Beueler-Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Wikipedia (Seite 1 von 2)

Was machen eigentlich Soldaten?

Grob gesagt, das, wozu sie ausgebildet wurden, aber dazu später mehr – es wird eine Medienkompetenzübung. Was machen eigentlich Journalisten? Grob gesagt: Recherche, Schreiben, Redigieren. Was macht eigentlich das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) – das ist schon schwieriger. Es kommt auf die Sichtweise an. Seitens des BSI im Verbund mit den “Netzen des Bundes” (NdB) werden dort Journalisten als “Enddarmbewohner der Mächtigen”, als “Lohn-Schreiber” oder “Presse-Huren” betrachtet. So hatten sie es jedenfalls in Wikipedia-Einträgen hinterlegt, die überarbeitet werden mussten. Weiterlesen

Deutsche Erkenntnislücken

Atommacht – will hier niemand wissen, was das ist, oder wissen sies wirklich nicht (mehr)?
mit einem PS-Update zu Wikipedia nachmittags
Dummheit oder absichtliche Ignoranz? Letzteres wäre nach heutigem Sprachgebrauch “Verschwörungstheorie”. Der Begriff “Theorie” besagt: könnte auch stimmen. Wir wissen es (noch) nicht. Als Kampfbegriff ist er natürlich anders gemeint.
Wenn zwei taz-Leute, von denen ich politisch und journalistisch viel halte, die zwei wichtigsten Punkte weglassen und/oder vergessen: liegt das am Gegenstand (SPD) oder an ihnen selbst? Weiterlesen

Angst vor der eigenen Nichtigkeit

(Kapitalistische!) Aufmerksamkeitsökonomie: Glasgow, Meta, Frankreich, “Cancel Culture”, Spiegel & Gates
Sibylle Berg ist darüber schon lange hinweg. Ich übe noch. Aufregung und Ärger zeigen uns, dass wir noch am Leben sind. Besser als anders. Wenn alles egal ist, ist es das (menschliche) Leben auch. Es ist also nicht egal, was die Weltgemeinschaft – organisiert in der UNO – in Glasgow veranstaltet und debattiert. Im Gegenteil. Wenn Ihnen “das alles” zuviel ist, lesen Sie wenigstes Wolfgang Pomrehn/telepolis – der fasst das Wichtigste zusammen. Weiterlesen

Entgleist im Europaparlament

Edit Policy: Beim Digital Services Act, dem Gesetzesvorhaben der EU zur Regulierung von Online-Plattformen, gehen die gefährlichsten Vorschläge vom Europaparlament aus.
Es ist ein bekanntes Muster der Netzpolitik – die EU-Kommission macht einen Vorschlag, der die digitalen Grundrechte bedroht. Die Zivilgesellschaft mobilisiert daraufhin Proteste und setzt auf das direkt gewählte Europaparlament, um das Schlimmste zu verhindern. Doch ausgerechnet beim Digital Services Act, dem wichtigsten Gesetzesvorhaben der EU zur Regulierung von Online-Plattformen, gehen die gefährlichsten Vorschläge nun vom Europaparlament selbst aus, nachdem der Gesetzesentwurf der EU-Kommission erstaunlich grundrechtsfreundlich ausgefallen war. Offenbar hat das Europaparlament aus dem Debakel um Artikel 17 der Urheberrechtsrichtlinie nichts gelernt. Weiterlesen

Oligarch am Ziel: Fussball erlegt

mit Update 18.5.
Es gibt nicht mehr viele, die es noch beachten. Der Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum ist zum soundsovielten Mal Meister geworden. In anderen Ländern ähnliches. In der Geldscheissmaschine Champions League kamen die üblichen Verdächtigen unter die letzten Acht und teilen die reiche TV-Geld-Beute wie immer unter sich auf, um damit für eine weitere Saison Langeweile in ihrer Heimat zu sorgen. Kam Corona dazwischen? Einserseits Ja. Die TV-Ware hat ohne Fans im Stadion rapide an Wert verloren. Immer weniger haben Lust darauf. Die sinkenden Einschaltquoten werden natürlich von niemandem breit getreten. Weiterlesen

Brockhaus-Deal

Edit Policy: digitale Bildung vs. Lebensrealität in Deutschland – Digitale Bildung wurde in Deutschland lange vernachlässigt. In der Corona-Krise soll sich das ändern, doch die Politik schafft neue Probleme.
Diese Entscheidung steht sinnbildlich für den Stand digitaler Bildung in Deutschland: Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen gibt 2,6 Millionen Euro für eine Dreijahreslizenz des Brockhaus Online-Nachschlagewerks aus. Das Paket digitaler Lernmittel umfasse neben der Online-Enzyklopädie ein Jugend- und Kinderlexikon sowie Online-Kursmaterial zum richtigen Recherchieren, gab das Ministerium in einer Pressemitteilung bekannt.

Die Meldung hat vergangene Woche Spott und Unverständnis ausgelöst Weiterlesen

Sinneswandel in Brüssel

Edit Policy: mit netzpolitischen Initiativen hat die EU-Kommission in jüngster Zeit viele vor den Kopf gestoßen. Beim Digital Services Act sieht es nun anders aus.

Nach der katastrophalen netzpolitischen Bilanz der vorigen EU-Kommission befürchteten viele, dass der geplante Digital Services Act einfach die Fehler der Vergangenheit fortsetzen würde. Die Uploadfilter der Urheberrechtsreform und die unrealistisch kurzen Sperrfristen der Terrorverordnung drohten zur Blaupause für den Umgang mit allen illegalen Inhalten im Netz zu werden. Stattdessen hat die amtierende EU-Kommission unter Digitalkommissar Thierry Breton im Dezember zwei Gesetzesvorhaben zur Plattformregulierung präsentiert, die es sich auszubauen und zu verbessern statt zu bekämpfen lohnt. Nach Jahren der Proteste und Schadensbegrenzung ist das ein willkommener Paradigmenwechsel für die netzpolitische Zivilgesellschaft. Weiterlesen

Wiglaf Droste / Wikipedia

Die Junge Welt veröffentlicht einen Mehrteiler (1. Teil, 2. Teil) mit Nachrufen auf Wiglaf Droste, von seinen zahlreichen Freund*inn*en und Verehrer*inne*n. Ein 3. Teil folgt, so vermute ich, morgen an gleicher Stelle. Beeilen Sie sich, denn die Junge Welt lässt ältere Texte nach einigen Tagen in einem Paywall-Archiv verschwinden. Ich vermisse unter den Autor*inn*en Vincent Klink – vielleicht ist er morgen dabei.
Wiglaf hätte es sowieso gewusst: Weiterlesen

Schau’ mal Bonn, so wird das gemacht!

90 Jahre Lichtburg Essen
Bonn hatte auch mal so ein wertvolles Kino. Es hiess Metropol, und war am besten Platz der Stadt, dem Bonner Marktplatz gelegen. Die Jüngeren können sich nicht erinnern. Ein bräsiger immobilienrenditegieriger Bonner Kaufmann, noch nicht einmal ein “böser” internationaler Investmentfond, war es, der es mutwillig und dickköpfig zerstören liess. Die Miete an ihn zahlt jetzt ein Buchhandelsmonopolist, der es nicht wert ist, dass sein Name hier genannt wird. Wenn Sie den Buchhandel retten wollen, gehen Sie bitte in eine inhabergeführte Buchhandlung in Ihrem Stadtteil.
Essen dagegen hat seine Lichtburg gerettet. Weiterlesen

SPD erstmals über 20? …..und streitet endlich

Das Marktforschungsinstitut “Institut für Demoskopie” mit Unternehmenssitzen in Allensbach und Bonn gilt als der CDU/CSU nahestehend, so lange ich denken kann. Gründerin Noelle-Neumann war mit Helmut Kohl befreundet. Ihre Nachfolgerin Renate Köcher versucht es mit Angela Merkel zu sein, wird bisweilen als Referentin zu Fraktions-Klausurtagungen geladen. Der Wikipedia-Eintrag ihres Unternehmens scheint sie nicht sehr zu interessieren – er ist für Wikipedia-Verhältnisse recht negativ geraten. Am Bodensee nehmen sie an “Edit-Wars” nicht teil.
Die Sonntagsfrage der Allensbacher*innen funktioniert anders, Weiterlesen

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