Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: WAZ (Seite 1 von 3)

Die BrĂŒcke

Wundersame Bahn LIV
Dieses Wochenende habe ich meine ReiseplÀne aufgegeben. Die Bahn schafft es nicht mehr. Im grössten urbanen Ballungsraum Deutschlands, der Ruhrstadt, hat sie ein einzelner mutmasslich besoffener Tankwagenfahrer lahmgelegt. Oder war es eine Verschwörung von Big Oil? Um das Verbrennungsmotorenbusiness weiter am Verbrennen zu halten, kann es eine Tankwagenladung durchaus wert sein. Ich weiss, es ist Sarkasmus, Zynismus. Versuche ichs mal besser mit ernsthaften Fragen.
Der Unfall passierte an der, zusammen mit der Rheinlandachse, meistbefahrenen Bahnachse Europas. Dieser ausnahmsweise mal nicht von Bezahlschranken eingemauerte WAZ-Bericht vermittelt einen “guten” Eindruck davon.Weiterlesen…

100-jĂ€hrige ĂŒberlebt Covid-19

Wehleidiger Christian Drosten – Rassistische FAZ – Streitbare Diana Johnstone
Meine alte und etwas vergammelte Heimatzeitung WAZ meldet die Genesung einer 100-jĂ€hrigen in einem Duisburger Altenheim, in dem es leider auch drei TodesfĂ€lle gab. Es gibt ja z.Z. nicht viele gute Nachrichten. Freuen wir uns also mit der Dame. Ob bei ihr auch das “Geheimrezept” ein SchnĂ€pschen am Tag war, wie es in Lokalmedien hĂ€ufig zu Geburtstagsfeiern zu lesen ist, bleibt dank der Funke-Mediengruppe-Paywall – geheim.
In einem Podcast von Christian Drosten scheine ich (mit) vorzukommen.Weiterlesen…

Spuren von Journalismus, kritischem

WAZ und SZ haben heute die Paywall weiter hochgezogen. Bei den besitzenden MilliardĂ€r*inn*en ist Panik ausgebrochen, 80% AnzeigenrĂŒckgang. Journalismus scheint nur noch Geld zu kosten, keins mehr einzubringen. Komisch, ne? Der Anstieg von Digitalabos, der aus den gleichen HĂ€usern gemeldet wird, klingt dagegen wie das Pfeifen im Wald. Da haben die superreichen Besitzer*innen wohl nicht gut und frĂŒh genug nachgedacht. Eine der vielen spannenden Fragen: was davon wird nach der Krise ĂŒbrig bleiben?
Das weiss ich auch nicht. Ich weiss aber, wo ich noch was zum Lesen finde.Weiterlesen…

BVB spielt zu null – mit Favre!

KĂŒnstlerpech. Ich weiss nicht zum wievielten Mal, gewiss angestupst durch Durchstecher im BVB, fragte sich die geschĂ€tzte Kollege Theweleit vor dem heutigen Spiel des BVB gegen diese Wald-und-Wiesen-Mannschaft aus Frankfurt: “Kann Favre noch BVB?” . Ich habs gesehen und muss gestehen: das 3:4 in Leverkusen anzugucken, hat mir mehr Spass gemacht. Der spĂ€tere Sieger leistete Gegenwehr. Heute dagegen besagte die Torschussstatistik 17:1.
Die bei Theweleit zitierten SprĂŒche der BVB-FĂŒhrung sind in ihrem FussballverstĂ€ndnis so dermassen von vorvorgestern, Weiterlesen…

Leichtgewicht Sport

Der Unterschied der Borussias
Die Peinlichkeit fĂŒr die BVB-Spitze wird auf die Spitze getrieben, wenn das lokale Medienmonopol WAZ einen ehemaligen Angestellten des Fussballkonzerns aus dem sĂŒddeutschen Raum aufbietet, um eine treffende Kritik im Fall Jadon Sancho zu artikulieren (die nervende ĂŒber dieser Seite liegende Werbung klicken Sie an dem “X” weg!). Der Fall zeigt wie der Fall Lucien Favre, dass es nicht um Fussballkompetenz, um Mannschaftsspiel und Teamgeist geht, sondern ums Business, dem sich die Vereins-, bzw. KonzernfĂŒhrung hilflos ausliefert.Weiterlesen…

Ethnisierung der KriminalitÀt (II)

Kompliment, Herbert Reul. Deutsche Medien sind immer noch bereit, sich von Deinem Agendasetting am Nasenring durch die Arena ziehen zu lassen. So widmete die ARD gestern abend – ich habs nicht gesehen – Reuls Lieblingsthema “ClankriminalitĂ€t” einen ganzen Sendeabend. Rund 3 Mio. haben ihn sich zugemutet, fĂŒr die ARD knapp unterm Durchschnitt (ist der Montagabend wg. des ZDF-Spielfilms immer). Da ich nicht dabei war, will ich ĂŒber die QualitĂ€t des Gebotenen nicht richten.
Autor Olaf Sundermeyer, der die Dokumentation nach der Tagesschau gemacht hat, ist kein billiger Fall,Weiterlesen…

Stiftung statt Steuern

Nicht nur in den turbokapitalistischen USA, auch im turbokapitalistischen Deutschland, ist die Investition in steuervermeidende Stiftungen turbobeliebt. Da kann der Reiche selbst regeln, wofĂŒr sein Geld ausgegeben wird. Bei Steuern entscheiden das, in wenigen aber wichtigen Staaten, politische Systeme mit – was jedes scheue Kapital-Reh verscheucht – demokratischen Elementen. Der superreiche Michael Bloomberg setzt nun so eine Art Stiftung ingang, deren Zweck es ist,Weiterlesen…

Paywall statt Porno

Deutsche Zeitungsverleger werdens nicht mehr lernen
Rachel Meghan Windsor, geb. Markle könnte u.U. in die Geschichte eingehen, weil sie die Erste war, die es wagte Rupert Murdoch die Stirn zu bieten. Sie will sich den kriminellen “Journalismus” der Sun nicht mehr bieten lassen. Und siehe da, 75 Politikerinnen aller britischen Parteien haben sich mit ihr solidarisiert. Dabei wĂ€re alles ganz einfach. Ich habe es 5 Jahre lang als Mitarbeiter eines Landtagsfraktionsvorsitzenden praktiziert: wenn das Revolverblatt scheissfreundlich am Telefon um exklusive Informationen oder gar ein Durchstellen zum Chef bettelt, ebenso scheissfreundlich rein “termindedingte” Körbe geben – bis sie eines Tages das Anrufen aufgeben.Weiterlesen…

Scheitert im Ruhrgebiet ein Regionalplan?

weiter unten: 40 Jahre Titanic / Christian Streich / Polizeistaat TĂŒrkei
Das regionale Medienmonopol im Ruhrgebiet, die zur Funke-Mediengruppe gehörende WAZ, in meiner Jugend die bedeutendste und mĂ€chtigste Regionalzeitung Deutschlands (nur Bild hatte eine höhere verkaufte Auflage, der WAZ wurde aber mehr geglaubt; wenig davon ist geblieben) berichtet ĂŒber RĂŒcktrittsforderungen beim Regionalverband Ruhrgebiet. Aber nur hinter Paywall, also fĂŒrs breite digitale Publikum unzugĂ€nglich. Also erinnerte ich mich an den Regionalblog Ruhrbarone, und siehe, ich wurde fĂŒndig.Weiterlesen…

Fehlbildungsserie im Ruhrgebiet

In Gelsenkirchen bin ich auch geboren, im Stadtteil Horst (gleiches Krankenhaus wie Olaf Thon). In einem anderen Krankenhaus wurden jetzt drei Babies mit Fehlbildungen geboren. HĂ€nde und Finger waren nicht richtig ausgebildet. Die örtlichen Mediziner*innen stehen bisher vor einer Wand von RĂ€tseln. Ein geordnetes System des Gesundheitswesens zum Umgang mit solchen Problemen scheint nicht zu existieren. Der konservative NRW-Korrespondent der FAZ Reiner Burger berichtet; hier ausserdem der WDR. Berichte der regionalen Medienmonopolistin WAZ (Funke-Mediengruppe) sind online nicht frei zugĂ€nglich (Paywall).Weiterlesen…

Klimapolitik: ver.di fiel bisher aus

von Gert samuel
Bsirske, der Klimawandel, die Erneuerbaren Energien und „Fridays for Future°

Laut WAZ vom 5. August ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre rund zwei Millionen Mitglieder dazu auf, sich am Klimastreik von „Fridays for Future“ am 20. September zu beteiligen. „Es geht darum, Flagge zu zeigen – wir brauchen ein deutlich konsequenteres Handeln der Politik beim Klimaschutz”, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der in Essen erscheinenden WAZ. Tags darauf ist in der „RP“ zu lesen, Luisa Neubauer habe getwittert: „Es ist großartig zu sehen, dass Verdi im Gegensatz zu vielen politischen Akteuren die Dringlichkeit von echten Maßnahmen versteht“Weiterlesen…

Schwarze Superstars: Roxane Gay, Florence Kasumba

Ein Interview mit Roxane Gay zu bekommen, ist an sich schon ein Volltreffer fĂŒr Journalist*inn*en. Fatma Aydemir/taz hat eins bekommen, und hat ein ziemlich gutes gemacht. Frau Gay vollbringt eine vorbildliche intellektuelle Leistung, indem sie ihre Lebensgeschichte nicht individualisiert (und damit u.U. ausweglos machen wĂŒrde), sondern politisiert.
Ein völlig anderes, aber ebenso legitimes Bild bei der Essenerin Florence Kasumba, deren Interview die Funke-Mediengruppe ausnahmsweise mal nicht hinter einer Paywall verschwinden lÀsst.
Starke Frauen, beide.

Reste des Journalismus – Vorbote Österreich?

Das hĂ€tte es auf meinem Schulhof im Gladbeck der 70er Jahre nicht gegeben: ein RWE- und ein S04-Fan reden vor den Entscheidungen des letzten Spieltages ganz sachlich und informativ ĂŒber die Lage des deutschen Fussballs der Herren, JĂŒrgen Zurheide und Manni Breuckmann. Zurheide zeigte seinem Ressortboss Heinemann kurz zuvor noch, wie ein DLF-Moderator Anton Hofreiter ohne Schaum vorm Mund kritisch befragen kann.
Zurheide und Breuckmann habe ich beide bei meinen 15 Jahren Landtagsarbeit in DĂŒsseldorf kennen gelernt.Weiterlesen…

Der Russe bleibt schuld

Uploadfilter, Klima, Grippen aller Art – alles immer aus dem Osten
Wenn es nicht wahr ist, ist es zumindest gut erfunden. Ich bin sofort geneigt es zu glauben, weil die KuhhĂ€ndel der Politik nach diesem Muster eingefĂ€delt werden. FAZ-Autor Hendrik Wieduwilt behauptet (kein Link, Paywall), die Bundesregierung habe den Franzosen das neue EU-Urheberrecht versprochen, wenn die sie im Gegenzug in Sachen Northstream2 in Ruhe lassen. Wir kriegen also die Uploadfilter, weil wir auch das russische Gas bekommen? Hier ein WAZ-Text zu dem online nicht zugĂ€nglichen FAZ-Text.Weiterlesen…

“Es begann mit einer LĂŒge”

So hiess eine legendĂ€re ARD-Dokumentation, damals schon um 21.45 h und nicht um Mitternacht gesendet, produziert von Mitgliedern der WDR-Monitor-Redaktion. Jo Angerer und Mathias Werth wiesen nach, dass die Herren Schröder, Fischer und Scharping die deutsche Öffentlichkeit beim Eintritt in den Kosovo-Krieg 1999 belogen haben. Der Kriegseintritt von Rot-GrĂŒn geschah gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit.Weiterlesen…

Ruhrgebiet, SPD – wer schafft ein Comeback?

Ein durchgehend prĂ€gendes Problem des Ruhrgebietes ist, dass sein beherrschender Medienkonzern zugunsten optimierter Profitraten auf intellektuelle Interventionen in Diskurse dieser Republik verzichtet hat. Er hat damit eine unsichtbare Wand um die Region gelegt, weil sie vom Rest der Öffentlichkeit trotz NeugrĂŒndung zahlreicher Hochschulen nur wahrgenommen wurde, wenn es drohte sozialpolitisch zu “brennen”. Dass das nicht passierte, dafĂŒr sorgte die IG Bergbau, und liess es sich und ihren Mitgliedern anstĂ€ndig bezahlen.
Dieser beherrschende Konzern war die WAZ,Weiterlesen…

Deutsche Mrd. fĂŒr Trump / GĂŒndogan

Ich liebe den Finanzteil der FAZ, weil ich dort Informationen erhalte, ĂŒber die fortschrittliche Medien nicht verfĂŒgen, oft sich auch gar nicht dafĂŒr interessieren. Ein gutes Beispiel ist diese Meldung ĂŒber einen von der Deutschan Bank angeblich abgelehnten Kredit fĂŒr Mr. Donald Trump. Verborgen in dieser Meldung findet sich die Auskunft, dass der Kerl insgesamt 2,5 Mrd. $ Kredit von dieser Bank bekommen hat. Das war fĂŒr beide wahrlich keine Bagatellsumme – danke auch nach Frankfurt, das alles jetzt die ganze Welt auslöffeln zu lassen …
Das WDR-Fernsehen brachte gestern einen Film von Baris Aladag ĂŒber Ilkay GĂŒndogan (einen Monat mediathekverfĂŒgbar).Weiterlesen…

Borussia in Gelsenkirchen wie zuhause

Ist das alles ein hinterhĂ€ltiger Trick der DFL, mich als Fussballfan bei der Stange zu halten? Viele aus meinem Freundeskreis, selbst BVB-Fans, haben dem Profifussball schon abgeschworen. Ich bin auf der Kippe – diese Saison kriege ich das Abschwören nicht wirklich hin.
ZunĂ€chst noch ein Dank an die Medien. FĂŒr Borussia Mönchengladbach ist es echt super, dass Ihr an Personal und Recherche spart.Weiterlesen…

10jĂ€hrige besorgt um ihre “Fuckability”

Mit Update
Essstörungen wurden lange Jahrzehnte skandalös unterschĂ€tzt. Vor 12 Jahren habe ich im Freitag dagegen angeschrieben. Eine mutige junge Journalistin, Lara Fritzsche, damals VolontĂ€rin beim Kölner Stadt-Anzeiger hatte mich damals mit einer starken Reportage beeindruckt. Ihr hat es nicht geschadet – sie hat ihren beruflichen Erfolgsweg gefunden, schreibt jetzt u.a. fĂŒrs SZ-Magazin. Und sie hat Nachfolgerinnen gefunden.Weiterlesen…

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