Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Werder Bremen

MĂŒssen BVB-Fans leiden?

von Gert Samuel
Der BVB hat zwei Spiele hintereinander verloren, jeweils auswĂ€rts mit 2:3 im Pokal in Bremen sowie 3:4 in der Bundesliga in Leverkusen – und das nach drei Siegen zum Auftakt der RĂŒckrunde mit 15:4 Toren. MĂŒssen BVB-Fans nun leiden?
Es ist irgendwie kurios. Alle Fußballfans, außer denen des FC Bayern, finden es langweilig, wenn die Jahr fĂŒr Jahr Meister werden. In der vorigen Saison wurde es zum ersten Mal wieder spannend, weil der BVB eine super Hinrunde hinlegte – Ausnahme: die Niederlage bei der Fortuna aus DĂŒsseldorf. In der RĂŒckrunde klappte es dann nicht mehr so gutWeiterlesen…

GlĂŒckwunsch Werder

Das war heute ein ĂŒberraschend ansehnlicher Pokalabend. Und nicht zu erwarten war fĂŒr mich, dass ausgerechnet Werder Bremen meine BVB-kritischen Thesen heute schon bestĂ€tigte (Spielbericht). Die hochveranlagte Talentetruppe des BVB ist als Team nicht stabil genug, um gemeinschaftlich nicht nur bei eigenen Toren zu glĂ€nzen, sondern auch Gegentore, eine weit anstrengendere und mit weniger Medienglanz umrankte harte Arbeit, zu verhindern. Teams, die als Kollektiv funktionieren, schaffen beides – und werden dann Meister, Pokal- oder Champions-League-Sieger.Weiterlesen…

Wird der BVB der neue HSV?

Horst Schnoor, Uwe Seeler, Dieter Seeler, Gert Dörfel hatte ich in meinem ersten Fussballalbum 1964/65. Sie erspielten einen sicheren Mittelplatz. Mit dem Meisterschaftsrennen zwischen Werder Bremen (mit Bernard, Höttges, Piontek, SchĂŒtz, Klöckner, Matischak u.a.) und dem 1. FC Köln (Hans SchĂ€fer in seiner letzten Saison, im Tor Ewert oder der legendĂ€re echte in Bonn 1938 geborene Toni Schumacher) hatte er nichts zu tun. Klaus StĂŒrmer, den ich nur aus dem Radio kannte, hatte schon aufgehört.
Anfang der 80er hörte ich nach durchgewachten NĂ€chten einer VDS-Mitgliederversammlung (VDS waren die Vereinigten Deutschen Studentenschaften) in Hamburg im GĂ€stebett eines befreundeten Hamburger Jusos im NDR-Radio eins der Spitzenduelle zwischen dem HSV und dem Fussballkonzern aus dem sĂŒddeutschen Raum. Reporter muss Kurt Emmerich gewesen sein. Damals glaubten wir Fans, das werde das “ewige” Duell der Zukunft. Weiterlesen…

Schwulenhauptstadt Ost – West 1:3 o.V.

AlljÀhrlich gibt es zwischen Köln und Berlin einen Wettbewerb bei den um eine Woche versetzt veranstalteten Christopher Street Days. Wer schafft mehr hunderttausend als die andere? Heute waren sie im DFB-Achtelfinale, Fussball der Herren, gegeneinander gelost, und ich kann nicht glauben, zumal es ein Fakenews-Sender des Rupert Murdoch ausstrahlte, was ich gesehen habe.
Witzig, dass in beiden StĂ€dten die Vereine Stadiondiskussionen vom Zaun gebrochen haben. Heute, als sie aufeinandertrafen, war das Berliner Olympiastadion zu weit ĂŒber der HĂ€lfte gĂ€hnend leer, wohlweislich von Stadionregie und TV-Sender nicht ausgeleuchtet. Warum neues Stadion, wenn die keiner sehen will? Sportlich grundlos, aber viel politische Hybris im Spiel.
Doch zu dem Spiel, das ich gesehen habe.Weiterlesen…

Hans SchÀfer 90

Die Saison 1964/65 war die erste, in der ich mich fĂŒr Fussball interessierte. Meine Grosseltern in Essen-Karnap hatten schon einen Fernseher, gabs damals nur in schwarz-weiss. Samstags und Sonntags war da Fussball drin, die Sportschau. Die weiss gekleideten Mannschaften sahen am besten aus, sie spielten auch am besten: Borussia Mönchengladbach in der Regionalliga West, in der seinerzeit auch Rot-Weiss Essen spielte, der Lieblingsverein meines Opas, in dem nach dem Krieg auch ein Verwandter meiner Grosseltern mit August Gottschalk, einem spĂ€teren kongenialen Partner von Helmut Rahn zusammengespielt hatte.
Ich vergab meine Sympathien den Mannschaften in weiss. Das war mein erster Kontakt zu Hans SchĂ€fer. Er war KapitĂ€n und Regisseur des 1. FC Köln, im reifen Alter von 37 Jahren, und in dieser, seiner letzten Saison erspielte er sich, von Verletzungen geplagt, noch einmal die Vizemeisterschaft, hinter Werder Bremen. Von dieser Saison hatte ich auch ein fast vollstĂ€ndiges Sammelalbum. Ich weiss nicht, wo es hingekommen ist, aber die Bilder habe ich noch im Kopf, das von Hans SchĂ€fer kann meine Hirn-Festplatte jederzeit abrufen. Er hat noch mit dem echten hier in Bonn geborenen Toni Schumacher zusammengespielt, ebenfalls eine Legende,Weiterlesen…

Freibad oder Fussball?

FĂŒr Jugendliche im Ruhrgebiet der 70er Jahre war das die tĂ€gliche Sommerlochfrage.
Selten liess sich beides so gut verbinden wie am 5.6.1971. Ich hörte die Schlusskonferenz des letzten Spieltages der Bundesliga im Freibad Gladbeck. Ich glaubte kaum an ein gutes Ende, denn Borussia Mönchengladbach schien durch die Wertung des Torpfostenbruchs im Spiel gegen Werder Bremen (Spielstand wenige Minuten vor Schluss 1:1, Spielwertung danach 0:2) die Chance zur Titelverteidigung gegen den Fussballkonzern aus dem sĂŒddeutschen Raum, verspielt zu haben. Doch dann gelang am letzten Spieltag der kaum zu erwartende 4:1-AuswĂ€rtssieg bei Eintracht Frankfurt. Bis zur 70. Minute stand es 1:1, Bernd Nickel hatte die FĂŒhrung durch Netzer mit einem seiner berĂŒhmten HammerweitschĂŒsse ausgeglichen, alle FingernĂ€gel waren abgekaut. Dann Weiterlesen…

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