Thema: Werner Rügemer

Togo / Sahara / Frankreich / Hongkong / Malaysia

Von , am Mittwoch, 28. August 2019, in Lesebefehle, Politik.

Togo? Franz-Josef Strauss wusste wenigstens noch, wo das ist. Er war mit dem Diktator befreundet, dessen Familie heute noch dieses Land regiert. Es gibt dort – wie überall – eine demokratische Opposition. Die würde sich freuen, wenn sie hier jemand beachten würde. Dank an Martin Dolzer/Junge Welt.
Deutschland und Frankreich wollen ihr eigenes “Afghanistan”. Weiterlesen

China – was ist gleich, was anders?

Von , am Donnerstag, 1. August 2019, in Lesebefehle, Politik.

Michael Staack habe ich als Landesvorsitzenden der Jungdemokraten in Niedersachsen in Erinnerung. In seinem Wikipedia-Eintrag findet das keine Erwähnung. Aus der Ferne habe ich ihn immer als fachkompetenten, der Friedensforschung nicht fernstehenden Wissenschaftler wahrgenommen. In der FAZ rezensierte er kürzlich das Buch von M. Taylor Fravel: Active Defense. China’s Military Strategy since 1949. Staack schreibt in dem Stil, in dem ich ihn auch in Erinnerung habe: Weiterlesen

Das Elend der bösen “Leitmedien” ist auch ein linkes

Von , am Freitag, 7. Juni 2019, in Medien.

Werner Rügemer war Redakteur der Fachzeitschrift “Demokratische Erziehung” als ich in den 80ern in Mönchengladbach vor einem Bundesligaspiel zwischen der Borussia und Arminia Bielefeld für die Jungdemokraten ein Treffen beider Fan-Gruppen organisierte. Es war als Gegenaktion zum rechtsradikalen Hooliganismus der damals berüchtigten “Borussenfront” in Dortmund gedacht. Ich lernte dabei erstmals Theo Weiss kennen, Weiterlesen

Deutsche Post / Deutsche Bank

Von , am Samstag, 26. Januar 2019, in Beuel & Umland, Lesebefehle, Politik.

In Bonn überwiegt die Ansicht, dass der Verbleib der einstigen bzw. Noch-Staatsunternehmen Telekom und Post ein Segen sei. Zahlreiche gut qualifizierte Arbeitsplätze plus zahlreiche Dienstleistungsunternehmen drumherum. Doch Strukturen grosser Konzerne können sich auch wie Mehltau auf Lokalpolitik, Kultur und kommunikative Strukturen einer kleinen, abhängigen Stadt legen. Das prominenteste Beispiel der mittelalten Vergangenheit dieser Stadt war die Diskussion um ein “Festspielhaus”, deren Neuauflage in anderer Verkleidung aber ähnlicher Sozialstruktur sich jederzeit wiederholen kann.
Unbeachtet von der lokalen Öffentlichkeit hinterlassen die gleichen Akteure immer noch Spuren der Verwüstung. Weiterlesen

Wem gehören die Wohnungen (II)

Von , am Freitag, 18. Januar 2019, in Lesebefehle, Politik.

Die Kollegen von den nachdenkseiten haben heute dankenswerterweise den Text eines Referates von Werner Rügemer veröffentlicht, das er bei der SPD in Minden gehalten habe. Es ist nicht nur interessant, weil Rügemer ein Typ ist, der gerne tief politisch wühlend recherchiert. So finden wir bei ihm die wichtigsten Wohnungsdeals seit 1991. Er benennt auch absolut richtig, was wohnungspolitisch getan werden muss, und zwar schnell. Es könnte ein zentrales Projekt zur Transformation einer fortschrittlichen gesellschaftlichen in eine politische Mehrheit sein – wenn sich ein Bündnis geeigneter Träger*innen und Aktivist*inn*en dafür fände. Es ist absolut fällig. Andernfalls kriegen wir bald überall “Brandenburg”.

Rückkehr eines Haifisch-Zombies?

Von , am Montag, 29. Oktober 2018, in Medien, Politik.

Gestern noch rezitierte Roland Appel den bekannten Witz von Merkel im Haifischbecken. Nun will einer der toten Haifische wieder ins politische Leben zurückkehren, wenn wir der FAZ glauben dürfen. Dieses – wie alle anderen Zeitungen auch – auflagenkrisengebeutelte Blatt der konservativ-reaktionären deutschen Rechten irrlichtert seit langem ebenso wie seine Kundschaft. Gleichzeitig gibt es Auskunft. Weiterlesen

USA / Italien

Von , am Donnerstag, 16. August 2018, in Fußball, Lesebefehle, Medien, Politik.

Meine Wertschätzung für die USA-Korrespondentin der FAZ, Frauke Steffens, der ich hier schon mehrmals Ausdruck gegeben habe, ist zu meinem eigenen Erstaunen immer noch steigerungsfähig. Eine ihrer aktuellen Storys hängt sie an Steve Bannon auf, ein rechtes Arschloch, aber leider nicht doof. Das wird bei Steffens deutlich, die ihn nur als Aufhänger nimmt, um zu erklären, wie schwer es Liberalen in den USA fällt, Konsequenzen aus den sozialen Verheerungen der Finanzkrise zu ziehen. Und wie Bannon ihnen dabei eine lange Nase dreht. Ob ihre FAZ-Redaktionskolleg*inn*en solche Texte auch zur Kenntnis nehmen? Nicht minder informativ ihre aktuelle Bestandsaufnahme der Kandidaturaufstellungen bei Republikanern und Demokraten zu den Midterm-Elections Anfang November.
Die taz, die demnächst nicht mehr gedruckt erscheinen will, hat mit Alessandro Alviani einen gefunden, Weiterlesen