Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: WAZ (Seite 2 von 7)

Leichtgewicht Sport

Der Unterschied der Borussias
Die Peinlichkeit für die BVB-Spitze wird auf die Spitze getrieben, wenn das lokale Medienmonopol WAZ einen ehemaligen Angestellten des Fußballkonzerns aus dem süddeutschen Raum aufbietet, um eine treffende Kritik im Fall Jadon Sancho zu artikulieren (die nervende über dieser Seite liegende Werbung klicken Sie an dem “X” weg!). Der Fall zeigt wie der Fall Lucien Favre, dass es nicht um Fußballkompetenz, um Mannschaftsspiel und Teamgeist geht, sondern ums Business, dem sich die Vereins-, bzw. Konzernführung hilflos ausliefert. Weiterlesen

Ethnisierung der Kriminalität (II)

Kompliment, Herbert Reul. Deutsche Medien sind immer noch bereit, sich von Deinem Agendasetting am Nasenring durch die Arena ziehen zu lassen. So widmete die ARD gestern abend – ich habs nicht gesehen – Reuls Lieblingsthema “Clankriminalität” einen ganzen Sendeabend. Rund 3 Mio. haben ihn sich zugemutet, für die ARD knapp unterm Durchschnitt (ist der Montagabend wg. des ZDF-Spielfilms immer). Da ich nicht dabei war, will ich über die Qualität des Gebotenen nicht richten.
Autor Olaf Sundermeyer, der die Dokumentation nach der Tagesschau gemacht hat, ist kein billiger Fall, Weiterlesen

Stiftung statt Steuern

Nicht nur in den turbokapitalistischen USA, auch im turbokapitalistischen Deutschland, ist die Investition in steuervermeidende Stiftungen turbobeliebt. Da kann der Reiche selbst regeln, wofür sein Geld ausgegeben wird. Bei Steuern entscheiden das, in wenigen aber wichtigen Staaten, politische Systeme mit – was jedes scheue Kapital-Reh verscheucht – demokratischen Elementen. Der superreiche Michael Bloomberg setzt nun so eine Art Stiftung ingang, deren Zweck es ist, Weiterlesen

Knüwers spannende Springer-Spekulation

Realistischer als alles, was die direkten Protagonist*inn*en mit ihrer aktiven PR-Interviewpolitik rausgehauen haben, ist, was Thomas Knüwer aktuell in seinem Blog indiskretionehrensache.de schreibt. Hat er die Investorenmotive von KKR etwa besser verstanden, als Frau Springer und Herr Döpfner? Nein, ich glaube, die beiden wissen es selbst, und meinten sich öffentlich wider besseres Wissen äussern zu müssen. Denn das Kapital, das scheue Reh, darf nicht nervös gemacht werden. Und die Belegschaft, die weiter Leistung bringen soll (human ressources) auch nicht. Bei manchem, was Herr Reichelt und seine Spiessgesellen so an Schmutz raushauen,ermöglicht das zumindest ein sadistisches Schmunzeln, dass “es” nicht die Falschen treffen wird … Weiterlesen

Paywall statt Porno

Deutsche Zeitungsverleger werdens nicht mehr lernen
Rachel Meghan Windsor, geb. Markle könnte u.U. in die Geschichte eingehen, weil sie die Erste war, die es wagte Rupert Murdoch die Stirn zu bieten. Sie will sich den kriminellen “Journalismus” der Sun nicht mehr bieten lassen. Und siehe da, 75 Politikerinnen aller britischen Parteien haben sich mit ihr solidarisiert. Dabei wäre alles ganz einfach. Ich habe es 5 Jahre lang als Mitarbeiter eines Landtagsfraktionsvorsitzenden praktiziert: wenn das Revolverblatt scheissfreundlich am Telefon um exklusive Informationen oder gar ein Durchstellen zum Chef bettelt, ebenso scheissfreundlich rein “termindedingte” Körbe geben – bis sie eines Tages das Anrufen aufgeben. Weiterlesen

Scheitert im Ruhrgebiet ein Regionalplan?

weiter unten: 40 Jahre Titanic / Christian Streich / Polizeistaat Türkei
Das regionale Medienmonopol im Ruhrgebiet, die zur Funke-Mediengruppe gehörende WAZ, in meiner Jugend die bedeutendste und mächtigste Regionalzeitung Deutschlands (nur Bild hatte eine höhere verkaufte Auflage, der WAZ wurde aber mehr geglaubt; wenig davon ist geblieben) berichtet über Rücktrittsforderungen beim Regionalverband Ruhrgebiet. Aber nur hinter Paywall, also fürs breite digitale Publikum unzugänglich. Also erinnerte ich mich an den Regionalblog Ruhrbarone, und siehe, ich wurde fündig. Weiterlesen

Fehlbildungsserie im Ruhrgebiet

In Gelsenkirchen bin ich auch geboren, im Stadtteil Horst (gleiches Krankenhaus wie Olaf Thon). In einem anderen Krankenhaus wurden jetzt drei Babies mit Fehlbildungen geboren. Hände und Finger waren nicht richtig ausgebildet. Die örtlichen Mediziner*innen stehen bisher vor einer Wand von Rätseln. Ein geordnetes System des Gesundheitswesens zum Umgang mit solchen Problemen scheint nicht zu existieren. Der konservative NRW-Korrespondent der FAZ Reiner Burger berichtet; hier ausserdem der WDR. Berichte der regionalen Medienmonopolistin WAZ (Funke-Mediengruppe) sind online nicht frei zugänglich (Paywall). Weiterlesen

Klimapolitik: ver.di fiel bisher aus

von Gert samuel
Bsirske, der Klimawandel, die Erneuerbaren Energien und „Fridays for Future°

Laut WAZ vom 5. August ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre rund zwei Millionen Mitglieder dazu auf, sich am Klimastreik von „Fridays for Future“ am 20. September zu beteiligen. „Es geht darum, Flagge zu zeigen – wir brauchen ein deutlich konsequenteres Handeln der Politik beim Klimaschutz”, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske der in Essen erscheinenden WAZ. Tags darauf ist in der „RP“ zu lesen, Luisa Neubauer habe getwittert: „Es ist großartig zu sehen, dass Verdi im Gegensatz zu vielen politischen Akteuren die Dringlichkeit von echten Maßnahmen versteht“ Weiterlesen

Schwarze Superstars: Roxane Gay, Florence Kasumba

Ein Interview mit Roxane Gay zu bekommen, ist an sich schon ein Volltreffer für Journalist*inn*en. Fatma Aydemir/taz hat eins bekommen, und hat ein ziemlich gutes gemacht. Frau Gay vollbringt eine vorbildliche intellektuelle Leistung, indem sie ihre Lebensgeschichte nicht individualisiert (und damit u.U. ausweglos machen würde), sondern politisiert.
Ein völlig anderes, aber ebenso legitimes Bild bei der Essenerin Florence Kasumba, deren Interview die Funke-Mediengruppe ausnahmsweise mal nicht hinter einer Paywall verschwinden lässt.
Starke Frauen, beide.

Reste des Journalismus – Vorbote Österreich?

Das hätte es auf meinem Schulhof im Gladbeck der 70er Jahre nicht gegeben: ein RWE- und ein S04-Fan reden vor den Entscheidungen des letzten Spieltages ganz sachlich und informativ über die Lage des deutschen Fußballs der Herren, Jürgen Zurheide und Manni Breuckmann. Zurheide zeigte seinem Ressortboss Heinemann kurz zuvor noch, wie ein DLF-Moderator Anton Hofreiter ohne Schaum vorm Mund kritisch befragen kann.
Zurheide und Breuckmann habe ich beide bei meinen 15 Jahren Landtagsarbeit in Düsseldorf kennen gelernt. Weiterlesen

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