungsgemeinnützigkeit brauchen
Von Jana Mattert und Thomas Fritz (Attac AG De-Privatisierung)

Die Mieter*innenproteste haben die städtische Wohnungsnot auf die politische Tagesordnung gezwungen. Doch die Antworten der Politik sind völlig unzureichend. Für eine Lösung der Wohnungskrise braucht es durchgreifendere Maßnahmen, wie sie mit dem Konzept der Neuen Wohnungsgemeinnützigkeit vorgeschlagen werden. Das Hintergrundpapier schildert Ziele, Instrumente und Rahmenbedingungen dieses Konzepts sowie konkrete Initiativen für seine Umsetzung. Weiterlesen

Ich bin eine Erbin

Von , am Samstag, 16. Februar 2019, in Politik.

Endlich löst sich die SPD vom Neoliberalismus der Schröder-Jahre. Aber eine Grundrente für alle geht dann doch zu weit.
Meine gesetzliche Rente wird kläglich ausfallen. Seit 28 Jahren arbeite ich für die taz – verdiene also deutlich unter Tarif –, und meistens war ich in Teilzeit beschäftigt. Aber es gibt keinen Grund, mich zu bemitleiden. Als einziges Kind gut situierter Eltern wusste ich schon lange, dass ich genug erben würde, um im Hinblick auf meine Alterssicherung später nicht ausschließlich auf die gesetzliche Rente angewiesen zu sein.

Damit bin ich nicht allein. In Westdeutschland leben wir längst in einer Erbengesellschaft. Weiterlesen

Die Reichen “müssen” immer mehr in Immobilien

Von , am Dienstag, 25. Oktober 2016, in Fußball, Politik.

Wer nimmt uns die Wohnungen weg? Vor allem die bezahlbaren? Flüchtlinge sind es jedenfalls nicht. Die Superreichen nehmen uns die Wohnungen weg. Und die Politik, die sie gewähren lässt. Dann läuft es so, wie es hier in dankenswerter Offenheit bei der FAZ ein Vermögensberater erklärt. Je mehr Milliarden in Wohneigentum fliessen, umso mehr werden die Preise getrieben. Die Politik müsste diese Milliarden vom “Markt” nehmen und politisch in preisgünstigen Wohnungsbau für die, die es nötig haben, investieren. Denn die Superreichen bauen nur Wohnungen für Ihresgleichen, weil das die sind, die mehr Renditen versprechen. Politik in einer Demokratie ist nicht für Renditen da, sondern für Wähler*innen*stimmen. Und “Milliarden-vom-Markt-nehmen” heisst umgangssprachlich (Vermögens-)Steuer.

Der nächste heisse Scheiss der Milliardäre ist aber das Fußball-Entertainment. Die Vereine im Weltmeisterland Deutschland werfen sich schon vor ihnen in den Staub. Milliardärsvereine belegen in der Bundesliga bereits aktuell die Plätze 2 und 4. Die Großmächte haben die Branche schon auf ihre Agenda genommen. Man wird auch hier ein bisschen mehr auf “Sicherheit” achten müssen, als das durch sportliche Unwägbarkeiten bisher gewährleistet ist. Was der Wirtschaftsanwalt Thomas Bach hier schon für den Restsport geleistet hat, dafür bietet sich im Fußball am besten der Westfale Karlheinz Rummenigge an – er hat einen starke Sinn für Finanzstarke.