Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Viktoria-Karree

Grings / Benko

Inka Grings, die einzige Frau, die in Deutschland eine MĂ€nnerfussballmannschaft trainiert, hat im gedruckten GA von heute ein Interview zum Frauenfussball – so taff, wie die Frau halt ist. Vermutlich hat das Interview die GA-Mutter RP zugeliefert, die am Niederrhein “gewachsene Beziehungen” zum SV Straelen hat, dem Verein, der dem Gatten der Bundestrainerin gehört und bei dem Frau Grings arbeitet. Das Interview habe ich online nicht gefunden, und selbst wenn, wĂ€re es hinter der Bezahlmauer. Dennoch ist es lesenswert (mein Tipp: Eisessen bei Olivotti, da finden Sie alles bis inkl. Montag). Denn ohne die Namen zu nennen,Weiterlesen…

Das Ruhrgebiet auf dem Weg zum Teich

In Indonesien bebte die Erde. In Essen-Frintrop auch. Was dort der pazifische Feuerring ist, das ist hier bei uns um die Ecke der Steinkohlenbergbau (gewesen). Da stĂŒrzen Leben zusammen.
In Essen-Frintrop wissen sie alles noch nicht so genau. Die Hitze? Grundwasser? Kaputte Rohre? Oder der Bergbau?
FĂŒr Letzteres wurde die “Ruhrkohle-Stiftung” gegrĂŒndet. Mit nicht wenigen Milliarden soll sie fĂŒr die “Ewigkeitskosten” geradestehen. Viele Zinsen kann sie derzeit nicht erwirtschaften.Weiterlesen…

Das sollten Sie trotz WM nicht ĂŒbersehen

GeldwÀsche in Immobilien

Die grĂŒne Bundestagsabgeordnete Lisa Paus aus Berln hatte zu dem Thema einen schönen Erfolg in mehreren Medien. Bzw. hĂ€tte, wenn nicht WM wĂ€re. Wer liest das? Hier der Bericht des Oxiblog mit weiteren Verlinkungen. Paus und Toni Hofreiter hatten zu dem Thema ausserdem einen Gastbeitrag im Berliner Lokalblatt Tagesspiegel.
Eine zentrale europĂ€ische Geldwaschmaschine ist unser schönes Nachbarland Österreich, wo auch der Besitzer des Bonner Viktoria-Karrees heimisch ist. Da war der BND wohl zu neugierig; wenigstens war seine TĂ€tigkeit ausnahmsweise nicht gesetzwidrig, denn Österreich ist tatsĂ€chlich Ausland.

Framing von Rassismus und anderem Dreck

Die grossartige Elisabeth Wehling erklĂ€rte es noch mal im DLF fĂŒr die DĂŒmmsten der dummen Talkshowredakteur*inn*en,Weiterlesen…

Rene wÀscht jetzt bei Olaf / Randy / Caravaggio

Viktoria-Karree? Was ist das? Ist das wichtig? Signa-Boss RenĂ© Benko wĂ€scht jetzt einen grossen Haufen zu investierenden Geldes beim Bundesfinanzminister in spe Olaf Scholz. Eine dreiviertel Milliarde, mit zu erwartenden Kostensteigerungen kanns auch eine Ganze werden, will er sein Wirken an den Hamburger ElbbrĂŒcken architektonisch verewigen lassen, mit vielen tausend Quadratmetern GewerbeflĂ€chen – in Hamburg an diesem Standort ein idiotensicheres Investment. Und die politische Netzwerkwirkung bei Olaf Scholz, dem Freund von Gerhard Schröder und Andrea Nahles, ist vielleicht noch wichtiger. Bonn? Wo liegt das?

Randy Newman, es ist eine Freude, dass dieser kluge Mann uns noch mit seiner Arbeit erfreuen kann. Die Vernunft und gedankliche Klarheit in seinem taz-Interview: den Mann muss man einfach lieben.

Andreas Rossmann, FAZ-Feuilleton-Korrespondent in NRW, mausert sich kurz vor seinem Renteneintritt, der leider auch von GĂŒnter Bannas (HauptstadtbĂŒrochef in Berlin) schon annonciert ist, zum Mafiaexperten – regelmĂ€ssige Sizilien-Urlaube tun ihre Wirkung. Ein 1969 gestohlenes Caravaggio-GemĂ€lde könnte in der Schweiz – wo sonst? – verborgen sein.

StadtrÀte, schwÀcher als der Ackerfuchsschwanz

Ist der Ackerfuchsschwanz einer von uns? Was ökologische, ökonomische, soziale, gesundheitliche und geniesserische Argumente nicht vermochten, er kann es schaffen: die Agroindustrie in die Knie zu zwingen. Wenn sie die Bauern, deren Verband sie sehenden Auges in die Pleite gefĂŒhrt hat, hierzulande ruiniert haben, werden Bayermonsanto und Co. weiterziehen – die Welt ist grösser als unser Zwergstaat. Und der SĂŒndenbock könnte statt der Wir-haben-es-satt-Bewegung der Ackerfuchsschwanz werden. Ich erwĂ€hnte gestern schon, welche Sorgfalt die FAZ bei ihrer Informationsgebung aufwenden muss. Dann lassen sie ihren schadenfreudigen Schweinehund diese Story aus dem Wirtschaftsteil geniessen.
Wie jĂ€mmerlich im Vergleich zu diesem wirbellosen Tierchen sehen dagegen die StadtrĂ€te von MĂŒnchen, die Mehrheit von ihnen, aus, die beim internationalen GeldwĂ€scher Benko unter der TĂŒrritze durchkriechen. Was musste er wohl dafĂŒr investieren? Beim tĂ€glichen Blick auf das Viktoria-Karree werden wir regelmĂ€ssig an die Frage erinnert: wieviel Immunabwehr wohl in unserem eigenen Stadtrat steckt?

Hallo Bonn – mal was Wichtiges von Benko

Nicht dass es Dich als Blinddarm interessieren mĂŒsste, aber da ist gerade ein 1.5 Mrd.-Brocken auf dem Weg vom Hals in die Verdauungsorgane. Die Signa von Rene Benko, ĂŒber umfangreiche Verschachtelungen Besitzer*in von Karstadt und ein paar weiteren unwesentlichen City-Immobilien (Viktoria-Karree), hat gerade mehrere Dutzend Einzelhandels- und Gewerbeimmobilien, u.a. die Hamburger Alsterarkaden, zum Paketpreis von 1,5 Mrd. € erworben. Immerhin halb so viel, wie sie jĂŒngst fĂŒr die Kaufhof-Überreste geboten haben soll. An einem Teil der erworbenen Immobilien hatte Signa bereits Anteile besessen.
Beide VorgÀnge zusammen zeigen, dass Benkos Waschanlage alles Mögliche haben mag, aber gewiss keinen Mangel an zu waschender WÀsche, also keine LiquiditÀtsprobleme. Das unterscheidet sein Immobilien- von den meisten Einzelhandelsunternehmen.

Wo wir hier gedanklich gerade in Bonn sind: die FahrradĂŒberfahrt ĂŒber die KennedybrĂŒcke war heute recht unterhaltsam. An den Laternen sind in deutscher und englischer Sprache vielfĂ€ltige SprĂŒche der unsere Stadt besetzenden KlimaschĂŒtzer*innen angebracht. Die besten, die ich mir merken konnte:
“Bagger zu Pflugscharen”
“Our climate – not your business”.

Das Viktoria-Karree, die Oper, das Rheinufer und die Immobilienblase

Wenn ich BĂŒroleiter des OberbĂŒrgermeisters Sridharan wĂ€re, der jetzige CDU-FraktionsgeschĂ€ftsfĂŒhrer Gehrmann war das mal, dann wĂŒrde ich ihm fĂŒr morgen frĂŒh die aktuelle Kolumne von Sibylle Berg hinlegen. Damit der Mann mal ein besseres, ein politischeres VerstĂ€ndnis von BĂŒrger*innen*beteiligung in einer modernen Demokratie bekommt.
Auf der Gegenseite lauert das grosse grosse Geld. Es weiss auf der ganzen Welt nicht mehr wohin. Selbst das chinesische Geld kommt her, um rentabel – und sicher – angelegt zu werden. Wo ist es noch rentabel? Neben irgendwas mit Fussball und Medien? In Immobilien. Wichtig fĂŒr deren RentabilitĂ€t sind die drei Dinge: Lage, Lage und als drittes die Lage. Die beste Lage in Bonn ist unser Beueler Rheinufer, die zweitbeste das Bonner Rheinufer. Die teuersten Wohnungen Bonns stehen direkt neben der Oper.
Nun ist die Firma des milliardenschweren österreichischen GeldwĂ€schers Benko, soeben im Begriff dort die Parlamentswahlen zu gewinnen – so einer wie Benko ist bei sowas immer Sieger, egal wer gewinnt – ist jetzt aus dem BĂŒrgerwerkstattsprozess um das Viktoriakarree ausgestiegen. Dieses Projekt ist fĂŒr ihn nicht mehr als ein Blinddarm, was soll er sich damit rumĂ€rgern?

Die politischen Freunde der Immobilienwirtschaft in Bonn, quasi die sieben Zwerge Benkos, hat das jedoch in Angst und Schrecken versetzt. Sie wollen nun sogar “prĂŒfen” lassen, ob man die Oper nicht abreissen könnte.Weiterlesen…

Politik – Benko entscheidet Bundestagswahl

In Österreich. Sein Spezi Gusenbauer, Ex-Bndeskanzler, der auch bei uns in Bonn fĂŒr Rene Benko die Klinken von OB Nimptsch (SPD) geputzt und uns in der City die Ruine Viktoria-Karree beschert hat, hĂ€ngt dem SPÖ-Kanzler Kern als Stein um den Hals, wie Gerhard Schröder bei Martin Schulz.

Volker Perthes wird von der FR als “Politik-Experte” vorgestellt. Wer hĂ€tte das gedacht, dass das mal als Bezeichnung fĂŒr einen Jungemokraten-Landesvorsitzenden der 80er-Jahre und Gastautor dieses Blogs dient. Richtig heisst Perthes: Direktor der Stiftung fĂŒr Wissenschaft und Politik, die ich hier bereits gewĂŒrdigt habe. Heute kommentiert er die Auseinandersetzung mit Erdogan. Zu Recht beharrt er auf der sinnvollen Idee fĂŒr Visafreiheit. Allerdings scheint er mir zögerlich, Erdogan an dem Interesse zu packen, dass er selbst am Schluss richtig benennt: die Wirtschaftsbeziehungen.

Telepolis interviewte den israelischen Wissenschaftler und Buchautor Creveld mit seiner recht eigenen Sicht der aktuellen Geopolitik. Demokratie und Feminismus sind ihm zufolge ganz schlecht fĂŒr die KriegsfĂŒhrungsfĂ€higkeit eines Landes. Der Iran könnte ein VerbĂŒndeter Israels sein, wenn Netanyahu nicht so doof wĂ€re….
Im gleichen Magazin eine Zusammenfassung zum Ermittlungsstand des Terroranschlages in Barcelona. Auch in diesem Fall war ein wichtiger Akteur seit Jahren den Behörden bekannt.

Nahestehende Menschen sollten Verkehrsminister Dobrindt zum RĂŒcktritt raten. In seinem Amtsbereich gibt es so viele BrĂ€nde, die zu löschen nicht mehr zu schaffen ist. Die Bundesverkehrsminister waren eigentlich immer alle schlecht. Ich kann mich nicht erinnern, wann die Regierung mal einen Guten hatte, sogar Franz MĂŒntefering hatte in diesem Amt versagt. Dobrindt ist offensichtlich als Opfer ausgeguckt, von seinen politischen “Freunden” in nĂ€chster NĂ€he. Merkel und Seehofer spielen mit ihm Schach, und er ist nicht mehr als ein armer Bauer. Wie werden sie es ihm wohl danken?
Aufschlussreiches zur Pest der PPP-Projekte gabs heute mittag in einem DLF-Interview.

Bonn aufwachen! – Benkos nĂ€chste ZĂŒge

FĂŒr Bundespolitik scheint sich ja vor der Wahl am 24.9. niemand mehr zu interessieren. Ist ja sowieso alles klar. Denken viele. Noch weniger scheinen sich welche fĂŒr die strategischen SchachzĂŒge grosser Kapitalisten zu interessieren; alle Recherchejournalist*inn*en scheinen im Urlaub zu sein. Ich meine jetzt nicht VW, wo sie davon trĂ€umen, Niedersachsen raus, und dafĂŒr ein bisschen mehr China und Katar rein zu bekommen. Nein, ich meine das Bonner Viktoria-Karree in der City. Das interessiert ausserhalb Bonns wirklich niemanden. Noch nicht mal seinen Besitzer.

Der dreht nĂ€mlich ganz andere RĂ€der.Weiterlesen…

Big Data, Immobilien – Privateigentum ist nicht die Lösung

Die meisten glauben, die Nutzung von Facebook, Google oder App-Stores sei umsonst. Kinderglaube. Die WĂ€hrung der Zukunft, selbst dann, wenn das Bargeld mal abgeschafft werden sollte, sind Daten. Oder was glauben Sie, wie die Jungs im Silicon Valley MilliardĂ€re geworden sind? Aber Hetzen gegen ihren unverdienten Reichtum ist billige Ablenkung von Politik. Der Autor Thomas Wagner hat dazu ein Buch geschrieben und die Junge Welt veröffentlichte heute die Einleitung. Wer von “sozialer Gerechtigkeit” schwafeln will, und das werden in den nĂ€chsten Monaten viele tun, der sollte hierzu in den Schwitzkasten genommen werden.

Das gilt vergleichbar fĂŒr den Privatbesitz von Grund, Boden und GebĂ€uden, mindestens in grossstĂ€dtischen BallungsrĂ€umen. Grund und Boden sind nicht produzier- und vermehrbar.Weiterlesen…

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