Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Winfried Wolf

Amri-Attentat / Stuttgart 21 / KI

Die meisten grossen Medien schaffen Paranoia statt Fakten
Seit ĂŒber drei Jahren dauert nun die Vertuschungsarbeit an, am mutmasslichen Attentat des mutmasslichen TĂ€ters Anis Amri, im Dezember 2016 auf dem Berliner Breitscheidplatz. Je lĂ€nger diverse Parlamentarische UntersuchungsausschĂŒsse den Fall untersuchen, umso irrer werden die inneren WidersprĂŒche der angeblich fĂŒr unsere “Sicherheit” zustĂ€ndigen Behörden. Und umso schweigsamer wird die Medienberichterstattung. Übrig bleibtWeiterlesen…

Die 15-Minuten-Recherche

von Wolfgang Hippe
Eine Meldung oder ein Interview, ein Statement oder ein Satz als Anlass zu einer kleinen Recherche.

Voraussetzung: Man muss mindestens ahnen, wonach man suchen will. Damit verbunden ist kein Anspruch auf VollstĂ€ndigkeit, was die erfassten Informationen betrifft. Deren Vielfalt ist natĂŒrlich unĂŒberschaubar – Fake News inbegriffen. Kurzum: es geht nicht um „Wahrheit“. Die Auswertung der vorgefundenen Materialien kann allerdings mehr als 15 Minuten dauern.

Zitate
„Was wir in den neunziger Jahren noch nicht einlösen konnten, weil wir als Partei insgesamt noch nicht weit genug waren, dafĂŒr ist jetzt Zeit, nĂ€mlich dass wir einen zweiten Anlauf nehmen, eine (deutsche) Einheit auf Augenhöhe zu schaffen.“
„Der Markt muss den Menschen dienen und dabei ökologisch lenken.“Weiterlesen…

Wundersame Bahn (X): woanders is auch scheisse

Nein nicht wieder eine Geschichte ĂŒber Selbsterlebtes. Bei diesem Wetter lĂŒfte ich lieber zwischen 5 und 8 Uhr meine Wohnung, verdunkele sie vor dem Ausgehen zum Mittagessen, und warte danach, bis die Sonne untergegangen ist. FlughĂ€fen, Auto- und Eisenbahnen sind in solchem Klima verwunschene Orte.
Das erlebte jetzt auch ein Ă€lterer Herr aus Kiel, der seinen Sohn in Bremen zum Geburtstag besuchen wollte, keine Weltreise, eher regionaler Nahverkehr.Weiterlesen…

MedienmĂ€nner – so ungefĂ€hr kanns gehen

Sebastian Schipper, einst Schauspieler unter Regie von Dieter Wedel, heute selbst Regisseur, gab Spiegel-online ein interessantes Interview. Sicher, manche Jungs spreizen sich jetzt auch gerne PR-bewusst zu #metoo in den Medien. Dennoch gibt Schipper hier fĂŒr Business-Unkundige informative Einblicke.

Torolf Lipp von der AG-Dok kritisiert im telepolis-Interview die suizidale Programmpolitik der TV-Sender, die sich vor den Fussballoligarchen in den Staub werfen, um anschliessend rechercheorientierte Filmemacher*innen zu knechten und auszupressen – weil die, weil se sich ja fĂŒr was Gutes beruflich einsetzen wollen, um der guten Sache Willen allzu nachgiebig sind.

Ex-/Alt-Ttrotzkist Winfried Wolf erklĂ€rt uns, wie der „Anlagenotstand“ des Kapitals unsere stĂ€dtische Lebenswelt zerstört. Wolf kennt sich bei Megaprojekten der Deutschen Bahn AG besonders gut aus.

Peter Wahl, ehemals kulturpolitischer Sprecher der GrĂŒnen im Rat der Stadt Bonn, hat fĂŒr die Luxemburg-Stiftung eine lesenswerte Studie ĂŒber Melenchons linke Bewegung LFI in Frankreich geschrieben. Partei is over, in Frankreich so gut wie tot. Vielleicht ist hier zu sehen, was bei uns noch kommt, mit allen Ambivalenzen. Melenchon und Lafontaine sollen ja befreundet sein.

MobilitĂ€t 4.0, 5.0, 6.0, …..

“Hamses nich ‘ne Nummer kleiner?” Hamburg hats: sein Stuttgart 21 ist ‘ne Nummer kleiner und heisst Altona. Wie in Stuttgart getrieben vom Immobilienkapital und seinem Verwertungsharndrang. Ich habe Kindheitserinnerungen an den Bahnhof Altona, der einst ein zweiter Hauptbahnhof Hamburgs war und auch so Ă€hnlich gut aussah. Wer es nicht kennt: in Gelsenkirchen war – und ist! – es sehr Ă€hnlich gelaufen; Ă€sthetisch und auf das Eisenbahnnetz bezogen.
Winfried Wolf, (Ex-?)Trotzkist, Ex-PDS-MdB, jedenfalls einer der klĂŒgsten Analysten deutscher Bahnpolitik, bei dem das politisch Denken das „PufferkĂŒssen“ ĂŒberwiegt, hat in den BlĂ€ttern die aktuellen Anforderungen an eine fortschrittliche MobilitĂ€tspolitik aufgeschrieben.

Trotzdem habe ich das GefĂŒhl, dass der komplette deutsche Diskurs zu diesem Thema komplett gestrig hinter der Musik hinterherlĂ€uft. Und das noch nicht einmal merkt.Weiterlesen…

Andere Kulturen: bei der Bahn, im Fussball, MĂ€nner

Die Bahnkatastrophe im Rheintal, auf die in diesem Blog schon hingewiesen wurde, wird immer noch nur von Nischenmedien ausgeleuchtet. Winfried Wolf, alter Trotzkist, dennoch exzellenter linker Bahnexperte, auch mal MdB der Linken gewesen, beschreibt in Kontext minutiös die Vertuschung des Unfallhergangs bei Rastatt. Christoph Jehle beschreibt auf Telepolis die aktuell missliche Lage im europĂ€ischen Bahnnetz: alle haben ihre Arbeit gemacht, mit milliardenschweren Vorleistungen vor allem in der Schweiz, nur die Deutschen sind fĂŒr alles was Eisenbahn betrifft zu doof.
Das hat mentale Ähnlichkeiten mit der Bearbeitung der Gewaltverbrechen der NSU oder des Terroristen Amri: es wird eine spezifische Kultur der Verantwortungslosigkeit in deutschen BĂŒrokratie- und Konzernstrukturen erkennbar.
In China geht alles viel schneller: nicht nur die E-Autoquote, die Zugstrecken werden schneller gebaut, die ZĂŒge fahren schneller, und die korrupten Verantwortlichen landen schneller im Knast. Ist uns das, hier von Kai Strittmatter in der SZ beschrieben, lieber, so ganz ohne bremsende Demokratie?Weiterlesen…

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