Beueler Extradienst

Meldungen & Meinungen aus Beuel und der Welt

Schlagwort: Wolfgang Michal

Freunde und -innen

Wolfgang Michal/Freitag sorgt sich um den Genossen Kanzlerkandidaten. Diese Sorge ist berechtigt. Ich kann mich an Jahrzehnte erinnern, da hĂ€tte der Genosse Kanzlerkandidat auf gute RatschlĂ€ge des Genossen Michal vielleicht sogar gehört. Heute, befĂŒrchte ich, bemerkt er das gar nicht – andere Sorgen …
Hans-Christian Ströbele/Freitag erinnert naheliegenderweise an Edward Snowden. Das Schweigen um dessen Lage hat dröhnende Ausmasse angenommen,Weiterlesen…

Wirecard-AffÀre: ein Toter

Nahost: alle gegen Erdogan?
Die Wirecard-AffĂ€re hat eine merkwĂŒrdige Art zu köcheln. Mehrmals wöchentlich werden kleine und grosse Hinweise durchgestochen. Das Interessengeflecht ist unĂŒbersichtlicher, als es selbst die Profis erfassen können. Wolfgang Michael/Freitag versucht es ganz sachlich. Aber die Story, die von uns Normalos noch niemand kennt, hat viel mehr Potenzial. Es geht nicht ums Ganze, aber doch sehr, sehr viel. Weiterlesen…

Verzweiflung

Warnhinweis: wenn Sie meiner hier angezeigten LektĂŒre folgen, beeintrĂ€chtigt das Ihr Wohlbefinden. Denn drei von mir fĂŒr klug gehaltene linke MĂ€nner unterschiedlicher politischer Provinienz geben ihrer Verzweiflung Ausdruck. Das fĂ€ngt an mit dem linken Sozi Wolfgang Michal/Freitag, der die schwarz-grĂŒne Bundesregierung mit dem heimlichen Bundeskanzler Kretschmann heraufziehen sieht. Dazu fĂ€llt mir nichts mehr ein, ein realistisches Szenario. Der SPD fĂ€llt, von Michal beklagt, auch nichts mehr ein (den Linken sowieso nicht) – dann wird es wohl so Ă€hnlich kommen …Weiterlesen…

Agamben / Dörre / Michal

Wie immer machen die MÀnner das meiste Getöse, wÀhrend die Frauen die Arbeit machen. Die Viruskrise macht die Gesellschaft vielleicht anders, aber ganz gewiss nicht besser. Das Virus ist nicht klassenlos, es verschÀrft die schon bestehenden GegensÀtze, und spitzt alte Tendenzen zu.
Drei MĂ€nner, die allesamt nichts Systemrelevantes zu tun haben, haben sich die Zeit zum Denken und Schreiben genommen. Mir sagten sie was.Weiterlesen…

MĂ€nner “verlieren keine Zeit” – ausser Olli Dittrich

Olli Dittrich habe ich lange Jahre als Figur des Trash-TV gesehen. Seine frĂŒhen Jahre bei RTL (oder war es SAT1?) sind mir entgangen. Ich hatte kein Interesse und fĂŒrchtete, es sei schlicht zu blöd. In mein Blickfeld trat er erst, und das spektakulĂ€r, als “Schorsch Aigner”, mitinspiriert von seinem Drehbuchautor Tom Theunissen, dem Stellvertreter des Fussballgottes auf Erden. Immerhin war er mir schon in den 90ern als InterviewgastWeiterlesen…

GrĂŒne – die neuen Merkels?

Es hat ganz schön lange gedauert. Langsam interessieren sich wenige deutsche Medien fĂŒr die inhaltliche Substanz hinter der personell optimierten öffentlichen Performance der GrĂŒnen. Was wĂŒrde sich Ă€ndern, wenn sie regieren? Viele Antworten gibt es darauf noch nicht. Noch erschĂŒtternder ist, wie wenig es in den Redaktionen interessiert.
Wolfgang Michal, der die SPD von innen kennt, ist entsprechend desillusioniert. Er rechnet nicht mit Rot-Rot-GrĂŒn, dafĂŒr sind SPD und Linke schon zu ehrgeizlos und ramponiert. Michal wĂ€re schon froh,Weiterlesen…

Nur noch ein Versuch

Anforderungen an GrĂŒne Regierungskunst – kann das gutgehen?
Egal, wann die nĂ€chste Bundestagswahl terminiert wird, die Wahrscheinlichkeit, dass die GrĂŒnen danach regieren mĂŒssen, ob sie wollen oder nicht, steigt stetig. Das gilt auch fĂŒr andere Wahlen – im Westen und in GrossstĂ€dten. Der alte Sozialdemokrat Wolfgang Michal/Freitag ist darĂŒber nicht traurig oder nur melancholisch und sieht den Lauf der Geschichte, so meine ich, richtig.
Was er voraussieht, reicht mglw. nur bis zum nĂ€chsten Herbst. Was dann weg ist, kommt nicht wieder. Weiterlesen…

Umkehrung der TĂ€ter-Verantwortung

Schiessen SZ und Spiegel ein Eigentor?
Deutsche Geheimdienstler eilen der FPÖ gleich rudelweise zu Hilfe. Waren und sind die nicht Beamte? Wie verhĂ€lt sich dieses Verhalten zu ihrem Amtseid: „Ich schwöre, das Grundgesetz und alle in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Gesetze zu wahren und meine Amtspflichten gewissenhaft zu erfĂŒllen, so wahr mir Gott helfe.“? Sascha Lobo beschreibt das Rudelverhalten in seiner Sp-on-Kolumne. Und er hat Recht. Er spart allerdings eine Strategie&Taktik-Frage an seinen Arbeitgeber aus, die dafĂŒr Wolfgang Michal/Freitag stellt.Weiterlesen…

Merkel / Corbyn / Putin

Herr Lobo/Sp-on ist noch nicht fertig mit seinem Wutausbruch zur EU-Urheberrechtsreform und hat eine Fortsetzung geschrieben, mit Schwerpunkt auf die Betrachtung der Bundeskanzlerin. Das ist eine gute Idee. Denn was Lobo beschreibt, könnten wir zu jedem anderen beliebigen Thema Ă€hnlich beobachten. Es sind immer Ă€hnliche Mechanismen, mit denen die Aussenpolitik dieser Bundesregierung das Ansehen der EU bei den BĂŒrger*inne*n ruiniert, und damit – man soll ja das Positive sehenWeiterlesen…

Twitter oder FAZ?

Es gibt zum GlĂŒck noch mehr Möglichkeiten
Wolfgang Michal hat sich zu einer launigen FAZ-Kritik hinreissen lassen. Ja, das lĂ€sst schon tief blicken und ist auch nicht unlustig. Und seine selbstformulierten Skrupel weisen ihn als reflektierten Autor und Menschen aus. Den ernsten Kern habe ich bei ihm bereits als Kommentar hinterlassen: wer sich auf eins oder wenige Medien fixiert, ist selber schuld und wird mit SelbstreferentialitĂ€t, in schweren FĂ€llen lebenslĂ€nglich, bestraft.Weiterlesen…

Zentrum und Pol zugleich

Der kluge Wolfgang Michal, von Augsteins Freitag in den Journalismus zurĂŒckgelockt, hat das “Geheimnis” des GrĂŒnen Demoskopie-Höhenfluges so einfach wie logisch entschlĂŒsselt. CDU/CSU und SPD haben sowohl Zentrumsbesetzung als auch Polarisierung aufgegeben, mehr aus Qualifikationsmangel und Dummheit, denn aus Not. Was blieb den GrĂŒnen anderes ĂŒbrig?
Auch Michals Italien-Parallele verstrahlt PlausibilitĂ€t: CDU und SPD könnten Ă€hnlich verschwinden wie ihre Parteigenoss*inn*en in der dortigen PD.Weiterlesen…

Krisenreaktionen – Banken / Wohnen / Bewegung

Jahrestage interessieren mich normal nicht. 10 Jahre Bankenkrise, die auf wundersame Weise in eine Krise der Staatsfinanzen verwandelt wurde. So what? Der Skandal von heute ist, dass wir planmĂ€ssig daran gehindert wurden, daraus zu lernen, ĂŒberhaupt genug darĂŒber zu erfahren. Dirk Laabs, der schon mit dem nach rechts konvertierten Stefan Aust zusammengearbeitet hat, insgesamt mit einer sehr beeindruckenden Berufsbiografie, zieht im Junge-Welt-Interview ein Fazit von wĂŒnschenswerter Deutlichkeit und PrĂ€gnanz. Ob das Wahlkampfthema wird?
Die Wohnungsfrage drĂ€ngt zunehmend ins politische Schweinwerferlicht, endlich.Weiterlesen…

VerĂ€nderungen der politischen Öffentlichkeit

Axel Bojanowski versuchte am Wochenende den Elfenbeinturm der Wissenschaft gegen den Ansturm von Politik und Öffentlichkeit zu verteidigen. Kurz zusammengefasst will er, dass Wissenschaft von einer Klimakatastrophe erst sprechen soll, wenn das auch zu beweisen ist. In der Natur des Klimas liegt es nur leider, dass, wenn es so weit ist, alles zu spĂ€t ist. Wissenschaftler*innen mit VerantwortungsgefĂŒhl, denen das Leben und die Menschen lieb sind,Weiterlesen…

WM um Medienherrschaft, Viertelfinale

Das war nicht schwer vorherzusagen: gestern war ein sehr schlechter PR-Tag fĂŒr den Inlandsgeheimdienst, genannt “Verfassungsschutz”. In klassisch orwellscher Manier ist allen, die es minimal interessierte, ĂŒbermittelt worden, dass die Verfassung das Letzte ist, was er schĂŒtzen wĂŒrde, er stattdesen seine rechtsradikalen V-Leute ĂŒber alles liebt und schĂŒtzt, auch und gerade bei Serienmordverdacht. Darum war eine Initiative erforderlich, damit sich das nicht tagelang in unserer Hirnrinde festsetzen kann. Irgendwas mit Russen geht immer. Weiterlesen…

Indien / US-Schwarze / SPD / Burmester

Streng in der Reihenfolge von Grösse und Bedeutung:
Indien wurde hier schon als grĂ¶ĂŸter Datenschutz-Markt der Welt bezeichnet. Weil dort der Bedarf besonders gross ist, wie nicht zuletzt seine Regierung unter Beweis stellt. Die Junge Welt berichtet (als Einzige?), inhaltlich anknĂŒpfend an die von mir jĂŒngst erwĂ€hnte dpa-Meldung, wie die indische Bundesregierung den Facebook-Skandal aufblĂ€st, um ihre eigenen Schandtaten dahinter zu verbergen.

Zwei sehr, sehr empfehlenswerte Texte der BlĂ€tter fĂŒr deutsche und internationale Politik sind online:
Inken Behrmann zieht eine politische KontinuitĂ€tslinie von Martin Luther King zu den heutigen Bewegungen Black Lives Matter und und Movement fĂŒr Black Lives (M4BL).
In den USA ist derzeit besonders auffĂ€llig, was sich Wolfgang Michal fĂŒr Deutschland und die SPD erst wĂŒnscht: Weiterlesen…

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